Traurige Nachricht

„James McClure, the author and journalist, who has died of a respiratory illness aged 66, is best known for the much-garlanded Kramer and Zondi detective novels that subtly brought the reality of apartheid-era South Africa to an international audience.“

Also halten wir fest: Der südafrikanische Krimiautor James McClure, am 9. Oktober 1939 in Johannesburg geboren, erlag am 17. Juni 2006 einem Herzleiden. Deutsche Übersetzungen seiner Bücher erschienen bis etwa Mitte der neunziger Jahre, zuletzt bei Rowohlt. Sie sind zur Zeit nur antiquarisch erhältlich. Näheres →hier.

Nicht lachen, bitte!

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Ich lache gern. Ich bin Beamter. Ich lache gern, weil ich Beamter bin. Ich stehe jeden Morgen vor dem Spiegel und sage meinem Gegenüber: „Gehalt auf Lebenszeit, Alter. Garantiert.“ Dann lacht auch mein Spiegelbild und hat mehr Falten im Gesicht als Michael Jackson am Hintern. Nur beim Krimi – da soll mir das Lachen gefälligst vergehen.

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KrimiWelt-Bestenliste Juli 2006

Letzter Samstag des Monats. Bestenlistentag. Oliver Bottini behauptet sich an der Spitze, doch Yasmina Khadra ist ihm als Neueinsteiger(in) mit „Nacht über Algier“ dicht auf den Fersen. Ebenfalls neu: Antonio Dal Masetto, „Noch eine Nacht“ (4), Marek Krajewski, „Der Kalenderblattmörder“ (7) sowie, stimmengleich auf Rang 8: Barry Eisler, „Tokio Killer – Der Verrat“ und Camilla Läckberg, „Der Prediger von Fjällbacka“. Eine wahrlich bunte Liste, die wie immer →hier studiert und zu Überlegungen, eigene Krimianschaffungen betreffend, herangezogen werden kann. Viel Vergnügen.

Nordische Lieblinge

Vorhin beim Krokosurfen gefunden: eine Seite bei ndr.de, auf der →„die beliebtesten Bücher des Nordens“ vorgestellt und zur Abstimmung freigegeben werden. Darunter auch reichlich Kriminelles, „Der Fall Deruga“ von Ricarda Huch etwa, auch Gerhart Hauptmanns „Bahnwärter Thiel“, „Die Eisheilige“ von Susanne Mischke, Petra Oelkers „Tod am Zollhaus“ — und: Arno Schmidts „Kaff auch Mare Crisium“. Zu jedem Vorschlag ein kurzer Text. Den derzeitigen Stand der Abstimmung verrät der NRD aber nicht. Ratet mal, wer meine Stimme bekommen hat.

Neues Neues vom Freitag

So. Die Flasche „Rüdigers Club“ ist glücklich geköpft worden, die Aspirin liegen griffbereit, unsere ukrainischen Edelpraktikantinnen haben sich „eine Überraschung“ zum Millenniumsjubel ausgedacht, Chef Walter prüft den korrekten Sitz seines nach oben offenen Baumwollhemdes. Nur ich muss wieder mal arbeiten. Proletarier aller Länder, besauft euch!

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1000!!!

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Wenn sich das Programm nicht verzählt hat, dann ist es in diesem Augenblick vollbracht: Dieses hier ist der 1000. Eintrag im Hinternet-Weblog! Keine langen Reden, nur ein Dankeschön an alle, die das bisher als geduldige AutorInnen und LeserInnen mitgemacht haben. Das Grauen geht weiter, versprochen. So…äh…Chef? Könnten wir jetzt nicht die Flasche „Rüdigers Club“ öffnen, die eigentlich für die nächste Weihnachtsfeier im Tresor eingeschlossen ist? Ausnahmsweise…ach so, das muss erst beantragt werden. Gut. Wo sind denn nur wieder die Antragsformulare, Mensch…

Für heute vorgesehen

war eigentlich ein erstes Fazit des Krimiporträts Astrid Paprotta. Über 1.400 Seiten Lektüre, nach denen die vier Bücher aussehen wie durch den vandalistischen Wolf gedreht. Großzügige Notizen mit Kugelschreiber, Rausgeschnittenes, Eingeklebtes (UHU, ich hatte gerade nichts anderes zur Hand), Eselsohriges und, of course, die üblichen Kaffee-, Schokolade- und Ascheflecken. Und das war erst der Anfang.

