Eine isländische Schiffsbesatzung kurz vor dem Auslaufen nach Surinam, wo Rohstoffe für die Aluminiumindustrie geladen werden sollen. Einer aus der Mannschaft bringt seine Frau um. Ein anderer fürchtet um das Leben seiner Familie, das von Schuldeneintreibern bedroht wird. Andere planen eine Meuterei, weil sie am Ende der Reise entlassen werden sollen. Selbst der Kapitän steht vor existentiellen Problemen. Und dann erscheint auch noch der leibhaftige Satan an Bord…
WeiterlesenAutor: dpr
Alligator – Sondermeldung
Zwar hat Georg, unser notorischer Klingenmaier-Beobachter, die gute Nachricht schon verbreitet; wenn aber besagter Film- und Krimiblogger aus Stuttgart mal eine ellenlange Rezension schreibt, müssen das auch alle, wirklich alle wissen. Also: Thomas Klingenmaier bespricht Richard Stark aka Donald E. Westlake und →„Keiner rennt für immer“. Ausführlich, kompetent, appetitanregend. Werde ich nach dem Chinesen und dem Kanadier und der Südafrikanerin, die mir gerade die Lektüre liefern, als nächstes in Angriff nehmen.
Deutsche Geschichten

Das ist nicht nur Labsal für ordentliche deutsche Professoren: hammertragische Schicksalsnovellen von Walther Kabel, dem Friedrich Schiller der deutschen Kriminalliteratur irgendwann in den röhrenden Zwanzigern. Schon die Titel verweisen auf hiesigen Tiefsinn: „Der Fakir ohne Arme“ (furchtbar!) und „Der Fluch eines Geschlechts“ (ibsenek!). Lesen Sie! Kostenlos! Online! In der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“, als es noch keine Krimis gab.
Pieke liest in Hamburg
Tut mir leid. Aber heute Abend kann man sämtliche Berliner Kneipen nach Pieke Biermann absuchen, man wird sie nicht finden. Weil sie nämlich in Hamburg liest. Um 20 Uhr im Literaturhaus, Schwanenwik 28, mit dem MetroBus 6 bequem zu erreichen. Kostet 4 / 7 €, vorgetragen wird aus dem „Asphalt unter Berlin“. Und danach großer Zug durch sämtliche Kneipen Hamburgs, oder?
Bunker vs Bunker
Welches Buch wird heuer als „Deutschlands beste Krimifrühjahrsnovität 2009 aller Zeiten“ reüssieren? Die Fachwelt sowie das interessierte Laien- und Lesertum befinden sich im Wettfieber. Hoher Favorit: Andrea Maria Schenkel mit „Bunker“. Krasser Außenseiter: Edward Bunker mit „Lockruf der Nacht“. Im Viertelfinale treffen beide Titel aufeinander. Was erwartet uns?
WeiterlesenDer Alligator übergibt sich
Wie wird man eigentlich „Professor für Neuere deutsche Literatur“ und Autor beim „Tagesspiegel“? Indem man so gar keine Ahnung von dem hat, was man in die Tastatur haut? Nicht einmal, wenn das Thema →„Über den Ursprung der Kriminalliteratur – worin sich deutsche und britische Geschichten unterscheiden“ heißt, in der Lage ist, Googles kleines Suchmaschinchen anzuwerfen? – Muss wohl so sein. Anders sind Sätze wie diese nicht zu erklären:
WeiterlesenAllerlei am Samstag
Im Titel-Magazin ist es wieder soweit: Es darf krimirezensiert werden. Aber zunächst ein Gespräch: Ulrich Noller hat es mit →Zoran Drvenkar geführt, dessen Thriller „Sorry“ als Höhepunkt des Jahres beworben wird (und den dpr nächste Woche Samstag besprechen darf).
WeiterlesenAlligator on Ice – 6.2.09
Heute ist der Tag der Kurzrezis. Thomas Klingenmaier hat seine Lieben in der →„Stuttgarter Zeitung“ versammelt, watscht aber – entgegen sonstiger Gewohnheit – auch den einen oder die andere ab. Lieblingszitat: „Thiesler, die bereits mit „Der Kindersammler“ und „Hexenkind“ erfolgreich war (zusammen 750 000 verkaufte Exemplare), weiß, was Krimileserinnen mittlerweile schätzen: den möglichst langen Aufenthalt in einem Buch.“ Well said. (Mit Dank an unseren offiziellen Klingenmaier-Beobachter Georg).
WeiterlesenEine kurze Studie zur Perspektive, erster Teil
Bevor man sich ans Schreiben eines Kriminalromans macht, müssen grundsätzliche Dinge geklärt werden. Das wohl wichtigste, weil folgenreichste: die Erzählperspektive. Wähle ich die auktoriale, also dritte Person Singular, oder wird die Geschichte aus dem Protagonisten heraus erzählt, erste Person Singular?
