Stefán Máni: Das Schiff

Eine isländische Schiffsbesatzung kurz vor dem Auslaufen nach Surinam, wo Rohstoffe für die Aluminiumindustrie geladen werden sollen. Einer aus der Mannschaft bringt seine Frau um. Ein anderer fürchtet um das Leben seiner Familie, das von Schuldeneintreibern bedroht wird. Andere planen eine Meuterei, weil sie am Ende der Reise entlassen werden sollen. Selbst der Kapitän steht vor existentiellen Problemen. Und dann erscheint auch noch der leibhaftige Satan an Bord…

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Alligator – Sondermeldung

Zwar hat Georg, unser notorischer Klingenmaier-Beobachter, die gute Nachricht schon verbreitet; wenn aber besagter Film- und Krimiblogger aus Stuttgart mal eine ellenlange Rezension schreibt, müssen das auch alle, wirklich alle wissen. Also: Thomas Klingenmaier bespricht Richard Stark aka Donald E. Westlake und →„Keiner rennt für immer“. Ausführlich, kompetent, appetitanregend. Werde ich nach dem Chinesen und dem Kanadier und der Südafrikanerin, die mir gerade die Lektüre liefern, als nächstes in Angriff nehmen.

Deutsche Geschichten

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Das ist nicht nur Labsal für ordentliche deutsche Professoren: hammertragische Schicksalsnovellen von Walther Kabel, dem Friedrich Schiller der deutschen Kriminalliteratur irgendwann in den röhrenden Zwanzigern. Schon die Titel verweisen auf hiesigen Tiefsinn: „Der Fakir ohne Arme“ (furchtbar!) und „Der Fluch eines Geschlechts“ (ibsenek!). Lesen Sie! Kostenlos! Online! In der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“, als es noch keine Krimis gab.

Pieke liest in Hamburg

Tut mir leid. Aber heute Abend kann man sämtliche Berliner Kneipen nach Pieke Biermann absuchen, man wird sie nicht finden. Weil sie nämlich in Hamburg liest. Um 20 Uhr im Literaturhaus, Schwanenwik 28, mit dem MetroBus 6 bequem zu erreichen. Kostet 4 / 7 €, vorgetragen wird aus dem „Asphalt unter Berlin“. Und danach großer Zug durch sämtliche Kneipen Hamburgs, oder?

Bunker vs Bunker

Welches Buch wird heuer als „Deutschlands beste Krimifrühjahrsnovität 2009 aller Zeiten“ reüssieren? Die Fachwelt sowie das interessierte Laien- und Lesertum befinden sich im Wettfieber. Hoher Favorit: Andrea Maria Schenkel mit „Bunker“. Krasser Außenseiter: Edward Bunker mit „Lockruf der Nacht“. Im Viertelfinale treffen beide Titel aufeinander. Was erwartet uns?

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Der Alligator übergibt sich

Wie wird man eigentlich „Professor für Neuere deutsche Literatur“ und Autor beim „Tagesspiegel“? Indem man so gar keine Ahnung von dem hat, was man in die Tastatur haut? Nicht einmal, wenn das Thema →„Über den Ursprung der Kriminalliteratur – worin sich deutsche und britische Geschichten unterscheiden“ heißt, in der Lage ist, Googles kleines Suchmaschinchen anzuwerfen? – Muss wohl so sein. Anders sind Sätze wie diese nicht zu erklären:

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Alligator on Ice – 6.2.09

Heute ist der Tag der Kurzrezis. Thomas Klingenmaier hat seine Lieben in der →„Stuttgarter Zeitung“ versammelt, watscht aber – entgegen sonstiger Gewohnheit – auch den einen oder die andere ab. Lieblingszitat: „Thiesler, die bereits mit „Der Kindersammler“ und „Hexenkind“ erfolgreich war (zusammen 750 000 verkaufte Exemplare), weiß, was Krimileserinnen mittlerweile schätzen: den möglichst langen Aufenthalt in einem Buch.“ Well said. (Mit Dank an unseren offiziellen Klingenmaier-Beobachter Georg).

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Alligators Urlaub

Ach ja: Der alte Alligator fährt zwei Wochen Ski (Hals- und Schwanzbruch!). Bis dahin bleiben seine Papiere blütenweiß. Wer also etwas findet, kann das ruhigen Gewissens diesem Blog hier zukommen lassen. Links bitte →an diese Adresse. Wir werden es – vielleicht nicht ganz so hurtig wie die alte Echse, aber genauso zuverlässig – der Welt mitteilen.

Traum?

Ich hatte einen bösen Traum. Mir träumte, die Kriminalliteratur sei von mitleidigen AutorInnen zu dem einzigen Zweck erfunden worden, auch die geistig weniger flexible Bevölkerung unseres Kulturlandes beim Lesen von Büchern mit intellektuellen Erfolgserlebnissen zu beglücken. Die Grundüberlegung: Ist der Leser zu doof, die Geheimnisse eines Textes selbstständig ans Tageslicht seines Verstandes zu bringen, spendiert man ihm via Krimi ermittelndes Personal, das diesen Job für ihn erledigt.

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