Flubber

Mit über 50 Millionen Dollar in der ersten Spielwoche schlug die neue Disney-Komödie „Flubber“ in den Staaten zu Buche. Die Amis mögen eben leichte Kinokost, könnte man meinen. Oder ist es eher der Name Disney, der wie eh und je mit sauberer, familienfreundlicher Unterhaltung in die Lichtspielhäuser lockt? Eine solche erwartet nämlich denjenigen, der sich an der Kasse für diese Komödie entscheidet. Daran ist natürlich nichts anstößiges, denn auf Kids wirkt der grüne Gummiklops auf alle Fälle. Und wer auf klarstens definierte gute und böse Charaktere steht und auch gegen gelegentliche Albernheiten nichts einzuwenden hat, wird ebenfalls mit „Flubber“ seinen Spaß haben.

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Kundun

Ein kleiner Junge aus ärmlichen Verhältnissen, der zum politischen und geistigen Oberhaupt seines Volkes wird. Das ist nicht etwa ein Märchen der Gebrüder Grimm, sondern die Geschichte des 14. Dalai Lamas, die Martin Scorsese jetzt verfilmt hat. Sein bildgewaltiges und farbenfrohes Spektakel ließ er mit wunderbar sphärischer Musik des britischen Neo-Klassikers Philipp Glass unterlegen. Als Schauspieler wurden fast ausschließlich Exil-Tibeter verpflichtet, die diesem Werk durch deren persönliche Bindung zum Dalai Lama und zur Geschichte ihres Volkes auf beeindruckende Weise Authentizität verleihen. Damit ist ein zwei Stunden und 22minütiges Epos entstanden, das ganz in der Tradition von „Der letzte Kaiser“ oder „Ghandi“ steht.

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Interview: Ashley Judd

Am 13. Januar dieses Jahres fand sich Ashley Judd im Hamburger Atlantic Hotel zu Interviews ein. Anlaß war die Promotion für ihren neuen Film „…denn zum Küssen sind sie da“, einem Psycho-Thriller mit Morgan Freeman. Ashley spielt darin die Ärztin Kate, der es mit Kraft und Kopf gelingt, ihrem geistesgestörtem Entführer zu entkommen. An der Seite von Polizei-Psychologe Alex Cross (Morgan Freeman) begibt sie sich auf die Suche nach dem sadistischen Irren, der noch sieben weitere junge Frauen gefangen hält und eine nach der anderen zu töten verspricht. Susanna Mahnken sprach mit der Schauspielerin.

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…denn zum Küssen sind sie da

Er hält sich für Casanova und hat deswegen sieben hübsche junge Frauen um sich gescharrt. Die Damen sind allerdings nicht freiwillig vor Ort – gekidnappt hausen sie in einem finsteren Verließ mitten in den Wäldern von North Carolina und müssen hier die psychopathischen Reden und Handgreiflichkeiten des verwirrten Möchtegern-Liebhabers über sich ergehen lassen. Unter ihnen befindet sich auch Naomi, Nichte des Polizei-Psychologen Alex Cross (Morgan Freeman), der sich sofort auf die Suche nach ihr macht. Kurz darauf werden zwei der Frauen tot aufgefunden – von ihrem sadistischen Mörder grausam zugerichtet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die anderen Frauen das gleiche Schicksal ereilt.

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Die Musterknaben

Ganz nach dem Vorbild amerikanischer Cop-Serien schickt Regisseur Ralf Huettner seine beiden Helden, die Kölner Kleinbullen Docker (Jürgen Tarrach) und Dretzke (Oliver Korittke), auf die Jagd nach schweren Drogendealern. Ihr Job ist die nächtliche Observierung einer konspirativen Wohnung, in der schon bald eine große Menge von Rauschmitteln den Besitzer wechseln soll. Dabei fällt Docker die hübsche Bardame Wanda (Ellen Ten Damme) in der Kneipe gegenüber auf, der er seelenruhig von seiner aufregenden Arbeit erzählt.

