Der ein oder andere mag die deutschen Newcomer Gascoine bereits kennen. Sie hatten bis dato die Chance im Vorprogramm von Nebula, Payola, Waltari und Roadsaw aufzutreten. Bei dieser Gelegenheit sollten sie eigentlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Ihr Minialbum legt zumindest die Vermutung nahe, dass das Stuttgarter Quartett auf der Bühne nichts unversucht lässt, das Haus zu rocken.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
Reiziger: My Favourite Everything
Reiziger kennen sich aus im Emo-Bereich und haben auf ihrem zweiten Album „My Favourite Everything“ so jede Strömung dieses Genre zitiert, die man sich vorstellen kann. Die Belgier haben – wie man unschwer erkennen kann – Vorbilder wie Captain Jazz, Karate, Van Pelt und auch Slint, deren Einfluss besonders bei Postrockern herauszuhören ist.
WeiterlesenMumble & Peg: All My Waking Moments In A Jar
Erik Carter, der Drahtzieher in der kalifornischen Band Mumble & Peg, kommt aus dem Noiserock-Umfeld. Allerdings ist davon nicht mehr viel zu hören. Das zweite Album „This Ungodly Hour“ war schon pechschwarz, beklemmend und akustisch angelegt. Der Nachfolger „All My Waking Moments In A Jar“ ist zwar wieder etwas lauter, dennoch weit vom Krach vergangener Tage entfernt.
WeiterlesenMaldoror: She
Stellen sie sich vor, da trifft sich ein genialer Musiker aus Kalifornien, der zuvor in einer überaus bekannten und einflussreichen Band gesungen hat, mit einem durchgeknallten Japaner und sie beschließen, gemeinsame Sache zu machen. Eine Sache, die es in sich hat.
WeiterlesenPhat World (12)
Dieses Mal hörte ich mir (größtenteils mit Freude) All Natural, Erykah Badu, Jeep Beat Collective, Lone Catalysts, M-Boogie, J. Rawls, Self Scientists, Shyheim, Denyo, Jan Delay und Red Ribbon Beatz (Sampler) an.
WeiterlesenClutch: Pure Rock Fury
Einen gewaltigen, mächtig schweren und nach literweise Schweiß riechenden Brocken Rock, werfen uns Clutch aus heiterem vor die verstaubten Füße, mit denen wir wochenlang durch die Rockwüste geirrt sind auf der Suche nach der nächsten Oase. Und da stehen wir vor der gesuchten Offenbarung. Sie liegt vor uns. Alles hat sich erneut zum Guten gewandt. Wir lächeln und beißen rein in „Pure Rock Fury“. Der Name ist Programm. Programmer kann er gar nicht sein. Da fliegen die Fetzen, da schwingt keine Saite nicht mit. Tiefer, dreckiger, bestimmter, gnadenloser Rock, wie er lange nicht mehr an unser Ohr drang.
WeiterlesenWilliam Orbit: Remixed By…
Man sollte seinen Namen eigentlich kennen. Egal, welchem Genre man sich zugehörig fühlt. William Orbit ist ein bekannter Produzent und Remixer, der vor allem durch die Produktionen mit Madonna für Aufsehen sorgte. Die Serie „Remixed By…“, kompiliert von Karl Bartos, widmet sich in ihrer ersten Ausgabe Orbit, der seit Jahren ein Gespür für hippe Sounds hat. Von ihm vollends überzeugt waren Depeche Mode, denen Orbit einen wunderbaren Remix zu „Walking In My Shoes“ zimmerte.
WeiterlesenInterview: Götz Alsmann
Ich bin nicht so der Dusch-Typ.
Ein Telefoninterview mit Götz Alsmann, dem vielleicht besten Entertainer Deutschlands. Ob mit der TV-Sendung „Zimmer Frei“ im WDR, den Radio-Shows „Go, Götz, Go!“ (WDR 4) und „Jazz“ (WDR 3) oder mit Band auf der Bühne, Alsmann kann und will die Menschen begeistern. Die wiederum danken es ihm, schalten TV und Radio regelmäßig ein oder sorgen dafür, dass seine Konzerte fast immer ausverkauft sind.
WeiterlesenTom McRae: Tom McRae

„Don’t call him a one-man Radiohead“, heißt es warnend im Magazin „Q“. Aber warum denn auch. Tom McRae, einer der zur Zeit vielen und fleißigen britischen Songschreiber, ist mit das Beste, was in den letzten Jahren aus Großbritannien zu uns rübergeschwappt ist. Seine Musik fesselt einen von der ersten Sekunde an, fasziniert dich, zerreißt deine Seele und näht sie in unzähligen Hördurchgängen mühsam wieder zusammen. Das fängt mit dem tieftraurigen und düsteren Opener „You Cut Her Hair“ an. Ein Song, der von McRaes Besuch im Konzentrationslager von Dachau überschattet ist. Dort sah er ein Foto mit einer jungen Jüdin, der man den Kopf kahlgeschoren hatte. Er war schockiert und konnte es nicht fassen, wie respektlos ein Mensch sein kann. Und genau dieses Gefühl vermittelt das Stück zielsicher.
WeiterlesenMustasch: The True Sound Of The New West
Stoner Rock und kein Ende. Auch die vier Skandinavier von Mustasch wollen mit ihrer EP gehört werden. Sie machen das, was man von Bands dieser Gattung nicht anders erwartet: Bass und Gitarre runterstimmen, grooven, erkennbare und leider auch allseits bekannte Melodien und Harmonien runterdudeln und grimmig bis obercool dreinschauen.
