Dieses Album ist ein Segen. Nein, Will Oldham ist ein Segen. Der Mann, der uns bereits so wunderbare wie irritierende Alben unter den Pseudonymen Palace, Palace Bros., Palace Music, Palace Songs oder auch Will Oldham überlassen hat, hat wieder zugeschlagen. Zum zweiten Mal als Bonnie „Prince“ Billy übrigens.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
Lydia Lunch: Champagne, Cocaine& Nicotaine Stains
Der Titel sagt schon alles: eine 5-Track-EP für den Tag nach einer langen Nacht. Auflegen, entspannen, rekapitulieren, Kaffe aufstellen, Zigarette an und die Zeitung lesen. Verspielter TripHop mit Indie- und Big Band-Anleihen, der den Raum mit Wärme erfüllt und den Kopf mit vielen Bildern sexueller Stimulanz. Lydia Lunch sei dank.
(8 Fritten)
Lydia Lunch With The Anubian Lights: Champagne, Cocaine& Nicotaine Stains Crippled Dick Hot Wax/EFA
Rage Against The Machine: Renegades
Im Grunde ist es zu schade, dass es Rage Against The Machine in der über Jahre bekannten Form, sprich mit dem Charismatischen Sänger Zack De La Rocha in ihren Reihen, nicht mehr gibt. Auf der anderen Seite soll man aufhören bevor es mit dem Fahrstuhl im Sturzflug zurück auf den Boden geht. Was nicht heißen soll, RATM hätten je den Boden unter den Füssen verloren. Ganz im Gegenteil: Je länger sie dabei und je erfolgreicher sie waren, desto mehr haben sie sich gegen Ungerechtigkeit und Rassismus eingesetzt.
WeiterlesenPhat World (11)
1. Februar 2001: Auf dem Plattenteller lagen und im CD-Player zirkulierten Bone Thugs-n-Harmony, Funkmaster Flex, Lina, Metabolics, Jill Scott, Wu-Tang Clan und Xzibit. Nicht zu vergessen ABS, Digger Dance und Pyranja.
WeiterlesenSnow Patrol: Ask Me How I Am
Treffen sich zwei Hunde am Strand. Sagt der eine: Frag mich mal, wie es mir geht… Okay, lassen wir die Albernheiten und kommen zur Sache. Snow Patrol sind bei Jeepster unter Vertrag, sie rekrutieren sich meines Wissens nach aus dem Umfeld von Belle & Sebastian.
WeiterlesenWarhorse: As Heaven Turns To Ash
Das Cover von „As Heaven Turns To Ash“ und der Titel des Debütwerkes deuten auf bekloppte Satanisten oder Black Metal-Freaks hin. Weit gefehlt. Warhorse verstehen sich als waschechte Doomer, denen kein Riff zu langsam, kein Schlagzeug zu mächtig und kein Gesang zu grunzend ist.
WeiterlesenSzenen einer Ehe (7)
Upps, wie konnte das nur passieren? Ich bin aber auch enttäuscht von Ihnen, meine werten Leser und Leserinnen. Warum haben Sie nicht sofort nachgehakt und sich beschwert? Dann hätte ich nie und nimmer vergessen, von meiner Flitterwoche auf Djerba zu berichten. Von diesem schicken, mit Marmor ausstaffierten Luxushotel, der dazugehörigen überdimensionalen Poolanlage, dem bezaubernden Wetter mit seinen Mittzwanziger-Temperaturen, dem Sandstrand, dem Büffet, das mir morgens und abends das Füllen meines Magens erleichterte, dem fast schon penetrant netten Dienstpersonal, das einem jeden Wunsch von den Lippen abzulesen imstande war, dem türkischen Bad, dem Ausritt meiner Frau, dem idyllischen Golfplatz, den wir nur betraten, um uns vom übernetten Hotelfotograf ein paar „kitschige Fotos“ (O-Ton meiner Schwiegereltern) schießen zu lassen…
WeiterlesenGodspeed You Black Emperor! – Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven
Man sollte sich von gängigen Modellen der Gitarrenmusik lösen, tastet man sich an Godspeed You Black Emperor! heran. Sie haben eine ungewöhnliche Auffassung von melodischer Rockmusik. Ihr neues Album „Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven“ wird einen auf eine Reise in ein entferntes und unbekanntes Terrain entführen. Es sei denn, man ist bereits mit „Kid A“ von Radiohead oder den Veröffentlichungen von Sigur Ros oder Mogwai vertraut. Dann ist zu erahnen, was einem gutes widerfahren könnte. Egal ob Post-Rock, epischer Rock, orchestrale Instrumental- oder sphärische Filmmusik, eine adäquate Schublade muss für GYBE! erst noch gezimmert werden.
Weiterlesena.c. acoustics: Understanding Music

