Presseschau 30. Juli 2009

Inspiriert von Leonard Cohen. Die Frankfurter Rundschau über „Lasso“, das neue Album von 2Raumwohnung: Das Leben ist prima

The Quietusbespricht Richie Unterbergers Buch ↑White Light/White Heat: The Velvet Underground Day-By-Day

Uniquely though, the Velvet Underground didn’t rewrite their own history afterwards. Instead everyone else did that for them. Nonetheless, It still makes for one hell of a yarn.

The Quietus interviewt die (über)lebenden Legenden Sylvain Sylvain und David Johansen: ↑Bringing Out The Dead: New York Dolls On Their Highs And Lows

Keyboarder Matthew Fisher erhält die Anerkenung für seinen Orgelpart auf „A Whiter Shade Of Pale“: ↑Procol organist wins Shade Of Pale case

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Presseschau 29. Juli 2009

Die Welt über Emiliana Torrini auf Tour: ↑Out of Island

TV on the Radio in Köln: ↑Clever und smart (FAZ)

Das Zeit-Blog über Enter Shikari: Emotionen mit der Mörtelkelle

Michael Saager in der Jungen Welt über den „unverbesserlichen Prog-Rock-Revivalismus von Tortoise„: ↑Sture Giganten

Tja, und dann hört man »Gigantes«, ein phantastisches, sich über sechs Minuten aufbauendes Post-Detroit-Technosoul-Kraut-Aphex-Twin-Afrobeat-Brett mit Peitschenschlagzeug, sagenhaftem Hüftflow und einer zum Sterben schönen Melodie gegen Ende. Sämtliche Körperhaare stellen sich auf, und man denkt: Scheiß auf das Gemecker zwischen den Zeilen, ich adoptiere sie sofort, diese unglaubliche Band!

Fröhliche Wisssenschaft: Linguistische Probleme am Beispiel Van Morrison – ↑Fucking shut the fuck up

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Presseschau 27. Juli 2009

Krautrock-Renaissance: ↑Pioniere aus Düsseldorf

jetzt.de zu 25 Jahren „Purple Rain“: ↑Lasst uns ausflippen

Britney Spears gab ihr einziges Konzert in Berlin. Trotz des Presseagenturenboykotts finden sich einige Konzertkritiken. Vom Spiegel (↑Britney im Freak-Zirkus) über die taz (↑Trifft sogar die Töne) bis zum Tagesspiegel (↑Reizüberflutung unter der Zirkuskuppel)

Vom HipHopper zum Liedermacher. Die fr über Dennis Lisk: Die nächste Generation

Für solche Sätze möchte man Liam Gallagher fast schon wieder lieben: „Get your hands down. This is Oasis, not fucking Simple Minds„. ↑Clap your hands: say no wartet noch mit ein paar weiteren Musikern mit leicht pronlenatischen Beziehungen zum Publikum auf. Und dem hier: „Of course Corgan is a pussy compared to Suicide’s Alan Vega.

Tagesspiegel:  Wie das Internet die Machtverhältnisse zwischen Künstlern und Konzernen verschiebt. ↑Die gute Tat der Piraten („Das Internet ist nämlich nicht der Feind der Musik. Es ist nur der Feind der Tonträgerindustrie.„)

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Presseschau 24. Juli 2009

RIP John Dawson. ↑Nachruf auf den Gründer der New Riders of the Purple Sage, der jetzt 64jährig an Krebs starb.

Die taz über ein neues Album von Michael Sheehy:  ↑Musikalischer Faustkampf

FAZ-CD der Woche von Portugal The Man: ↑Von Elton John lernen heißt siegen lernen

Fever Ray, Lykke Li & co. Der Independent fragt besorgt: „Why does Sweden continually produce pop sensations? And is Britain’s rock status under threat?“: ↑Sweden – State-sponsored rock Valhalla

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Presseschau 23. Juli 2009

Heinz Edelmann ist tot. Der Mann, der uns das Yellow Submarine, das Cover der ersten „Herr der Ringe“-Ausgabe und den Vorspann zur ZDF-Reige Der phantastische Film brachte. Die hiesigen Medien berichteten (z.B. ↑Spiegel oder ↑Stuttgarter Nachrichten, ), aber irgendwie scheint die posthume Aufmerksamkeit im Ausland deutlich größer zu sein (siehe ↑NY Times, ↑LA Times)

Das letzte Interview:  ↑The final thoughts of the Seeds‘ Sky Saxon

The Quietusinterviewt Siouxsie Sioux anlässlich der Veröffentlichung einer 3CD+DVD-Box ↑Siouxsoe & The Banshees At the BBC