WeiterlesenDie Leibrenten des Alligators
Wenn sonst nichts ist, dann immerhin das: Dietmar Jacobsen hat bei →„Text und Web“ eine sehr schöne Besprechung von Emilie Heinrichs‘ „Leibrenten“ geschrieben, dem ersten Band der „Criminalbibliothek 1850 – 1933“ aus der Edition Köln. Mehr davon ist immer willkommen, denkt der Herausgeber still in sich hinein.
Unter Dach und Fach
So, es ist vollbracht. Der Vertrag für den nächsten Kriminalroman, „Arme Leute“, ist unterschrieben. Erscheinen wird das Werk im August / September bei Conte, einem aufstrebenden, wachen und sehr netten Saarbrücker Verlag, der aber noch etwas an der Qualität seines Kaffees arbeiten muss.
WeiterlesenKurzer Lesetipp
Weiterlesen„Dann kam es zum Falkland-Krieg. Niemals zuvor (oder zumindest nicht seit dem Trojanischen Krieg) waren viele so weit gegangen, um für ein albernes Weibsbild so viel zu opfern“.
Alligator on Ice – 4.2.09
Da ich gleich zu wichtigen Verhandlungen eilen muss, hier die Ergebnisse der Alligator-Vertretung. Äh, DAS Ergebnis. Eine Besprechung von Silvia Kaffkes →„Das rote Licht des Mondes“ auf dem Blog von Ralf Koss. Mehr wird gerne genommen und kommt, wenn ich wieder da bin.
Kerstin Rech: Hotel Excelsior
Kerstin Rech schreibt ihre Kriminalromane, müsste man es nüchtern formulieren, unter Einbeziehung der Mythologie des ländlichen saarländischen Raums. Das kann sie. Für ihr neuestes Werk, „Hotel Excelsior“, hat sie sich einem historisch handfesteren Sujet zugewandt, der Saarabstimmung von 1935.
WeiterlesenAlligator on Ice – 3.2.09
Während der Alligator seine Kringel auf dem Urlaubseis dreht, hat Herr Georg auf eine wahre Bonanza krimikritischen Schrifttums verwiesen: literaturkritik. de. In der dortigen Februarausgabe äußert sich Walter Delabar zu Michael Collins‘ →„Der Bestseller-Mord“, Bernhard Jaumanns →„Die Augen der Medusa“, John Harveys →„Schlaf nicht zu lange“ und Heinrich Steinfests →„Mariaschwarz“.
WeiterlesenAlligators Urlaub
Ach ja: Der alte Alligator fährt zwei Wochen Ski (Hals- und Schwanzbruch!). Bis dahin bleiben seine Papiere blütenweiß. Wer also etwas findet, kann das ruhigen Gewissens diesem Blog hier zukommen lassen. Links bitte →an diese Adresse. Wir werden es – vielleicht nicht ganz so hurtig wie die alte Echse, aber genauso zuverlässig – der Welt mitteilen.
Prachtband!
Ein Text bleibt ein Text, ganz gleich, wie er daherkommt. Und bibliophil bin ich auch nicht. Dennoch: Als heute morgen Edgar Poes „Arthur Gordon Pym“ in der prächtigen Ausgabe des →Mare Buchverlags ins Haus kam, musste ich erst einmal duchschnaufen.
WeiterlesenTraum?
Ich hatte einen bösen Traum. Mir träumte, die Kriminalliteratur sei von mitleidigen AutorInnen zu dem einzigen Zweck erfunden worden, auch die geistig weniger flexible Bevölkerung unseres Kulturlandes beim Lesen von Büchern mit intellektuellen Erfolgserlebnissen zu beglücken. Die Grundüberlegung: Ist der Leser zu doof, die Geheimnisse eines Textes selbstständig ans Tageslicht seines Verstandes zu bringen, spendiert man ihm via Krimi ermittelndes Personal, das diesen Job für ihn erledigt.
WeiterlesenEndlich! Krimisamstag! Sukzessive!
Kaum tritt man dem Redakteur mal auf die Füße (siehe Voreintrag), schon erhebt er sich vom Laken und schlurft fluchend zum Rechner. Die Früchte des kriminellen Samstags beim Titel-Magazin liegen endlich vor! Beginnen wir ganz hinten. Wer dichtet uns heut einen? →Cole Porter! Miss Otis bedauert, heute nicht mitlanchen zu können. –
WeiterlesenEs spricht: der Große Vorsitzende
Also Gohlis persönlich. Und was sagt er in der heutigen →„Welt“?
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