Apocalyptica: Apocalyptica

Bisher gab’s noch keine Notwendigkeit, das der Öffentlichkeit mitzuteilen, aber ich halte The Rasmus für eine sensationell untalentierte Band. Die stumpfsinnigen Riffs im Refrain ihres Megahits „In The Shadow“ sind an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Aber da Apocalyptica in der Wahl ihrer Vokalkollaborateure bislang nicht zimperlich waren, dürfen wir jetzt auf der ersten Singleauskopplung „Bittersweet“ Lauri Ylönen (The Rasmus) und den schon lange zur Lächerlichkeit verkommenen Ville Valo (HIM) anhören.

Weiterlesen

Pete Astor: Hal’s Eggs

Erinnert sich noch jemand an die Weather Prophets? Sicher eine der besten Acts des Creation-Labels Ende der 1980er Jahre; nach eigenem Bekunden stark beeinflusst von Velvet Underground und Leonard Cohen.

Nach dem Split hatte Gitarrist und Sänger Pete Astor diverse CDs solo und mit anderen Bands (u. a. The Wisdom Of Harry) veröffentlicht, wahrgenommen wurde das aber nur in loyalen Fankreisen.

Weiterlesen

Better Propaganda

Freunde des RIAA-kompatiblen Downloads kennen natürlich die Site von Epitonic. Einer der Epitonic-Gründer steckt mit hinter einen neuen Website, die auf den ersten Blick auch ein ganz ähnliches Konzept hat. Better Propaganda bietet legale MP3s – für den User Gelegenheit, neue Bands kennenzulernen, für die Independent-Labels, die sich hier präsentieren eine kostengünstige Art, ihre Künstler bekannter zu machen. Wie bei Epitonic gibt es auch bei Better Propaganda Kurzbeschreibungen der einzelnen Bands und Querverweise, die zum Stöbern einladen. Das Spektrum reicht von Electronic bis Punk, von bekannt (Frank Black, The Church, Mogwai, Yo La Tengo) bis kommend.
Für die Anhänger der gepflegten Melacholie sei hier etwa „Carry Me Ohio“ von Sun Kil Moon empfohlen, der neuen Band von Red House Painters-Mastermind Mark Kozelek.

Bright Eyes – Digital Ash In A Digital Urn

Das neue Jahr ist noch keinen Monat alt und alle Feuilletonisten haben drei Künstler direkt zum Konsens erhoben: Trail Of Dead, Adam Green und natürlich Conor Oberst von Bright Eyes. Und Bright Eyes biegen gleich mit zwei Alben um die Ecke.Wer bisher nur den schmachtenden Conor Oberst kennt, muss keine Angst haben, dass er sich mit „Digital Ash In A Digital Urn“ ein digitales Grab geschaufelt hat.

Musikalisch gesehen ist die Asche noch warm und trotz aller elektronischer Verkleidung sind die zwölf Songs eindeutig Bright Eyes zuzuordnen. Etwas häufiger blitzt hier die Verehrung für das larmoyante Cure-Schluchzen durch, aber die Songs hätten auch ihren Platz am Lagerfeuer bzw. auf „I’m Wide Awake, It’s Morning“ finden können.

Weiterlesen

Bright Eyes – I’m Wide Awake

Das ist er also, der tiefgründige, verständnisvolle Bruder von „Digital Ash In A Digital Urn“. Ein Frauenversteher, Einer, der zuhört und sich einfach darauf verlässt, dass seine Botschaft auch ohne großes TamTam ankommt. Das kommt erst am Ende der Platte, wenn Conor Oberst seine Stimme erhebt und bei schräger Trompete und einem ausufernden Jam nochmal die Sau rauslässt.

Bis dahin werden ländlich verwurzelte Oden an die Dornen oder Blüten des Lebens in zehn Songs verpackt, die so stark sind, dass sie oft kaum mehr als eine Gitarre brauchen. Neben der Saddle Creek Familie (Azure Ray, Now It’s Overhead, Mike Mogis…) adelt Emmylou Harris drei Songs mit Harmony Vocals und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wie tief, wie anrührend das Album geworden ist. „I’m Wide Awake, It’s Morning“ ist eine durchweg großartige Platte, die nicht nur in den kommenden Monaten viele Herzen trösten wird.

Bright Eyes
I'm Wide Awake, It's Morning
Saddle Creek/Indigo
VÖ: 24.1.2005

Pete Astor: Hal’s Eggs

Erinnert sich noch jemand an die Weather Prophets? Sicher eine der besten Acts des Creation-Labels Ende der 1980er Jahre; nach eigenem Bekunden stark beeinflusst von Velvet Underground und Leonard Cohen.
Nach dem Split hatte Gitarrist und Sänger Pete Astor diverse CDs solo und mit anderen Bands (u. a. The Wisdom Of Harry) veröffentlicht, wahrgenommen wurde das aber nur in loyalen Fankreisen.