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Große Erwartungen

Eigentlich bin ich nur wegen Robert De Niro in diesen Film gegangen. Der Inhalt nämlich klang eher nach etwas, was locker zum Film des Monats bei TM3 hätte werden können: Die ausgesprochen exzentrische Lady Dinsmoor (Anne Bancroft) holt sich darin den Waisenknaben Finn, als Erwachsener gespielt von Ethan Hawk, zur Unterhaltung ihrer reizenden Nichte Estella, als junge Frau dargestellt von Gwyneth Paltrow, in die heruntergekommene Villa. Die dem Martini nicht abgeneigte grande Dame verspricht dem Jungen, daß es dieses Mädchen sein wird, das ihm das Herz bricht. Trotzdem verliebt er sich in sie. Das macht ihn ein schreckliches Erlebnis aus seiner Kindheit vergessen: Beim Zeichnen in einer verlassenen bucht wurde er einst von einem finsteren Sträfling (Robert De Niro) zur Fluchthilfe gezwungen.

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Der Schakal

Blutige Rache schwört ein russischer Mafia-Boß den USA, als sein Bruder bei einem Attentat durch das FBI ums Leben kommt. Deshalb heuert er den berüchtigten Profi-Killer Schakal (Bruce Willis) an, der für 70 Millionen Dollar vor aller Augen eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ermorden soll. Als FBI-Mann Preston (Sidney Poitier) von dem geplanten Attentat erfährt, macht er sich mit seiner russischen Kollegin auf den Weg ins Gefängnis. Denn hier sitzt der vermutlich einzige Mann ein, der den mysteriösen Schakal je persönlich kennenlernen durfte und dieses Ereignis überlebt hat: der irische Terrorist Declan Mulqueen (Richard Gere).

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Ich weiss, was Du letzten Sommer getan hast

Nach bestandenem Highschool-Abschluß und einer ausgelassenen Feier rasen Helen (Sarah Michelle Gellar), Barry (Ryan Phillippe), Julie (Jennifer Love Hewitt) und Ray (Freddie Prinze, Jr.) über die Küstenstraße nach Hause. Ihre Fahrt wird jäh gestoppt, als plötzlich ein Mann vor ihr Auto springt. Zum Bremsen ist es zu spät – der Fremde stirbt bei dem Unfall. Alkoholisiert und geschockt entschließen sie sich, den Toten einfach ins Meer zu werfen und Stillschweigen zu bewahren. Als sie sich aber nach einem Jahr wiedertreffen, scheint ihr Geheimnis nicht so gut gehütet, wie geplant, denn nacheinander bekommen die vier Freunde Besuch von einem mysteriösen Mann. Und der ist alles andere als zimperlich im Umgang mit vom Unfallort flüchtenden Fahrern. Mit dem Spruch „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“, beginnt er seinen Rachefeldzug.

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The Big Lebowski

Jeff „The Dude“ Lebowski (Jeff Bridges) ist zeitgeistmäßig in den 70ern stehengeblieben. So lange dürfte in etwa auch seine letzte sinnvolle Beschäftigung zurückliegen. Denn heute steht der hippieske Kiffer aus L.A. nur noch dann auf, wenn es mit seinen Kumpels Walter (John Goodman) und Donny (Steve Buscemi) auf die Bowling-Bahn geht, um dort gegen Jesus Quintana (John Turturro) und sein Team anzutreten.

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Free Willy 3

Free Willy 3

Der zehnjährige Max (Vincent Berry) darf seinen Vater zum ersten Mal auf hohe See begleiten. Schon bald begreift der Junge, daß sein Dad mitnichten nur Makrelen fischt, sondern illegalerweise mit seiner Mannschaft Wale fängt. Wieder zurück im Hafen lernt Max den 17 Jahre alten Jesse (Jason James Richter) kennen. Der befindet sich gerade dort, um gemeinsam mit der Meeresbiologin Drew (Annie Corley) und dem Indianer Randolph (August Schellenberg) herauszufinden, warum der Walbestand sich stetig reduziert. Er nimmt Max mit in eine Bucht, in der sie den Orca Willy treffen, dem Jesse einst den Sprung in die Freiheit ermöglicht hat. Und noch ein zweiter Wal gesellt sich zu ihnen: Es ist ein Willys hochschwangeres Weibchen. Als die Jungen zurückkehren, macht sich Max‘ Vater bereit, um mit seinem Fischkutter wieder auf lukrativen Walfang zu gehen – schließlich hat sein Team gerade ein Orca-Paar geortet. Nun gerät sein Sohn in einen Gewissenskonflikt: Soll er in guter Tradition seinem Vater folgen oder seinem neuen Freund Willy das Leben retten?

