Prospektives 1

vorschau_1.jpg

Die gute Nachricht: Bald gibt es neue Krimis. Und die schlechte: Sie sind noch nicht da. Aber Vorfreude ist der erste Schritt zum Lesespaß und deshalb hier die erste Folge eines genüßlichen Streifzugs durch die Prospekte führender deutscher Krimiverlage, den Spätsommer und den Herbst 2006 betreffend.

Weiterlesen

Gaaanz schnell noch

Walter Delabar über →David Peace, „1977“. Sein Fazit: „Das Ganze kommt dabei nicht als billiger handwerklicher Erzähltrick daher: Schneid‘ ich hier mal meinen Dialog ab, spring‘ woanders hin und komme erst später wieder. Nein, Peace bleibt über die gesamten fast vierhundert Seiten gleichermaßen schnell, attraktiv und erzählerisch auf hohem Niveau.“

Und ab vor die Glotze.
Äh…Dank an JL

Alliga-Tor! Tor! Tor!

Kurz bevor wir Ecuador weghauen, bin ich noch einmal aus der Wortspielhölle entkommen und vermelde die letzten News aus der Krimiszene. Kulturnews also, und genau dort findet sich ein Interview mit Craig Russell, dem Autor von „Blutadler“. Investigatives Gespräch, das auch gleich hammerhart beginnt:

Weiterlesen

Cornwell, Nada, Wiesbaden

Bei „ndrinfo.de“ hat sich Julia Jakob Patricia Cornwells neuen Thriller → „Gefahr“ vor’s kritische Auge gehalten und dieses nicht zugedrückt: „Das Strickmuster von „Gefahr“ ist Krimi-klassisch – zwei scheinbar verschiedene Verbrechen gehören zusammen. Patricia Cornwell hat aus diesen Zutaten einen Polit-Krimi gestrickt, der letztendlich zu wenig Überraschendes oder gar Neues bietet.“

Weiterlesen

Axel Brauns

Der „Herr“ Patzer Schorsch treibt sich an den seltsamsten Orten herum, nicht nur bei bloggenden Wiesbadenerinnen, sondern auch →hier, wo Alexander Gionis Axel Brauns‘ „Tag der Jagd“ gelesen hat und jubelt, Brauns habe „einen ganz erstaunlichen Krimi geschrieben, wie ihn wohl nur jemand „zaubern“ kann, der sonst mit Krimis nichts am Hut hat: brutal und behutsam, irritierend schön, langsam und doch kompakt und sprachlich ebenso simpel wie brillant.“ Vergleiche hierzu auch die →Kritik vom Kollegen Menke.

Krimi und Krimine

katzenjammer.jpg

Ist Ihnen das aufgefallen? Seit Wochen bespricht dpr, der Obermotzer hier, fast nur noch Krimis von Frauen. Warum? Ich kann bloß spekulieren. Vielleicht eine neue Form jener seit Urzeiten bekannten Balz, ein unbewusstes Verben um weibliche Gunst, sublimiert zwar, aber nichtsdestotrotz in seiner Plumpheit unverkennbar? Genau – diese Woche bespricht er einen „Freud-Krimi“, verfasst von – na? – einer Frau.

Weiterlesen

Da lacht der Alligator

„Die umfassende Geschichte der Schweizer Kriminalliteratur beschreibt spannend und interessant die große Vielfalt des literarisch aufgearbeiteten, alpenländischen Verbrechens. Keinesfalls werden Klischees bedient.“ befindet Maggie Thieme über Paul Otts →„Mord im Alpenglühen“, die definitive Geschichte des Schweizerkrimis. Ach, die Meldung hätte er gerne selber gebracht, der Alligator, wäre da nicht sein schnöder Fußballwahn gewesen!

Noch ein Bild

Okay, das interessiert jetzt maximal 13 Leutchen, aber dennoch: Zum geplanten „Krimiporträtheftchen Astrid Paprotta“ ist mir ein neues Bild eingefallen, welches skizzenhaft zu realisieren ich den Herrn Diplomkünstler Wünsch sogleich am Montagmorgen auffordern werde. Das hier.

Weiterlesen

Noller ignoriert!

allligator.gif

Ja, tschuldigung, Uli, aber bei diesem ganzen Hessenstress haben wir die Krimitipps für Juni übersehen (dafür gibts auch das offizielle Kroko-Logo). →„Viele Heldinnen“ heißt es diesmal im „Funkhaus Europa“ und meint zum einen Irene Rodrians „Eisiges Schweigen“, zum anderen P.J. Tracys „Mortifer“. Frauen schreiben eben nicht nur die besseren Krimis, sie klären die Fälle auch besser auf.

Venezianischer Nachzügler

Seit dem 8. Juni dümpelt bereits, von der offiziellen Donna-Leon-Forschung noch unbeachtet, eine Besprechung von Sonja Kolb in „rp-online“ des neuen Leon-Thrillers → „Blutige Steine“ im Netz. Jedenfalls behaupte ich das jetzt mal frech. Frau Kolb freut sich, dass Frau Leon „einen höchst aktuellen Plot kreiert hat und beispielsweise sehr feinsinnig das Problem des offenen oder unbewussten Rassismus anspricht. „ Das ist doch schon was.