Bisher gab’s noch keine Notwendigkeit, das der Öffentlichkeit mitzuteilen, aber ich halte The Rasmus für eine sensationell untalentierte Band. Die stumpfsinnigen Riffs im Refrain ihres Megahits „In The Shadow“ sind an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Aber da Apocalyptica in der Wahl ihrer Vokalkollaborateure bislang nicht zimperlich waren, dürfen wir jetzt auf der ersten Singleauskopplung „Bittersweet“ Lauri Ylönen (The Rasmus) und den schon lange zur Lächerlichkeit verkommenen Ville Valo (HIM) anhören.
WeiterlesenKategorie: Musik
Emiliana Torrini: Fisherman’s Woman
Es gab ja früher dieses Jürgen von der Lippe-Phänomen: Künstler, die in seiner Sendung „Geld oder Liebe?“ auftauchten, gingen in der darauffolgenden Woche durch die Decke. Ein paar wenige, wie z.B. John Hiatt, waren vielleicht zu gut; da hat selbst der „Geld oder Liebe?“-Sticker auf der CD den Verkauf nicht entscheidend angekurbelt.
WeiterlesenBlack Maria: Lead Us To Reason
Die schwarze Maria ist ein zusammengewürfelter Haufen aus Mitgliedern von mehr oder minder bekannten Punk- oder Emo-Bands (u.a. Grade und Zyon). Dabei ist das Quintett aber nicht ins Kopieren oder in die Routine rein gerutscht. „Lead Us To Reason“ klingt frisch, lässt aber in keiner Sekunde Zweifel aufkommen, dass die Jungs ihr Handwerk verstehen.
WeiterlesenPete Astor: Hal’s Eggs

Erinnert sich noch jemand an die Weather Prophets? Sicher eine der besten Acts des Creation-Labels Ende der 1980er Jahre; nach eigenem Bekunden stark beeinflusst von Velvet Underground und Leonard Cohen.
Nach dem Split hatte Gitarrist und Sänger Pete Astor diverse CDs solo und mit anderen Bands (u. a. The Wisdom Of Harry) veröffentlicht, wahrgenommen wurde das aber nur in loyalen Fankreisen.
WeiterlesenMike Katz: A Month Of Sundays
Ein Dudelsack-Soloalbum? Kann man das knapp eine Stunde lang ertragen? Man kann, und das auf sehr unterhaltsame Weise.
WeiterlesenDream Theater: Live At Budokan
Kurz nach der Triple-CD erscheint nun auch die gleichnamige DVD, die für ein bisschen mehr Geld eine Menge Bonus bietet. Die Setlist ist identisch, aber wer Dream Theater je auf der Bühne gesehen hat weiß, wie viel Spaß es macht, die Präzision der Musiker zu beobachten.
WeiterlesenBetter Propaganda
Freunde des RIAA-kompatiblen Downloads kennen natürlich die Site von Epitonic. Einer der Epitonic-Gründer steckt mit hinter einen neuen Website, die auf den ersten Blick auch ein ganz ähnliches Konzept hat. Better Propaganda bietet legale MP3s – für den User Gelegenheit, neue Bands kennenzulernen, für die Independent-Labels, die sich hier präsentieren eine kostengünstige Art, ihre Künstler bekannter zu machen. Wie bei Epitonic gibt es auch bei Better Propaganda Kurzbeschreibungen der einzelnen Bands und Querverweise, die zum Stöbern einladen. Das Spektrum reicht von Electronic bis Punk, von bekannt (Frank Black, The Church, Mogwai, Yo La Tengo) bis kommend.
Für die Anhänger der gepflegten Melacholie sei hier etwa „Carry Me Ohio“ von Sun Kil Moon empfohlen, der neuen Band von Red House Painters-Mastermind Mark Kozelek.
Aimee Mann: Live At St. Ann’s Warehouse
Aimee Mann’s Stimme ist ja eh erfreulich, aber live entfaltet sie einen ganz besonderen Glanz. Kraftvoll gurrend trifft sie jeden Ton und auch ihre Band stimmt die Songs etwas zackiger an als auf Platte üblich.Die DVD „Live At St. Ann’s Warehouse“ präsentiert ein Set mit 16 Songs, das neben den Klassikern auch mit zwei neuen Songs aufwartet.