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Fauser bei Penzel

„Fausers erster großer Prosatext, »Der Schneemann«, wird verfilmt, über 200.000 Mal verkauft, ins Englische und Französische übersetzt. Im Leben des Dichters ist es der dritte große Wendepunkt – so wie der Entzug, die Brando-Bio. Auf der Überholspur des Lebens rast er weiter, wieder mit mehr Journalismus, Kolumnen für Tip. 1984 das autobiografische »Rohstoff«, dann der City-Thriller »Das Schlangenmaul«, als Redakteur bei TransAtlantik, der von Charles Dickens inspirierte Fortsetzungskrimi »Kant«.“

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Ein Alligator reimt zusammen

In Klagenfurt am Wörthersee
tut wieder man den Wörtern weh.
So manch Gedanke wird gestemmt,
der Kritikaster ungehemmt
schütts Hirn über die Wörter aus.
Da such ich lieber Mörder raus.
Was über jene man geschrieben,
die fleißig Krimischreiben üben.
Hier, liebe NärrInnen aus Kärnten,
die ersten Stück, die ich tat ernten.

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Catherine Gildiner: Verführung

Es sind nicht die Schlechtesten, die Sigmunds Freuds Psychoanalyse für das Erklärwerk eines phantasiebegabten und durchaus cleveren Ermittlers halten, der den Fährten im kriminellen Alltag der Psyche folgte und am Ende die Übeltäter vermittels Interpretation dingfest machte. Man muss nicht so weit gehen wie Vladimir Nabokov, der Freud einen Kurpfuscher nannte. Aber man kann darauf verweisen, dass Freud vielleicht doch eher ein Fall für die Literaturwissenschaft wäre und, im Gegenzug, ein ganzer Stapel Bücher der letzten 200 Jahre stattdessen ein Fall für die Psychologie, da dort „Wahrheiten über die Psyche“ besser erhellt, jedoch kaum „erklärt“ werden. Nun denn: Jetzt ist Freud, der Ermittler, selbst Gegenstand einer Ermittlung geworden, in Catherine Gildiners „Verführung. Ein Freud-Krimi“.

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Alte Krimis – die Bibliografie

Wer alte Krimis lesen möchte, ist nicht zwangsläufig auf die Originale oder die sauteuren Neuausgaben der „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ angewiesen, mit denen sich der Herausgeber seinen Lebensabend zu finanzieren gedenkt. Seit 1945 wurden und werden Neuauflagen einzelner Werke oder Sammelveröffentlichungen veranstaltet. Es wird Zeit, das Zeug zu listen. Die erste Liste mit ca. 30 Titeln ist nun →hier einzusehen. Work in progress. Wer etwas beizutragen hat, der trage bei.

Axels Tipps 24. Juni – 7. Juli 2006

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Hier findet man üblicherweise Axel Bußmers TV-Krimi – Tipps. Bei den Alligatoren. Und die sind…richtig: ausgeflogen sozusagen. Folglich: Was der Flimmerkasten vom 24. Juni bis zum 7. Juli 2006 so hergibt, lässt sich ausnahmsweise → hier im pdf-Format einsehen, runterladen, ausdrucken, rahmen. Leider ohne die schönen Bildchen, die sind in Alfreds Giftschrank und der mitsamt seinem Herrn und Meister all-inklusive am Ballermann. Aber lesen kann man wenigstens.

Patzer und andere Kritiken

Das Julischaffen von „literaturkritik.de“ ist erfreulicherweise recht krimihaltig. Auch Georg „Herr“ Patzer hat einiges beigesteuert, seine euphorischen „Krimijahrbuch 2006“- und „Schwarzwaldau“-Kritiken etwa, die ja →schon angezeigt wurden. Aber was hat Georg „Drei Rezensionen vor dem Frühstück“ Patzer sonst noch zu bieten? Der Mann, bei dessen Ansichtigwerden Arno Schmidt immer die Straßenseite wechselte?

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