gemein 011

»Das war schon immer so und das wird auch so bleiben« – kein Verein verkörpert dieses konservative Credo wie der FC Bayern. Der frische Wind hat nichts gebracht, ab jetzt mieft wieder modriger Altherrengeruch durch die Allianz Arena. (…) Unter Klinsmann war der FC Bayern so modern wie Kräuterlimonade, mit Heynckes schmeckt jetzt alles wieder wie Erdbeerjoghurt kurz vor dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit.

Benni Kuhlhoff: ↑Back to the Mief (in 11 Freunde)

Erdbeerjoghurt

»Das war schon immer so und das wird auch so bleiben« – kein Verein verkörpert dieses konservative Credo wie der FC Bayern. Der frische Wind hat nichts gebracht, ab jetzt mieft wieder modriger Altherrengeruch durch die Allianz Arena. (…) Unter Klinsmann war der FC Bayern so modern wie Kräuterlimonade, mit Heynckes schmeckt jetzt alles wieder wie Erdbeerjoghurt kurz vor dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit.

Benni Kuhlhoff: →Back to the Mief (in 11 Freunde)

Krimisamstags ist der Mann ein Schwein

Na, Schlagzeilen halt… Dabei ist auch der heutige Krimisamstag beim Titel-Magazin wieder sehr solide. Uta-Maria Heim verpasst dem Wienerischen einen →„Kopfschuss“. Sven Jachmann fragt sich, was →Comics können, was andere Literaturformen nicht können. Jörg von Bilavski hört →Hörspiele. Sabina Schutter hat →Jason Starr gelesen und seither – siehe Titel – keine gute Meinung von Männern. Wtd-Qualitätsmitarbeiterin Anna Veronica Wutschel versucht es mit →Jeffery Deaver und warnt. Frank Rumpel entdeckt einen Stinkstiefel bei →Leif GW Persson. →Ruben Bladés krimidichtet auf Spanisch, eine Zeile versteht jeder: „Como en una novela de Kafka“.

Nachgefragt

Die Musik- und die Buchbranche wollen beim Schutz der Urheberrechte Internetanbieter stärker in die Pflicht nehmen. Für das unrechtmäßige Herunterladen aus dem Netz sollten Sanktionen unterhalb der Schwelle von Gerichtsverfahren eingeführt werden. (…) Danach sollten illegale Nutzer nach dem Vorbild Frankreichs zunächst warnende E-Mails der Netzanbieter erhalten. Wiederholungstäter müssten mit einer Sperre des Internetzugangs rechnen oder mit einer Verlangsamung der Zugangsgeschwindigkeit.

Tagesspiegel: ↑Kampf gegen Google

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Tardy Brothers: Bloodline

Mitte der Achtziger gründeten John und Donald Tardy, der eine Sänger, der andere Schlagzeuger, die Death Metal Band Executioner bzw. Xecutioner. Aus der ging später Obituary hervor. Letztgenannte Band machte sich und ihre Mitglieder dank der Alben ‚Slowly We Rot‘, ‚Cause Of Death‘ und ‚The End Complete‘ unsterblich (sic!). Während Obituary zuletzt pausierten beschlossen die Tardy-Brüder unter dem Namen Tardy Brothers eigene Songs aufzunehmen und dabei auf die Hilfe von befreundeten Musikern zu setzen.

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Die 30. Alibis

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Wieder einmal nette Post von unseren Kollegen aus dem frankophonen Kanada. Das dort erscheinende Krimimagazin „Alibis“ legt sein 30. Heft vor, wie immer eine gelungene Mischung aus neuen Krimistorys, Rezensionen und Artikeln. Diesmal zu empfehlen: Jean-Jaques Pelletiers „Enquête sur le polar“, Folge 2. Sie führt ihn diesmal in die Welt der „Hochliteratur“ und zeigt, dass sich auch der Krimi, insonderheit der „Noir“, entwickelt hat. Warum soll das, was kaum einer liest, „Literatur“ sein, das aber, was viele lesen, eher nicht? Interessanter Ansatz. Also: Französisch aufmöbeln, lesen. Auf der→ Internetseite der „Alibis“ gibts Gratisstückchen.