WeiterlesenBright Eyes – Digital Ash In A Digital Urn
Das neue Jahr ist noch keinen Monat alt und alle Feuilletonisten haben drei Künstler direkt zum Konsens erhoben: Trail Of Dead, Adam Green und natürlich Conor Oberst von Bright Eyes. Und Bright Eyes biegen gleich mit zwei Alben um die Ecke.Wer bisher nur den schmachtenden Conor Oberst kennt, muss keine Angst haben, dass er sich mit „Digital Ash In A Digital Urn“ ein digitales Grab geschaufelt hat.
Musikalisch gesehen ist die Asche noch warm und trotz aller elektronischer Verkleidung sind die zwölf Songs eindeutig Bright Eyes zuzuordnen. Etwas häufiger blitzt hier die Verehrung für das larmoyante Cure-Schluchzen durch, aber die Songs hätten auch ihren Platz am Lagerfeuer bzw. auf „I’m Wide Awake, It’s Morning“ finden können.
WeiterlesenBright Eyes – I’m Wide Awake
Das ist er also, der tiefgründige, verständnisvolle Bruder von „Digital Ash In A Digital Urn“. Ein Frauenversteher, Einer, der zuhört und sich einfach darauf verlässt, dass seine Botschaft auch ohne großes TamTam ankommt. Das kommt erst am Ende der Platte, wenn Conor Oberst seine Stimme erhebt und bei schräger Trompete und einem ausufernden Jam nochmal die Sau rauslässt.
Bis dahin werden ländlich verwurzelte Oden an die Dornen oder Blüten des Lebens in zehn Songs verpackt, die so stark sind, dass sie oft kaum mehr als eine Gitarre brauchen. Neben der Saddle Creek Familie (Azure Ray, Now It’s Overhead, Mike Mogis…) adelt Emmylou Harris drei Songs mit Harmony Vocals und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wie tief, wie anrührend das Album geworden ist. „I’m Wide Awake, It’s Morning“ ist eine durchweg großartige Platte, die nicht nur in den kommenden Monaten viele Herzen trösten wird.
Bright Eyes I'm Wide Awake, It's Morning Saddle Creek/Indigo VÖ: 24.1.2005
Pete Astor: Hal’s Eggs
Erinnert sich noch jemand an die Weather Prophets? Sicher eine der besten Acts des Creation-Labels Ende der 1980er Jahre; nach eigenem Bekunden stark beeinflusst von Velvet Underground und Leonard Cohen.
Nach dem Split hatte Gitarrist und Sänger Pete Astor diverse CDs solo und mit anderen Bands (u. a. The Wisdom Of Harry) veröffentlicht, wahrgenommen wurde das aber nur in loyalen Fankreisen.
Trail Of Dead – Worlds Apart
Es ist mehr eine Spur der Verwüstung, als des Todes. Fernseher mussten unter den Händen der Band ihre Funktionalität hergeben, aber auch das ein oder andere Musikinstrument sah schneller den Bühnenboden auf sich zukommen als für eine handelsübliche Gitarre gut ist. Da diese Albernheiten Trail Of Dead aber anscheinend nicht davon abhalten, großartige Alben zu veröffentlichen, wage ich mal die Prognose, dass „Worlds Apart“ in zehn Jahren ein Referenzwerk sein könnte. Ein Klassiker, mit dem wir unseren Kindern beweisen wollen, dass 2005 noch was ging, mit dem, was wir in Verklärung „Indie“ nannten.
WeiterlesenEishockey Manager 2005

Wer Sportspiele mag und ein Gespür für taktische Belange hat, wem allerdings die EA Sports-Eishockey-Variationen zu schwer sind, weil er partout den Puck nicht ins gegnerische Tornetz bugsieren kann, der darf nun in die Rolle des Managers eines Eishockey-Teams wechseln. Aufstellung, Taktik und strategische Anweisungen gehören ebenso zu den Aufgabenbereichen des Managers wie Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren, der Stadion(aus)bau, die Beobachtung des Transfermarktes und das Organisieren des Trainingslagers. Der Spieler ist somit Trainer und Vereinsmanager in Personalunion.
Die entscheidende Frage ist nur, welche Erwartungen der Käufer an dieses Spiel stellt. Ein Blick in das Forum von JoWood und man erkennt schnell, dass sich an diesem Spiel die Geister scheiden. Nicht jeder wird mit dem „genialen Handling“ so zufrieden sein, wie die Spiele-Entwickler es zu sein vorgeben. Es hapert noch an einigen Ecken und Enden, weshalb die Software-Fachmänner wohl noch einige Stunden Arbeit in Updates und Verbesserungen stecken werden müssen, um den hohen Ansprüchen der Kundschaft gerecht zu werden.
