Rezension natürlich. Von →Georg. Ohne Kommentar. Ich bin noch ganz rot im Gesicht vor lauter Verlegenheit. Aber der Bursche versteht sein Handwerk, das muss man ihm lassen. Äh…bei Amazon…uswusf.
Autor: dpr
Eine Jugendsünde
Na, okay, so jung war ich nicht mehr, als ich diesen kleinen Multimediakrimi in die Welt gesetzt habe. Für einen guten Zweck, natürlich, und sehr low budget. Wer ihn sich anschauen will, braucht allerdings den sogenannten „Shockwaveplayer“. Kostet nix, schadet nicht, braucht man aber nun einmal für die erweiterten Möglichkeiten des Netzes. Solltet ihr den Player noch nicht installiert haben, werdet ihr beim Klick auf den Link dazu aufgefordert. Ein paar weitere Klicks – und das Teil installiert sich quasi von selbst auf eurem Rechner. Sollte das wider Erwarten nicht funktionieren, kann der Player →hier bei Adobe direkt heruntergeladen werden. Wer noch analog im Netz unterwegs ist, sollte sich allerdings auf einige Wartezeiten auch beim Abspielen gefasst machen. Und jetzt: viel Spaß!
Digital, multimedial?
„Wir versenden keine Leseexemplare – wir ziehen es vor, einen Vorgriff auf die Zukunft des Buches zu machen:
Seit Montag, 11. August, bis Freitag, 29. August, steht das komplette Buch online. Sie können es hier aufrufen, lesen, sich ausdrucken, abheften, binden, verschenken, verwerfen – was immer Sie wollen.“
Mit diesen Worten verweist der geschätzte Kollege und Edition Köln – Verleger Peter Faecke auf seinen neuen Kriminalroman →„Die Tangosängerin“, und diese“Zukunft des Buches“ sticht einem dabei natürlich ins Auge.
Aber was meint Faecke eigentlich damit? Die Zukunft des Buches als digitale Datei („Die Tangosängerin“ erscheint auch als e-book)? Die Zukunft des Buches als noch immer Druckwerk, dem sein digitaler Zwilling zu Werbezwecken beigesellt ist? Letzteres wohl. Denn nichts will der Autor weniger als einen digitalen Bestseller ohne Umsatz, während die Druckwerke im Keller verstauben. Und so falsch liegt er damit auch nicht. Noch leben wir in Zeiten, da Bücher in die Hand genommen werden wollen. Die wenigsten schnappen sich ihr Lesegerät und ziehen sich einen mehrhundertseitigen Text durch die Augäpfel. Die Gewichtungen werden sich sicher noch verschieben, aber das wird dauern.
Ich habe früher auch geglaubt, die Zukunft des Buches läge im Digitalen, genauer: im Multimedialen. Dass ich von diesem Glauben abgekommen bin, hat mehrere Gründe. Erstens: Ich kenne mich zufällig ein wenig in diesem Metier aus und weiß, dass Anspruch und Wirklichkeit oft auseinander klaffen. Zweitens, und dieser Grund ist viel wichtiger: Wer etwa einen Krimi multimedial kreieren will, muss nicht nur schreiben können. Er muss auch wissen, mit welchen Möglichkeiten er was umzusetzen gedenkt, die Konzeption wird eine gänzlich andere, der Text nicht mehr nur „Story“, sondern Teil eines größeren Ganzen, das weit über die heute üblichen Formen und Intentionen des Schreibens hinausreicht.
Natürlich, Versuche gibt es. Mir ist aber noch keiner begegnet, der es wert gewesen wäre, sich intensiv mit ihm zu beschäftigen. Meistens artet das Ganze ins Spielerische aus („Such das Indiz und klick drauf!), versumpft im Multiple-Choice-Elend („Welches der vier Alibis ist falsch?“) oder wähnt sich irgendwo zwischen Hörspiel, Videoclipperei und karger Drehbuchprosa.
Nein, auch das wird noch dauern. Und eins sollte man nicht vergessen: Multimediale Krimis werden keine Bücher mehr sein können. Und einen weitaus größeren Zeitaufwand erfordern. Und Programmierkenntnisse resp. jemanden, der welche hat und zur Verfügung stellt, was die wenigsten nur für Gotteslohn tun. Aber die Möglichkeiten gibt es schon. Es bleibt also spannend.