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Mad City

Unzufrieden mit seinem Job als Reporter für ein kleinen Provinzsender gerät der ehemalige New Yorker Star-Reporter Max Brackett (Dustin Hoffman) unversehens in eine Story, die das große Comeback bringen könnte: Rein zufällig gerät er nämlich in eine Geiselnahme. Auch der Verursacher des bald einsetzenden Medienrummels, Sam Baily (John Travolta), ist eher überrascht vom Ausgang seiner Mission. Schließlich wollte er die Museums-Leiterin unter vorgehaltener Waffe und in Anwesenheit einer Schulklasse doch nur dazu bringen, ihm seinen Job als Wachmann wiederzugeben.

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George der aus dem Dschungel kam

Die intensiven Marketingbemühungen in Form von Internet-Angeboten, massiver Werbung bei Sendern mit überwiegend jungen Zuschauern und Plakatierung an Stellen, an denen ansonsten Konzert-Poster kleben, lassen das Disaster schon so ungefähr erahnen. Absolut flachster Humor, gepaart mit der never ending-Tarzan-Story (im Keller läuft die Bartwickelmaschine…) und ungefähr so spannend, wie die sogenannten Reden unseres königlichen Kanzlers. Warum hat sich die hübsche Leslie Mann („Last Man Standing“) für so einen Schwachsinn signen lassen? Und mußten die Schauspieler vorher einen Kurs für übertrieben dämlich und unnatürlich Dreinschauen belegen?

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Mimic

Dr. Susan Tyler (Mira Sorvino) ist die Heldin des Tages: Sie hat es gemeinsam mit dem Seuchenbeauftragten Dr. Peter Mann (Jeremy Northam geschafft, die gefährliche Strikler’s Krankheit zu stoppen. Die hat nämlich tausende von Kindern das Leben gekostet und wird von den zahlreichen Schaben im Big Apple übertragen. Deshalb hat sich die Entomolgin Susan eben die Judas-Brut herangezüchtet, Killer-Schaben, die ihre nicht-mutierten Artgenossen mit giftigem Schaum vernichten. Die Tiere sollten nach 180 Tagen aussterben, da sie sich im Labor als nicht selbst reproduktionsfähig erwiesen hatten.

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Der Gejagte

Das Leben des Polizisten Wade Whitehouse (Nick Nolte) ist ein ziemlicher Scherbenhaufen: Sein Job ist alles andere als aufregend, seine Ehe ist zerbrochen und seine Tochter legt keinen gesteigerten Wert auf ein Treffen mit ihrem unzuverlässigen Vater. Bester Freund in dieser Situation ist ihm der Alkohol. Erst ein Jagdunfall rüttelt Wade wach. Nachdem nämlich der Gewerkschaftführer und Gegner des im Ort geplanten Ski-Resorts Twombley (Sean McCann) bei einem Jagdunfall ums Leben kommt, wittert Whitehouse dreckige Machenschaften des reichen LaRiviere (Homes Osborne), der seine lukrativen Pläne unbedingt vorantreiben will. Mit diesem Fall wittert der Polizist die Chance auf Rehabilitierung seines wegen Zechereien abgeblätterten Rufes.

