Marylin Manson is Marylin Manson, denn er ist und bleibt ein Spinner vor dem Herrn. Aber auch ein Mann mit einem Plan im Kopf. Er weiß wie er sich verhalten muß, um im Rampenlicht nicht zu schnell wie eine Motte zu verglühen, die nachts zu dicht an eine Lampe geflogen ist. Sein Image ist mittlerweile nervig. Vielen geht er mit seinem Pseudo-Psychopaten-Image auf den Keks. Mit Recht.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
Stone Temple Pilots: No. 4
Es hat lange gedauert und eigentlich hat wirklich niemand mehr daran geglaubt, dass die Stone Temple Pilots ein weiteres Album mit ihrem bisherigen Sänger Scott Weiland zustande bringen würden. Schließlich war er öfter in der Reha-Klinik und im Gerichtssaal, denn im Studio oder im Proberaum. Und dann nicht zu vergessen sein drogengeschwängerstes Solo-Album, das einem wie kalter Schauer den Rücken runterlief.
WeiterlesenTied & Tickled Trio: EA1 EA2
Sie sind verspannt? Die vielen Feiertage haben ihre Spuren an ihrem Gemüt und in ihrem Körper hinterlassen? So, so, sie sehnen sich nach Erholung? Urlaub wäre gut? Aha, aber genügend Geld haben sie natürlich nicht dafür. Hm. Da hätte ich eine Idee. Wie wäre es mit einer Schallplatte, die Ende November auf den Markt kam und dank ihrer erholsam wirkenden und beruhigenden Musik Balsam für den Geist ist.
WeiterlesenMr. Bungle: California
Ihr drittes Album ist vielleicht ihr bestes geworden. Nicht wegen der eingängigen Songs. Die sind nur vordergründig glattgebügelt. Hört man genauer hin, sind auch sie so krank und inzestuös wie die auf dem namenlosen Debüt oder auf „Disco Volante“, dem 95er Werk der durchgeknallten Bay Area-Musiker.
WeiterlesenMarylin Manson: The Last Tour On Earth
Marylin Manson is Marylin Manson, denn er ist und bleibt ein Spinner vor dem Herrn. Aber auch ein Mann mit einem Plan im Kopf. Er weiß wie er sich verhalten muß, um im Rampenlicht nicht zu schnell wie eine Motte zu verglühen, die nachts zu dicht an eine Lampe geflogen ist. Sein Image ist mittlerweile nervig. Vielen geht er mit seinem Pseudo-Psychopaten-Image auf den Keks. Mit Recht.
WeiterlesenThe Dust Brothers: Fight Club OST
„Fight Club“ ist für mich einer der Filme des Jahres, sieht man einmal von dem etwas überzogenem Ende des Gewalttrips ab. An der Stelle machte „The Sixth Sense“ deutlich mehr Sinn und Verstand. Zu einem guten Film gehört ein guter Soundtrack. Da Klassik weniger zu diesem Szenario gepaßt hätte und Songs verschiedener Bands vielleicht der Stimmung wenig unterstützend zur Seite gestanden hätten, durfte das Produzenten-Duo The Dust Brothers alias Michael Simpson und John King an einer musikalischen Untermalung des Anarcho-Streifens basteln.
WeiterlesenMike Ness: Under The Influence
Die einen brauchen einige Jahre, die anderen nur ein paar Wochen, um sich von den Tourstrapazen und dem nervenaufreibendem Aufnahmeprozeß zu erholen. Mike Ness, bis vor zwei Jahren eher bekannt als Frontmann von Social Distortion denn als ernst zu nehmender Solokünstler, hat viel Zeit und diese läßt er wahrlich nicht sinnlos verstreichen. Innerhalb von zwölf Monaten zwei Soloalben zu veröffentlichen ist eine Leistung, von der andere nur träumen können.
WeiterlesenMogwai: E.P.
Einen Titel hat sie nicht, die neueste musikalische Errungenschaft der Glaswegian Post-Rocker Mogwai. Namen sind Schall und Rauch. Wichtig ist allein, dass jeder weiss, was er kriegt, wenn er ein Produkt von Mogwai in den CD Player schiebt oder auf den Plattenteller legt. Höchste Qualität würde zumindest ich mal behaupten – natürlich von einem völlig subjektiven Standpunkt aus betrachtet. Nicht, weil ich derzeit in Glasgow lebe und die Band live gesehen habe, auf der Aftershow-Party, zu der ich eingeladen war, ihr Bier wegtrinken durfte und, als ich betrunken in einer Stammbar sass, mich kurz mit dem kleinwüchsigen sympathischen Sänger unterhalten habe, sondern weil Mogwai mit Modest Mouse und Built To Spill zu den wenigen Bands gehören, die der Gattung Rock einen neuen Anstrich verpassen (können) und das Konzept von Gitarre, Bass, Schlagzeug und in diesem Fall Keyboards anstelle von Gesang auf ein neues Level heben.
