Kartoffelferien ’65. Das Foto habe ich selber aufgenommen. Leider unscharf, denn kaum hatte ich „Auf die Plätze fertig los“ gerufen, prasselte auch schon ein Rübenhagel auf mich ein. Von neuzeitlichem Leistungsdenken hatte hier noch niemand gehört… Was mir positiv in Erinnerung geblieben ist, waren die soliden Familienstrukturen und die fesche Kluft der Dorfbuben. Frauen mit Kopftuch begegne ich seitdem mit Vorsicht.
Keine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze.
Robert Musil
Geburtstage:
Vor 165 Jahren geboren: Ignacy Jan Paderewski, polnischer Pianist, Komponist und Politiker. 1919 Premier- und Außenminister seines Landes. In dieser Funktion vertrat er sein Land bei den Friedensverhandlungen von Versailles. Zwei Jahre später nahm er seine Pianistenlaufbahn wieder auf. Gestorben 29.6.1941.
Men of vision. Oh, I love the fine names men give each other to hide their greed and lust for adventure.
Charles MacArthur
Geburtstage:
Vor 130 Jahren geboren: Charles MacArthur, US-amerikanischer Dramatiker (der zusammen mit Ben Hecht das mehrfach verfilmte „The Front Page“ schrieb) und Drehbuchautor („Ein charmanter Schurke“, „Sturmhöhe“ – bei wieder zusammen mit Ben Hecht verfasst). In zweiter Ehe mit der Oscar-, Tony-, Emmy- und Grammy-prämierten Schauspielerin Helen Hayes verheiratet. Adoptivvater des Schauspielers James MacArthur („Hawaii Fünf-Null“). Gestorben 21.4.1956.
Le pouvoir exige des corps tristes. Le pouvoir a besoin de tristesse parce qu’il peut la dominer. La joie, par conséquent, est résistance, parce qu’elle n’abandonne pas. La joie en tant que puissance de vie, nous emmène dans des endroits où la tristesse ne nous mènerait jamais.
Gilles Deleuze
Vor 70 Jahren: Filmpremiere „The Tender Trap„. Charles Walters Komödie (deutsch: „Die zarte Falle“) – nach einem Broadway-Stück von Robert Paul Smith und Max Shulman) kommt in die Kinos. In den Hauptrollen: Frank Sinatra, Debbie Reynolds, David Wayne und Celeste Holm. Der Filmsong „(Love Is) The Tender Trap“ wird ein Hit für Sinatra (#2 im UK, #7 in den USA).
Marmorkuchen, den ich sehr gerne esse, bäckt meine Frau, sooft ich Appetit darauf habe.
Gerd Müller (in seiner Autobiografie)
Vor 70 Jahren: Filmpremiere „Guys and Dolls„. Das Musical (deutscher Titel: „Schwere Jungs – leichte Mädchen“) von Regisseur Joseph L. Mankiewicz feiert im Capitol Theatre in New York Premiere. In den Hauptrollen: Marlon Brando, Jean Simmons, Frank Sinatra und Vivian Blaine. Für Sinatra war es eine turbulente Woche, denn bereits einen Tag später kommt „The Tender Trap“ mit ihm in der Hauptrolle in die Kinos.
Power does not corrupt men; fools, however, if they get into a position of power, corrupt power.
George Bernhard Shaw
Geburtstage:
Vor 270 Jahren geboren: Marie Antoinette, Königin von Frankreich. Am 16.10.1793 hingerichtet.
Vor 210 Jahren geboren: George Boole, englischer Mathematiker, Philosoph und Logiker. Vater der Schriftstellerin Ethel Lilian Voynich. Gestorben 8.12.1864.
Vor 160 Jahren geboren: Warren G. Harding, US-amerikanischer Zeitungsverleger und Politiker. Von 1921 bis 1923 der 29. Präsident der Vereinigten Staaten. Von vielen – aber nicht allen – Historikern zu den schlechtesten Präsidenten der US-Geschichte gezählt. „America’s Horniest President“ (Politico). Gestorben 2.8.1923.
Vor 85 Jahren geboren: Carolin Reiber, deutsche TV-Moderatorin.
Vor 80 Jahren geboren: J. D. Souther, US-amerikanischer Singer-Songwriter („New Kid in Town“, „You’re Only Lonely“). Gestorben 17.9.2024.
Vor 65 Jahren geboren: Said Aouita, marokkanischer Leichtathlet. Olympiasieger (1984), Weltmeister (1987) und Weltrekordler über 5 000 Meter.
Vor 60 Jahren geboren: Samuel Le Bihan, französischer Schauspieler („Pakt der Wölfe“, „Wahnsinnig verliebt“, „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“).
Vor 50 Jahren geboren: Christopher Walla, US-amerikanischer Gitarrist bei Death Cab for Cutie.
*
Todestage:
75. Todestag von George Bernhard Shaw. Der irische Schriftsteller („Pygmalion“) und Literaturnobelpreisträger starb 94jährig.
50. Todestag von Pier Paolo Pasolini. Der italienische Filmregisseur („Accatone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß“, „Das 1. Evangelium Matthäus“, „Die 120 Tage von Sodom“) wird in Ostia von einem Strichjungen ermordet. Er wird 53 Jahre alt.
