Michael Weston King – Crawling Through The USA

Das nächste Studioalbum des sympathischen englischen Singer/Songwriters ist bereits in Arbeit (Titel: „My Darling Clementine“) und für Mitte 2009 angekündigt. In der Zwischenzeit können wir uns an einem weiteren Live-Album erfreuen, dessen Aufnahmen bei MWKs US-Tourneen der vergangenen Jahre (2006-08) entstanden. Der Titel ist offenkundig angelehnt an Elvis Costellos „Crawling To The USA“. Mitgeschnitten wurde in der Regel in kleinen Clubs oder lokalen Radiostationen – jedenfalls ist die Stimmung stets sehr intim gehalten, was den bekanntlich eher nachdenklichen Songs sehr gut tut.

Weiterlesen

Power to the people

In der Süddeutschen Zeitung (→ Miss Molly) sieht Andrian Kreye die Ehre der Cover-Version durch Cat Power und ihr neues Album „Jukebox“ gerettet. So weit, so gut, aber Kreyes Artikel (immerhin der Feuilleton-Aufmacher der Wochenendausgabe) hat mich wirklich aufgeregt. Nicht weil er die hier gerne gehörten Nouvelle Vague doof findet, sondern weil der Artikel voll ist von kleinen Unterstellungen und Ungenauigkeiten.


Ein paar Beispiele:

Weiterlesen

Untitled

Live: Mambo Kurt/John Boy Walton

Tangente Bielefeld. 13.3.2004





Die Tangente, eine gemütliche Bielefelder Kneipe, war gut gefüllt – Glückwunsch an die Kneipenkult-Veranstalter. Eigentlich sollte ja zuerst der halbvergessene Buttermaker auftreten, der war aber leider krank. Schade, ich habe damals nur den Hype mitbekommen, ihn aber nie gehört. Vielleicht aber auch ganz gut – auf seiner Homepage wird ein lokalpatriotischer Versand empfohlen, der „Bielefeld“-Shirts verkauft (grusel). Für die, die das mit dem Patriotismus richtig verstanden haben, gibt’s auch noch gleich „Deutschland“-Shirts, naja…

Weiterlesen

D-Age – Smalltown Boy

Bronski Beat mochte ich eigentlich nie, und die Kastraten-Stimme von Jimmy Somerville habe ich sogar regelrecht gehaßt. Darum habe ich auch erwartet, daß eine Coverversion von „Small Town Boy“, dem Riesen-Hit von Bronski Beat, zumindest um diesen Faktor besser sein muß.

Ist aber nicht so. D-Age aus Berlin ersetzen die Quietschstimme durch einen dramatischen Heuler und machen auch sonst nichts richtig. Dunkel und pathetisch, so muß er sein, der Hauptstadt-Beat. Für alle, die mal wieder richtig deprimiert werden wollen.

Moby – That’s when I reach for my revolver

Strubbelkopf Und wieder mal eine Coverversion, die als Singleauskopplung aus einem Longplayer herhalten muß. Das Original stammt von Mission of Burma aus dem Jahre ’81 und war später Punkrock. Die 96er-Moby-Variante wächst auf als britisches Wimp-Gedaddel und erlebt im Refrain ihr Coming Out als die monströseste Schweinerock-Nummer seit mindestens 96 Wochen. So stumpf und platt wie eine Wand aus Waschbeton. Wie ein Kollege so treffend bemerkte, groovet das kein bißchen – und das ist das Tolle daran!

Weiterlesen

Ministry – Lay Lady Lay

Ganz genau, exakt dieses „Lay Lady Lay“, an das Ihr jetzt auch denkt: Bob Dylan in den Händen von Ministry. Eine seltsam zurückhaltende Version des Klassikers, nicht schlecht, aber auch nicht aufregend.

Würde ich die Single im Radio hören, würde ich bestimmt nicht ausdrehen, vielleicht sogar ein klein wenig lauter stellen. Aber im Radio läuft das Stück nicht. Hätte ich die Scheibe ständig zuhause, würde ich sie allerdings auch nicht auflegen, d.h. irgendwie ist hier alles verquer.

Die restlichen Stücke auf dieser CD-Single sind übrigens ein Non-LP-Track von 94 bzw. eine Live-Aufnahme vom 92er Lollapalooza Festival.