Hier ist der definitive Beweis. Nach TW kommt Lena Blaudez. Nicht ToGo. Ich erwarte eine förmliche Entschuldigung (Emser Depesche).

Hier ist der definitive Beweis. Nach TW kommt Lena Blaudez. Nicht ToGo. Ich erwarte eine förmliche Entschuldigung (Emser Depesche).

Nein, die Single, die ihm seine Freundin damals zusammen mit ihrer WG-Genossin in der kleinen Bude vorspielte, mochte er nicht. „We played him „My boy Lollipop“ by the Jamaican artist Millie Small, which we both thought was great. He couldn´t believe we liked such an awful song.“ Der Mann hatte Geschmack. Er hieß George Harrison.
Und sie war die Frau an seiner Seite, seine erste Ehefrau. Viel wusste man nicht über sie. Aber cooler konnte ein Leben doch nicht sein: Sixties-Model im Swinging London, Beatle-Gattin, Clapton-Gattin, Adressatin wundervoller Liebeslieder wie „Something“, „Layla“ und „Wonderful tonight“.
Weiterlesen… ohne den Krimisamstag im Titel-Magazin. Aber dem Krimi-Titel-Samstag fehlt auch heute etwas. Jedenfalls in der Übersicht. Und das freut mich. Denn jetzt kann ich endlich schreiben, was ich schon immer schreiben wollte: Tobias Gohlis hat es bis jetzt (8 Uhr 45) leider nicht auf die Liste der Tages-Artikel geschafft.
WeiterlesenAls in Theorie und Praxis der Kriminalliteratur Tätiger kann ich mich über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen. Ein wenig anders sieht es beim materiellen Lohn für diese Arbeit aus. Flüchtig überschlagen, hat mir die Produktion von drei Krimijahrbüchern, einem Kriminalroman, mehreren herausgegebenen „alten Krimis“, etlichen Petitessen in Sammelbänden sowie geschätzten 2000 Blogartikeln inzwischen eine Summe eingebracht, die sich an zwei Abenden in einem durchschnittlichen Restaurant mühelos verbraten ließe. Vorausgesetzt, ich speise dort alleine.
WeiterlesenBevor am Ende von „Tödliche Schlagzeilen“ das große Geheul ausbricht und die vor dem Zubettgehen notorisch schmökernde Krimimimi die Schwarte gen Frisierkommode feuert, verrate ich dieses Ende lieber. Also: Der Mörder von Ronny Lawtons Vater wird nicht ermittelt. Stattdessen heißt es im Epilog: „Sie fragen sich immer noch, wer Ronny Lawtons Vater umgebracht hat? Genausogut könnten Sie sich fragen, welches spezifische Ereignis die Schließung unserer Fabriken und den Tod unserer Stadt zur Folge hatte. (…) Wer ist daran schuld, dass wir unsere Produktionsstätten im Stich gelassen und nicht länger Dinge mit unseren Händen erschaffen? Es gibt unzählige Verdächtige, aber zu einer Verurteilung wird es vermutlich niemals kommen.“
WeiterlesenUnseren Azubi Jochen haben wir mit einem lachenden und einen weinenden Auge ziehen lassen. Weinend, weil der Bursche wirklich eine Menge bei uns gelernt hat und sein Wissen nun den besser zahlenden Kollegen von der Krimicouch zugute kommt. Lachend, weil wir ihn endlich los waren.
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Das ist jetzt eine spannende Beschäftigung für unsere Freunde von der Lit-Wiss-Front: Was hat Paul Rosenhayns „Der Fall Pompejus Pym“ mit Edgar Poes „Arthur Gordon Pym“ zu tun? Überhaupt etwas? – Poes Meisterstück kann man überall nachlesen, Rosenhayn hingegen… ist ab sofort in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ abrufbar. Wie immer umsonst und mit hohem Erkenntnisgewinn.
1. Die Oktober-Ausgabe von wtd – die Zeitschrift wird ausfallen. Einmal aus Zeitgründen – schließlich muss mit Hochdruck am nächsten Krimijahrbuch gearbeitet werden – und außerdem, um zu überlegen, ob das Konzept überhaupt trägt und akzeptiert wird. Spätestens zum Ende November gibt es weitere Nachrichten.
WeiterlesenThomas Wörtche, dessen Wirken man an dieser Stelle nicht mehr vorzustellen braucht, hat sich zu einem Kompendium seines Schaffens aufgerafft, „Das Mörderische neben dem Leben“ genannt, dreizehn Aufsätze, zwei davon neu (einer über seine Zeit als Herausgeber der vielgerühmten metro-Reihe), der Rest über die Jahre hier und dort erschienen, für die Buchausgabe teilweise leicht überarbeitet. Endlich also, „nach nur wenigen Jahren geduldiger Nachfrage“, wie es im Abspann des Verlages heißt, versammelt da einer, der es wissen muss, die Mosaiksteinchen seiner Überlegungen zu einem Kompendium, zu einem „Wegbegleiter durch die Welt der Kriminalliteratur“ und knipst das definitive Licht der Erkenntnis an.
WeiterlesenWie ich gerade von Sarah Weinman erfahre, ist Tony Hillerman gestern gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Links zur Würdigung des Autors finden sich im →Beitrag Weinmans.

