Trend: Vier

Die Zeiten haben sich geändert. Heute gibt es durchaus Indiebands, die selbst bei einem Majorlabel ihren Weg unbeirrt weiter verfolgen, ohne sich dem Kommerz zum Fraß vorzuwerfen. Fezer, Peter, Boris und Stolle alias Trend gehören ohne Zweifel dazu. Ihr neuestes Album ‚Vier‘ klingt so, als sei es in einem dreckigen, mit leeren Bierdosen vermüllten Kellerproberaum aufgenommen worden.

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Nebula: BBC/Peel Sessions

Hierzulande sind Radioauftritte von großen Bands vielleicht schon fast normal. Bei der britischen Radio- und TV-Anstalt BBC ist es allerdings Tradition, dass regelmäßig Bands auftreten – bekannte wie unbekannte. So durften zum Beispiel die famosen Stoner Rocker Nebula zwischen 2001 und 2004 gleich drei Mal den Studios der BBC einen Besuch abstatten, um diese zu berocken.

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Foals: Antidotes

Auch wenn es in den letzten Wochen etwas leise um das Dance-Rock-Genre geworden ist, das uns im letzten Jahr noch die genialen Klaxons beschert hatte, tot ist der Dance-Rock noch nicht. Der neueste Beweis: das Quintett Foals aus Oxford. Sie gehören zu der Progressiv-Fraktion der Dance-Rocker. Mit Bläsern, abenteuerlichen Breaks, Samples und dem obligatorischen Händeklatschen haben sie ihre quirligen Songs versetzt, um jeden Anflug von Langeweile gleich im Keim zu ersticken.

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Blood Red Shoes: Box Of Secrets

Gott sei Dank haben Blood Red Shoes für uns ihre Schatzkiste geöffnet und uns in ihr stöbern lassen. Diese birgt nämlich viele Überraschungen in Form wunderschöner, nur auf den ersten Blick sperriger Lieder. Wegen ihrer Konstellation (eine Frau und ein Mann) stehen Blood Red Shoes in einer Reihe mit The White Stripes und The Kills. Musikalisch verbindet sie auf jeden Fall auch die Vorliebe für karg instrumentierte Rock-Songs.

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Paramount Styles: Failure American Style

Girls Against Boys (GVSB), der eine oder andere wird diese fantastische New Yorker Noise Rock-Band noch kennen, gibt es tatsächlich noch. Sie hatte gerade noch einige Konzerte in Europa gegeben (u.a. in Spanien und Griechenland). Das letzte Studioalbum stammt allerdings aus dem Jahr 2002. Ihr Frontmann Scott McCloud hat gerade das Debütalbum seines neuen Projekts Paramount Styles veröffentlicht.

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Live: Portishead

Köln, Palladium, 6.4.2008

Die Zeitmessung in der Popmusik ist gemeinhin eine andere. Elf Jahre kein neues Studioalbum zu veröffentlichen, da ist das Karriereende eigentlich schon vollzogen. Nicht so im Fall von Portishead. Ende des Monats wird deren drittes Album, schlicht „Third“ betitelt, erscheinen. Der Vorgänger „Portishead“ erblickte 1997 das Licht der Welt. Diese unendlich lange erschienene Pause war der Karriere des Trios aus Bristol erstaunlicherweise nicht abträglich. Am Sonntag gewährte die Band im ausverkauften Kölner Palladium erste Einblicke in das neue Werk.

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Rodney Hunter: Hunterville

Wien mal wieder. Rodney Hunter wurde eigentlich in den USA geboren, lebt aber seit einigen Jahren in der österreichischen Metropole, deren Sound er längst adaptiert hat. Hunter ist in einem Atemzug mit Peter Kruder, Richard Dorfmeister und Konsorten zu nennen. Zumal er sein zweites Album auf dem von Kruder & Dorfmeister gegründeten Label G-Stone veröffentlicht. ‚Hunterville‘ ist tanzbare Gemütlichkeit.

