Veronica Ferres?

Stefan Niggemeier stellt in der FAZ ↑50 Fragen an das Fernsehen wie

18. Was würde passieren, wenn man Marco Schreyl seine Moderationskarten wegnimmt?

28. Wird es in absehbarer Zeit wieder Tage geben, an denen Johann Lafer nicht im ZDF zu sehen ist?

41. Warum sehen die meisten Comedians nur lustig aus?

49. Wie ist Sibylle Weischenberg ins Fernsehen gekommen? Und vor allem: Wie kommt sie wieder raus?

Thor Kunkel: Kuhls Kosmos

Schön, wenn ein Kriminalroman einen Anhang hat. Der von „Kuhls Kosmos“ ist reichhaltig, eine Liste der im Besitz des am 31.12.1979 ermordeten Rio Bravo vorgefundenen Schallplatten, sämtlich Produkte dessen, was man zur damaligen Zeit „Diskowelle“ nannte. Zusammengestellt hat die Liste der mit der Aufklärung des Falles beauftragte Frankfurter Kriminalkommissar Jörg Herbricht, kurz bevor er die Akten schließt. Der Fall nämlich ist „an Komplexität kaum zu überbieten“, die Auflistung der Schallplatten ein letzter verzweifelter Versuch, die Zeichen zu lesen. Gibt es da nicht Satanismen? Was bedeutet es, dass Giorgio Moroder der Neffe von Louis Trenker ist? Was hat die Hochfinanz mit der Sache zu tun? Aberwitzige Dechiffrieransätze.

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Okay: Eigenwerbung

Jetzt wirds international. Der schweizer →„Tages-Anzeiger“ hat die schöne Besprechung der „Menschenfreunde“ von Thomas Klingenmaier aus der →„Stuttgarter Zeitung“ übernommen. Im Netz find ichs nicht (wahrscheinlich im „Archiv“ nach Anmeldung), aber unten ein Stück des Beweisstücks. Für dessen Zusendung ich Paul Ott herzlich danke. – Und morgen gehts gleich weiter mit einer – halben – Eigenwerbung. So macht man das.

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Samstagspflicht mit Kür

Buchmessensamstag ist nur einmal im Jahr, Titelmagazin-Krimisamstag aber immer zwischen Freitag und Sonntag. Auch diesmal und natürlich mit dem Schwerpunkt „Türkei“. Der →Chef selbst wirft einen nicht sehr netten Blick auf türkische Kriminalliteratur, →Dieter Paul Rudolph tut es – auch nicht sehr nett – en détail bei Pinar Kürs „Mordsfakultät“. Und →Matthias Penzel kramt, völlig abseits von Türkei, Geschichtliches zum Gangsta-Rap aus seinem umfassenden Gedächtnis. Also wie gehabt: „Rätsel, Nebel, Manie“; um es mit →Velimir Chlebnikov dichterisch zu sagen.

Snailhouse – Lies On The Prize

Manchmal versteckt sich hinter den seltsamsten Pseudonymen oder Bandnamen ganz wundervolle Musik. So verbirgt sich hinter Snailhouse der begnadete kanadische Singer-Songwriter Mike Feuerstack. Der hat gute Kontakte zu seinen musizierenden Landsmännern, weshalb beispielsweise Jeremy Gara von Arcade Fire auf dem vierten Album von Feuerstack Schlagzeug und Keyboard spielt.


Außerdem produzierte Gara ‚Lies On The Prize‘. Die Musik ist hymnisch, ruhig und unprätentiös. Eben ganz so, wie all das, was in der jüngsten Zeit so aus Kanada an unsere Ohren dringt und uns immer wieder in Verzückung versetzt.

Snailhouse - Lies On The Prize
Mi Amante/Cargo
VÖ: 17.10.2008

Bookmess 2008

„Ich bin so aufgeregt!“

Seit gestern erst ist Fräulein Anobella die neue wtd-Azubine – und schon darf sie den Abteilungsleiter Krimi in die flirrende Welt der Spannungsliteratur begleiten, wie sie auch heuer wieder auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert wird. Es beginnt mit einem Highlight: Erfolgskritiker Wörtche lässt sich zur Audienz herab. „Ist er wirklich so wie er schreibt?“ fragt die nun doch etwas beklommene Azubine und streicht nervös ihr schickes Minikleidchen glatt. Der Abteilungsleiter lacht. „Nein, nein! Er ist viel schlimmer!“ – „Beißt er?“ – „Selbstverständlich! Bevorzugt in die Nacken stiefeltragender Azubinen!“

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Chris Farlowe – Hotel Eingang

Endlich mal wieder was Neues vom alten Haudegen (der am 13. Oktober 2008 68 Jahre jung wurde!) mit der grandiosen Stimme. Schon der Opener „Jealous Man“, ein fetziger Rock’n’Roll-Song, unterstreicht, das der knorrige Oldie immer noch voller Energie steckt. Auch bei den Balladen gibt er alles, haucht Schmachtfetzen wie Delbert Clintons „Don’t Wanna Love You Anymore“ oder dem inhaltlich positiveren „I’ve Got Your Love“ (im Original von Boz Scaggs) die nötige Prise Leidenschaft ein.

