Einmal mehr schafft es ein Sampler aus dem Hause Trikont, auf ein ansonsten in Europa weniger beachtetes Stück Musikgeschichte aufmerksam zu machen. Der Sampler zeigt, dass die Klischees des weißen Country aus der Mittelschicht und dem schwarzen Soul aus dem Ghetto nicht so einfach funktionieren.Zum Beweis gibt es 24 Stücke, in denen sich Country, Soul und Blues die Hand reichen. Für das ungeübte Ohr klingt das meist entweder nach klassichem Soul ODER klassischem Country, bei genauerem Hinhören fällt dann doch einiges auf: Was machen z.B. Bläsersätze und Gospel-orientierte Backgroundvocals in einem Country-Song?
WeiterlesenKategorie: Musik
Glenn Hughes: Soul Mover
Glenn Hughes und kein Ende. Obwohl der Altmeister Dave Navarro für zwei Songs an die Gitarre geholt hat und Chad Smith (Red Hot Chilli Peppers) das ganze Album durchtrommelt, will der Funke nicht so richtig überspringen.
WeiterlesenHazy Malaze: Blackout Love
„Blackout Love“ ist mindestens so altmodisch wie die Holzvertäfelung auf dem Cover. Da sich aber Neal Casal noch nie um Trends geschert hat, ist sein Sideproject Hazy Malaze ein knackiger Rückwärts-Ausflug. Weniger Herzschmerz, mehr Soul und Funk und bärenstarke Nummern wie z.B. „Corrina“. Nostalgiker aufgepasst – CDs muss man nicht umdrehen.
(7 Fritten)
Hazy Malaze: Blackout Love
Fargo/Rough Trade
VÖ: 24.1.2005
Ani Di Franco: Knuckle Down
Beim Opener und gleichzeitig Titelsong ist eigentlich alles wie immer im Hause Di Franco, aber bereits mit dem darauffolgenden „Studying Stones“ setzt Verwunderung ein. Die kanadische Songwriterin hat ihre Kreativität in Bahnen gelenkt, bzw. lenken lassen.
WeiterlesenAbsynthe Minded: Acquired Taste
Wenn es in Benelux eine Band zu etwas bringen will, dann muss sie wohl zwangsläufig den Weg über dEUS suchen. Was keineswegs verwerflich ist. Aber amüsant.Im Fall von Absynthe Minded ist es standardgemäß auch ein Abgeordneter aus dem dEUS-Umfeld, namentlich deren Sänger/Gitarrist Tom Barman, der sagte, Absynthe Minded seien „das Versprechen für die Zukunft“. Klingt kryptisch. Er will wohl sagen: Dieser Band gehört die Zukunft. Im Spannungsfeld zwischen eben jenen dEUS und neuen Liverpooler Bands wie The Coral oder The Zutons agiert das gelobte Quintett.
WeiterlesenK-Maro: La Good Life
Der gute K-Maro mag etwas seltsam aussehen – geht man zumindest von den Fotos im Booklet seines Albums „La Good Life“ aus. Ein kunstvolles Zuhälter-Bärtchen, tätowiert, muskelbepackt, grimmige Miene und dann doch irgendwie einen leicht femininen Touch. Die Posen schrecken erst einmal ab. Die Musik indes begeistert.
WeiterlesenHead Automatica: Decadence
Dan The Automator alias Dan Nakamura ist ein fleißiges Bienchen. Nicht genug, dass er just das zweite Handsome Boy Modeling School-Album fertig stellte. Nun legt er mit dem Projekt Head Automatica einen nach. Zusammen mit Glassjaw-Sänger Darryl Palumbo und diversen Begleitmusikern, unter anderem Glassjaw-Schlagzeuger Larry Gorman, hat er Head Automatica gegründet.
WeiterlesenGeneral Patton Vs. The X-Ecutioners
Auch so ein Tausendsassa. General Patton, dessen weniger martialischer bürgerlicher Name Mike Patton ist, kann wohl keine Sekunde still sitzen. Er scheint fast täglich in einem Studio mit neuen Ideen zugange zu sein. Es kommt einem vor, als würde er alle drei Monate ein neues Album eines neuen Projekts auf den Markt bringen.
WeiterlesenBiffy Clyro: Infinity Land
Es scheint, als wäre dies der Monat der vielseitigen Albumveröffentlichungen mit zahlreichen Platten, die sich stilistisch nicht einwandfrei zuordnen lassen. Das gilt auch für das neue Album von Biffy Clyro. Das Trio aus Glasgow macht grob gesagt Indierock. Doch mitunter schleicht sich Emorock oder gar Schrei-Emo (Insidern auch als Screamo bekannt) ein. Elektronische Raffinessen dürfen natürlich nicht fehlen.