Nichtsdestotrotz kann man mit diesem Spiel viele Stunden vor dem heimischen PC verbringen. Nicht wegen irgendwelcher Programmierungsfehler oder Spielabstürze, sondern der Lust am Spielen wegen. Geld ausgeben und ein Team seinen ganz eigenen Vorstellungen nach zu formen, das macht einfach Spaß.
Systemvoraussetzungen:
Minimale Voraussetzungen: Intel/AMD 1 GHz, Win 98/2000/ME/XP, 64 MB RAM, Nvidia GeForce 2, 64MB RAM (oder kompatibel), CD Rom, Maus
Optimale Voraussetzung: Intel/AMD 1,8 GHz, Win 98/2000/ME/XP, 512 MB RAM, GeForce 4, 128 MB RAM (oder kompatibel)
Eishockey Manager 2005
JoWood
VÖ: 23.9.2004
Spencer Dryden
Der US-amerikanische Schlagzeuger bei Jefferson Airplane und den New Riders of the Purple Sage starb am 11. Januar 66jährig im kalifornischen Petaluma an Krebs.
Dirk-Michael Mitters Lieblingsalben 2004
Ron Sexsmith – Retriever
Schon immer ein großer Songwriter, jetzt mit einem nahezu perfekten Album
Interpol – Antics
Um Längern besser als das Debüt – cool, aber doch warm
Rolf Riebigs Lieblingsalben 2004
A.C.Newman: The slow wonder
Interpol: Antics
Modest Mouse: Good News for people who love bad news
Erlend Oye: DJ Kicks
Joanna Newsom: The Milk-Eyed Mender
The Arcade Fire: Funeral
Kiila: Silmat Sulkaset
Califone: King Heron Blues
A Girl Called Eddy: AGCE
Black Kes: Rubber Factory
Ian McLagan & The Bump Band – Bump Live
Live? Nicht wirklich, lieber Mac! Der ehemalige (Small) Faces-Keyboarder und gefragte Sessionmusiker ging mit seinen Bumpers mal kurzerhand in ein Studio in Austin und nahm dort – unter Live-Bedingungen, aber ohne Publikum – neue und alte, davon selten gespielte Songs aus dem (Small) Faces- und seinem Solo-Repertoire auf. Stimmlich ist Mac leider nicht ganz auf der Höhe, aber der Sound ist gewohnt rau und herzlich! Highlights: „I’m Hot, You’re Cool“, „Temperature“ und „Glad & Sorry“.
(6 Fritten)
Ian McLagan & The Bump Band
Bump Live
Maniac Records
Bezug: www.macspages.com
Michael Weston King: Absent Friends
Ein echtes Raritäten-Kabinett des britischen Singer/Songwriters, überwiegend live (12 Stücke) plus zwei
Studiotracks. Weniger spröde als „Dinky…“, und dank der Aufnahmen (aus den Jahren 2001-2004) mit den GOOD SONS und seiner aktuellen Band The DECENT MEN abwechslungsreicher; auch die Coversongs kommen gut: z. B. die entspannte Version des UNDERTONES-Klassikers „Teenage Kicks“ oder „Black Sheep Boy“ (aus der Feder seines großen Vorbilds Tim Hardin).
(rs, 7 Fritten)
Michael Weston King Absent Friends Murdered With Kindness Bezug über: www.michaelwestonking.com oder www.glitterhouse.com
Clann Zú: Black Coats & Bandages
Ihr letztes Album „Rúa“ brillierte mit einer Vielzahl an düsteren, fast schon apokalyptischen Songs, die auf Gefühlsregungen zwischen Verzweiflung und Chaos basierten. Keltische Folklore, Punk, Ambient-Rock, Elektronisches und Klassik vermischten sich zu zehn aufregenden, spannenden und ungewöhnlichen Songs. Vergleiche mit Godspeed You Black Emperor!, U.N.K.L.E. und Sigur Ròs waren durchaus angebracht.
WeiterlesenEminem: Encore
Wenn Eminem ins Studio geht, dann nur in Begleitung seines Mentors Dr. Dre. So auch im Falle von ‚Encore‘. Hatte sich der Detroit-Rapper in der Vergangenheit wegen derber Texte über seine Ex-Frau wenig Freunde gemacht, so bringt er auf ‚Encore‘ die George W. Bush-Fürsprecher gegen sich auf.
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