Die Zeiten haben sich geändert. Heute gibt es durchaus Indiebands, die selbst bei einem Majorlabel ihren Weg unbeirrt weiter verfolgen, ohne sich dem Kommerz zum Fraß vorzuwerfen. Fezer, Peter, Boris und Stolle alias Trend gehören ohne Zweifel dazu. Ihr neuestes Album ‚Vier‘ klingt so, als sei es in einem dreckigen, mit leeren Bierdosen vermüllten Kellerproberaum aufgenommen worden.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
And You Will Know Us By The Trail Of Dead: Festival Thyme
Im Frühjahr soll ihr nächstes Studioalbum erscheinen. Bis dahin darf sich der Fan an der EP ‚Festival Thyme‘ erfreuen. Die beginnt mit dem hymnischen Song „The Bells Of Creation (Machete Mix)“. Es folgt das eher balladeske „Inland Sea“ und das eingängige, fast schon poppige Titelstück.
WeiterlesenNebula: BBC/Peel Sessions
Hierzulande sind Radioauftritte von großen Bands vielleicht schon fast normal. Bei der britischen Radio- und TV-Anstalt BBC ist es allerdings Tradition, dass regelmäßig Bands auftreten – bekannte wie unbekannte. So durften zum Beispiel die famosen Stoner Rocker Nebula zwischen 2001 und 2004 gleich drei Mal den Studios der BBC einen Besuch abstatten, um diese zu berocken.
WeiterlesenHayden: In Field And Town
Das nunmehr fünfte Album von Hayden Desser ist ein Sammelsurium an wunderschönen Folksongs. Diese hat der aus dem kanadischen Toronto stammende Singer-Songwriter auch mit einigen Rock-Einflüssen gespickt.
WeiterlesenThe Bronx: The Bronx III
Dies ist dann nun das dritte selbstbetitelte Album von The Bronx. Das kannte man in dieser Hartnäckigkeit bis dato nur von Glenn Danzig. Mehr haben The Bronx mit dem so genannten Schinkengott jedoch nicht gemein.
WeiterlesenInterview mit Peter Kember/Spectrum
Der britische Experimentalmusiker Peter Kember gründete Mitte der Achtziger mit Jason Pierce die legendäre psychedelische Rock-Band Spacemen 3. Bereits vor dem Aus dieser strebte Kember eine Solokarriere an. Dieser Tage ist er nun mit seiner Band Spectrum auf Europatournee. Unser Starreporter Kai Florian Becker bat Kember vorab um ein kurzes Gespräch.
WeiterlesenFoals: Antidotes
Auch wenn es in den letzten Wochen etwas leise um das Dance-Rock-Genre geworden ist, das uns im letzten Jahr noch die genialen Klaxons beschert hatte, tot ist der Dance-Rock noch nicht. Der neueste Beweis: das Quintett Foals aus Oxford. Sie gehören zu der Progressiv-Fraktion der Dance-Rocker. Mit Bläsern, abenteuerlichen Breaks, Samples und dem obligatorischen Händeklatschen haben sie ihre quirligen Songs versetzt, um jeden Anflug von Langeweile gleich im Keim zu ersticken.
WeiterlesenBlood Red Shoes: Box Of Secrets
Gott sei Dank haben Blood Red Shoes für uns ihre Schatzkiste geöffnet und uns in ihr stöbern lassen. Diese birgt nämlich viele Überraschungen in Form wunderschöner, nur auf den ersten Blick sperriger Lieder. Wegen ihrer Konstellation (eine Frau und ein Mann) stehen Blood Red Shoes in einer Reihe mit The White Stripes und The Kills. Musikalisch verbindet sie auf jeden Fall auch die Vorliebe für karg instrumentierte Rock-Songs.
WeiterlesenBlackmail: Tempo Tempo
Irgendwas muss im Koblenzer Wasser sein. Vielleicht liegt es ja an dem Gemisch aus Mosel- und Rheinwasser? Das wäre zumindest eine Erklärung dafür, warum Blackmail, die ja aus Koblenz und Umgebung stammen, seit Jahren Champions League-reife Performances abliefern.
WeiterlesenParamount Styles: Failure American Style
Girls Against Boys (GVSB), der eine oder andere wird diese fantastische New Yorker Noise Rock-Band noch kennen, gibt es tatsächlich noch. Sie hatte gerade noch einige Konzerte in Europa gegeben (u.a. in Spanien und Griechenland). Das letzte Studioalbum stammt allerdings aus dem Jahr 2002. Ihr Frontmann Scott McCloud hat gerade das Debütalbum seines neuen Projekts Paramount Styles veröffentlicht.
WeiterlesenLive: Portishead
Köln, Palladium, 6.4.2008
Die Zeitmessung in der Popmusik ist gemeinhin eine andere. Elf Jahre kein neues Studioalbum zu veröffentlichen, da ist das Karriereende eigentlich schon vollzogen. Nicht so im Fall von Portishead. Ende des Monats wird deren drittes Album, schlicht „Third“ betitelt, erscheinen. Der Vorgänger „Portishead“ erblickte 1997 das Licht der Welt. Diese unendlich lange erschienene Pause war der Karriere des Trios aus Bristol erstaunlicherweise nicht abträglich. Am Sonntag gewährte die Band im ausverkauften Kölner Palladium erste Einblicke in das neue Werk.