WeiterlesenAmbulance Ltd.: LP
„Unsere Schublade ist, dass wir in keine Schublade passen“, sagt Benji Lysaght, Gitarrist der US-Band Ambulance Ltd. (übrigens: „El-ti-di“ ausgesprochen). „Wir wollen uns nicht selbst beschränken“, fügt Sänger/Gitarrist Marcus Congleton hinzu. Nun, das sind – Verzeihung – hohle Phrasen, wie wir sie täglich von Bands hören. Doch bei Ambulance Ltd. steckt ausnahmsweise mehr dahinter.
WeiterlesenRPWL: World Through My Eyes
Nach dem genialen Resteverwerter „Stock“ hatte ich ein bisschen gehofft, dass RPWL einen ähnlich großen Sprung machen wie von ihrem Debüt zu „Trying To Kiss The Sun“. Haben sie nicht, aber schlechter geworden ist das Quartett auch nicht.
WeiterlesenAkon: Trouble
Erstaunlich. Wie aus dem nichts taucht Akon auf, der jeden Song seines Debüts selbst geschrieben und produziert hat. Das zeugt von großem Selbstbewusstsein. Vielleicht liegt dies darin begründet, dass Aliaune Thiam, wie Akon im bürgerlichen Dasein heißt, Sohn eines begnadeten Jazz-Percussionisten ist.
WeiterlesenBellcrash: Suzume Park
Wenn dass keine Schotten oder Iren sind, die sich zu Beginn der CD kurz unterhalten, ich fresse einen Besen. Und tatsächlich: Mark Bell und Paul McMahon alias Bellcrash kommen aus Belfast. Ihr Debüt „Suzume Park“ ist eine mannigfaltige Bossanova-Headz-Funk/Soul-Erfahrung oberster Kategorie. Da hat der Arsch aber Kirmes, meine Damen und Herren. Keine Überraschung, dass sich ausgerechnet ein Indie aus Wien Bellcrash angenommen hat.
(8 Fritten)
Bellcrash: Suzume Park
Sunshine
The Thrills: Let’s Bottle Bohemia
In Großbritannien sind The Thrills bereits recht bekannt und durften zwei Mal bei „Top Of The Pops“ auftreten. Bei uns fristen sie weiterhin ein Insider-Dasein. Frontmann Conor Deasy führt das auf die Tatsache zurück, dass es schwer sei, gleichzeitig weltweit die Werbetrommel für ein Album zu rühren.
WeiterlesenTocotronic: Pure Vernunft darf niemals siegen
Früher war nicht alles besser. Da gehörten Tocotronic noch zur beliebten wie verhassten „Hamburger Schule“. Ergo zu den intellektuelleren deutschen Indierockern – wenn auch seinerzeit mit bescheidenem musikalischem Talent gesegnet und „einfachen, dahingerotzten“ Songs (O-Ton: Dirk Von Lowtzow). Mit den Jahren, zehn an der Zahl, haben sie dazugelernt.Auf ihrem neuen Werk, „Pure Vernunft Darf Niemals Siegen“, präsentieren sie edlen Pop, der mehr an Blumfeld erinnert, denn an naiv-nerviges Gitarrengeschrammel früherer Tage. Zum Edelpop servieren sie poetisch anmutende, politische Texte und eine stilvolle Verpackung: Zu den Höhepunkten gehören „Aber Hier Leben, Nein Danke“ und das Titelstück.
WeiterlesenSpock’s Beard: Octane
Oktan – da denkt man an Raubtiere, glänzende, wilde Pferde und mindestens SuperPlus. Aber außer, dass Spock’s Beard ihr achtes Album listenreich benannt haben, ist den Bärten diesmal nicht viel eingefallen. „Octane“ klingt wie Zweitaktermischung.
WeiterlesenMögliches Missverständnis
Die RIAA arbeitet weiter hart an ihrem guten Ruf: US-Musikindustrie hat Verstorbene des Dateitauschs bezichtigt
Bellcrash: Suzume Park
Wenn dass keine Schotten oder Iren sind, die sich zu Beginn der CD kurz unterhalten, ich fresse einen Besen. Und tatsächlich: Mark Bell und Paul McMahon alias Bellcrash kommen aus Belfast.
WeiterlesenParental Advisory
Die Hip-Hop-Szene in den USA sieht sich durch die angekündigte neue Jugendpolitik des US-amerikanischen Präsidenten bedroht: Präsident Bush vs. Hip Hop [Netzeitung]. Zitat:
Vizepräsident Dick Cheneys Frau Lynne zeichnet mit dafür verantwortlich, dass Musik-Alben, in deren Texten Schimpfwörter vorkommen, mit einem Warn-Aufkleber für Eltern versehen werden müssen, das berühmte «parental advisory».
Bei allem reflexartigen Draufschlagen auf Bush & co. sollte nicht vergessen werden, dass für diesen Aufkleber (ohne den sich ja kaum noch eine Hip-Hop-Platte verkaufen läßt) Tipper Gore mit verantwortlich war, die Gattin des ach so liberalen und aufregenden Al Gore.
Project C-90
Für MC-Nostalgiker ist Project C-90 so etwas wie ein Museum der aussterbenden Arten. Da werden Erinnerungen wach…

