Lösung 3

„Parsley, sage, rosemary and thyme“ kriegt man natürlich auf dem Scarborough fair! Unsere Petersilie stammt kleingeschnibbelt aus der Tiefkühltruhe, der Salbeizweig ist original aus unserem Garten, der Rosmarin ist fieserweise gemahlen und der Thymian gerebelt. „Scarborough fair“ ist ein englisches Volkslied und viel älter als Simon und Garfunkel zusammen – aber sie haben den Song berühmt gemacht.

Lösung 1

Das sind „Johnny and Mary„! Niemand konnte den Song besser brummeln als Robert Palmer, der ihn auch komponiert hat. Aber es gibt längst auch etliche Coverversionen. Der Typ links auf dem Bild ist Johnny Cash (eigentlich gehören noch dunkle Augenhöhlen ins Gesicht, aber damit sah die Figur aus wie Roy Orbison, und wir wollten ja nicht mehr verwirren als nötig). Rechts ist eine Mutter Gottes, auch bekannt als Maria, die hoffentlich selbst für Atheisten gut zu erkennen war. Nicht so schön wie bei Giovanni Battista Salvi, aber mit Liebe aus Filz gefrickelt.

Roboter

Gestatten: Little Vincent! Gemacht vom großen Vincent und seiner Mama (weil die mit der Heißklebepistole umgehen kann). Der kleine Vincent kann Autos reparieren, Häuser bauen und Kokosnüsse von Palmen runterholen. Er besteht aus Karton, Joghurtbechern, Taschengriffen, Korken, Schraubverschlüssen und Ähnlichem. Der große Vincent hat ihn noch geschmackvoll angepinselt. Sie sind beide sehr liebenswerte Kerle.

Advent

Der erste selbstgemachte Kranz! Weil der Discounter dieses Jahr mit seinen so spät rüberkam, dass ich schon dachte, ich hätte sie verpasst. Allright. Schnüre nassgefilzt, Zweige gesammelt, Blankokranz damit frisiert und noch drangemacht, was halt drangehört.

Manfred Wieninger: Das Dunkle und das Kalte

wieninger_kalt.jpg Auch Kriminalromane, die nicht unter dem Etikett des Regionalen ächzen, spielen irgendwo. An realen oder fiktiven Orten, manchmal sowohl als auch, wie die Marek-Miert-Krimis von Manfred Wieninger. Harland heißt das triste Provinzkaff im Niederösterreichischen (man kann sich kaum vorstellen, dass auch dort die Sonne einmal scheint), eine Kopfgeburt wohl, doch unverkennbar nach dem Vorbild von Wieningers Geburtsstadt St. Pölten geformt. So springt das Faktische ins Fiktive und wieder zurück, ein Vorgang, in dem sich immer schon die Dynamik von Literatur entfaltet hat und immer entfalten wird. Jetzt hat Wieninger die Maske des Literaten für einen Moment abgenommen und führt uns durch sein Harland, wenn es St. Pölten heißt. Dass er dabei weiterhin Literat bleibt – wen wundert’s?

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