Der Musik-Zeitgeist spukt durch dieses Album. VCR machen Dancepunk auf Synthesizer-Basis.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
The Glimmers: DJ Kicks
Ein neuer, äußerst lohnenswerter DJ-Kicks-Mix. Diesmal angefertigt von The Glimmers, die 80er Electro mit Dub, Disco-Funk und Electroclash mischen. Macht 18 Tracks in einem wilden, betörenden und tanzfähigen Dauerdröhnmix. Herrliche Sache, das.
(8 Fritten)
The Glimmers: DJ Kicks
!K7/Rough Trade
VÖ: 11.4.2005
Swan Lee: Swan Lee
Einsame Frau, Akustikgitarre, viel Last auf den Schultern, trübe Aussichten und dann? Nun: Ab ins Studio und Platte aufgenommen.
WeiterlesenMylo: Destroy Rock’n’Roll
Der eine will den Rock’n’Roll vor dem Tode bewahren (siehe die Rezension des neuen Alec Empire-Albums), der andere möchte ihn zerstören. Logisch, dass Alec Empire die Gitarre als Waffe sucht und Mylo alias Myles MacInnes auf die Electro-Musik vertraut.
WeiterlesenBohren & Der Club Of Gore: Geisterfaust
Eine Faust hat fünf Finger. Auch die eines Geistes. Ergo müssen fünf Lieder her. Da darf es nicht stören, dass sich diese über knapp 60 Minuten hinziehen. Die Songs heißen symptomatischer Weise „Zeigefinger“, „Daumen“, „Ringfinger“, „Mittelfinger“ und „Kleiner Finger“.
WeiterlesenPatrice: Nile
Der Mann mit der nasalen Reggae-Stimme ist zurück: Patrice, 25 Jahre jung und auf dem aufsteigenden Ast. Nach zwei Soloalben (‚Ancient Spirit‘, ‚How Do You Call It?‘) und einer EP mit dem Silly Walks Movement (‚Silly Walks Meets Patrice‘) hat er mit seiner Begleitband Shashamani ein reifes und formvollendetes Album eingespielt, in dem viel seines Herzbluts drinsteckt. Und Arbeit.
WeiterlesenTweet: It’s Me Again
Von ihrem letzten Album zeigten sich viele sehr angetan. Uns ist auch der Gassenhauer „Oops (Oh My)“ in bester Erinnerung. Nach zwei Jahren Funkstille kehrt die von Missy Elliott protegierte Künstlerin Tweet zurück. Statt peppigen HipHop hat sie sich verstärkt Herzerwärmendem zugewandt.
WeiterlesenThe Flaming Lips: The Fearless Freaks
Er sollte eigentlich Professor am College oder Anwalt werden. Das zumindest wünschte sich seine Mutter seinerzeit. Doch Wayne Coyne wurde Musiker. Gott sei Dank! Seine nimmermüde Band The Flaming Lips ist eine Bereicherung für die Pop- beziehungsweise Rockmusiklandschaft.
WeiterlesenBaby Bash: Super Saucy
Nach dem 2003er Album ‚Tha Smokin‘ Nephew‘ war es verdammt ruhig um Baby Bash. Was nicht heißen soll, der Newcomer aus der Bay Area (San Fancisco) hätte die Zeit tot geschlagen. Statt zu faulenzen hat er Songs geschrieben und hat, wie er sagt, „härter gearbeitet als ein Stripper“.
WeiterlesenJunias: Signal
Mathias Reetz (Gesang und Gitarre), Daehyun Huh (Bass und Gesang) und Tim Ebert (Schlagzeug) sind Junias. Vor drei Jahren erschien on ihnen bereits eine EP namens ‚How Do You Do‘. Es folgte eine Tour im Vorprogramm von Gluecifer sowie vereinzelte Konzerte mit Blackmail, Face Tomorrow, Melissa Auf Der Maur, Blumfeld, Soulwax und den Sportfreunden Stiller.
WeiterlesenWill Smith: Lost And Found
Ständig vor der Kamera und dann noch Zeit, hinter dem Mikrofon sein Unwesen zu treiben… Will Smith scheint unersättlich. Er schauspielert und rappt im Akkord. Wobei er für Letzteres in der jüngeren Vergangenheit nicht allzu viel Zeit hatte. Aber eines der beiden Betätigungsfelder aufgeben, das will er auf gar keinen Fall. Warum auch? Solange er in beiden Metiers dermaßen erfolgreich ist, läuft es doch.