WeiterlesenRodney Hunter: Hunterville
Wien mal wieder. Rodney Hunter wurde eigentlich in den USA geboren, lebt aber seit einigen Jahren in der österreichischen Metropole, deren Sound er längst adaptiert hat. Hunter ist in einem Atemzug mit Peter Kruder, Richard Dorfmeister und Konsorten zu nennen. Zumal er sein zweites Album auf dem von Kruder & Dorfmeister gegründeten Label G-Stone veröffentlicht. ‚Hunterville‘ ist tanzbare Gemütlichkeit.
WeiterlesenFarryl Purkiss
Farryl Purkiss ist in Südafrika ein gefeierter Mann. Für sein Debütalbum „Chapter One“ wurde der Singer/Songwriter für den südafrikanischen Musikpreis SAMA nominiert. Leider gewann er ihn nicht. Nach Tourneen in seiner Heimat, in Downunder und in Japan begann er die Arbeiten an seinem zweiten Album.
WeiterlesenPolaroid Liquide
Polaroid Liquide wecken in den ersten Takten des Albumauftakts eine Erwartung, die sie später nicht einzulösen gedenken. Denn „Quiet For The Start“ erinnert (zumindest anfangs) an den Postrock von Mogwai. Doch irgendwann wird die instrumentale Idylle von Gesang durchbrochen und der Hörer tut gut daran, sich flugs neu zu orientieren.
WeiterlesenRoad: Can’t Talk
Das Interesse an diesem Album ist allein schon wegen der vielen Gastsängerinnen und -sängern groß: Terry Callier ist mit dabei, so wie auch Earl Zinger, Lucy Jules (Brand New Heavies) und Elliot May (Basement Jaxx). Obendrein steht da im Infotext der Plattenfirma noch dieser unglaubliche (und ungläubige!) Neugier weckende Satz: „Die Band klingt wie Massive Attack auf einem Trip durch Brasilien und Afrika, mit dem Soul von Terry Callier und dem rauen Funk der Gorillaz im Gepäck“.
WeiterlesenThe A-Z Of Bestival 2007
Rob Da Bank, Radio-DJ bei BBC Radio 1, kam in diesem Jahr die Ehre zuteil, das Programm für das dritte „Bestival“ auf der Isle Of Wight zusammen zu stellen. Für den Macher des Festivals natürlich kein Problem. Er pickte sich ganz einfach die angesagtesten Acts aus dem breiten Spektrum des Electro heraus. Diese sind nun auf dem Sampler ‚The A-Z Of Bestival 2007‘ zu finden, der im Nachhinein auf den Markt kommt – natürlich auf Rob Da Banks Label Sunday Best.
WeiterlesenFair To Midland: Fables From A Mayfly
Fair To Midland haben einen angesehenen Mentor: Sej Tankiian, Frontmann von System Of A Down. Der nahm die Band für sein Label Serjical Strike unter Vertrag, weil er die Mischung aus Nu Metal und progressiven Anteilen mag. Wieso auch nicht, schließlich machen seit Jahren System Of A Down eine ähnliche Musik und das mit großem Erfolg.
WeiterlesenPanda: Tretmine
Diese Band wird polarisieren. Nicht wegen der Musik. Aber wegen Frontfrau Anna Fischer, die so wunderschön berlinert und in ihren frechen Texten kaum ein Blatt vor den Mund nimmt. Wenn sie ruft „Jeht Kacken“, dann nimmt man ihr das ab. Sie ist ja Profi. Denn bekannt ist Fischer weniger als Sängerin denn als Schauspielerin aus der TV-Serie „Berlin, Berlin“ und der phantastischen ZDF-Mini-Krimiserie „KDD – Kriminaldauerdienst“. Für ihre Rolle in „Liebeskind“ erhielt sie 2006 sogar den renommierten Max-Ophüls-Preis. Jetzt singt sie auch beziehungsweise schreit leicht hysterisch.
WeiterlesenRaging Speedhorn: Before The Sea Was Built
Raging Speedhorn melden sich anno 2007 in etwas veränderter Besetzung zurück. Ein neuer Sänger und ein neuer Bassist sind nunmehr dabei. Diese Besetzungswechsel haben dem Sextett mit den zwei Sängern allerdings verdammt gut getan. ‚Before The Sea Was Built‘ ist düster, aggressiv und brutal zugleich. Da werden Erinnerungen an die manischen Phasen von Neurosis, das Spielerische von Tool und das Wuchtige der Deftones wach.
WeiterlesenCommon: Finding Forever
Lonnie Rashid Lynn, besser bekannt als Common, hat gerade sein viertes Album ‚Finding Forever‘ veröffentlicht. Das könnte ihn in noch höhere Sphären katapultieren als er sich sowieso schon befindet. Entstanden sind die Songs unter der Regie des Produzenten, der Common schon das mit vier Grammys prämierte Vorgängeralbum ‚Be‘ bescherte: Kanye West (siehe auch die Kritik zu dessen neuem Album → Graduation).
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