Was für eine harmonische Verbindung: Sängerin Rachel Foster und Andy Cato, eine Hälfte der Groove Armada, die derzeit mit ihrem bezaubernden Werk „Lovebox“ die Tanzflächen füllt, sind die Weekend Players. Die jazzig angehauchte, orchestrale Dance-Musik von Cato liefert das optimale Breitbandszenario, in dem sich Forster nach Lust und Laune austoben kann.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
The Black Keys: Thickfreakness

Nach der Veröffentlichung ihres Debüts „The Big Come Up“ war die Begeisterung seitens der Presse und der Kollegen gleichermaßen groß. In anerkannten Magazinen wie Mojo, The Village Voice und Rolling Stone feierte man gebührend das Duo bestehend aus Dan Auerbach und Patrick Carney. Die Jon Spencer Blues Explosion und Guided By Voices luden The Black Keys ein, bei Konzerten die Rolle des Supports zu übernehmen. Man darf also gespannt sein, welche Reaktionen das Zweitwerk „Thickfreakness“ hervorrufen wird.
WeiterlesenAnders Parker: Songs In A Northern Key
Komisch. Wochenlang trollt die CD in meinem Regal, mischt sich immer wieder unter die Tonträger, die ich noch zu bearbeiten habe. Und ausgerechnet an einem Tag, an dem einem die Trauer gepackt hat, schleicht sie sich spät abends in den CD-Player und beschallt vier trostlose Wände mit ergreifender Musik.
WeiterlesenDynamo Productions: Analogue
Portishead pausieren nach wir vor. Ihre Zukunft bleibt damit leider ungewiss. Beth Gibbons zum Beispiel hat die freie Zeit dazu genutzt, mit Rustin Man das gemeinsame Album „Out Of Season“ aufzunehmen. Auch Andy Smith, der gewöhnlich hinter den Plattentellern von Portishead seine Fingerfertigkeit unter Beweis stellt, war nicht untätig. Er hat sich mit Scott Hendy, Dope On Plastic-DJ und Cup Of Tea Records-Künstler, verbündet und unter dem Namen Dynamo Productions Old School-HipHop zu neuem Leben erweckt.
WeiterlesenFabulous Disaster: Panty Raid!
Hände an die Hose bevor Euch die frechen Punkrock-Girls von Fabulous Disaster selbige vom Leib stibitzen. Alex Newport (ex-Fudge Tunnel, ex-Nailbomb) und Fat Mike (NOFX) haben deren Album „Panty Raid!“ produziert und dafür gesorgt, dass die Energie zwischen Mikrophon und Bandmaschine nicht verloren geht, sondern nunmehr mit voller Kraft die Wohnräume beschallen kann.
WeiterlesenFischerspooner: #1
Das Duo, das maßgeblich mitverantwortlich ist für einen Boom, dem das Label Electroclash aufgedrückt wurde, lässt wieder von sich hören: Fischerspooner. Es liegt nämlich unter anderem an Warren Fischer und Casey Spooner – der erste ein Filmstudent, der zweite ein Bildender Künstler –, den Beweis anzutreten, dass Electroclash, eine hochstilisierte Mischung aus Punk und 80er Elektro, keine Alltagsfliege bleiben wird und auch in ferner Zukunft seine Nische im Popkosmos sicher innehaben wird.
WeiterlesenKing Britt: Adventures In Lo-Fi
Seitdem er mit dem Trio Digable Planets gearbeitet hatte, träumte King Britt von der Idee, ein Mal ein reines HipHop-Album aufnehmen zu können. BBE beziehungsweise Rapster gaben ihm nun im Rahmen der „Beat Generation“-Serie die Chance, genau das Album anzugehen, das ihm schon seit Jahren vorschwebte. Ohne Grenzen, ohne Vorgaben.
WeiterlesenBoozoo Bajou: Juke Joint
Florian Seyberth und Peter Heider haben ihre Plattensammlungen durchforstet und sich all diejenigen Stücke rausgepickt, die sie schon immer mal gerne auf ein Album gepackt hätten. Wer möchte das nicht? Die beiden Nürnberger, die 2001 mit dem Debüt „Satta“ überzeugen konnten, enttäuschen erneut nicht.
Weiterlesen3 Generations Walking: s/t
Der Verfasser des Infoschreibens hat Recht: Viel zu oft wird elektronische Musik mit Kälte assoziiert. Umso lobenswerter ist es, dass es sich 3 Generations Walking zum Ziel gesetzt haben, mehr Wärme in die elektronische Klangwelt zu bringen. Die beiden Produzenten MKL und Soy Sos hatten verschiedene Sänger, Musiker und DJs, denen sie zutrauten, ihre Ideen umzusetzen, in ein Studio eingeladen. Der stilistische Rahmen wurde mit den Eckpfeilern Dub, Funk, Ambient, Jazz und Weltmusik abgesteckt.
WeiterlesenDJ Muggs: Dust
DJ Muggs arbeitete schon mit House Of Pain zusammen und – nicht zu vergessen – mit Cypress Hill. Letztgenannte legten gerade wieder eine Pause. Allerdings war Muggs gar nicht nach Ausspannen und Relaxen. Er wollte Musik produzieren. So ging er in sein Studio und schrieb endlich ein paar eigene Songs.
