Millencolin: Home From Home

Millencolin ist eine der Bands, bei denen Schreiberlinge immer erst die Vergangenheit abhandeln, dann auf die veränderte Geschwindigkeit hinweisen, um abschließend festzustellen, dass die Jungs immer erwachsener werden. Damit sollte nach „Home From Home“ endlich Schluss sein – deswegen letztmalig: kein Ska mehr, weniger Gas, aber immer noch genug Dynamik und Frische, um ordentlich in den Pudding zu hauen.

Auf der ohnehin sehr schmalen Grenzlinie zwischen Punk und Emo-Core haben es sich Millencolin gemütlich gemacht und bedienen die Fraktion, die sowohl bei Bad Religion als auch Samiam feuchte Augen bekommt. Mehr noch als beim Vorgänger „Pennybridge Pioneers“ setzt das schwedische Quartett auf Songwriting und Abwechslung.

Während vergleichbare Alben im „Ach, das war nur ein langes Lied“-Zustand vorbeirauschen, hinterlassen bei „Home From Home“ alle Tracks ihre Duftmarke; eine schwächere Nummer, geschweige denn ein Aussetzer, ist nicht auszumachen.Wer Millencolin heute immer noch unter Melody-Core verbucht, hat definitiv einen – einen Aussetzer.

Millencolin: Home From Home
(Burning Heart/Epitaph)

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