Rezension nämlich. Positiv, wie nicht anders zu erwarten. Von Sylvia Staude in der →„Frankfurter Rundschau“, die natürlich ab sofort meine Lieblingszeitung ist. Mein Lieblingssatz aus der Rezi: „Diesen Krimi kaufen.“ Könnte von mir sein.
Autor: dpr
Im röhrenden Rachen der blutigen Bestie

Mit der heutigen neuen Folge seiner beliebten Kurzratekrimireihe führt der selbsternannte Kurzratekrimipapst Dale Patrick Rutherford eine neue, faszinierende Serienfigur ein: den charismatischen Alkoholiker und abwegigen Hühnerfreund Manfred Butsch, dessen gesamte Familie in einem traumatischen Ereignis von einem perversen Massenmörder ausgelöscht worden war – und das, obwohl das gemeinsame Eigenheim noch seiner endgültigen Abbezahlung harrte. Eine Figur aus dem wirklichen Leben, wohltuend heutig und doch liebenswert.
WeiterlesenStuart MacBride: Der erste Tropfen Blut
Wer sich 500 Seiten lang in die Turbulenzen Aberdeener Polizeiarbeit stürzen will, ist mit „Der erste Tropfen Blut“ von Stuart MacBride wie immer gut bedient. Stillstand, Reflexion: Fremdwörter. Protagonist Logan McRae peitschen keine inneren Dämonen nach vorne, nein, ganz normale Vorgesetzte sinds: ein dicker Choleriker mit Hang zu Süßigkeiten und Amateurtheater, sowie eine flapsig-zynische Lesbe mit schwerer Nikotinsucht.
WeiterlesenNeu und glorreich
… ist Hannelore Cayres „Das Meisterstück“. Was nun diejenigen, die beim „Lumpenadvokat“ schon gejubelt haben, nicht weiter überrascht. Also rein mit den 150 Seiten in „Die glorreichen Sieben“. Eine Rezension gibt es dann im dritten Heft von „Watching the detectives“, der famosen Zeitschrift (deren zweite Ausgabe wohl am Donnerstag völlig kostenlos zur Verfügung stehen wird). Ach ja, und das ist mir auch noch aufgefallen:
WeiterlesenBöser Allligator!
Wo wir schon dabei sind, die Götter und ihre StellvertreterInnen auf Erden vom Sockel zu stürzen: Der Alligator wäre auch längst fällig! Ist noch keinem aufgefallen, wie ABSOLUT FRAUENFEINDLICH die große Wuppertaler Riesenechse agiert? Sein bevorzugtes Opfer: Anobella.
WeiterlesenIn Ordnung
Wir haben verstanden. Es ist heiß. Die Fingerchen wollen nicht so recht. Die kleinen Grauen da oben drin auch nicht. Also: Keine Lust auf ein Krimi-Volkslexikon. Schön. Dann machen wirs auch nicht. Sondern legen uns ebenfalls in die Sonne respektive werkeln noch ein wenig am wtd-PDF für Juli. Schönes Wochenende – nein, morgen gibts noch einen kleinen Eintrag…
Weg von oder hin zu?

Was ist ein Krimi-Volkslexikon? Ein Lexikon, in dem die großen definitorischen Fragen des Genres als buntes Meinungspotpourri von den Leserinnen und Lesern selbst beantwortet werden. Eine Frage – viele Antworten, ein Krimiwiki der Vielfalt. Nach einem etwas zähen Start (es kann und sollte noch erläutert werden, was und wer →Krimiklassiker sind), nun eine hoffentlich der Schreib- und Definitionsfreude auf die Beine helfende Frage: Bedienen Krimis die Flucht vor der Realität – oder sollen sie im Gegenteil die LeserInnen der Realität näher bringen?
WeiterlesenLiebe Krimi-Couch-Sitzer
Es freut mich aufrichtig, dass die aktuelle Papstdebatte nun auch auf →eurem edlen Ruhemöbel gelandet ist. Aber mit den Zuordnungen habt ihr noch so eure Schwierigkeiten. Also: Thomas Wörtche ist nicht „der selbsternannte Krimipapst“ (das bin nämlich ich!), sondern „der Stänkerpapst“. Ludger Menke hingegen ist „der Krimipapst der Herzen“, Tobias Gohlis „der Krimipapst des gehobenen Feuilletons“, Bernd Kochanowski „der Krimipapst der Mediziner“, Frau Krimi ist „die Krimipäpstin der österreichischen Vogelfänger“, Joachim Linder „der Krimipapst der atheistischen Glaubensgemeinschaft“, Axel Bussmer „der Krimipapst des Kinos“ und, hab ich jemanden vergessen?, Anobella „die Krimipäpstin der ausgleichenden Vernunft“. Ach ja: Der Patzerschorsch ist überhaupt kein Papst, der ist der Satan höchstpersönlich. Und natürlich selbsternannt. Das nur mal zur weiteren Orientierung bei eurer Diskussion, die hier aufmerksam verfolgt wird.
Norwegische Krimiklassik