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Besser geht’s nicht

Der Autor Melvin Uldall (Jack Nickolson) ist ein echtes Ekel. Zwanghaft hat er an jedem und allem etwas auszusetzen. Insbesondere Schwule, Hunde und Schwarze hat er Sprüche-mäßig im Visier. Sein Nachbar weiß das nur zu gut: Er ist schwul, hat einen Hund und einen schwarzen Freund. Auch die Belegschaft seines Stammcafés, in dem er sein tägliches Frühstück einnimmt, macht einen weiten Bogen um den sarkastischen Zankapfel. Ledglich Carol (Helen Hunt) kann dem ungeliebten Gast noch Paroli bieten. Als sie einige Tage nicht zur Arbeit erscheint, geht er diesem Mysterium nach. Er findet die alleinerziehende Mutter bei ihrem asthmakranken Sohn. Nun zeigt Melvin zum ersten Mal menschliche Regungen und bietet ihr seine Hilfe an. Damit entwickelt sich zwischen den beiden eine sonderbare, zarte Beziehung. Unterdessen muß Uldalls Parade-Opfer Simon aus einer vorrübergehenden Notlage heraus bei seinem gehaßten Nachbarn einziehen. Als es das ungleiche Trio während einer Reise gemeinsam in nur ein Auto verschlägt, bricht die Rivalität der äußerst konträren Persönlichkeiten los. Dabei löst sich der schon sanft geknüpfte Beziehungsknoten und fügt sich bald umso fester wieder zusammen.

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Cop Land

Ray Donlan (Harvey Keitel) und einige seiner Kollegen vom New Yorker Police-Squad haben es sich kurz vor den Toren des Big Apples in der Kleinstadt Garrison gemütlich gemacht. Damit die Cops nach der Arbeit ihren Geschäften mit der Mafia in Ruhe nachgehen können, haben sie den einseitig tauben und lammfrommen Freddy Heflin (Sylvester Stallone) als Sheriff engagiert, der noch nicht einmal ahnt, wie die von ihm bewunderten Kollegen ihre schmucken Häuschen im Ort finanziert haben.

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In & Out

Der Nominierte für den Oscar in der Kategorie „Bester männlicher Hauptdarsteller“ ist Cameron Drake (Matt Dillon). Gebannt verfolgt seine gesamte Heimatstadt Greenleaf die Verleihung vor dem Fernseher. Unter ihnen befindet sich auch Howard Brackett alias Kevin Kline, der ehemalige Lehrer Camerons. Tatsächlich bekommt der Newcomer die begehrte Trophäe und spricht in seiner Rede auch Mr. Brackett seinen Dank aus. Allerdings sorgen seine Worte für einen wahren Sturm im kleinen Greenleaf, denn Cameron behauptet vor laufender Kamera, seine Inspiration für die soeben ausgezeichnete Leistung sei sein ehemaliger Lehrer Brackett – und der sei schwul.

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Pippi Langstrumpf

Wer kennt sie nicht, das phantasievolle Mädchen mit den abstehenden roten Zöpfen. Sollte jemandem Pippi Langstrumpf trotz des unermüdlichen Einsatzes in Kinder-TV-Kanälen oder jährlich zum Geburtstag ihrer Schöpferin Astrid Lindgren neu erscheinender Hörspiele nicht mehr so recht in Erinnerung sein, kann ihm nun geholfen werden: Das stärkste Mädchen der Welt erlebt all ihre Abenteuer noch einmal auf der Kinoleinwand.

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Red Corner – Labyrinth ohne Ausweg

Der erste Vertrag über eine Satellitenkommunikation zwischen China und den USA steht kurz bevor. Hinter diesem historisch bedeutsamen Deal stehen die Bemühungen des amerikanischen Staranwalts Jack Moore (Richard Gere), der eigens zur Unterzeichnung nach Peking reist. Hier feiert er den Abschluß ordnungsgemäß mit viel Alkohol und einem einheimischen Model. Am Morgen ist jedoch Schluß mit Lustig, denn die Schöne liegt blutüberströmt neben ihm. Bald findet er heraus, daß es ein Fehler war, die örtliche Polizei zu benachrichtigen, weil Jack sich flugs im wenig gemütlichen Gefängnis wiederfindet.

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