Gameface: Four To Go

Gameface sind fürwahr Teil der alten Garde der Punkrock-Szene. Immerhin seit 1990 treiben sie ihr Unwesen. Gegründet wurde die Band von dem charismatischen Sänger Jeff Caudill. Er ist ein Vorzeige-Workaholic wie er im Buche steht. Er schreibt Songs wie Texte, kümmert sich um das Artwork seiner und anderer Bands. Das letzte Gameface-Album hieß „Always On“ und erschien im Jahr 2000 bei Revelation.

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A Static Lullaby: And Don’t Forget To Breathe

Ihre ersten Sporen hatten sich A Static Lullaby in den USA auf Tourneen mit Glassjaw, Hatebreed und Snapcase verdient. Ihr selbstproduziertes und von ihnen in Umlauf gebrachtes Demo verkaufte sich über 5000-mal. Somit wurde aus dem unbekannten Newcomer schnell ein hoch gehandelter Emo-Act. Auf Ferret Music, einem kleinen Label aus New Jersey, erscheint ihr Debütalbum „…And Don’t Forget To Breathe“.

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The Hidden Hand: Divine Propaganda

Der Betreiber dieses kleinen wie feinen Berliner Labels ist ein großer Doom-Fan der ersten Stunde. Daher darf dieses Genre nicht im Label-Programm fehlen. Er schickte bereits seine eigene Band Sheperd ins Rennen und setzt dem Doom-Wahn nun noch eins drauf. Er konnte nämlich die neue Band der Doom-Ikone Scott „Wino“ Weinrich verpflichten. Der ehemalige Saint Vitus- und Spirit Caravan-Sänger kehrt mit The Hidden Hand zurück.

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The Lost Patrol: Songs About Running Away

Aber wer wird denn gleich weglaufen? Dennis Lyxzén alias The Lost Patrol hat vielleicht Lieder übers Weglaufen geschrieben, eine ähnliche Reaktion auf seine Musik muss er keineswegs befürchten. Es sei denn, der potenzielle Käufer kann rein gar nichts mit einem guten Singer/Songwriter-Album anfangen. Der ehemalige Frontmann von Refused und heutige Kopf von The (International) Noise Conspiracy hat mit Freunden aus Bands wie eben jenen Refused und Randy ein klassisches Folk-Album aufgenommen, das keine Vergleiche mit Szenegrößen zu scheuen braucht.

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Spineshank: Self-Destructive Pattern

„Violent Mood Swings“ heißt der Hammer-Song, der das neue Album von Spineshank eröffnet. Mit einer Urgewalt drischt der Schlagzeuger auf die Felle ein, die Gitarrensaiten zittern im Stakkato, die Drum-Machine läuft mit Volldampf, der Bassist gibt alles und Sänger Jonny Santos schreit sich die schwarze Seele aus dem Hals. Einen besseren Song hätten sie nicht an den Anfang stellen können. Rotzig, laut, brutal, fast schon mit Punk-Flair donnert „Violent Mood Swings“ los und läutet ein 40-minütiges Krachgewitter ein, das zum Beispiel von dem an härtere Tool oder Deftones erinnernden Track „Smothered“ aufgelockert wird.

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22 Pistepirkko: The Nature Of 22 Pistepirkko

Seltsamer Bandname. Aber einer, der einem in den letzten Jahren unaufhörlich über den Weg lief. Ob man wollte oder nicht. 22 Pistepirkko, das ist eine Indieband aus dem Norden Europas. Wer wie viele andere bis dato nicht das Vergnügen hatte, den Sound des Trios aus Finnland näher kennen zu lernen, der sollte sich jetzt zumindest diese Doppel-CD zulegen. Auf der werden die letzten 17 von 20 Jahren Bandgeschichte kurz Revue passieren gelassen.