Apropos… einen unbestrittenen Klassiker der Kriminalliteratur präsentiert die →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“. Sven Elvestad erwarb sich diesen Rang nicht nur in Norwegen; auch in Deutschland war er eine feste Größe, geriet dann jedoch in Vergessenheit. An seinem Werk kann das kaum gelegen haben, wie „Der Schwarze Stern“ (1908, deutsche Ausgabe 1921) beweist. Aber wer weiß: Manchmal steigen die Klassiker unerwartet wie Phönix aus der Asche…
Krimiklassiker?

Was ist was im Krimiland? Wartet nicht auf den großen Erklärer! Erklärt es euch selbst! Die Weisheit des Krimivolkes ist schier grenzenlos, die Summe seiner Meinungen nähert sich der Wahrheit wie eine Parabel dem Nullpunkt! – Ab sofort werden hier in loser Folge wichtige Fragen der Krimitheorie gestellt – und IHR sollt sie beantworten! Aus den Antworten wird sodann ein „Krimi-Volkslexikon“ fabriziert. Beginnen wir heute mit der Frage: Was sind eigentlich Krimiklassiker?
WeiterlesenTipps und Tricks für Krimischaffende -1-
→Rummosern und →ehrbare Krimischaffende beleidigen, das ist keine Kunst. Wtd ist anders. →Menschenfreundlich und →uneigennützig. Wir beobachten und analysieren den Markt, wir sagen, wo der Euronenbaum blüht. Erste Folge: eine Marktlücke…
WeiterlesenNiederschlag und andere Höhenflüge
Neues aus dem spannungsliterarischen Vatikan, wo bekanntlich nur Samstags gearbeitet wird. Beim „Titel-Magazin“ beginnt Godfather Thomas Wörtche mit dem seriellen Klassiker-Check. Schon aus Namensgründen macht →Ross Thomas (sic!) den Anfang. Klassisch auch die Hörbuch-Rezension von Tina Manske, →„Edgar Allan Poes Meistererzähler“. „Hammett“-Chef Christian Koch empfiehlt →„Schwarzer Sommer“ von Camilla Way und Papstkandidat dpr →„Niederschlag“ von Garry Disher. Ein kriminell gutes Gedicht gibt es auch. Diesmal nicht von Frank Wedekind, sondern von Friedrich Torberg. Heißt aber →„Wedekind“ und ist vier Zeilen lang.
Ernst Solèr gestorben
Aktuell von der Webseite des →Grafitverlags:
Der Verlag trauert um seinen Autor Ernst Solèr, der an diesem Mittwoch im 49. Lebensjahr an den Folgen einer tückischen Krankheit verstorben ist. Die Arbeit an seiner Krimiserie um den sympathischen Zürcher Polizeihauptmann Fred Staub gab ihm in den letzten Lebensjahren Motivation und Lebensmut. Doch die Krankheit konnte er nicht besiegen. Wir haben mit Ernst Solèr einen wunderbaren Menschen und vortrefflichen Autor verloren. Sein literarisches Vermächtnis, der Roman »Staub im Paradies«, wird im Frühjahr 2009 bei Grafit erscheinen.
War ein →guter, solider Autor.
Vorteil der Blogfreiheit
Doch, ich mag das sehr. Man hat eine Idee, wählt „New Entry“, hämmert die Idee in den Blog – pro Din A4-Seite dauert das durchschnittlich und abhängig vom Ideenfluss ca. 10 bis 30 Minuten -, wählt „publish“ – und papplischt. Seit ich aber die Rezensionen nicht mehr nach dieser Methode herstelle, sondern mir für die allmonatliche Veröffentlichung als PDF-Dokument Zeit lassen kann, weiß ich auch dieses verzögerte Arbeiten wieder zu schätzen.
WeiterlesenVon den Profis lernen -1-
Bevor der ambitionierte Leser, die ambitionierte LeserIn an den →obskuren und einschläfernden Tipps des Herrn M. bleibenden Schaden nimmt, erklärt wtd ab sofort und in loser Folge auf streng wissenschaftlicher Grundlage, wie man artgerechte Rezensionen verfasst. Wir analysieren die Arbeit der Profis in einer jedermann verständlichen Art, wir zeigen, worauf es ankommt und wie man – binnen weniger Jahre! – eine schöne Karriere als Krimirezensent / Krimirezensent in einem Qualitätsmedium einschlagen kann. Heute: Kolja Mensing und seine →Besprechung von Colin Cotterills „Dr. Siri und seine Toten“.
WeiterlesenOops, he did it again!
Jetzt hat ers schon wieder getan. Der Wörtche. Was →veröffentlicht. Über Krimis. So afrikanische und so. Aber ich les das nicht. Diesmal nicht. Bin doch nicht blöd. Er wird wieder alle beleidigen. Und sein Wissen raushängen lassen. Auch noch als PDF. Das wird Georg gar nicht gefallen. Und die Alligatorpapiere müssen auch noch drauf hinweisen. Weg mit den Alligatorpapieren! Lest ihr mal. Sagt er was gegen Blogger? Dann zisch ich ihm nämlich eine rein…
Gute alte Zeit