35. Todestag von Donald A. Wollheim. Der US-amerikanische Science Fiction-Autor und Verleger starb 76jährig in New York an einem Herzinfarkt.
Treat acting as a business and don’t let it go to your head. You don’t want to end up like my friends.
Phil Silvers
Vor 270 Jahren: Das große Beben. Portugals Hauptstadt Lissabon wird bei einem Erdbeben total zerstört. 60.000 Menschen kommen dabei ums Leben.
Vor 225 Jahren: US-Präsident John Adams bezieht Executive Mansion, seinen neuen Amtssitz, der nach einigen Bränden und diversen Um- und Anbauten gut 100 Jahre offiziell den Namen „Weißes Haus“ erhält.
You don’t pay an actor to act. An actor will do that for free because we love to act. You pay an actor to wait.
John Candy
Vor 55 Jahren: Hopper-Phillips-Hochzeit. Schauspieler Dennis Hopper („Easy Rider“) heiratet die Sängerin von The Mamas & the Papas Michelle Phillips. Das Eheglück hält nicht gerade lange: acht Tage später sind die beiden schon wieder geschieden.
The important thing in writing is the capacity to astonish. Not shock – shock is a worn-out word – but astonish.
Michael Winner
Vor 30 Jahren: Albumveröffentlichung „Different Class„. Pulp veröffentlichen ihr fünftes Studioalbum. In den UK Album Charts kommt „Different Class“ auf Platz 1 und beschert der Band 1996 einen Mercury Music Prize.
The important thing in writing is the capacity to astonish. Not shock – shock is a worn-out word – but astonish.
Terry Southern
Geburtstage:
Vor 120 Jahren geboren: Albert E. Brumley, US-amerikanischer Songschreiber, spezialisiert auf Southern Gospel Music. Das vielleicht bekannteste seiner über 800 Kompositionen ist „I´ll Fly Away“, gecovert u.a. von The Chuck Wagon Gang (die damit 1948 über eine Million Singles verkaufte), The Kossoy Sisters (zu hören im Film „O Brother, Where Art Thou?“), George Jones und Bob Marley and the Wailers. Puff Daddy sampelte „I´ll Fly Away“ in seinem 97er Hit „I’ll Be Missing You“ (was ihm eine Urheberrechtsklage einbrachte). Brumleys Sohn Tom wurde ein bekannter Pedal Steel Gitarrist (u.a. in den Begleitbands von Buck Owens und Rick Nelson). Albert E. Brumley starb am 15.11.1977.
Success is a lousy teacher. It seduces smart people into thinking they can’t lose.
Bill Gates
Geburtstage:
Vor 80 Jahren geboren: Wayne Fontana, eigentlich: Glyn Ellis, englischer Sänger bei Wayne Fontana & The Mindbenders („Um, Um, Um, Um, Um, Um“, „Game of Love“) und solo. Gestorben 6.8.2020.
Success didn’t spoil me, I’ve always been insufferable.
Fran Lebowitz
Geburtstage:
Vor 115 Jahren geboren:
Fred De Cordova, US-amerikanischer Produzent der Johnny Carson Show und Regisseur: „Bedtime for Bonzo“, „Frankie and Johnny“.
Jack Carson, US-amerikanischer Schauspieler („Mr. und Mrs. Smith“, „Solange ein Herz schlägt“, „A Star Is Born“, „Die Katze auf dem heißen Blechdach“). Gestorben 2.1.1963.
„By focusing on possibilities, you can see more than a potential light at the end of the tunnel“
John Arden
Vor 60 Jahren: Im Buckingham Palast erhalten John, Paul, George und Ringo von der Queen ihre MBE-Orden (Member of The British Empire).
Geburtstage:
Vor 340 Jahren geboren: Domenico Scarlatti, italienischer Komponist. Angeblich der beste Cembalospieler aller Zeiten. Sohn des Komponisten Alessandro Scarlatti. Gestorben 23.7.1757.
Vor 225 Jahren geboren: Helmuth Graf von Moltke, preußischer Generalfeldmarschall, der die preußische Armee grundlegend reformierte. Spitzname: „der große Schweiger“. Gestorben 24.4.1891.
Vor 125 Jahren geboren: Karin Boye, schwedische Schriftstellerin, am bekanntesten durch ihren dystopischen Science-Fiction-Roman „Kallocain“. Gestorben 24.4.1941.
Vor 95 Jahren geboren: John Arden, britischer Dramatiker („Leben und leben lassen“).
Vor 90 Jahren geboren: Mike Gray, US-amerikanischer Schriftsteller, Kameramann, Filmregisseur („Das Ende der Angst), Filmproduzent und Drehbuchautor. 1980 zusammen mit T.S. Cook und James Bridges Oscar (Bestes Originaldrehbuch) für „Das China-Syndrom“. Mitentwickler der Serie „Starman“. Gestorben 30.4.2013.
Vor 85 Jahren geboren: Tilo Prückner, deutscher Schauspieler („Bomber und Paganini“, „Der Schneider von Ulm“, „Rentnercops“). Gestorben 2.7.2020.
