Noller ignoriert!

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Ja, tschuldigung, Uli, aber bei diesem ganzen Hessenstress haben wir die Krimitipps für Juni übersehen (dafür gibts auch das offizielle Kroko-Logo). →„Viele Heldinnen“ heißt es diesmal im „Funkhaus Europa“ und meint zum einen Irene Rodrians „Eisiges Schweigen“, zum anderen P.J. Tracys „Mortifer“. Frauen schreiben eben nicht nur die besseren Krimis, sie klären die Fälle auch besser auf.

Venezianischer Nachzügler

Seit dem 8. Juni dümpelt bereits, von der offiziellen Donna-Leon-Forschung noch unbeachtet, eine Besprechung von Sonja Kolb in „rp-online“ des neuen Leon-Thrillers → „Blutige Steine“ im Netz. Jedenfalls behaupte ich das jetzt mal frech. Frau Kolb freut sich, dass Frau Leon „einen höchst aktuellen Plot kreiert hat und beispielsweise sehr feinsinnig das Problem des offenen oder unbewussten Rassismus anspricht. „ Das ist doch schon was.

Letzte Mahlzeit Wiesbaden

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Wiesbaden war heiß. Der Asphalt kochte und Frau Anobella, die Kriminaldichterin, tat es ihm nach. So standen wir, das Homestoryteam von Hinternet, mit knurrenden Bäuchen vor der Tür des geschmackvollen Wiesbadener Anwesens der Unvergleichlichen und fühlten uns wie die heiligen zwei Könige. Unsere Gastgeschenke: ein Buch von Karl D. Weyrauch („Lehratlas des Histologie“), eine Schallplatte („Er hat ein knall-rotes Gummiboot“) der norwegischen Vortragskünstlerin Wencke Myhre sowie die letzte CD von Max Goldt. Und, nicht zu vergessen, das Original-Hinternet-T-Shirt. Wir klingelten und waren gespannt.

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D.B. Blettenberg: Null Uhr Managua

Nicaragua in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts, dass ist eine endlose Abfolge von Gewalt. Ein Bürgerkrieg und der Kampf gegen die Contras haben das Land zerrissen, das Volk gezeichnet, seelische und körperliche Krüppel auf den Strassen zurückgelassen. Als 1991 die Sandinisten die politische Macht in freien Wahlen verloren, machte sich international Hoffnung breit, dass das Land Frieden finden könne.

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Die wtd-Collection

Auch wir verschließen unsere Augen nicht vor den modischen Trends der Zeit und bieten ab sofort wie Kollege Ludger nützliche Bekleidungsstücke mit dezentem Detektiv-Bezug. Als erstes präsentieren wir das Modell „Frauenfußball“. So transportieren Sie das runde Leder platzsparend und sicher.

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Menschliche Kälte, Wiesbaden

Wer Petra Hammesfahr für eine Krimiautorin hält, wird sich freuen zu erfahren, dass sie jetzt auch einen Nichtkrimi geschrieben hat. → „Am Anfang sind sie noch Kinder“ heißt das neue Werk. Und Susanna Gilbert-Sättele vom „Wiesbadener (!) Kurier“ urteilt: „Keine Spur mehr von Mord und Totschlag, kein Blick hinab in menschliche Abgründe zeichnet das neue Werk der beliebten Krimiautorin aus. Die Geschichte einer vom Leben gebeutelten Frau, die sich um ein Kind von der Straße kümmert, liest sich wie ein Plädoyer für mehr Nächstenliebe in einer Zeit wachsender menschlicher Kälte.“ Und das bei den Temperaturen.

Sister Sox – zwischen Himmel und Hölle

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(Die Wahrheit spricht in vielen Zungen, auch bei der kritischen Betrachtung von Kriminalromanen. Dass ein gutes Buch ein gutes Buch und ein schlechtes ein schlechtes sei, dass Literaturkritik fast schon zu den exakten Wissenschaften gehören könnte – wer dies glaubt, sei fortan, in unregelmäßigen Abständen, eines Besseren belehrt. Beginnen wir mit Max Bronskis Krimi „Sister Sox“ (Kunstmann 2006))

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