Erika Fuchs

Die Grande Dame des deutschen Comics stirbt 98jährig. Sie wurde 1951 Chefredakteurin der „Mickey Mouse“ und bescherte uns als Übersetzerin (Neo)Klassiker wie Tick, Trick und Tracks „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns waschen und Gefahr!“, Daniel Düsentriebs „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ und „Erikative“ wie „Denk“, „Grübel“ oder „Staun“.

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Marie Louise Fischer

Die deutsche Schriftstellerin („Der Frauenarzt“, „Eine Frau von 30“) stirbt 82jährig in Prien am Chiemsee. Fischer war eine der erfolgreichsten Unterhaltungsautorinnen und brachte es auf einen Output von über 150 Büchern (hauptsächlich Liebesromane sowie Kinder- und Jugendbücher) in einer Gesamtauflage von über 70 Millionen.

Gonzo’s gone. Ein Nachruf auf Hunter S. Thompson

Es musste ja so kommen. Hunter S. Thompson, Erfinder des „Dr. Gonzo“ und, nun ja…äh, Kultbuchautor, hat sich, wie es die Presse vornehm umschrieb, „eine tödliche Schusswunde beigebracht“. So what?

Ich gebe zu, dass mich „Fear and Loathing in Las Vegas“, Thompsons Hauptwerk, über weite Strecken gelangweilt hat. Vom 2001-Versand in den Endsiebzigern (waren’s die Endsiebziger? Es können nur die Endsiebziger gewesen sein) penetrant beworben, hatte ich mir das Buch gekauft, um vor allem jenen Dr. Gonzo kennenzulernen, der als Namensgeber für den „Gonzo-Journalismus“ herhalten musste, das Gegenteil eines „Spiegel-Journalismus“, könnte man sagen, nicht objektiv, nicht feingeistig, nicht distanziert-ironisch, sondern halt: gonzo. Subjektiv, grob, mittendrin.

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