(5 Fritten)
Mustasch: The True Sound Of The New West
Majesty/EMI
Aim: Hinterland
Die Musik von DJ und Beatschmied Andy Turner ist nicht nur HipHop oder Easy Listening; auch nicht purer TripHop. Turner versucht sich an vielem und zaubert ein Werk, das mit wunderschönen orchestralen, jazzigen oder funkigen Samples die Seele massiert und sich jeder Stimmung anpasst.
(8 Fritten)
Aim: Hinterland
Grand Central/Zomba
Sepultura: Nation
Jetzt gilt es allerspätestens zu zeigen, dass der Werggang von Sänger, Familien- und Bandmitglied Max Cavalera keine nicht wieder zu kittenden Risse im Firmament von Sepultura hinterlassen hat. „Nation“ heißt das zweite Album der brasilianischen Band, auf dem Derrick Greene am Mikrophon zu hören ist. Er, der nach längerer Suche Max Cavalera zu ersetzen wusste, entpuppt sich als gute Wahl.
WeiterlesenLadytron: 604
Liverpool, just zur Hauptstadt des Pop ernannt, ist – der Beweis ist erbracht – vom Achtziger-Boom erfasst. Ladytron ist Elektro-meets-Synthiepop mit zwei bezaubernd klingenden Sängerinnen.
(6 Fritten)
Ladytron: 604
(Invicta Hi-Fi/Labels/Virgin)
PutIn Out: Finest Tunes From Saint Petersburg
Nicht nur in Deutschland, Österreich und Frankreich wird erstklassige Elektronik-Musik fabriziert, auch in Sankt Petersburg weiß man, wie man mit Sequenzern, Samplern und anderem elektronischem Spielzeug umgeht. Die Compilation „PutIn Out“ bietet einen ersten Einblick in diese umtriebige Szene, die zu den innovativsten Russlands zählen soll.
WeiterlesenTantric: Tantric
Maverick, finanziell etwas angeschlagenes US-Label, versucht den Grunge aufleben zu lassen. Drei ehemalige Days Of The New-Musiker zusammen mit Sänger Hugo Ferreira blicken zurück auf eine Zeit der abgeschnitten Jeanshosen, langen Mähnen und Holzfällerhemden. Ob das mehr Geld bringt, wenn man Alice In Chains nacheifert?
(4 Fritten)
Tantric: Tantric
(Maverick/Wea)
Fantomas: Amenza Al Mundo
Völlig vom wilden Affen gebissen sind Fantomas. Die Band – mit so namhaften Musikern wie Mike Patton (ex-Faith No More, Mr. Bungle), Dave Lombardo (ex-Slayer), Buzz Osbourne (Melvins) und Trevor Dunn (Mr. Bungle) – geht ganz nah ran an die Grenzen dessen, was man so gemeinhin unter Musik versteht.
WeiterlesenSugababes: One Touch
Da sind sie also, die drei hübschen Schülerinnen aus England, die es von der Schulbank direkt in die glitzernde Welt des Pop geschafft haben und bei denen man als Mann manchmal doch Gewissensbisse bekommt, ob man nicht irgendwie pädophil ist.
WeiterlesenMotorpsycho: Barracuda
Neu ist das Material des gerade veröffentlichten Mini-Albums „Barracuda“ ja nun nicht mehr. Es wurde bereits zwischen Februar und Mai 1999 aufgenommen und erst jetzt unters Volk gebracht. Das sollte aber nicht weiter stören, denn zum einen sind hier echte Profis am Werk, die eigentlich immer ein bis zwei Scheiben zur Sicherheit in petto haben und diese auch mehr als regelmäßig auf den Markt werfen. Zum anderen bürgen die Trondheimer für Spitzenqualität – zumindest wenn sie nicht gerade wieder ihre Energie in ein etwas sperriges Livealbum investieren (wie zuletzt geschehen). Aber lassen wir das.
WeiterlesenStoned: Stoned
Eine der wenigen schwedischen Melodycore-Bands, die anscheinend den Boom vor ein paar Jahren irgendwie doch überlebt und überstanden hat und sich noch nicht verdrossen aufgelöst hat. Nach den Alben „Partysongs“ (1994), „Music For The Morons“ (1995), „Ed’s Diner“ (1997) und „Way Back In The Day“ (1999), haben Stoned in diesem Monat ihr neuestes und nach sich selbst betiteltes Werk nachgeschoben.
WeiterlesenJohn Frusciante: To Record Only Water For Ten Days
John Frusciante ist hauptberuflich Gitarrist der Red Hot Chili Peppers. Obwohl, besser trifft auf ihn die Bezeichnung Songschreiber zu. Er ist einer der besonderen Sorte, denn er hat das gewisse Etwas. Das ist den RHCP-Alben „Blood, Sugar, Sex, Magic“ und „Californication“ unweigerlich anzuhören. Leider nur investiert er manchmal zu viel Energie in seine Musik und zerstört damit sich selbst. Seine langjährige Heroinsucht ist ein Zeugnis davon. Es scheint, dass er sie mittlerweile im Griff hat und das wünsche ich ihm von Herzen. Frusciante ist einfach ein zu begnadeter Songschreiber.
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