Lösung 8

The day before you came„! ABBA besingen einen typischen Anfang-80er-Alltag. Gut – nicht jeder hatte schon einen Asia-Mann um die Ecke. Aber „Dallas“ gab´s im Fernsehen, Marilyn French-Bücher lagen auf dem Nachttisch, und die Menschen haben noch Zeitung gelesen. Die Legende sagt, dass es der letzte ABBA-Song war, der je aufgenommen wurde, und dass Agneta das Lied im Dunkeln eingesungen hätte – während jeder drumherum wusste, dass es das Ende war. Seufz. Es ist einer der schönsten ABBA-Songs überhaupt, findet zumindest Frl. Katja.

Die Scharmützel der Phantome

Es herrscht Krieg. Kein heißer, kein kalter, eher ein lauwarmer, wie es dem Gegenstand angemessen ist. Es geht um etwas höchst Belangloses, um Kriminalliteratur, die nur für wenige mehr ist als das feierabendliche Quantum Entspannung und Ablenkung, Abzittern und Ablachen. In gewisser Weise also das, was man einen akademischen Krieg nennen könnte, wäre nicht „Krieg“, wenn ich es mir so recht überlege, die unpassende Bezeichnung. Nennen wir es also Scharmützel. Ein ulkiges Wort für eine im Grunde ulkige Geschichte.

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Lösung 6

„Father“ – „Yes, son?!“. Unser Bildungsbürgerpublikum hats natürlich sofort erkannt: Hinternet jr. hält Kafkas „Prozeß“ in der Hand. Und zwar nicht irgendeine Seite, sondern „The End„. Die Türen im Hintergrund sollten den geneigten Rätselrater zusätzlich auf die richtige Spur bringen.

Lösung 4

Der Titelsong des zweiten Studioalbums der Smiths war´s. „Meat Is Murder“, die Vegetarierhymne von The Moz. Damals – 1985 – verbot Morrissey seinen Mitmusikern sogar, sich beim Fleischessen fotografieren zu lassen.

Einige erkannten es sofort, andere (Vegetarier?) hatten so ihre Schwierigkeiten das sündige Fleisch unseres Hauszeichners Raphael Wünsch als solches zu erkennen.

Joe R. Lansdale: Gauklersommer

gauklersommer.jpgNichts Neues von Joe R. Lansdale. Gut halt. Aber wem sag ich das. Wer Lansdale mag, mag auch „Gauklersommer“, die Geschichte des Irak-Veteranen Cason Stadler, eines talentierten Journalisten, der einst am Pulizerpreis vorbeischrammte, in eine Art Daseinskrise gerät und sich in seine Geburtsstadt Camp Rapture im tiefsten Texas zurückzieht (den Lesern schon aus „Kahlschlag“ bekannt, damals 30er Jahre, nun Jetztzeit). Dort leben seine Eltern, der Bruder unterrichtet an der Uni, Stadler findet eine Anstellung als Kolumnist beim Ortsblättchen und alles ist irgendwie gut. Bis es verdammt schlecht wird.

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