Versprühten die ersten beiden Alben von The Cooper Temple Clause noch den Charme eines gesellschaftsuntypischen Fortbewegungsmittels, ist ihr drittes Album „Make This Your Own“ so auffallend, wie ein silbergrauer Mittelklassewagen auf dem Rewe-Parkplatz.
WeiterlesenAutor: Dirk-Michael Mitter
Rise Against: Generation Lost
Meine Frau hat „Generation Lost“ knapp mit den Worten kommentiert: „Eigentlich ist die DVD doch nur Selbstbeweihräucherung, oder?“ Auch wenn meine Gegenargumente wortreich auf sie einprasselten, kann man diesen Einwand nicht von der Hand weisen.
WeiterlesenMcGregor/Boorman: Long Way Round
Keine Ahnung, warum „Long Way Round“ immer als ‚Männerabenteuer‘ dargestellt wird. Selbst klar dieser Spezies zugehörig entlockt mir der Untertitel des jetzt erschienen Buches nur ein müdes Achselzucken. Ja – bärtige, verschwitzte Männer fahren auf ihren Motorrädern um mehr als die halbe Welt, aber Ewan McGregor und Charley Boorman haben mehr zu erzählen.
WeiterlesenCarla Bruni: No Promises
Fast könnte man glauben, Frau Bruni hätte einen Buckel. Schon für ihr zweites Album hängt sie sich rein, als wäre es ihre letzte Chance. Ihr Debüt „Quelqu’un M’a Dit“ landete extrem gut auf den Füßen, aber statt die Suppe noch einmal zu kochen, wechselt die Musikerin flugs Singsprache und Grundklang.
WeiterlesenA Broke Down Melody OST
Früher spielten deutsche Fernsehkrimis immer entgegengesetzt zur tatsächlichen Jahreszeit. Während man in Shorts vor dem Fernseher saß, fiel Derrick der Schnee auf’s Haupt und dem Alten glänzten die Schweißperlen auf der Stirn, während draußen der Schlitten abtropfte. Passend dazu erscheint der Surf-Soundtrack „A Broke Down Melody“ zur gleichnamigen DVD mitten im Winter.
WeiterlesenDredg: Live At The Fillmore
So sehr die kalifornische Band Dredg Perfektion und Detailverliebtheit auf ihren Studioalben auslebt, so rau agiert sie auf der Bühne. Hier zeigt das Quartett, wie tragfähig all seine Songs sind und mit welcher Leichtigkeit Gavin Hayes seine Gesangsmelodien den Hörern in die Ohren dübelt.
WeiterlesenAsita Hamidis Bazaar: Live
Plattenfirmen sind manchmal richtige Spaßvögel. Auf dem Backcover von „Live“ steht „File under: World & Beyond / Ethno / Bazaarmusic; Scandinavian & oriental roots, a unique set of instruments & wide-open interest in other cultures“. Wow, mit ein bisschen Mühe hätten wir bestimmt noch die Lieblingsmarmelade von Asita Hamidi untergebracht. Aber auch wenn sich das etwas ungelenk liest, trifft die üppige Information immerhin den Kern.
WeiterlesenArab Strap: Enjoy Your Retirement – Ten Years Of Tears
Schlechte Laune ist out – 2006 war das Jahr der Begeisterung und jetzt zieht auch noch die Konjunktur an – yipiee… Guter Zeitpunkt für die Brummler von Arab Strap endgültig das Gesangbuch zuzumachen.
WeiterlesenJ. Tillman: Minor Works
Einige Sekunden mit J. Tillmans Stimme und man beginnt sofort alle Fenster zu schließen und Barbiturate und scharfe Gegenstände außer Reichweite zu räumen. Heute, spätestens morgen scheitern wir am Leben.
WeiterlesenThe Cure: Festival 2005
Die berühmte goldene Mitte ist schwer zu treffen. Sterile Live-DVDs sind genauso undankbar wie Mitschnitte, bei denen Bilder und Ton gleichermaßen wackeln. Den eigentlich guten Gedanken, an Crew und Fans Handkameras auszuteilen, hatten Pearl Jam schon für die DVD „Live At The Garden“ (2003), bei The Cure klappt die Umsetzung dieser Idee nur leidlich.