WeiterlesenMikrowelle: Twang Boom Tschak
Liebste Damen, liebe Herren, diesen Albumtitel dürfen sie ausnahmsweise wörtlich nehmen. Mikrowelle ist das Hirngespinst des ehemaligen Think About Mutation-Bassisten Peter G. Mit dem Computer und einer Klampfe, einer Fender Mustang, hat er dieses Album zustandegebracht. Knapp 33 Minuten heiterer Elektro-Surf sind Peter und seinem PC gelungen. das skurrile Gesamtkunstwerk erinnert an Radio-Jingles aus den Siebzigern und versüßt einem so manch trübe Stimmung.
(8 Fritten)
Mikrowelle: Twang Boom Tschak
(Exile On Mainstream/EFA)
Clutch: Live At The Googolplex
Clutch sind göttlich – insbesondere live. Wer noch nie in den Genuss einer ihrer Auftritte gekommen ist, der kann mit diesem Live-Album vorliebnehmen. Alle anderen haben sie bestimmt schon gesehen oder sollten sie demnächst mal in Natura erleben (Wer weiß wie lange sie noch durchhalten werden?). Bei Clutch wird noch gearbeitet und gerockt auf der Bühne. Da wird den Orange-Verstärkern alles abverlangt.
(7 Fritten)
Clutch: Live At The Googolplex
(Megaforce/SMIS)
Swingin‘ Utters: Dead Flowers, Bottles, Bluegrass, And Bones
„All That I Can Give“, eine coole Country-Ballade, und der Folklore-Ballade „Don’t Ask Why“ sind mit die besten Songs auf dieser Platte. Beim Rest geben sich die Me First And The Gimme Gimmies- und Filthy Thievin‘ Bastards-Mitglieder typischem Street Punk mit Folk-Einflüssen hin. Kurzum: Für Fans von Social Distortion und The Clash.
(6 Fritten)
Swingin' Utters: Dead Flowers, Bottles, Bluegrass, And Bones
(Fat Wreck/SPV)
Julian Sas: Delivered
Der holländische Gitarrist und Sänger Julian Sas kniedelt sich auf der Doppel-Live-CD durch 17 Songs, kann richtig gut spielen und erinnert mehr als ein Mal an Walter Trout. Zwischen Blues und Boogie ist „Delivered“ eine mitreißende Liveaufnahme, bietet aber wenig Neues.
(5 Fritten)
Julian Sas: Delivered
(Corazong)
Eloy: Timeless Passages
Art Rock deutscher Prägung hat unter anderem einen Namen: Eloy. Das ist die Band deren Cover stets Phantasiewelten zur Schau stellen. Auf zwei CDs wird die Entwicklung der Band noch einmal rekonstruiert. 22 Songs, darunter eine bis dato unveröffentlichte Live-Version von „Poseidon’s Creation“ und einem Remix von „Illuminations“. Also: Anschnallen, wenn es auf die Reise durch die Traumwelten von Bandleader Frank Bornemann geht.
(7 Fritten)
Eloy: Timeless Passages - The Very Best Of Eloy
(Harvest/EMI)
Studio Braun: Fear Of A Gag Planet
Die Jerky Boys machten den Anfang. Ein paar verrückte New Yorker, die in den Neunzigern Firmen wie Privatleute mit gefakten Anrufen nervten, die Gespräche auf Band mitschnitten und auf CD veröffentlichten. Was im multikulturellen New York funktionieren kann, das sollte auch in Hamburg, dem deutschen Tor zur Welt, möglich sein. So kam es, dass Heinz Strunk, Hans Fuchs und Bims Brohm mit Telefonbuch, Kassettenrekorder, Telefon und viel Unsinn im Kopf bewaffnet ihre neue Mission in Angriff nahmen.
WeiterlesenJR Ewing: Ride Paranoia
Herrlich, endlich mal wieder eine noiserockende Band, die Erinnerungen an Jesus Lizard, At The Drive-In und Refused wach werden lassen. Natürlich sind JR Ewing, die aus dem Emo-Umfeld, kommen, nicht nostalgisch veranlagt. High Energy-Rock vom Feinsten. Und jedes schräge Break ist ein Genuss.
(8 Fritten)
JR Ewing: Ride Paranoia
(GSL/Sony Music)
KVLR: On Planted Streets
Ich kaufe einen Vokal. E. Bing! Okay, ich muss überlegen. Ich kaufe noch ein A. Bing! Ich möchte lösen: KEVLAR. Richtig! Lustig, nicht? 18 Songs hält uns selbige Band aus Schweden vor die Nase. Das ist recht viel und schließt nicht aus, dass man gegen Ende dieses Albums der Band überdrüssig wird.
WeiterlesenCuica: City To City
Cuica ist ein brasilianisches Percussion-Instrument. Cuica ist außerdem ein Londoner Duo, das sich Anfang der Neunziger kennen gelernt hatte: Simone Serritella, gebürtiger Italiener, ansonsten Solokünstler unter dem Pseudonym Big Bang und Betreiber des Labels Arision Records, und Pete Herbert, Ex-Plattenladen-Besitzer, A&R für das Palm Pictures-Sublabel Quango und auch unter den Namen Optimo oder Bushflange aktiv.
WeiterlesenThe (International) Noise Conspiracy: Bigger Cages, Longer Chains
Ein kurzes Hallo zwischendurch. Eigentlich hätte man nicht mit einem neuen Lebenszeichen der von Touren ausgelaugten Band gerechnet. Doch unverhofft kommt oft. Nur der Titeltrack ist bereits bekannt. Die restlichen Songs sind die vier neuen Stücke „Beautiful So Alone“, „Waiting For Salvation“, „A Textbook Example“ und „When Words Are Not Working“ sowie die großartige Interpretation des N.E.R.D.-Songs „Baby Doll“.
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