WeiterlesenNebula: To The Center
Zum Zentrum des Universums wollen uns Eddie Glass, Mark Abshire und Ruben Romano alias Nebula also mitnehmen. Eine solche Einladung sollte sich der geneigte Stoner Rock-Freund eigentlich nicht entgehen lassen. Die besonderen Anreize liegen auf der Hand. So eine Reise ist unwiderlegbar etwas Einzigartiges und da Nebula nicht nur als erfahrenes Bordpersonal in Erscheinung treten werden, sondern zugleich den bedröhnten Soundtrack mitliefern, um den Trip zu einem solchen auch werden zu lassen, lohnt es sich doppelt.
WeiterlesenLeadfoot: Take A Look
Am 9. Juni des Jahres 1993 war für Karl Agell die Karriere bei Corrosion Of Conformity beendet. Einen Tag darauf kündigte auch Bassist Phil Swisher und schloss sich seinem ehemaligen Sänger ein weiteres Mal an. Traurig erst einmal für all die C.O.C.-Fans, die nicht daran glaubten, die Band könne sich je wieder von dieser Trennung erholen (was sie dennoch tat). Karl und Phil liessen nicht lange die Zeit ungenutzt verstreichen und bemühten sich zwecks Neuformierung einer Band um potentielle Mitstreiter, die dann ein paar Monate später unter dem Namen Leadfoot das Licht der Welt erblicken sollte.
WeiterlesenConsolidated: Tikkun
Heilen ist die Denotation des Albumtitels. Um genauer zu sein, gibt die Übersetzung aus dem Hebräischen die Formulierung „Heilung und Rettung durch die Suche nach Verständnis, den Versuch, sich selbst zu verstehen“ preis. Demnach ist davon auszugehen, dass sich Consolidated während ihrer Abwesenheit seit der Veröffentlichung des ’98er Albums „Dropped“ gefunden, sich selbst erforscht und letztendlich verstanden haben.
WeiterlesenInterview: KC Da Rookee
HipHopper alle Länder, vereinigt Euch
Nottingham, ist eine der britischen Städte, in der viele Underground-MCs ihr Unwesen treiben. Bis vor einigen Jahren war auch KC Da Rookee einer unter vielen. Erste Erfahrungen sammelte er mit Ragga-Soundsystems und später als Mitglied der Broken English Crew, die immerhin Busta Rhymes, Fugees und Ice-T supporten konnten. Doch in Nottingham sollte seine Karriere nicht enden. Parrallel zum HipHop war eine weitere Leidenschaft des heute Mittzwanzigers Basketball. Dieser Sport war es letztendlich, der den rappenden Basketball-Spieler nach Deutschland lockte. Wie, das wird er euch gleich selbst erzählen.
WeiterlesenBeastie Boys: The Sounds Of Science
Um nicht wieder eine allzu lange Wartezeit auf das nächste Studiowerk ins Land gehen zu lassen, haben sich die drei Witzbolde Adam Yauch, Mike Diamond und Adam Horowitz alias Beastie Boys im Sommer dieses Jahres an einen Tisch gesetzt und überlegt, welche Songs ihre abwechslungsreiche und in der Musikgeschichte bislang einzigartige Karriere am besten auf einem Doppelalbum repräsentieren könnten. 42 Tracks haben es am Ende auf „The Sounds Of Science – The Anthology“ geschafft. Nur eines blieb hängen. Das heißt „Rock Hard“ und war eine der ersten Singles der Band. Es enthält ein Sample der australischen Langweil-Hardrocker AC/DC. Die wollten jüngst nicht ihre Zustimmung geben, den Song abermals zu veröffentlichen. Uncool, dumm und albern, aber wahr. So sind die Gesetze im Musikbiz.
WeiterlesenNick Cave, Mick Harvey and Ed Clayton-Jones: And The Ass Saw The Angel
Was Henry Rollins vor zwei Jahren nicht gelungen ist, nämlich Auszüge aus seinen Büchern mit Musik zu kombinieren und auf CD zu bannen, das haben die Herren Cave, Harvey und Clayton-Jones besser in die Tat umgesetzt. Die ersten vier Tracks der mir vorliegenden Platte, die da wären „Mah Sanctum“, „Lamentation“, „One Autumn“ und „Animal Static“, sind Passagen aus Nick Caves Novelle „And The Ass Saw The Angel“ (erschienen 1988 in seinem Buch „King Ink“), gelesen von seinem Autor selbst. Um seinen Worte mehr Rhythmus und Farbe zu verleihen, spielt er zusätzlich Piano und hat dieses seinen gelesenen geschriebenen Worten untergemischt. Wer es nicht wusste, diese Tracks lagen bereits in Form einer Bonus CD der limitierten Auflage des Albums „Tender Prey“ bei. Wer ein echter Nick Cave-Fanatiker ist, wird es gewusst haben und zumindest diese Stücke des Albums in seiner Sammlung haben.
