Moby – That’s when I reach for my revolver

Strubbelkopf Und wieder mal eine Coverversion, die als Singleauskopplung aus einem Longplayer herhalten muß. Das Original stammt von Mission of Burma aus dem Jahre ’81 und war später Punkrock. Die 96er-Moby-Variante wächst auf als britisches Wimp-Gedaddel und erlebt im Refrain ihr Coming Out als die monströseste Schweinerock-Nummer seit mindestens 96 Wochen. So stumpf und platt wie eine Wand aus Waschbeton. Wie ein Kollege so treffend bemerkte, groovet das kein bißchen – und das ist das Tolle daran!

„Lovesick“, das zweite Stück der Single, übernimmt nahtlos den beeindruckend miesen Gitarrensound und wütet instrumental in der Gegend rum, bis die akustische Gitarre aus dem dritten Take etwas Frieden einkehren läßt. „Sway“ rundet diesen Bastard einer Single mit meditativ wirkendem Elektronik-Geblubber ab und beschwört in mir das Bild von händeringenden Labelmanagern, die ihrer Sekretärin beim Abhören der ersten Demobänder vorjammern: „Welche Zielgruppe soll das nun wieder kaufen?“ Antwort: Ich.

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