Weiterlesen

Trail Of Dead – Worlds Apart

Es ist mehr eine Spur der Verwüstung, als des Todes. Fernseher mussten unter den Händen der Band ihre Funktionalität hergeben, aber auch das ein oder andere Musikinstrument sah schneller den Bühnenboden auf sich zukommen als für eine handelsübliche Gitarre gut ist. Da diese Albernheiten Trail Of Dead aber anscheinend nicht davon abhalten, großartige Alben zu veröffentlichen, wage ich mal die Prognose, dass „Worlds Apart“ in zehn Jahren ein Referenzwerk sein könnte. Ein Klassiker, mit dem wir unseren Kindern beweisen wollen, dass 2005 noch was ging, mit dem, was wir in Verklärung „Indie“ nannten.

Weiterlesen

Eishockey Manager 2005

Wer Sportspiele mag und ein Gespür für taktische Belange hat, wem allerdings die EA Sports-Eishockey-Variationen zu schwer sind, weil er partout den Puck nicht ins gegnerische Tornetz bugsieren kann, der darf nun in die Rolle des Managers eines Eishockey-Teams wechseln. Aufstellung, Taktik und strategische Anweisungen gehören ebenso zu den Aufgabenbereichen des Managers wie Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren, der Stadion(aus)bau, die Beobachtung des Transfermarktes und das Organisieren des Trainingslagers. Der Spieler ist somit Trainer und Vereinsmanager in Personalunion.

Die entscheidende Frage ist nur, welche Erwartungen der Käufer an dieses Spiel stellt. Ein Blick in das Forum von JoWood und man erkennt schnell, dass sich an diesem Spiel die Geister scheiden. Nicht jeder wird mit dem „genialen Handling“ so zufrieden sein, wie die Spiele-Entwickler es zu sein vorgeben. Es hapert noch an einigen Ecken und Enden, weshalb die Software-Fachmänner wohl noch einige Stunden Arbeit in Updates und Verbesserungen stecken werden müssen, um den hohen Ansprüchen der Kundschaft gerecht zu werden.

Nichtsdestotrotz kann man mit diesem Spiel viele Stunden vor dem heimischen PC verbringen. Nicht wegen irgendwelcher Programmierungsfehler oder Spielabstürze, sondern der Lust am Spielen wegen. Geld ausgeben und ein Team seinen ganz eigenen Vorstellungen nach zu formen, das macht einfach Spaß.

Systemvoraussetzungen:

Minimale Voraussetzungen: Intel/AMD 1 GHz, Win 98/2000/ME/XP, 64 MB RAM, Nvidia GeForce 2, 64MB RAM (oder kompatibel), CD Rom, Maus

Optimale Voraussetzung: Intel/AMD 1,8 GHz, Win 98/2000/ME/XP, 512 MB RAM, GeForce 4, 128 MB RAM (oder kompatibel)

Eishockey Manager 2005
JoWood
VÖ: 23.9.2004

Ian McLagan & The Bump Band – Bump Live

Live? Nicht wirklich, lieber Mac! Der ehemalige (Small) Faces-Keyboarder und gefragte Sessionmusiker ging mit seinen Bumpers mal kurzerhand in ein Studio in Austin und nahm dort – unter Live-Bedingungen, aber ohne Publikum – neue und alte, davon selten gespielte Songs aus dem (Small) Faces- und seinem Solo-Repertoire auf. Stimmlich ist Mac leider nicht ganz auf der Höhe, aber der Sound ist gewohnt rau und herzlich! Highlights: „I’m Hot, You’re Cool“, „Temperature“ und „Glad & Sorry“.

(6 Fritten)

Ian McLagan & The Bump Band
Bump Live
Maniac Records
Bezug: www.macspages.com

Michael Weston King: Absent Friends

Ein echtes Raritäten-Kabinett des britischen Singer/Songwriters, überwiegend live (12 Stücke) plus zwei
Studiotracks. Weniger spröde als „Dinky…“, und dank der Aufnahmen (aus den Jahren 2001-2004) mit den GOOD SONS und seiner aktuellen Band The DECENT MEN abwechslungsreicher; auch die Coversongs kommen gut: z. B. die entspannte Version des UNDERTONES-Klassikers „Teenage Kicks“ oder „Black Sheep Boy“ (aus der Feder seines großen Vorbilds Tim Hardin).

(rs, 7 Fritten)

Michael Weston King
Absent Friends
Murdered With Kindness
Bezug über: www.michaelwestonking.com oder www.glitterhouse.com

Clann Zú: Black Coats & Bandages

Ihr letztes Album „Rúa“ brillierte mit einer Vielzahl an düsteren, fast schon apokalyptischen Songs, die auf Gefühlsregungen zwischen Verzweiflung und Chaos basierten. Keltische Folklore, Punk, Ambient-Rock, Elektronisches und Klassik vermischten sich zu zehn aufregenden, spannenden und ungewöhnlichen Songs. Vergleiche mit Godspeed You Black Emperor!, U.N.K.L.E. und Sigur Ròs waren durchaus angebracht.

Weiterlesen