WeiterlesenDorfdisko: Unterwegs
Es ist nur eine EP, mit dem das von Motor Music-Urgestein und Systemkritiker Tim Renner reformierte deutsche Label seine Rückkehr im Pop-Betrieb feiert. Diese EP lässt allerdings hoffen. Künstler sollen bekanntlich langsam aufgebaut werden und sich Fehler erlauben dürfen. Fehler findet man bei Dorfdisko keine. Höchstens beim Namen. Ist halt Geschmackssache.
WeiterlesenTurbonegro: Party Animals
Viele waren wohl davon ausgegangen, Turbonegro hätten sich nur für den großen Reibach zusammengefunden, wollten ein Studioalbum veröffentlichen („Scandinavian Leather“) und dann mit vollen Geldbeuteln in der Versenkung verschwinden. Weit gefehlt.
WeiterlesenLyrics Born: Same !@#$ Different Day
Dem drögen Alltag begegnet Lyrics Born, bekannt aus dem Umfeld des kalifornischen Underground-HipHop-Kollektivs Quannum Project, mit gut gelauntem und in dieser Art in letzter Zeit viel zu selten gehörtem HipHop.Die gute Laune springt einem schon in „Hello (Remix)“ ins Gesicht, saugt sich am Backen fest und hinterlässt die Spuren eines feuchten Schmatzers. „Put your hands in the air!“. Uuh yeah.
WeiterlesenCorrosion Of Conformity: In The Arms Of God
Seit jeher haben sich Corrosion Of Conformity (C.O.C.) Zeit für ihre Alben gelassen. Zum Leidwesen manch eines Fans. Letztendlich hat sich aber jedes Mal das Warten ausgezahlt. Denn Qualität wird im Hause C.O.C. stets groß geschrieben.
WeiterlesenSonny Black & Saad: Carlo Cokxxx Nutten II
Wer es noch nicht wusste – und laut Bushido sollen es derer viele sein – Sonny Black ist niemand geringeres als Bushido höchstpersönlich. Es ist sein Alter Ego. Der noch radikalere, noch frechere Rapper, der noch tiefer unter die Gürtellinie geht als es Bushido selbst je machen könnte. FeministInnen und FrauenrechtlerInnen werden aufschreien ob der derben Texte auf diesem zweiten „Carlo Cokxxx Nutten“-Album.
WeiterlesenAdema: Planets
Nach fast nicht enden wollendem Touren und eigentlich zufriedenstellenden Verkaufszahlen, stand das kalifornische Quartett Adema dann doch mit leeren Händen da. Denn ihre vorherige Plattenfirma setzte sie blindlings vor die Tür. Zum Glück fand sich in Earache zügig ein neuer Geschäftspartner. Doch just zu dem Zeitpunkt trennte man sich von Sänger Marky Chavez, übrigens ein Halbruder von Korn-Shouter Jonathan Davis.
WeiterlesenThe Evens: The Evens
Drei Jahre gab es sie nur und so richtig bekannt wurden sie in diesem Zeitraum nicht. Aber immerhin taucht ihr Name nun wieder auf. Die Rede ist von The Warmers, einem Trio bestehend aus Alec MacKaye (ja, sein Bruder heißt Ian), Juan Luis Carrera und Amy Farina. Ihr einziges Album produzierte natürlich Ian.
WeiterlesenBloc Party: Silent Alarm
Für all diejenigen, die von dem Boom, den Franz Ferdinand losgetreten haben, nicht genug bekommen können, hier der nächste Hype britischen Ursprungs: ‚Silent Alarm‘ von Bloc Party. Die Band aus London schippert stilistisch gesehen im Fahrwasser der Ferdinands.
WeiterlesenSaul Williams: Saul Williams
Saul Williams ist einer der wenigen Rapmusiker, die ihre Rolle im HipHop als die ursprünglichste aller sehen: die des Master Of Ceremony. Sein Stil ist so weit von dem eines Goldkettchen-Kehlchens entfernt wie George W. Bush vom Friedensnobelpreis.
Williams Ambitionen sind politischer Natur. Er ist ein Agitator. Einer, der seinen Mund aufmacht. Da passt es nur zu gut, dass Zack De La Roche und Serj Tankian, beide politisch sehr aktiv (nicht erst seit ihrer Engagements bei Rage Against The Machine bzw. System Of A Down), Gastauftritte haben. Williams ist nicht nur von seiner Einstellung her ein Rapper besonderer Art. Er spricht die Texte, betet fast. So wie einst die Jungs von Disposable Heroes Of Hiphoprisy, allen voran deren Wortführer Michael Franti. Williams HipHop auch kommt nicht ausschließlich vom Band. Gitarre, Piano und Schlagzeug gesellen sich zu Samples. Mal geht der Song voll nach vorne los. Mal erwartet einen ein völlig schräger Track.
Saul Williams: Saul Williams
Wichita/V2/Rough Trade
VÖ: 11.4.2005