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Mr. Velcro Fastener Present Deep: Inside Vol. 2

Dem ersten Teil dieser Compilation-Serie, der von den beiden Kanadiern Dino und Terry zusammengestellt wurde, folgt in diesem Monat Teil zwei. Es sind keine Kanadier, sondern Finnen, die ihre Plattenschränke nach Schätzen der elektronischen Musik absuchen durften. Das Duo Mr. Velcro Fastener rekrutiert sich aus Tatu Peltonen und Tatu Metsätähti – nicht verwandt oder verschwägert mit den singenden „Russen-Lesben“ (O-Ton Bild).

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Sunday Driver: A Letter To Bryson City

In der Nähe von Bryson City nahmen Sunday Driver den Nachfolger ihrer in unseren Breitengraden eher unbekannten Debüt-EP „Third Place Prize“ auf. Die erschien bei dem Emo/Punkrock-Label Doghouse und enthielt fünf Songs. Von denen ist keiner auf ihrem ersten Album (in Deutschland von dem neugegründeten Label Make My Day lizenziert) gelandet. Wahrscheinlich liegt das daran, dass das Quartett um Frontmann Alex Martinez einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat.

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Brassy: Getting Wise

Muffin Spencer ist die Schwester von Jon. Dem mit der Blues Explosion. Das Debütalbum ihrer Band erinnerte an Bosshog-meets-Beck. Die Berliner „taz“ schrieb nach der Veröffentlichung: „Wo Sonic Youth in der Elektronik nach Verunsicherung suchen, dienen die Techniken aus dem HipHop bei Brassy allein dazu, ihren Poprock an die Neuzeit anzudocken“. Das ist drei Jahre her. Seitdem war es still um die Band. Man musste befürchten, Brassy hätten das Zeitliche gesegnet. Doch siehe da: Es gibt sie noch.

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Hope For The Children Of Iraq

Der Krieg ist vorbei, die Proteste gegen ihn gehen weiter. Zahlreiche Musiker haben sich just zusammengefunden und neue Songs, überaus interessante Coverversionen und Interpretationen eigener Songs zusammengetragen. Gewidmet ist das Unternehmen den irakischen Kindern. Es fängt mit dem berührenden Klagelied „The Beautiful Occupation“ an, das Travis extra für diese Compilation geschrieben haben.

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Bridge & Tunnel: The Great Outdoors

Tiefer gestimmte Gitarren im Einklang mit einem schleppenden Schlagzeug, obendrein ein paar Piano-Akkorde und Samples. „Don’t Die Ashamed“ präsentiert eine düstere und spannungsgeladene Mischung. Etwas anders ist „Terrible Things“. Die Stimmung bleibt zwar, aber die E-Gitarre wurde durch eine Akustische eingetauscht. Hier steht nämlich der singende Songschreiber im Vordergrund.

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M83: Dead Cities, Red Seas & Lost Ghosts

M83 – das klingt nach einem smarten Computer, der Musik generiert. Könnte sein. Obwohl M83 zwei Jungs aus dem französischen Antibes sind, deren Musik ähnelt einer elektronischen Variante der sphärischen Klanglandschaften von Mogwai und Sigur Rós. Wobei die zwölf Stücke im Vergleich zu denen der beiden genannten Bands kälter und befremdlicher wirken.

(7 Fritten)

M83: Dead Cities, Red Seas & Lost Ghosts
(Gooom/Labels/Virgin)

Little Feat: Highwire Act Live In St. Louis 2003

Blues, Prog-Rock und Hardrock haben sich Little Feat auf die Fahnen geschrieben. Seit Jahrzehnten zeigen sie auf der Bühne wie auf ihren Alben, dass sie Handwerk verstehen. So auch anlässlich der im August 2003 in St. Louis mitgeschnittenen Shows. Nicht jedermanns Sache, aber gefällig.

(5 Fritten)

Little Feat: Highwire Act Live In St. Louis 2003
(New Little Feat/Eagle Records)