WeiterlesenUnvollständige Welten
Wenn der Rezensent grad keine Lust zum Rezensieren hat, dann schreibt er über das Rezensieren. Das nennt man „Schmoren im eigenen Saft“ oder „kritisches Hinterfragen der eigenen Existenz“, je nachdem, ob man Zyniker oder Sozialpädagoge ist. Irgendwie geht’s immer um „Erkenntnis“, und wenn wir von Erkenntnis sprechen, sie gar zu erlangen versuchen, dann geht’s auch immer gleich um „Objektivität“. Immer?
WeiterlesenJetzt aber!
Die gute Nachricht: Bei Amazon ist „Menschenfreunde“ wieder lieferbar. Die schlechte: nur “ noch 1 Stück auf Lager“. Liegt wahrscheinlich daran, dass aus der neuen Lieferung erst mal die alten Ansprüche befriedigt werden mussten. Mich hat das auf Rang 150.000 und noch was gedrückt, sehr ärgerlich. Aber jetzt! Wer schnappt sich das letzte, SOFORT LIEFERBARE Exemplar? →Hier! Auf die Plätze…fertig…
Neu und glorreich
Und wieder haben es zwei Neuzugänge in die Hall of Fame dieses Blogs, „die glorreichen Sieben“, geschafft. Damit wir uns nicht missverstehen. Wer aus dieser Liste herausfällt, wird dadurch nicht automatisch schlechter. Sondern schlichtweg ein Opfer des Fortschritts. Gelungen ist alles, was in der Liste auftaucht und irgend wann auch wieder untertaucht. Also: Tusch für die Neuen.
WeiterlesenAlltag eines Rezensenten: Enttäuschte Erwartungen
Wieder ist es in aller Munde: das Gezetere um die ach so selten gewordene literaturkritische Streitkultur, die Frage nach dem Sinn von Rezensionen und wen sie zu welchem Zweck erreichen sollen. Die Kritik als Kaufempfehlung oder die Kritik als Wetzstein feuriger Debatten? Und, selbstverständlich, die Suche nach den Urteilskriterien , die nicht weniger als „objektiv“ sein sollen. Wer aber Literatur für eine messbare Wissenschaft hält, liegt ebenso falsch wie der, dem als einziger Maßstab „der Geschmack“ dient.
WeiterlesenIntern: Emailadresse
Hallo. Könnte, wer meine Emailadresse dpr(add)hinternet.de gespeichert hat, diese bitte durch chef(add)alte-krimis.de ersetzen? Und das (add) natürlich durch das entsprechende Zeichen. Danke.
Kritikerstammtisch: Lucie Klassen, „Der 13. Brief“

Wenn vier Menschen ein Buch lesen, dann lesen vier Menschen vier Bücher. Selbst dann, wenn die Meinungen nicht so weit auseinander driften. Bestes Beispiel: „Der 13. Brief“ von Lucie Klassen. Die HonoratiorInnen am Kritikerstammtisch sind sich (fast) einig. Erfrischend und nett sei das Debut geraten, aber. Interessant jedoch, wie doch im Detail die Perspektiven der Kritiker voneinander abweichen. Lesen Sie selbst.
WeiterlesenFast schon eine Rezension
… ist das, was →Krimileser Bernd über „Menschenfreunde“ geschrieben hat. Natürlich hätte ein professioneller Rezensent (das ist bekanntlich einer, der nur noch als Warenanpreiser tätig ist) aufgefordert, das Buch SOFORT zu kaufen. Was aber im Moment gar nicht so einfach ist. Bei „Amazon“ scheint es nämlich momentan nicht „am Lager“ zu sein. Ausverkauft? Gutes Zeichen. Aber es sind noch einige Exemplare da. Also trotzdem bestellen. Bewahrt mich davor, aus den Top-100000 zu fallen!
Wer ist’s?
In Deutschland fliegen einem die gebratenen Krimis ins Maul. Hmmmm! Knusprig! Lecker! Währenddessen man unter den schattigen, duftigen Wunderbäumen selig ruht, an denen die prallen Plots wachsen. Krimischaffender in Deutschland? Ein Traum! Als Angehöriger eines angesehenen Berufsstandes hat man eine seriöse Ausbildung genossen, ist Elite, verdient gutes Geld und die Verlage reißen einem die Waren nur so aus den Händen.