WeiterlesenSalaryman: Karoshi
Die Fakten: Sie sind nicht von dieser Welt, denn solche Klänge gab es bis vor ihrer Ankunft auf unserer Welt nicht – das war im Frühjahr 1997 mit ihrem unbetitelten Debütwerk. Sie sind zu viert gekommen und haben sich bis zu ihrer Flucht in Champaigne, Illinois, niedergelassen. „Karoshi“ heisst übersetzt „Tod durch Überarbeitung“. Um richtig geil zu rocken brauchen sie keine Gitarren, Bässe und klobige Verstärker und riesige Boxentürme, sondern ein Laptop, ein Keyboard, ein Schlagzeug, einen Sampler, einen Fernseher und einen Wust an selbst gebastelten oder erstandenen Effektgeräten.
WeiterlesenVienna Scientists II
Wer der „Neuen Schule der Gemütlichkeit“ einige Minuten widmen und ihr gespannt lauschen möchte, der sollte sich „Vienna Scientists II – More Puffs From Our Laboratories“ zulegen. Viele Wiener Soundtüftler haben sich auf besagtem Werk vereint, um ihre unterschiedlichen Stilistiken an die Frau/den Mann zu bringen. Das Spektrum ist weit geöffnet und reicht von lässigem Sound á la Kruder & Dorfmeister-meets-Peace Orchestra-meets-Portishead (The Menheads „K.U.S.H.“) über Dub (The Waz Exp. „Malysian Guy) bis hin zu einem völlig gediegenem einen-tief-in-den-Sessel-drückenden TripHop-Gemisch (Uko „Sun Beams“).
WeiterlesenVA: Soulfood
Nein, ‚Cooking Records‘ ist nicht unbedingt ein Label, das wie ein Pilz aus dem Boden geschossen kommt. Hierbei handelt es sich um ein neu initiiertes Sublabel von ‚Good Looking Records‘, dem Reich des britischen Plattenmeisters LTJ Bukem. ‚Cooking‘ hat sich laut dem der Promo-CD beiliegendem Info auf „Funky Downtempo“ spezialisiert und dies, meine Damen und Herren Elektro-Freunde, trifft voll und ganz zu.
WeiterlesenViolent Femmes: Viva Wisconsin
Was soll ich zu Violent Femmes noch viel sagen, ausser dass ich froh bin von ihnen ein neues Album in meinen Händen zu halten, selbst wenn es nur ein auf CD gebannter Mitschnitt ihrer ’98er Tour durch ihren Heimatstaat Wisconsin (Das Trio Gordon Gano, Brian Ritchie and Guy Hoffman wohnt in Milwaukee.) ist.
WeiterlesenPhat World (3)
Diesmal mit einiger Verspätung, denn es bedurfte Zeit, sich in Glasgow einzuleben, den Pubs abzuschwören und zum Tagesgeschäft zurückzukehren. Dafür habe ich folgende Überraschungen anzubieten: Die Firma, DJ Thomilla, Dynamite Deluxe, Ferris MC, KC Da Rookee, Wortgewandt (Sampler), Arsonists, Control Machete, Handsome Boy Modeling School, Ice T, Method Man & Redman, Ol‘ Dirty Bastard, Rasco, Terror Squad, Chant Down Babylon (Sampler) und Contents Under Pressure (Sampler). Wer die Rezension von Screwballs „Y2K“ vermisst, dem sei gesagt, dass die Veröffentlichung des Albums auf Anfang nächsten Jahres verschoben wurde. Jetzt aber ran an den Berg Silberlinge…
WeiterlesenHipHop-Lexikon
Eins vorweg: Ich habe natürlich nicht alle Einträge in diesem Lexikon nachgeschlagen und auf ihre Richtigkeit überprüft. Dazu fehlt mir derzeit die Muse und vor allem die Zeit. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür und akzeptiert trotzdem mein nicht zu voreilig gefälltes Urteil. Statt dessen habe ich die Tauglichkeit des Lexikons im Rahmen meiner täglichen Arbeit getestet. Ich habe nämlich mittels dieses Buches Artikel verfaßt und konnte so einige interessante wie auch wichtige Fakten in selbigem recherchieren.
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