Die aufmerksamen LeserInnen von wtd haben es natürlich längst den Alligatorpapieren entnommen und notiert. Aber hier nochmals zur Erinnerung: Morgen Abend (16.5., 20 – 22 Uhr) gibt es, nach der großen Eröffnungsparty, SKL (Serie Krimi International) im →Funkhaus Europa, das große Radiokrimiexperiment. Und danach jeden Monat bis in den Oktober die Fortsetzung. Auf jeden Fall reinhören!
Kategorie: Watching the detectives
Gedächtnisstütze: Das Triviale, das Höhere, die Literatur
Was man spontan und angeregt durch laufende Diskussionen niederschreibt, soll auch spontan veröffentlicht werden. Voilà. Ein paar ausbaufähige Gedanken, der Freitagsbeitrag schon am Donnerstag, damit ich mich morgen anderen Dingen zuwenden kann.
WeiterlesenAnlässlich eines Anlasses
Die Criminale ist vorbei – der Skandal beginnt jetzt. Welches mürbe Hirn konnte auf den Gedanken verfallen, ausgerechnet Wieland Bückling, das enfant terrible der deutschen Endreimlyrik, mit dem Verfassen des offiziellen Abschluss- und Lobgedichtes zu beauftragen? Nun hat Bückling sein Elaborat abgeliefert (das Honorar war wohlweislich schon im Voraus kassiert worden) – und sofort herrschen Heulen und Zähneklappern im Syndikat. Warum? Lesen Sie selbst…
WeiterlesenNoller spricht
… bei der →Deutschen Welle über das „Krimijahrbuch 2009“. Kann man sich anhören. Und dann schwupp in die nächste Buchhandlung.
Andreas Laudan: Pharmakos
Die Menschen arbeiten nur noch zwei Stunden die Woche, bei vollem Lohnausgleich, versteht sich. Den Rest machen Roboter. Deutschland ist Abonnements-Fußballweltmeister, und am Wochenende erholen wir uns auf den Marskolonien. – So etwa hätte eine Zukunftsvision auf das Jahr 2009 in den Fünfziger Jahren aussehen können. Man führt Entwicklungen einfach linear fort, rechnet sie hoch. Dagegen lässt sich nichts einwenden, außer vielleicht, dass eh alles anders kommt, als man es sich zusammengereimt hat. Hoffen wir das auch von der wirren Vision des Andreas Laudan.
WeiterlesenDa kracht die Couch!
Die Krimicouch gehört zu den Nominierten für den diesjährigen →Grimme-Online-Award. Herzlichen Glückwunsch, liebe Kolleginnen und Kollegen! Obwohl… wir von wtd haben auch etwas dazu beigetragen, unseren früheren Azubi Jochen nämlich, der heute als Stellvertreter des Chefs auf der Couch sitzt. Bei wtd für teuer Geld ausgebildet im Rezensionenklöppeln, Whirlpooleinlassen und Leserbeschimpfen, haben wir Jochen vor Jahr und Tag leich… äh, schweren Herzens ziehen lassen. Saarländische Entwicklungshilfe für das krimirückständige NRW. Und jetzt feiert schön!
Ein Krimimärchen
Ups… hab ich wieder mal ein neues Subgenre erfunden? Oder gibts schon „Krimimärchen“? Na, egal. Das Ding liegt jedenfalls in seiner ersten Fassung vor, trägt den Arbeitstitel „Das Märchen von der Zeit ohne Zeit“, spielt im 22. Jahrhundert und ist eigentlich ein Fall für die „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“. Durchtrainierte 145 Seiten, formal zwischen Roman und Novelle, auf jeden Fall immer mit „Kriminal-“ davor. Und wer schon mal den Absatz lesen möchte, mit dem man mich denunziatorisch rufmorden kann, hier ist er:
WeiterlesenWer braucht ein Krimimagazin?
Erst einmal der Chronistenpflicht Genüge tun und ein paar aktuelle Reaktionen auf das Krimijahrbuch 2009 nachgetragen: →Ingeborg Sperl hält es für „keinesfalls langweilig oder unverständlich“, →Thomas Klingenmaier verspricht, man habe „das bisschen Geld für den Band (…) schnell wieder raus“, wundert sich aber über das Fehlen eines Krimimagazins, während →Axel Bussmer im KJB 2009 „nur eine beliebige Zusammenstellung von kriminalromanaffinen Texten“ sieht, „die auch an anderen Orten zu anderen Zeiten, zum Beispiel einem Krimimagazin, hätten erscheinen können“.
WeiterlesenA woman must have everything (Joni Mitchell)
Das passt. →Vorgestern haben sie sich gefragt, warum Frauen keine – oder nur wenige – Krimipreise gewinnen, gestern dann haben sie drei →Glauser-Preise an Frauen verliehen. An Gisa Klönne für „Nacht ohne Schatten“ (Roman), Lucie Klassen für „Der 13. Brief“ (Debüt) und Judith Merchant für ihren Kurzkrimi „Monopoly“. Glückwunsch. Und was hat der Blogger über Gisa Klönnes Roman →geschrieben? – „Ein Krimi ist ein Krimi. Und ein völlig uninspiriert in Szene gesetzter Krimi ist ein schlechter Krimi.“ Auch wenn er einen Preis bekommt.
Krimisamstag ohne Chef
Während der Chefredakteur am Bodensee darüber grübelt, warum Frauen keine Krimis schreiben kö – äh, warum sie keine Preise bekommen, haben seine Mitarbeiter auch ohne ihn einen prima Krimisamstag beim Titelmagazin zusammengestellt.