WeiterlesenWatching Pieke
Sie entkommt mir nicht. Ich notiere jedes Wort, das sie spricht. Verfolge jeden ihre Schritte. Sehen ALLES. Höre ALLES. Zum Beispiel morgen, Mittwoch, 6. August. Wenn Sie bei der WDR 5 REDEZEIT zwischen 11 Uhr 05 und 11 Uhr 30 über ihr famoses Buch „Der Asphalt unter Berlin“ sprechen wird. Und später werde ich das noch einmal nachhören. →Hier. Ach was, einmal! Mehrmals! Nein, sie entkommt mir nicht…
Friedhelm Werremeier: Taxi nach Leipzig
Ein Krimi mit Folgen: das trifft auf kaum einen anderen mehr zu als auf Friedhelm Werremeiers „Taxi nach Leipzig“, mit dessen Verfilmung 1970 der auch heute noch regelmäßig besichtigte „Tatort“ startete. Wiederzulesen jetzt in der von Frank Göhre herausgegebenen „Kriminellen Sittengeschichte Deutschlands“.
WeiterlesenMonströses
Die Vorbereitungen für Ausgabe 3 von wtd – die Zeitschrift haben begonnen. Das Leitthema für die geplante Sammelrezension mehrerer Neuerscheinungen stand ziemlich früh fest: Monströses.
WeiterlesenLeonardo Padura: Der Nebel von gestern
Samstag ist… genau. Krimitag beim Titel-Magazin. Der Unaussprechliche präsentiert diesmal ein →Wetering-Porträt, einen →Comic und ein →Gedicht. Außerdem wurde der Betreiber dieses Blogs zur kritischen Betrachtung von Leonardo Paduras →„Der Nebel von gestern“ genötigt, der willkommenen Fortsetzung des Havanna-Quartetts, aber leider… Lesen Sie selbst.
Im röhrenden Rachen der blutigen Bestie – AUFLÖSUNG
Die Nation sitzt bibbernd vorm Rechner. Wer wars denn nun? Wer hat den Löwenkäfig geöffnet und den netten Dompteur im Rachen der Bestien verschwinden lassen? Kommissar Butsch weiß es. – Und gleich wissen Sie es auch… ACHTUNG! Wer den Kurzratekrimi von Dale Patrick Rutherford noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst nachholen und erst DANACH die Auflösung anklicken…
WeiterlesenPieke sieht schwarz

Pieke Biermann müsste man heißen und Kriminalreportagen schreiben. Dann könnte man es sich an einem tropischen Tag wie diesem in der „Schattenwirtschaft“ gemütlich machen. Aber besuchen Sie die Dame doch ganz einfach selbst in ihrem Idyll. Am Freitag, 1. August 2008 im RBB-Inforadio 93,1 um 10:27 und 13:27 Uhr und am Sonnabend, 2. August 2008 in DER TAGESSPIEGEL. Wenn es wieder heißt: „Zoom auf die Schattenwirtschaft“ (oder Klick aufs Bildchen…)
Weiterlesenwtd No. 2: Die Juli-Ausgabe
Am letzten Tag des Monats gibt es die Juli-Ausgabe von Watching the Detectives. Wie immer wahlweise als →PDF oder →DOC. Diesmal hat sich die Publikationsform gleich zweimal bewährt. Einmal, weil sich die Gelegenheit bot, einen „historischen Kriminalroman“ aus dem Deutschland des Jahres 1845 mit einem „historischen Kriminalroman“ aus dem Laos des Jahres 1976 zu vergleichen. Dann, weil kurz nach der Fertigstellung des Textes eine geschätzte österreichische Blogkollegin einen schönen Fall von true crime präsentierte, der mir haargenau in die Beweisführung passte.
WeiterlesenSeltsamer Vorschlag
Nicht nur, dass „Menschenfreunde“ bei Amazon über Nacht von Null auf 33.000 und ein paar Zerquetschte geklettert ist. Die Redaktion von buecher.de flippt ebenfalls aus:

Watching the detectives – die Zeitschrift
Wtd – die Zeitschrift. Jeweils einen Monat lang liest und überlegt der Blogger. Und was er gelesen und überlegt hat, das bringt er zu Papier. Und veröffentlicht es jeweils zum Monatsende: längere Rezensionen, Theoretisches zur Kriminalliteratur, Experimente. Das alles als PDF oder DOC, kostet auch nichts, Verlagsanzeigen werden gegen einen Spottpreis abgedruckt, damit aus den Erlösen „externe MitarbeiterInnen“ verpflichtet werden können.
Weiterlesen