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Farryl Purkiss

Farryl Purkiss ist in Südafrika ein gefeierter Mann. Für sein Debütalbum „Chapter One“ wurde der Singer/Songwriter für den südafrikanischen Musikpreis SAMA nominiert. Leider gewann er ihn nicht. Nach Tourneen in seiner Heimat, in Downunder und in Japan begann er die Arbeiten an seinem zweiten Album.

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Polaroid Liquide

Polaroid Liquide wecken in den ersten Takten des Albumauftakts eine Erwartung, die sie später nicht einzulösen gedenken. Denn „Quiet For The Start“ erinnert (zumindest anfangs) an den Postrock von Mogwai. Doch irgendwann wird die instrumentale Idylle von Gesang durchbrochen und der Hörer tut gut daran, sich flugs neu zu orientieren.

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Road: Can’t Talk

Das Interesse an diesem Album ist allein schon wegen der vielen Gastsängerinnen und -sängern groß: Terry Callier ist mit dabei, so wie auch Earl Zinger, Lucy Jules (Brand New Heavies) und Elliot May (Basement Jaxx). Obendrein steht da im Infotext der Plattenfirma noch dieser unglaubliche (und ungläubige!) Neugier weckende Satz: „Die Band klingt wie Massive Attack auf einem Trip durch Brasilien und Afrika, mit dem Soul von Terry Callier und dem rauen Funk der Gorillaz im Gepäck“.

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The A-Z Of Bestival 2007

Rob Da Bank, Radio-DJ bei BBC Radio 1, kam in diesem Jahr die Ehre zuteil, das Programm für das dritte „Bestival“ auf der Isle Of Wight zusammen zu stellen. Für den Macher des Festivals natürlich kein Problem. Er pickte sich ganz einfach die angesagtesten Acts aus dem breiten Spektrum des Electro heraus. Diese sind nun auf dem Sampler ‚The A-Z Of Bestival 2007‘ zu finden, der im Nachhinein auf den Markt kommt – natürlich auf Rob Da Banks Label Sunday Best.

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Panda: Tretmine

Diese Band wird polarisieren. Nicht wegen der Musik. Aber wegen Frontfrau Anna Fischer, die so wunderschön berlinert und in ihren frechen Texten kaum ein Blatt vor den Mund nimmt. Wenn sie ruft „Jeht Kacken“, dann nimmt man ihr das ab. Sie ist ja Profi. Denn bekannt ist Fischer weniger als Sängerin denn als Schauspielerin aus der TV-Serie „Berlin, Berlin“ und der phantastischen ZDF-Mini-Krimiserie „KDD – Kriminaldauerdienst“. Für ihre Rolle in „Liebeskind“ erhielt sie 2006 sogar den renommierten Max-Ophüls-Preis. Jetzt singt sie auch beziehungsweise schreit leicht hysterisch.

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Raging Speedhorn: Before The Sea Was Built

Raging Speedhorn melden sich anno 2007 in etwas veränderter Besetzung zurück. Ein neuer Sänger und ein neuer Bassist sind nunmehr dabei. Diese Besetzungswechsel haben dem Sextett mit den zwei Sängern allerdings verdammt gut getan. ‚Before The Sea Was Built‘ ist düster, aggressiv und brutal zugleich. Da werden Erinnerungen an die manischen Phasen von Neurosis, das Spielerische von Tool und das Wuchtige der Deftones wach.

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Common: Finding Forever

Lonnie Rashid Lynn, besser bekannt als Common, hat gerade sein viertes Album ‚Finding Forever‘ veröffentlicht. Das könnte ihn in noch höhere Sphären katapultieren als er sich sowieso schon befindet. Entstanden sind die Songs unter der Regie des Produzenten, der Common schon das mit vier Grammys prämierte Vorgängeralbum ‚Be‘ bescherte: Kanye West (siehe auch die Kritik zu dessen neuem Album → Graduation).

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