Letzte Mahlzeit Wiesbaden

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Wiesbaden war heiß. Der Asphalt kochte und Frau Anobella, die Kriminaldichterin, tat es ihm nach. So standen wir, das Homestoryteam von Hinternet, mit knurrenden Bäuchen vor der Tür des geschmackvollen Wiesbadener Anwesens der Unvergleichlichen und fühlten uns wie die heiligen zwei Könige. Unsere Gastgeschenke: ein Buch von Karl D. Weyrauch („Lehratlas des Histologie“), eine Schallplatte („Er hat ein knall-rotes Gummiboot“) der norwegischen Vortragskünstlerin Wencke Myhre sowie die letzte CD von Max Goldt. Und, nicht zu vergessen, das Original-Hinternet-T-Shirt. Wir klingelten und waren gespannt.

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Die wtd-Collection

Auch wir verschließen unsere Augen nicht vor den modischen Trends der Zeit und bieten ab sofort wie Kollege Ludger nützliche Bekleidungsstücke mit dezentem Detektiv-Bezug. Als erstes präsentieren wir das Modell „Frauenfußball“. So transportieren Sie das runde Leder platzsparend und sicher.

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Menschliche Kälte, Wiesbaden

Wer Petra Hammesfahr für eine Krimiautorin hält, wird sich freuen zu erfahren, dass sie jetzt auch einen Nichtkrimi geschrieben hat. → „Am Anfang sind sie noch Kinder“ heißt das neue Werk. Und Susanna Gilbert-Sättele vom „Wiesbadener (!) Kurier“ urteilt: „Keine Spur mehr von Mord und Totschlag, kein Blick hinab in menschliche Abgründe zeichnet das neue Werk der beliebten Krimiautorin aus. Die Geschichte einer vom Leben gebeutelten Frau, die sich um ein Kind von der Straße kümmert, liest sich wie ein Plädoyer für mehr Nächstenliebe in einer Zeit wachsender menschlicher Kälte.“ Und das bei den Temperaturen.

Sister Sox – zwischen Himmel und Hölle

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(Die Wahrheit spricht in vielen Zungen, auch bei der kritischen Betrachtung von Kriminalromanen. Dass ein gutes Buch ein gutes Buch und ein schlechtes ein schlechtes sei, dass Literaturkritik fast schon zu den exakten Wissenschaften gehören könnte – wer dies glaubt, sei fortan, in unregelmäßigen Abständen, eines Besseren belehrt. Beginnen wir mit Max Bronskis Krimi „Sister Sox“ (Kunstmann 2006))

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Neues vom Leichenbergsteiger

Einmal im Monat tappt er durch die Wälder der fränkischen Metropole. Was ihm zwischen die Tatzen kommt, wird geschlachtet, Leichenberge türmen sich auf: David Peace: Exitus. Oliver Descosse: zerfetzt. Oliver Bottini: irgendwo zwischen Leben und Tod. Lediglich Ulrich Schmid und „eine vollständige Geschichte der Weltliteratur in 15 Rezepten“ überleben unbeschadet. Die shotguns werden mit → Kaliber38 geladen, die Nürnberger →„Plärrer“ jammern es in die Welt: „Thomas Wörtche ist’s! Der Berliner Problembär! Stoiber, huif!“

Patrick Boman: Peabody geht fischen

Es ist schwül in den indischen Kolonien, den hinterindischsten zumal, wo weder Monumentales noch Pittoreskes den Aufenthalt versüßt. Hierhin hat es zu Beginn des 20. Jahrhunderts Josephat Peabody verschlagen, den unbotmäßigen, dicken, schwitzenden und fluchenden Polizeibeamten, und was bleibt ihm anderes übrig, als sich pragmatisch durch die triefende Landschaft zu wälzen, nicht einmal die See weiß zu erfrischen.

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Blinder Spiegel

Nee, Raphael, die Sache mit der Originalgrafik, die wir dem Krimiporträt Astrid Paprotta beilegen wollten, kannste vergessen. Tut mir leid. Ja, ja, ganz neue Herangehensweise. Revolutionäre Verbindung von Kritik und Kunst. Wolltest du noch „ins Reine“ zeichnen, obwohl mir das Skizzenhafte gefällt. Jo; schmeiß in den Papierkorb. Will keiner. Schau dirs noch mal an. Hier unten. Und tschüs.
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Axels TV-Krimi-Tipps

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Hier findet man üblicherweise Axel Bußmers TV-Krimi – Tipps. Bei den Alligatoren. Und die sind…richtig: ausgeflogen sozusagen. Folglich: Was der Flimmerkasten vom 10.-23. Juni so hergibt, lässt sich ausnahmsweise → hier im pdf-Format einsehen, runterladen, ausdrucken, rahmen. Leider ohne die schönen Bildchen, die sind in Alfreds Giftschrank und der mitsamt seinem Herrn und Meister all-inklusive am Ballermann. Aber lesen kann man wenigstens.