The Quietus hat auch einen Auszug aus Nick Caves neuem Roman ↑“The Death of Bunny Munro“

Die Welt berichtet, dass David Gilmour „Chicago“ einen alten Crosby, Stills, Nash & Young-Titel neu aufgenommen hat (mit Unterstützung von Chrissie Hynde und dem unvermeidlichen Sir Bob) um auf das Schicksal von Gary McKinnon hinzuweisen, dem die Auslieferung on die USA droht: ↑Musikalische Hilfe für den gefährlichsten Hacker aller Zeiten.  So weit, Welt, so gut. Aber was bitte soll dieser „psychedelisch angehauchte New-Wave-Sound von Pink Floyd“ sein, von dem du schreibst? Na?

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Presseschau 22. Juli 2009

Irre Rockmythen. Der Spiegel interviewt Gavin Edwards, den Autor von ↑“Do You Want To Know A Secret?: Die größten Geheimnisse, Mythen und Gerüchte der Rockwelt“ und präsentiert in einer Klickstrecke einige dieser Gerüchte. Von Bob Marleys Abneigung gegen den Leopardenstringtanga von Prince bis zu Stevie Wonders Geruchssinn. Und warum Rockstars auf die eigenen Schallplatten, bzw Füße schiessen. Nur ob Mick und David wirklich… das weiß auch Edwards nicht. ↑ LSD vom Zahnarzt

Animal Collective durften als erste ↑ein Grateful Dead-Sampler benutzen. Für die Deadheads da draußen: es geht um ein Stückchen aus „Unbroken Chain“ und das resultierende AC-Stück „What Would I Want Sky“.

Die Nominierungen für den ↑Mercury-Preis sind raus und natürlich meckern jetzt einige der Übergangenen wie Lily Allen („I’m like Gazza. The judges hate me, but the people – dem love me.“) oder Patrick Wolf: „The judges have ignored all four of my albums. At times like this, I always think ‚What would Klaus Nomi do?'“ (aber diese Frage scheint Wolf sich ↑ständig zu stellen). The Quietus hat eine Alternativliste: ↑Never Mind The Mercury Prize.

Eine beunruhigende Studie für die englischen Gornys: ↑UK men pirate more than women; everyone confused over rights. All die Prozesse der Musikindustrie, die ja nur dem Ziel dienten, das Bewußtsein der Nutzer für Copyright und Musikerinteressen zu entwickeln haben offenbar gar nichts genutzt.

Three out of five (…) adults said they didn’t believe musicians should profit from their music and videos being downloaded online, and more than two-thirds said the same of TV and filmmakers.

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Presseschau 21. Juli 2009

Patti Smith gab ihr einziges Deutschlandkonzert in Frankfurt. Und alle waren begeistert. Die FAZ (↑Mit Pathos wird Geschichte gemacht), die ↑Frankfurter Rundschau, die ↑dpa, die ↑Stuttgarter Nachrichten, alle. Alle? Nur der saubere Herr Walter hat in der taz zu nörgeln:

Mit bloßen Händen Gitarrensaiten zerreißen und sich in eine Tibetfahne wickeln, das geht eigentlich nicht zusammen. Sich outside of society zu verorten, als RocknRoll Nigger, und den Erniedrigten, Beleidigten, Benachteiligten, Tibetern, Teheranern und anderen Problemfällen des Universums eine Bergpredigt widmen, mit weit ausgebreiteten Armen, das geht eigentlich nicht zusammen. Es geht nicht zusammen, weshalb die 80 Prozent des Konzertes, die aus Kirchentag & Dalai Obamalama bestehen, auch dann schwer zu ertragen sind, wenn man Patti Smith zugesteht, dass sie sich an der Unvereinbarkeit von großer (Punk-)Distinktionsgeste und großer (Hippie-)Vergesellschaftungsmission schon abgearbeitet hat, als Bono noch nicht Oma sagen konnte.

Klaus Walter:↑ Raus aus der Piss Factory

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Presseschau 20. Juli 2009

Für das Wall Street Journal ist Jack White jetzt zu einem Mogul des Musikbusiness aufgestiegen. Entsprechend pompös kommt auch ↑der Artikel daher – mit Video und interaktiver Grafik. Sieht glatt nach Arbeit aus.