Nehmen wir für eine Weile Abstand von der turbulenten Jetztzeit und ihren hitzigen Diskussionen. Wenden wir uns zurück in die gute alte Zeit, als sich feingeistige Germanisten in den Blogs des Kaiserreiches noch über neueste Strategien gegen die Syphilis unterhielten und ein Ballsaal keine Squashhalle war. Lesen wir „Mord im Ballsaal“ von Matthias Blank, 1909 erschienen und endlich in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ zu haben. Ahhhh – das tut gut – das ist Retro…
Berufsbild: Krimirezensent
Traumberuf Krimirezensent! All die dicken Bücherpakete, die einem der treulich seinen tariflichen Mindestlohn ablatschende Postbote schwitzend ins Haus bringt! Kostenlos! Und die Kugelschreiber zu Weihnachten! Die Taschenkalender! Anlässlich der Buchmesse gibt’s gratis lauwarmen Kaffee, der Verleger kotaut, als wärs eine Übung in der Muckibude, und die blutjunge Praktikantin – natürlich eine blonde Germanistikstudentin! – hängt einem bewundernd an den Lippen und spielt versonnen mit dem Schlüssel zu ihrem Hotelzimmer. Ja! Traumberuf!
WeiterlesenVorläufiges aus der Zwischenzeit
Die Zukunft der Krimikritik ist digital und liegt im Internet. Ja. Nein. Eventuell. Aber ganz anders. Jedenfalls: Der kalte, weil niemals erklärte Krieg zwischen den Parteien hat längst begonnen. Voila, die Frontlinien in diesem Stellungskrieg: Hier die „Professionellen“; Journalisten, manche mit literaturwissenschaftlichem Hintergrund, manche nur im Gewerbe, weil sie „auch Krimis“ lesen. Sie schreiben für Geld, und das ist völlig in Ordnung. Dort die „Dilettanten“ in Schopenhauerscher Definition. Liebhaber, die um des geliebten Gegenstands willen schreiben, nicht für den schnöden Mammon, der durch andere Tätigkeiten in die Haushaltskasse fließen muss.
WeiterlesenIain McDowall: Der perfekte Tod
Seit kurzem bin ich ja auf Bewährung beim „Titel-Magazin“, wo Thomas „Zielgruppenschreck“ Wörtche den Samstag-Krimitag verantwortet. Für mich ist das wichtig, denn hier locken Rum und Ähre, also Schnaps und Korn. Aber: Wenn meine Rezensionen nicht wenigstens 10.000 Mal angeklickt werden, krieg ich die Kündigung. Also: Bitte lesen Sie dringend meine Besprechung von Iain McDowalls →„Der perfekteTod“. Lesen Sie dazu die →Pieke-Biermann-Rezi, hervorragend angefertigt vom Bruder Ulrike Nollers. Und auch gleich →das Interview dazu. Und etwas zu Jenny Silers →„Portugiesische Eröffnung“. Und zu →„Weiße Nächte“ von Rainer Gross. Und ein →Krimigedicht von Frank „Tantenmörder“ Wedekind. — Also lesen! Holt mich endlich aus meinem Bloggerelend!