Fitzek was here

Na, so was. Da lamentiert man, dass die Amis und die Angelsachsen egozentriert durch die Krimiwelt laufen – und gleich kommt der gute Sebastian Fitzek daher und zeigt ihnen, was ne →vernünftige teutonische Thrillerwerbung ist. Sarah Weinman, gestern noch sauer, ist schwer fasziniert und hat sogleich die Initiatoren der Reklamesoße für Fitzeks „Therapy“ interviewt. Doch, clevere Burschen. Sieht man schon daran, dass sie wissen, wie sinnlos es wäre, mich mit solcherlei Schabernack zu belästigen.

Nacktkrimi online!

Seit Tagen redet die Krimiwelt über nichts anderes: Anlässlich der Veranstaltung „Kunst gegen Kohle“ am 17. April in Wiesbaden hat die einheimische Autorin Christiane G. während einer Lesung sämtliche Hüllen fallen lassen (der „Wiesbadener Kurier“ berichtete ausführlich). Jetzt endlich können wir den Pflasterstein des Anstoßes online genießen – nein, nicht die nackte Künstlerin, aber →ihren nackten Text.

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Win-win Situation

„Er ist einer der beliebtesten und kompetentesten Moderatoren Deutschlands. Gemeinsam mit ihm werden wir nicht nur die Marke ‚ran‘ erstklassig präsentieren, sondern auch die journalistische Kompetenz von Sat.1 weiter ausbauen.“

Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten

Der erste Satz gilt nur in einem Deutschland fernab unserer kleinen Gemeinschaftspraxis. Aber das mit dem Ausbau der journalistischen Kompetenz stimmt wohl. Nicht nur für Sat.1, sondern auch fürs ZDF.

Nachtrag:

Mit der Verpflichtung des “Flach-Plauderers’ (turi2) entwickelt sich Sat.1 immer mehr zur “Bad Bank’ des deutschen Fernsehens

blogmedien.de: Abwrackprämie für Kerner

„Criminalbibliothek 1850 – 1933“: neueste Lieferungen

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Zeit für ein wenig Werbung in Sachen Krimitradition. Dieser Tage erscheinen in der von mir herausgegebenen Reihe „Criminalbibliothek 1850 – 1933“ der zweite und dritte von insgesamt zehn Bänden. Über die Notwendigkeit, J.D.H. Temme in dieser Bibliothek zu präsentieren, muss hier nichts mehr gesagt werden. Der wohl wichtigste Krimiautor der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, engagierter Kämpfer für das Recht und zugleich glänzendster Stilist, wird mit drei längeren Erzählungen vorgestellt.

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Krieg am Doppelnabel der Welt

Ja doch, es vermittelt uns, die wir am Rande der bewohnten Krimiwelt dahinvegetieren, schon ein wenig klammheimliche Freude, wenn wir Zeuge eines Schlagabtauschs werden, bei dem ein Weltnabel dem anderen seinen Platz missgönnt. Eine Gruppe britischer Autoren, die sogenannte „Curzon Group“ hat ein „Manifest“ in der →Presse lanciert, das sich gegen die Hegemonie amerikanischen Thrillerschreibens wendet und eine Rückkehr zur traditionellen – und originelleren – Form britischer Kriminalliteratur fordert. „All the writers in this group believe in bringing that back … Too many of the American thrillers are just being churned out to a rigid formula. Good writing is never a production line.“

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Krimistammtisch: Nachklapp

Nein, mit diesem Thema konnte Charles den Tex bei den Mitgliedern des Krimistammtisches nichts falsch machen. Die Risiken des Digitalen sollte man kennen, und wenigstens theoretisch können wir alle zu Opfern werden. Bis hin zum „Identitätsverlust“? Das sei dahingestellt, aber selten hat ein Autor einen Roman geschrieben, der es ihm so einfach machte, einen Sympathievorschuss von seinen LeserInnen zu kassieren. Ist doch, wie Henny erkannt hat, „die Einfühlung in den Protagonisten schon frühzeitig so stark fortgeschritten, dass der Vorschuss reicht, um für einen Bucherfolg alles Weitere aus dem professionellen Krimiärmel zu schütteln“.

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