WeiterlesenNikola Sarcevic: Roll Roll And Flee
Auffallend an Nikola Sarcevics Solodebüt „Lock-Sport-Krock“ (2004) waren die kurzen Texte. Mit ein paar Worten war alles gesagt und das, was man hörte, reichte selten für eine Extraerwähnung von gelungenen Lyrics. Inzwischen ist der Millencolin-Sänger hörbar gereift und traut sich auch solo mehr zu.
WeiterlesenAn Pierlé & White Velvet
Wow, was für ein freches Album. Mit kessem Blick pfeift An Pierlé auf dem Back-Cover-Foto durch die Finger und wildert sich genussvoll durch allerlei Spielarten. Von trotzig bis lasziv setzt die Belgierin ihre Stimme ein und schüttelt scheinbar mühelos ein durchweg gelungenes Album aus dem Ärmel.
WeiterlesenTrail Of Dead: So Divided
Faszinierend – Trail Of Dead werden mit jedem Album ein bisschen ruhiger und gesitteter, aber keinesfalls schlechter. „So Divided“ ist mit so viel Popappeal gesegnet, dass man sich als direkten Vergleich das vorletzte Album „Source Tags And Codes“ (2002) einfahren muss, um zu begreifen, welchen Weg diese Band schon hinter sich hat.
WeiterlesenLoreena McKennitt: An Ancient Muse
Lange Pause, lange Reise, aber alles wie immer. Loreena McKennitts neues Album „An Ancient Muse“ ist ein musikalischer Streifzug durch die Geschichte und die Wiegen der Zivilisation und neben den lesenswerten Linernotes ein erneuter Beweis für die musikalische Qualität der kanadischen Songwriterin. Aber bei allem Können — es bewegt sich nicht wirklich was.
WeiterlesenLloyd Cole: Antidepressant
„Causing A Commotion“….wer Lloyd Cole immer noch mit den 1980ern in Verbindung bringt, springt zu kurz. Leider hat sich immer noch nicht rumgesprochen, dass der ehemalige Kopf von Lloyd Cole & The Commotions inzwischen wunderbar ruhige Singer/Songwriter-Alben veröffentlicht, die zwischen Dirk Darmstädter und Julian Dawson liegen.
WeiterlesenDamien Rice: 9
Gentlemen sind dieses Jahr scheinbar ‚in‘. David Fridlund hat seine eigene Platte nicht selbst eröffnet, Bert Jansch gibt großzügig das Mikro weiter und Frauenversteher Damien Rice steht da auch nicht hinten an. „9 Crimes“, der erste Song seines zweiten Albums, eröffnet mit einem herrlichen Pianosound, gefolgt von der hinreißenden Stimme Lisa Hannigan’s. Was für ein Start!
WeiterlesenRay LaMontagne: Trouble
„Trouble“ ist im positivsten Sinne eine Konsensplatte. Jeder, der auf Handgemachtes und Schmirgelstimme steht, müsste hier glücklich werden.
WeiterlesenYusuf: An Other Cup
Man kann eigentlich fast nicht über „An Other Cup“ schreiben, ohne sich mit aktuellen religiös-politischen Problemen zu befassen. Wichtig in diesem Zusammenhang erscheint mir im Wesentlichen die Erwähnung Yusuf Islams, dass sein Nachname und der Name seiner Religion ‚Friede‘ bedeutet. In seinen durchweg spirituellen Texten zeichnet er dann auch ein Bild, das Friede, Toleranz und die Sinn-Suche ins Zentrum einer jeden Religion stellt.
WeiterlesenMy Chemical Romance: The Black Parade
Der Albumtitel kündigt es schon an – „The Black Parade“ klingt nicht gerade nach kleinem Besteck. My Chemical Romance haben den Bombast entdeckt und fallen auf ihm ziemlich weich.
WeiterlesenCerys Matthews: Never Said Goodbye
Ich geb’s zu: Ich hab mal eine Catatonia-CD verkauft, weil ich Cerys Matthews‘ Stimme nicht mehr ertragen konnte. Ein Fehler – ganz klar! Matthews ist jetzt ohne Band wieder da und hat in den vergangenen Jahren erkannt, dass es langfristig kein Kompliment ist, wenn man alle Jungs unter den Tisch saufen kann. Inzwischen ist sie Mutter zweier Kinder und neuerdings auch Mutter einer zweiten Solo-CD.
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