No Angels: Elle`ments

Wer braucht schon all die Girl Groups aus England oder den USA, wenn auch Deutschland eine überaus interessante und unterhaltsame All-Girl Gruppe auf die Beine stellen kann? Das meine ich im Ernst. No Angels sind kein Abfallprodukt des Fernsehens. Es läuft doch immer so: Casting, Probeaufnahmen, Promotion, Platte, Video – Bang! Nur kriegen wir sonst nie mit, was hinter den Kulissen vor sich geht.

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Tindersticks: Trouble Every Day

Dem Soundtrack nach zu urteilen, handelt es sich bei „Trouble Every Day“ um einen ruhigen, tief-traurigen Film. Wahrscheinlich geht es um eine ausweglose Beziehungskiste, die tragisch und schockierend endet. Da hätte die Wahl der Musikgestaltung nicht besser fallen können. Tindersticks sind bekannt für ihre musikalische Neigung zur Klassik, ihre schwelgerische Ader, die in Pathos und Tragik zu versinken droht.

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Popium: Popium

Ganz große, bezaubernde Gitarren-Popmusik aus Norwegen. Popiums selbstbetiteltes Album weckt unter anderem Erinnerungen an Beach Boys, The Beatles, Oasis und Blumfeld (kein Scherz!). Frank Hammersland, der alle Songs im Alleingang geschrieben hat, muss ein Genie sein. Anders ist der sofortige Drang mitzusingen und zu tanzen nicht zu erklären.

(9 Fritten)

Popium: Popium
(Music Network/Zomba)

Rhoff: La Vie Avant La Mort

Das Leben vor dem Tode – wie mag das in den Augen eines Pariser Jungsporns aussehen? Rhoff (jamaikanischer Slang für rough, also rau, hart) hat radikale Antworten auf diese Frage, die ihm in seiner Heimat immer wieder Ärger mit den Radiosendern garantieren. Meist mimt er den Hardcore-Rapper; ab und an aber lässt er die Aggressionen beiseite und rappt sich durch einen Funk/Soul-Track.

(6 Fritten)

Rhoff: La Vie Avant La Mort
(EMI)

No Curfew: If

Wären wir doch alle wieder 18 Jahre, dann könnten wir vielleicht verstehen, warum diese jugendliche, drittklassige College Rock-Band unter Vertrag genommen wurden. Machen sie doch genau dasselbe, was ihre Kollegen mit Flaum seit Jahr und Tag machen. Außerdem: Wer singt heute noch über kiffende Mitschüler, Eltern und Dinge, die man nicht tun sollte, die aber ungemein Spaß machen?

(4 Fritten)

No Curfew: If
(Polydor)

No Use For A Name: Live In A Dive

Die erste CD aus einer Reihe von Live-Alben auf Fat Wreck. No Use For A Name (mit Comic im Booklet) machen ihre Sache gut, punkrocken das Haus und peitschen die Menge zu Höchstform an. Jedes Bandmitglied durfte seine Faves zur Setlist beisteuern und obendrein das Misfits-Cover „Martian“ und „Redemption Song“ von Bob Marley.

(6 Fritten)

No Use For A Name: Live In A Dive
(Fat Wreck/SPV)

Embrace: If You’ve Never Been

Es ist aus dem Titel nicht klar ersichtlich, was man wohl noch nicht war. Traurig? Betroffen? Einsam? Verloren vielleicht? Wahrscheinlich, nimmt man die einfühlsame, epische Musik auf dem neuen Album der Band aus Yorkshire als Maßstab. Episch und auch bombastisch. Die Songs wurden bis kurz vorm Platzen zu prachtvollen Epen aufgeblasen, die über die Felder hallen, bis weit in die nächste Stadt hinein.

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Mariah Carey: Glitter

Die psychischen Probleme der Popsirene Mariah Carey scheinen schwerwiegender zu sein, als angenommen. Sie ließ vor einiger Zeit verlauten, ausgebrannt und erschöpft zu sein. Was verständlich ist, arbeitete sie zeitgleich an dem Film „Glitter“ (ab 15. November in europäischen Kinos zu sehen) und dem gleichnamigen Album, das die Musik für das Stück Zelluloid stellen wird. Andererseits könnte man ihr auch vorwerfen, vom vielen Posen – Brüste und Po raus, Bauch rein! – ausgelaugt zu sein. Aber lassen wir das.

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Tori Amos: Strange Little Girls


„Strange Little Girls“ist kein Märchenalbum, das Sagen über seltsame, kleine Mädchen verbreitet. Ebenso wenig ist es ein gewöhnliches Studioalbum einer Frau, die über Jahre hinweg mit ihrer Musik nicht nur Männerherzen verzaubert hat. Die rothaarige Sängerin Tori Amos hat sich ein neues Konzept zurechtgelegt, um den Tour-Studioalbum-Tour-Zirkel aufzulockern: Man nehme Songs männlicher Künstler und packt diese auf eine Platte.

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