WeiterlesenVier glorreiche Frauen
Vier Frauen haben es auf die neue Liste der Sieben Glorreichen geschafft. Selma Mahlknecht mit ihrem Nicht-, also Doch-Krimi „Es ist nichts geschehen“, natürlich (!) Fred Vargas und „Der verbotene Ort“ (ausführliche Rezension folgt), Monika Geier, die nicht nur „Die Herzen aller Mädchen“ betört (noch nicht mal ausgelesen, aber auch hier gibt’s eine Besprechung) sowie, tata, Andrea Maria Schenkel mit „Bunker“. Weichen mussten vier Männer. Und weil mit Uta-Maria Heim eine weitere Frau auf der Liste geblieben ist, sind es jetzt also fünf. Insgesamt: Meine bisherigen Favoriten des Jahres. Aber das ist ja noch nicht vorbei.
Charlottenburg liest
Am Samstag zufällig in Berlin? Oder dort gar wohnhaft? Lust, was vorgelesen zu bekommen? Nun, kein Problem, denn →„Charlottenburg liest“, in der „Langen Nacht des Buches“. Sogar Kriminelles.
WeiterlesenNora Miedler: Warten auf Poirot
Fünf Frauen in einer Berghütte, eingeschneit. Da geschieht ein Mord – und es sind nur noch vier Frauen. Das Ganze heißt „Warten auf Poirot“, und wärs von Gilbert Adair, könnten wir uns auf eine witzige Persiflage gefasst machen. Ist aber von Nora Miedler, gar nicht witzig – aber reichlich durchtrieben.
WeiterlesenHenrike Heiland liest!
Terminsache! Henrike Heiland liest heute ihre wunderbare „Opa muss weg“-Lüdenscheid-Geschichte in Frauenfeld in der Schweiz, im Brauhaus Sternen um 19.30 (recht nah am Bahnhof, Google zufolge). Außerdem lesen: Mitra Devi und Susy Schmid. Und ich sitze im Publikum, falls mein Mechaniker die Motorhaube aufkriegt.
(Mehr >>>hier)
Der lezze Satz
„Lezz“ sein bedeutet im Saarländischen so viel wie „nicht ganz bei der Sache“ sein. Ein lezzer Satz ist also einer, der einem so rausrutscht, während sich der Kopf gerade mit was anderem beschäftigt, der nächsten Mahlzeit etwa oder dem Für und Wider der Abwrackprämie. Meistens sind solche lezzen Sätze schnell vergessen, es sei denn, irgend jemand schreibt sie auf und stellt sie ins Internet. So ergangen ist es einem lezzen Satz von Burghard Driest. →„Die Befragungen“ haben ihn verewigt – und jetzt rätseln wir, was dieser lezze Satz bedeuten soll…
WeiterlesenAugenwurm
Es ist ärgerlich, sehr ärgerlich. Sagte Herr Bonnich, der Vorsitzende von „Krimi anders lesen, bitte“ (K.A.L.B.). Man schaue doch nur hin zur Musik! Gerade jetzt! Wo sie alle wieder vor plärrenden Radios und hinter stinkenden Rauchschwaden im Garten beim Grillen sitzen! Und wenn du Pech hast, beschallen sie dich an linden Sommerabenden xmal mit – Herr Bonnich überlegte – DIESER LADY GAGA!
WeiterlesenMan wird ja wohl noch träumen dürfen
Stellt euch mal vor: Ich rufe hier auf, mir doch bitteschön 20 oder 30 Euro zu überweisen, damit ich in Ruhe einen Krimi schreiben kann. – Und ihr macht das wirklich! Nach ein paar Wochen hab ich 50.000 Euro zusammen! Würde doch reichen: Davon kann man ein Jahr leben, die Herstellungs- und Versandkosten zahlen, bisschen Werbung machen. – Hm, ziemlich dämliche Vorstellung, oder? Andererseits: In der Musik scheint das tatsächlich zu funktionieren, wie →die taz heute berichtet. Is halt ne andere Kultur, irgendwie. Die sind besser drauf vorbereitet, wenn die andere Kultur tatsächlich kommt…
Barnaby, gestern
Okay, die Altrocker waren etwas überzeichnet. Aber eben nur etwas. Und dass die Musik der imaginären Bluesrock-Legende „Hired Gun“ wirklich so originell gewesen sein soll, wie es uns die erzählte Legende verklickern möchte, nun, das hat man nach den wenigen Klangkostproben eh nicht geglaubt. Dennoch: Ich gehöre einer Generation an, bei der Filme, in denen Suzi Quadro gemeuchelt wird, sofort Sympathien wecken.
WeiterlesenVergleich der Woche
Nach der Lektüre von Fred Vargas‘ „Der verbotene Ort“ unvermittelt zu „Pharmakos“ von Andreas Laudan zu wechseln, ist wie…
… bei Anobella Bratkartoffeln mit Sülze zu essen und sich danach am Wiesbadener Hauptbahnhof eine verkohlte Bratwurst reinzuquälen.
Samstag ist Krimiverrisstag
Ja, shocking. Dabei beginnt alles ganz lehrreich und positiv. Obwohl der Tod von →J.G. Ballard, dem Peter Münder einen Nachruf widmet, natürlich traurig ist. Frau Dr. Lehmann erzählt uns Wissenswertes über →Gentests. Das Lauterer Mädel Christina Bacher hat mit dem Lauterer Mädel →Monika Geier gesprochen, deren →neuesten Krimi Frank Rumpel bei dieser Gelegenheit bespricht.
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