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Heute nicht und morgen nicht

Denn heute hab ich keine Zeit und morgen schon gar nicht, da gehts auf die Buchmesse, von der ich traditionell am Freitag Bericht erstatten werde. Was tragen die Damen heuer? Wieder diese fürchterlichen Stiefel? Das wird spannend! Also: geduldet euch, bis das Buchmessi-As alles erzählt, was es zu erzählen gibt. Ende der Durchsage.

Tabu, bitte

Hätte vielleicht jemand ein Tabuthema für mich? Nein, nicht Aleviten oder Inzest oder Menstruationsblut. Längst durch, längst Mainstream. Mein Verlag hat jetzt diese Aufkleber drucken lassen, „TABUBRUCH!“, diese runden, glänzenden halt, aber ein Tabuthema ist weit und breit nicht zu finden. Bitte auch keinen Islam, keine FDP, keine soziale Marktwirtschaft. So mutig bin ich nun auch nicht. Einfach ein klitzekleines Tabu, das die Kriminalliteratur schon längst hätte brechen müssen. Wer eins hat: bitte melden. Was ich selbst nicht gebrauchen kann, verkaufe ich dann am Donnerstag auf der Buchmesse. Danke.

Keine Angst vor der Krise!

Wegen der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten Krimimarktkrise unterbrechen wir unser laufendes Lehr- und Informationsprogramm für einige existentielle Mitteilungen. Wir alle wissen, wie es um unsere Ersparnisse bestellt ist. Wir alle wissen, dass gehandelt werden muss. Der Neoliberalismus ist, so CDU-Politiker in verschämten Nebensätzen, very out, was gestern noch Religion war, ist heute Blasphemie, wem man soeben noch huldigte, der baumelt bereits lyrisch im lauschigen Wind und bekommt einen langen Hals. Bundeskanzlerin und Finanzminister haben in einer dramatischen Aktion die vollständige Sicherung der Ersparnisse verkündet und zugleich eine Unterstützung der systemrelevanten Bankhäuser versprochen. Wir von Hinternet wollen da nicht nachstehen.

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Kasperlespiele

Herr Menke, von dem wir alle dachten, er habe sich unter Mitnahme seiner sämtlichen Ersparnisse ins finanzstabile Ausland abgesetzt, überrascht uns mit der Ankündigung eines neuen Krimiforums. Es sollen dort u.a. Kasperlespiele stattfinden. Dem liegt eine erfreuliche Selbsterkenntnis Herrn Menkes hinsichtlich seiner intellektuellen Möglichkeiten zugrunde, auch ähnelt ihm das Polizeikasperle allerliebst. Wer also diskussionstheorisch „in die Steinzeit zurückgebombt“ (Thomas Wörtche) werden möchte, der versuche sein Glück im →neuen Diskussionsform von Herrn Menke.

Saturday Morning Fever

Bevor Titelmagazin-Krimisamstag-Herausgeber Wörtche heute abend in der Seniorendisko den Travolta macht, hat er uns ein paar nüchterne Rezensionen beschert. Und einen →Nachruf auf James Crumley von Jan Christian Schmidt. In den Besprechungen geht es um →Bushido(!), →Håkan Nesser und →Norbert Horst. Ein zünftiger →Limerick geleitet uns dann fröhlich ins Wochenende und stimmt auf das Fieber der Nacht ein.

Etwas zum Nachdenken

Das muss schon ein anregendes Buch sein, wenn man gleich auf der ersten Seite über etwas stolpert, das alte Vorhaben in einem hochspült und neue Ansätze, sie zu verwirklichen andeutet. Wir sprechen natürlich von Thomas Wörtches „Das Mörderische neben dem Leben“, das mich schon nach wenigen Zeilen ins Grübeln gebracht hat.

„Die Science-Fiction hat zunehmend einen Tinge of noir angenommen. TV- und Film-Konzepte werden ästhetisch zunehmend innovativer, und Computerspiele beginnen gerade erst mit ihrer kreativen Evolution – und zwar explosionsartig.“

Preisfrage (es gibt natürlich nichts zu gewinnen): Über welche Stelle bin ich gestolpert? Wo hat mein „flüssiges Lesen“ aufgehört? Bin mal gespannt, ob jemand draufkommt.

Krimikritik als trojanisches Pferd

Man muss sich das so vorstellen: Krimikritiker kritisieren Kriminalliteratur, weil sie etwas davon verstehen. Kriminalliteratur erzählt Geschichten aus bestimmten Milieus, von denen Krimikritiker in der Regel wenig, manchmal überhaupt nichts verstehen. Die sogenannte IT-Branche ist so eine Welt, ihr Aushängeschild, das Internet, obgleich tägliches Werkzeug, ein Mysterium, das sich für Laien kaum oder gar nicht durchschauen lässt.

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