Biffy Clyro: Infinity Land

Es scheint, als wäre dies der Monat der vielseitigen Albumveröffentlichungen mit zahlreichen Platten, die sich stilistisch nicht einwandfrei zuordnen lassen. Das gilt auch für das neue Album von Biffy Clyro. Das Trio aus Glasgow macht grob gesagt Indierock. Doch mitunter schleicht sich Emorock oder gar Schrei-Emo (Insidern auch als Screamo bekannt) ein. Elektronische Raffinessen dürfen natürlich nicht fehlen.

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Ambulance Ltd.: LP

„Unsere Schublade ist, dass wir in keine Schublade passen“, sagt Benji Lysaght, Gitarrist der US-Band Ambulance Ltd. (übrigens: „El-ti-di“ ausgesprochen). „Wir wollen uns nicht selbst beschränken“, fügt Sänger/Gitarrist Marcus Congleton hinzu. Nun, das sind – Verzeihung – hohle Phrasen, wie wir sie täglich von Bands hören. Doch bei Ambulance Ltd. steckt ausnahmsweise mehr dahinter.

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Bellcrash: Suzume Park

Wenn dass keine Schotten oder Iren sind, die sich zu Beginn der CD kurz unterhalten, ich fresse einen Besen. Und tatsächlich: Mark Bell und Paul McMahon alias Bellcrash kommen aus Belfast. Ihr Debüt „Suzume Park“ ist eine mannigfaltige Bossanova-Headz-Funk/Soul-Erfahrung oberster Kategorie. Da hat der Arsch aber Kirmes, meine Damen und Herren. Keine Überraschung, dass sich ausgerechnet ein Indie aus Wien Bellcrash angenommen hat.

(8 Fritten)

Bellcrash: Suzume Park
Sunshine

Tocotronic: Pure Vernunft darf niemals siegen

Früher war nicht alles besser. Da gehörten Tocotronic noch zur beliebten wie verhassten „Hamburger Schule“. Ergo zu den intellektuelleren deutschen Indierockern – wenn auch seinerzeit mit bescheidenem musikalischem Talent gesegnet und „einfachen, dahingerotzten“ Songs (O-Ton: Dirk Von Lowtzow). Mit den Jahren, zehn an der Zahl, haben sie dazugelernt.Auf ihrem neuen Werk, „Pure Vernunft Darf Niemals Siegen“, präsentieren sie edlen Pop, der mehr an Blumfeld erinnert, denn an naiv-nerviges Gitarrengeschrammel früherer Tage. Zum Edelpop servieren sie poetisch anmutende, politische Texte und eine stilvolle Verpackung: Zu den Höhepunkten gehören „Aber Hier Leben, Nein Danke“ und das Titelstück.

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Eishockey Manager 2005

Wer Sportspiele mag und ein Gespür für taktische Belange hat, wem allerdings die EA Sports-Eishockey-Variationen zu schwer sind, weil er partout den Puck nicht ins gegnerische Tornetz bugsieren kann, der darf nun in die Rolle des Managers eines Eishockey-Teams wechseln. Aufstellung, Taktik und strategische Anweisungen gehören ebenso zu den Aufgabenbereichen des Managers wie Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren, der Stadion(aus)bau, die Beobachtung des Transfermarktes und das Organisieren des Trainingslagers. Der Spieler ist somit Trainer und Vereinsmanager in Personalunion.

Die entscheidende Frage ist nur, welche Erwartungen der Käufer an dieses Spiel stellt. Ein Blick in das Forum von JoWood und man erkennt schnell, dass sich an diesem Spiel die Geister scheiden. Nicht jeder wird mit dem „genialen Handling“ so zufrieden sein, wie die Spiele-Entwickler es zu sein vorgeben. Es hapert noch an einigen Ecken und Enden, weshalb die Software-Fachmänner wohl noch einige Stunden Arbeit in Updates und Verbesserungen stecken werden müssen, um den hohen Ansprüchen der Kundschaft gerecht zu werden.

Nichtsdestotrotz kann man mit diesem Spiel viele Stunden vor dem heimischen PC verbringen. Nicht wegen irgendwelcher Programmierungsfehler oder Spielabstürze, sondern der Lust am Spielen wegen. Geld ausgeben und ein Team seinen ganz eigenen Vorstellungen nach zu formen, das macht einfach Spaß.

Systemvoraussetzungen:

Minimale Voraussetzungen: Intel/AMD 1 GHz, Win 98/2000/ME/XP, 64 MB RAM, Nvidia GeForce 2, 64MB RAM (oder kompatibel), CD Rom, Maus

Optimale Voraussetzung: Intel/AMD 1,8 GHz, Win 98/2000/ME/XP, 512 MB RAM, GeForce 4, 128 MB RAM (oder kompatibel)

Eishockey Manager 2005
JoWood
VÖ: 23.9.2004

Clann Zú: Black Coats & Bandages

Ihr letztes Album „Rúa“ brillierte mit einer Vielzahl an düsteren, fast schon apokalyptischen Songs, die auf Gefühlsregungen zwischen Verzweiflung und Chaos basierten. Keltische Folklore, Punk, Ambient-Rock, Elektronisches und Klassik vermischten sich zu zehn aufregenden, spannenden und ungewöhnlichen Songs. Vergleiche mit Godspeed You Black Emperor!, U.N.K.L.E. und Sigur Ròs waren durchaus angebracht.

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DFA Compilation 2

Beatpunk, Electropunk oder Dancepunk nennt man die neue Musik, die sowohl von der Isar (Munk) als auch von New York (LCD Soundsystem, The Rapture) aus an unsere Ohren dringt. James Murphy, Betreiber des aufstrebenden New Yorker Labels DFA, veröffentlichte vor wenigen Tagen einen zwei CDs umfassenden Sampler plus Remix-CD, der einen umfangreichen Überblick über sein innovatives wie hippes Label gewährt: ‚DFA Compilation Vol. 2‘.

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Tiefschwarz: Misch Masch

Ali und Basti Schwarz alias Tiefschwarz haben bereits zwei Alben herausgebracht: ihr Debüt „Ral 9005“ und das Mixalbum „A Little Help For Your Friends“. Seit Letztgenannten sind zwei Jahre ins Land gezogen. In dieser Zeit war das Duo keineswegs untätig. Man hatte einige Remixaufträge zu bewältigen. Was den Beiden dabei alles zwischen die Finger gekommen ist, das kann nun jeder auf der zweiten CD ihres neuen Werks nachhören.

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Handsome Boy Modeling School: White People

Vier Jahre sind vergangen, seitdem die Handsome Boy Modeling School zuletzt ihre Pforten geöffnet hatte. Vier viel zu lange Jahre. Das HipHop-Duo bestehend aus Dan Nakamura, bekannt von seinem Erfolgsprojekt Gorillaz, und Prince Paul, Produzent von De La Soul und HipHop-Ikone par excellence, hat sich diesmal Gäste ins Studio eingeladen, die wohl nie jemand mit HipHop in Verbindung gebracht hätte.

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