The Quietus: ↑The right way to remember Joy Division

Groove is in his heart: Chic’s Nile Rodgers ↑on the unlikely inspiration for ‚Le Freak‘

Listmania. The Observer: ↑The 50 albums that changed music (von Velvet Underground bis LFO) Weiterlesen

Presseschau 17. Juli 2009

U2 kommt nach Berlin. Im Gepäck: die GRÖBAZ, die Größte Bühne aller Zeiten: ↑High-Tech-Messe der dritten Art

Tom Bryant vom Guardian trifft auf guten alten Rock´n´roll aka Tommy Lee:

Interviewing Tommy Lee is never an easy task. Especially when you have to compete for his attention with a 20-year-old groupie wearing a little black dress and no underwear

When rock interviews go weird … Weiterlesen

Presseschau 15. Juli 2009

Umzugspläne. Musikexpress, Metal Hammer und Rolling Stone ziehen demnächst um nach Berlin (wo die Mutter Axel Springer Verlag sitzt) und Ulf Poschardt wird ihr Herausgeber, denn ↑„Pop verträgt keine Routine“.

End of physical singles? Wenn die Zahlen stimmen: ja. Die Stone Roses landen in den UK-Singlecharts auf Platz 3 mit der Wiederveröffentlichung von „Elephant Stone“ mit 406 verkauften „physischen Tonträgern“ (also Vinylsingles und Single-CDs).  Eine der neuen Hoffnungen von der Insel, Florence And The Machine, landen auf Platz 16 mit 64 verkauften Exemplaren.

Geschichtsstunde. When Polly Met Parish: ↑Walking Through the Years with PJ Harvey and John Parish.

Der Jochen. Distelmeyer streamt einen ersten Vorgeschmack („Wohin mit dem Hass“) auf das neue Album auf seiner ebenfalls ↑neuen Website.


Presseschau 12. Juli 2009

„Heutzutage spiele ich bei Konzerten etwa 65 Prozent aller Noten richtig“ erklärt ein Klarinettist und sein Gesicht überzieht ein Anflug von Stolz und Genugtuung. „Vor zehn Jahren waren es vielleicht 40 Prozent.“

Spielt immer miserabel: das ↑Really Terrible Orchestra

Die taz über die Online-Petition gegen die Gema: ↑Der Krieg der Kreativen

Die FAZ über Madness: ↑Melancholie und Party

Die lauteste Band der Welt, die auch schon mit Madonna zusammen auftrat – jetzt.de über Sunn O))): ↑Der direkte Draht nach unten Weiterlesen

Presseschau 9. Juli 2009

Trent Reznor gibt auf der NIN-Homepage ein paar Tipps für aufstrebende aber noch unbekannte Bands: ↑my thoughts on what to do as a new / unknown artist

Forget thinking you are going to make any real money from record sales. Make your record cheaply (but great) and GIVE IT AWAY. As an artist you want as many people as possible to hear your work. Word of mouth is the only true marketing that matters.

John Leckie listet die ↑10 wichtigsten Alben, an deren Produktion er beteiligt war (meine No.1. dieser Liste ist natürlich Magazines ´79er Debüt „Real Life“).

Und wo wir bei alten Helden sind: ↑Richard Hell Repairs the Voidoids’ 1982 Album “Destiny Street”. Am 1. September soll  das Album erscheinen – mit neu eingespielten Gitarren- und Gesangsspuren und den Gastgitarreros Marc Ribot und Bill Frisell.

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Presseschau 8. Juli 2009

Erst mal ganz seriös/theoretisch: Der Scientific American zum Thema ↑Why Music Moves Us

Und dann rein in die Praxis:

„Muss denn jeder, der Rap macht, unbedingt verhaftet werden?“ Der Spiegel über den weißen Rapper Asher Roth: ↑Ein Weißbrot kriegt’s gebacken

U2’s ‚massive carbon footprint‘ called into question

Filter: ↑You Should Already Know: …And You Will Know Us by the Trail of Dead

IGN ↑interviewt Pixies-Frontmann Black Francis.

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Feuchte Stelle im Westen

Seine Forderungen sind gefährlich, seine Schuldzuweisungen sind abenteuerlich, sein Selbstmitleid ist rührend — aber was mich wirklich fasziniert, ist, dass seine Interviews immer noch so sind wie früher. Die schlimmste Aufgabe hat nicht der Interviewer. Während man dabei ist, hat man das Gefühl: Das wird gut, der Mann sagt markige Sachen. Die schlimmste Aufgabe hat der Redakteur, der aus dem Interview eine Nachricht machen muss, eine Überschrift und einen Vorspann finden, und dabei merkt, dass all diese großen Wörter Scheinriesen sind. Je genauer man sich die Sätze anguckt, umso weniger schaut zurück. Beim Versuch, einen konkreten Inhalt zu erfassen, bleibt von den schillernden Sprechblasen nur ein feuchter Fleck.

Stefan Niggemeier über Dieter Gorny im Allgemeinen und ein Interview im WAZ-Portal Der Westen im Besonderen:  ↑Understanding Dieter