Endlich: Kurzratekrimi-Erfolgsautor Dale Patrick Rutherford präsentiert ein neues Ermittlerpaar mit geradezu tragisch-griechischem Potential. Freuen Sie sich auf Kriminalhauptkommissar Bonifatius Majakowski, der unter latentem Schwulsein in einer Machogesellschaft leidet, und seine Kollegin Kriminalhauptkommissarin Svantje Butzbach, bekennende Nymphomanin und nebenberufliche Betreiberin einer Blow-Jobagentur (Arbeitslose bitte nur mit Vermittlungsgutschein bewerben).
WeiterlesenWissen Sie, Reich-Ranickis Sendung war immer Rummelfernsehen, jeder Zuschauer hat gehofft, vielleicht bin ich dabei, wenn Karasek Reich-Ranicki erwürgt. Das war Catchen im Schlammbad.
Lesetipp: Charles Lewinsky, Schweizer, ex-Fernsehmann und Buchautor („Talkshow“, „Mattscheibe“) im SZ-Wochenendinterview (→„Scheiße, ich schalte um“) über Verbrauchsware Mensch, Shitpoint und den kleinen Unterschied:
WeiterlesenDer Krimitag beim Titel-Magazin beginnt heute mit einer Würdigung der ganz besonderen Art. Matthias Penzel empfiehlt eindringlich und teilweise autobiografisch unterfüttert das OEuvre von →Hans Herbst.
WeiterlesenMan neigt ja dazu, jede öffentliche Diskussion sogleich auf die Kriminalliteratur zu münzen und Erkenntnisse, die einem beim Bedenken der Kriminalliteratur untergekommen sind, auf das öffentliche Leben. Die jüngste Aufregung um Herrn Reich-Ranickis Äußerungen zur Qualität des Fernsehens – nebst sofortiger Hilfestellung von Frau Heidenreich – könnte man mit einem oder mehreren Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen, sich fragen, wie denn da einer, der seit Jahrzehnten im Fernsehen reüssiert, nicht wissen kann, wohin er geraten ist, und wie da eine, die Literaturkritik zum Flachevent hat verkommen lassen, plötzlich glaubt, sie sei im falschen Medium. Aber eigentlich reflektiert dieses ganze Bohei nur, was die Kriminalliteratur und ihre Rezeption seit Jahr und Tag, ja, seit den Tagen ihrer Jugend malträtiert: die scheinbar unüberwindliche Kluft zwischen Hoch- und Trivialliteratur.
WeiterlesenSo, es wird Zeit für ein wenig Bewegung. Neu bei den sieben Glorreichen sind Michael Collins mit „Tödliche Schlagzeilen“ (schämt euch wieder einmal, deutsche Titelgeber) und, weil wir auch der Krimitheorie eine Chance geben wollen, Thomas Wörtche mit „Das Mörderische neben dem Leben“; die lange erwartete Best-Of-Kompilation des sympathischen Kritikers und Schalträgers. Ausführlich besprochen werden beide Titel nächste Woche. Und zwar bei wtd, nicht bei wtd-die Zeitschrift. Die fällt in diesem Monat aus, aber dazu schreibe ich nächste Woche auch noch was. Ausscheiden müssen leider Anne Chaplet und Tana French, zwei Frauen, was aber rein zufällig ist. Alle Titel, die jemals bei den Glorreichen Sieben vertreten waren, bleiben auch dann gut, wenn sie nicht mehr dort vertreten sind. Da kann der Patzerschorsch noch so mosern.
Es ist entlarvend, dass das ZDF den unfairen Kritiker Reich-Ranicki für seine ahnungslose Pauschalkritik mit einer Sendung belohnte, die Kritikerin Heidenreich für ihre begründete Pauschalkritik aber bestrafte, indem es ihr die Sendung wegnahm.
(…)Aber natürlich kann das ZDF statt auf unbequeme Menschen wie Heidenreich in Zukunft noch konsequenter auf Moderatoren vom Schlage eines Johannes B. Kerner oder Markus Lanz setzen, die natürlich nie etwas gegen den Sender sagen würden (aber seinem Image mit jeder Sendung, die sie moderieren, mehr schaden).
Stefan Niggemeier: →Das ZDF hat´s nicht begriffen

Kaum ist la Biermann von der Buchmesse zurück, steckt sie auch schon wieder im düsteren Alltag. Das heißt: Ein bisschen Licht gibt es schon. Zum Beispiel, wenn aus Feindschaft Seilschaft wird. Ein Experiment. Hoffentlich erfolgreich. Worum es geht, erfährt man am Freitag, 24. Oktober 2008 im RBB-Inforadio 93,1 um 10:27 und 13:27 Uhr und am Sonnabend, 25. Oktober 2008 in DER TAGESSPIEGEL. Oder nach intensiver Linksuche auf obigem Bildchen.
WeiterlesenSo, heute seid ihr wieder dran. Wir würden gerne wissen, welches Werk der Kriminalliteratur des Jahres 2008 euch bisher am meisten beeindruckt und / oder am nachhaltigsten enttäuscht hat. Zwei, drei erläuternde Sätze wären prima. Wenn genügend Interessantes zusammenkommt, könnte man das als „the peoples‘ voice“ fürs Krimijahrbuch zusammenstellen. Also scheut euch nicht. Kurz überlegen und dann…

Ob in obskuren Kölner Büros oder zugigen Frankfurter Messekojen: Wenn diese Drei zusammensitzen, wird Krimigeschichte geschrieben. Soeben haben Christina Bacher (links), Ulrich Noller (Mitte) und dpr (rechts) das Krimijahrbuch 2009 in trockene Tücher gewickelt. Es wird bei Pendragon erscheinen, seine Herausgeber reich machen und die interessierte Leserschaft glücklich.
Weiterlesen„Zu Riesling und Leberwurst, Silvaner und Spargel passt auch eine Leiche zum Dessert.“
„Es interessiert weniger der spektakuläre Einzelfall als der breite Ansatz: Ressourcenknappheit, Verteilungskämpfe, Klimawandel, Verschmutzung, Handel mit Wasser, Privatisierung. Innerhalb dieses Rahmens sei gegen eine dekorative Wasserleiche natürlich nichts einzuwenden.“
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