Wieder ein Erbstück. Ein Topf, aber was für einer.
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Tag 81
Das dürfte eins der typischen Verwandtschaftsgeschenke gewesen sein. Etwas, das aus welchen Gründen auch immer unbenutzt herumsteht, wird mal bei Gelegenheit (meist irgendwelche größeren Familienfeste) an Jung-Mitty verschenkt – ohne unnütze Gedanken darüber, wie das Präsent wohl ankommen würde. Oder ob es überhaupt gebraucht würde.
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Tag 80
Hach. Da musste ich doch lange mit mir ringen. Auch wenn hier haufenweise gelesene – genauso wie bestimmt nie mehr zu lesende – Bücher herumstehen, fällt mir doch bei jedem einzelnen Werk die Trennung schwer. Sehr schwer.
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Tag 79
Eine Bratpfanne, die mir meine Mutter noch zu Lebzeiten vermacht hat.
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Tag 78
Ein Block mit abreissbaren Notizzetteln. Kann man immer mal gebrauchen, sagt Ihr? Schon, aber…
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Tag 77
Noch ein Taschenmesser gefunden. War →das letzte mit Korkenzieher und Flaschenöffner noch eher für den Trinker ohne Ansprüche gedacht, kommt dieses hier deutlich edler daher.
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Sherlock auf der Couch
Doch, kein Witz: Die Märzausgabe der Krimicouch ist online. Darauf auch meine →neue Kolumne, die sich diesmal mit dem ewigen Phänomen Sherlock Holmes beschäftigt sowie zwei Buchbesprechungen: ein gelungenes Werk von →Robert Brack zum Reichtagsbrand 1933 und ein leider eher mittelmäßiges von →John Harvey. Lesen Sie, urteilen Sie.
Tag 76
Und noch ´ne Telefonkarte. Nicht ganz so häßlich wie →die erste…
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Das ZDF verfilmt „Ich war Dora Suarez“
„Totale! Halbtotale, ja! Und jetzt voll auf die Fresse!“ Helge P. Mauritz vibriert. Helge P. Mauritz zittert und schwitzt, schwitzt und zittert, auf seiner inneren Ejakulationsuhr ist es fünf vor Zwölf, Tendenz steigend. Endlich!
Kamerachecks, Kamerafahrten, wie lange hat er darauf gewartet, wie lange dafür gekämpft! Helge P. Mauritz schaut auf den Monitor, hm. Das Gesicht Edwin Drumms ist nicht zerfurcht genug, noch nichts erlebt, der Knabe, keine existentielle Krise, keine raffgierige Exfrau, nur die ewigen Promiempfänge, das Stolzieren auf roten Teppichen, das Posen vor Objektiven, schneller Sex zwischen aufgespritzten Lippen und natürlich Alk, Alk, Alk. Und Koks. Das Backpulver für Teigwaren, die Gesichter sein wollen. Helge P. Mauritz hasst Schauspieler. Er braucht sie aber.
WeiterlesenTag 75
Nanu?! Ein zugetackertes Papiertütchen.
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Tag 74
Wieder mal ein Promo-Giveaway. Diesmal zum „Carboot Soul“-Album der Kiffertruppe Nightmares On Wax.
Offener Brief an Guido Rohm
Ja, ich widerspreche! Ich kann, verehrter Herr Rohm, Ihren Ekel vor dem kriminalliterarischen Katholizismus, dieser allerorten grassierenden Selbstbeweihräucherung, sehr gut nachvollziehen. Diese Monstranzengeilheit, dieses Konklavenklüngeln, das Dealen mit Volksopiaten schon auf Schulhöfen, die klammheimlichen Schweinereien in der halbdunklen Sakristei, wenn Messdiener zu Messlatten degradiert werden. Und, oh doch!, die Päpste! Die Päpste und ihre Li-la-letzter-Versuch-Soldateska! An der Spitze der doch so fruchtbaren Literatur thront die furchtbare Impotenz, aber sehen Sie, Meister, das ist eben Sprache, das ist Etymologie, das ist Arno Schmidt: fruchtbar, furchtbar, ein Aufwasch.
Tag 73
Eine Uhr, die – wenn ich meinem Gedächtnis da wirklich vertrauen kann – mir meine Mutter in einem anderen Jahrtausend schenkte. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass sie selbst diese Uhr auch geschenkt bekam.
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Guido Rohm: Der Doktor und sein Vieh
Kollernde Kleriker unter sich. Prügelpapst und Krimiautor Guido Rohm nimmt sich die Kirchenfürsten des Genres zur Brust, ein gargantueskes, einigen Mut erforderndes Unterfangen, wird doch Rohm nach diesem Kraftakt als vogelfrei erklärt und von den vergifteten Pfeilen der Kritik zur Strecke gebracht werden. Wir freuen uns, Ihnen heute das Sahnestück der Aufsatzsammlung präsentieren zu können, eine feinsinnig-grobe Abrechnung mit einer sich im Affentempo vermehrenden Spezies, einem Konklave des Schreckens gewissermaßen, den wie radioaktiv verseuchte Pfifferlinge aus dem Boden des Internets sprießenden Krimipäpsten nämlich, Menschen im geistigen Zölibat, statt Messdienern Bücher auf den Knien, von Kopulationsphantasien durchschüttelt, die ewigen Handarbeiter des Betriebs… doch lesen Sie selbst. Rohm, Autor von →„Die Sorgen der Killer“, wird besagte Sammlung demnächst unter dem Titel „Einmal legen und blasen, bitte. Szenen aus dem Buchbordell“ in einem namhaften Verlag veröffentlichen. Obligatorisch erklärt die wtd-Herausgeberschaft, dass sie keineswegs alle im folgenden Traktat geäußerten Ansichten teilt. Sie ist lediglich →„Der Bote“. Die dem Aufsatz beigegebene Zeichnung stammt natürlich aus der Feder des Klassezeichners Peter Ludwig.
Tag 72
Eigentlich dachte ich, bereits alle Titanic-Ausgaben entsorgt zu haben. Und dann – bang! – öffnet sich plötzlich eine bis dahin unbeachtete Schranktür und gibt doch noch einige vergessene Exemplare frei.
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Tag 71
Der Kampf gegen den Sammler in mir geht weiter. Die heutige Schlacht gewinne ich schlicht mit rationalen Argumenten.
Tag 70
Junge, Junge, wie die Zeit vergeht. 10 Jahre ist das jetzt schon her, dass die Pubnasen (zum zweiten Mal) den Jahressieg beim Pubquiz im Saarbrücker Hellmut davontragen konnten.
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Schuhschachteln
Schuhkarton plus Geschenkpapier = Schachtel de luxe. Praktisch, wenn man einen Mitbewohner hat, der jedes halbe Jahr seine Schuhgröße ändert.
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