Vor 80 Jahren geboren:
Jaclyn Smith, US-amerikanische Schauspielerin, eine der originalen „Drei Engel für Charly“.
Pat Conroy, US-amerikanischer Schriftsteller, dessen Romane mehrfach verfilmt wurden: „Trennende Wasser“ (1974 als „Abschied von einer Insel“ verfilmt) , „Stolz und Ehre“ (1983 als „Verflucht sei, was stark macht“), „Die Herren der Insel“ (1991 als „Herr der Gezeiten“) und „Der große Santini“ (1979 verfilmt). Gestorben 4.3.2016:
Vor 60 Jahren geboren: Kelly Rowan, kanadische Schauspielerin („Candyman 2 – Die Blutrache“, „187 – Eine tödliche Zahl“, „O.C., California“).
*
Todestag:
135. Todestag von Carlo Collodi. Der Italienische Schriftsteller („Pinocchios Abenteuer“) starb 63jährig in Florenz.
True stories, autobiographical stories, like some novels, begin long ago, before the acts in the account, before the birth of some of the people in the tale.
Harold Brodkey
Vor 40 Jahren: Filmpremiere „Männer„. Die Komödie von Doris Dörrie mit Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach in den Hauptrollen wird in Hof uraufgeführt.
Geburtstage:
Vor 220 Jahren geboren: Max Stirner, eigentlich Johann Kaspar Schmidt, deutscher Philosoph („Der Einzige und sein Eigentum“). 1856 gestorben.
Vor 200 Jahren geboren: Johann Strauß (Sohn), österreichischer Komponist. Natürlich der Sohn von Johann Strauß (Vater). You can call me „Walzerkönig“. Aus seiner Feder stammen Walzerklassiker wie „Geschichten aus dem Wienerwald“, „An der schönen blauen Donau“ und Wiener Blut. Und natürlich Operetten wie „Die Fledermaus“ oder der „Zigeunerbaron“. Gestorben 3.6.1899.
Vor 95 Jahren geboren: Harold Brodkey, US-amerikanischer Schriftsteller („Erste Liebe und andere Sorgen“, „Nahezu klassische Stories“, „Die Geschichte meines Todes“. Gestorben 26.1.1996.
Vor 80 Jahren geboren: David Ward, US-amerikanischer Regisseur („Straße der Ölsardinen“, „Die Indianer von Cleveland“) und Drehbuchautor („Milagro – Der Krieg im Bohnenfeld“, „Schlaflos in Seattle“). Oscarprämiert 1974 für sein Drehbuch zu „Der Clou“.
Vor 75 Jahren geboren: Chris Norman, britischer Sänger bei Smokie („Living Next Door to Alice“).
Vor 70 Jahren geboren: Glynis Barber, südafrikanische Schauspielerin („Operation Tanger“, „Dempsey und Makepeace“, Night and Day“). Seit 1989 in zweiter Ehe mit Regisseur und Schauspieler Michael Brandon („Dempsey und Makepeace“) verheiratet.
Vor 60 Jahren geboren: Mathieu Amalric, französischer Schauspieler („Ich und meine Liebe“, „Das Leben ist seltsam“, „Schmetterling und Taucherglocke“, „Ein Quantum Trost“), Filmregisseur („Das blaue Zimmer“, „Für immer und ewig“) und Drehbuchautor.
Vor 55 Jahren geboren: Ed Robertson, Barenaked Ladies-Mitglied.
Vor 50 Jahren geboren: Antony Starr, neuseeländischer Schauspieler („Banshee – Small Town. Big Secrets.“, „The Boys“).
Vor 40 Jahren geboren: Ciara, (Eigentlich: Ciara Princess Harris) US-amerikanische Sängerin („Goodies“, „Love Sex Magic“).
Vor 160 Jahren: Albumveröffentlichung „Do You Believe in Magic!„. Die kanadisch-US-amerikanische Folkrockband The Lovin‘ Spoonful veröffentlicht ihr Debütalbum auf Kama Sutra. Die Platte beschert der Band in den USA zwei Top Ten-Singles: „Do You Believe in Magic“und „Did You Ever Have to Make Up Your Mind?“.
Vor 60 Jahren: Albumveröffentlichung „Fairytale„. In Großbritannien erscheint auf Pye Records das zweite Album des schottischen Singer-Songwriters Donovan.
Vor 220 Jahren: Schlacht bei Trafalgar. Der englische Admiral Horatio Viscount Nelson gewinnt die Schlacht und verliert dabei sein Leben. Die britische Flotte besiegt die Franzosen und Spanier und festigt damit die Position des Königreichs auf den Weltmeeren.
Vor 55 Jahren: Albumveröffentlichung „New Morning„. Bob Dylans elftes Studioalbum erscheint.
Vor 50 Jahren: Albumveröffentlichung „Nighthawks at the Diner„. Tom Waits veröffentlicht sein drittes Album, eine Doppel-LP, aufgenommen in einem Studio vor kleinem Livepublikum, um den Eindruck eines Jazzclubmitschnitts zu vermitteln.