Sie gehören zum festen Bestandteil der schottischen Musikszene, die derzeit auf den Eckpfeilern Arab Strap, Mogwai, The Degados, Belle & Sebastian und Looper aufgebaut ist. Fast alle genannten entstammen der kulturellen Metropole Schottlands: Glasgow. So auch a.c. acoustics, die sich 1990 gegründet haben und dank John Peel in Großbritannien schnell einen Namen hatten. Der Kult-DJ spielte ihre Peel Session gleich dreimal. Das können nur wenige Bands von sich behaupten.
WeiterlesenFatboy Slim: Halfway Between The Gutter And The Stars

Jegliche Skepsis ist unangebracht. Norman Cook alias Fatboy Slim, DJ und Ehegatte der Radio 1-Moderatorin Zoë Ball, hat es wieder einmal geschafft, ein erstklassiges Album zu produzieren. Allerdings eines, dem man mehr Zeit widmen sollte als braucht, um einen Apfel zu schälen oder eine 5 Minuten-Terrine aufzukochen. Unter drei Gängen sollte man nicht vom Tisch gehen dürfen.
WeiterlesenHim: Our Point Of Departure

Obacht: Nicht mit den geschminkten skandinavischen Gruftrockern zu verwechseln. Hierbei handelt es sich nämlich um richtige Musik, die alles andere als charttauglich ist. Him sind Doug Scharin, Fred Erskine, Sean Meadows, Josh LaRue, Carlo Cennamo und Jon Theodore und firmieren auch unter dem Namen Him 0044.
WeiterlesenBlur: The Best Of Blur
Irgendwie seltsam, dass die Oasis-Live-Platte fast zeitgleich mit der Retrospektive ihrer ewigen Konkurrenten Blur auf den Markt kommt. Nun, zumindest Blur haben einen triftigen Grund, diese Best Of-Scheibe auf den Markt zu werfen. Nein, es ist nicht wegen des Weihnachtsgeschäfts, aber wohl wegen der Ankündigung, auf alte Tracks in Zukunft zu verzichten und sich auf der Bühne ausschließlich auf neues Material zu konzentrieren. Ob Damon Albarn da nicht den Mund zu voll nahm, wird sich zeigen.
WeiterlesenNine Inch Nails: Things Falling Apart
Es klingt absurd, aber alles Drehen und Wenden macht keinen Sinn. „Fragile“, das mächtige Doppel-Album von Trent Reznors Band Nine Inch Nails, enttäuschte viele Fans und konnte die hochgesteckten Erwartungen nicht im geringsten erfüllen. Ob es in einem solchen Fall sinnig ist, Remixe einiger Tracks Monate später zu veröffentlichen, darf angezweifelt werden.
WeiterlesenV.A.: Looking Back
‚Looking Good‘, Sublabel von ‚Good Looking‘, verwöhnen uns derzeit mit hochklassigen Samplern. Da macht „Looking Back“ keine Ausnahme. Ob der Opener „Streams“ von Nu-Moon, „In The Area“ von Ils & Solo (erinnert verdammt an die Remix-Scheibe „The Spirit Of Vampyros Lesbos“ auf ‚Crippled Dick Hot Wax‘), „Waveforms“ von Seba & Lotek oder „Too High“ von Rantoul, alle Tracks reißen mit und faszinieren durch ihre einzigartig aufgebaute Atmosphäre bestehend aus typischen LTJ Bukem-Beats, flächigen, sphärischen Sounds und anderen elektronischen Spielereien.
WeiterlesenPhat World (10)
Auf dem Plattenteller lagen und im CD-Player zirkulierten zum Zwecke dieser Kolumne die Compilation „Battle Axe Warriors“, Capone-N-Noreaga, Live Human, der ‚Rawkus‘-Sampler „Lyricist Lounge 2“, Outkast, Sensational, Talib Kweli & DJ Hi-Tek, Discotizer & Supermax, Pyranja und Skills En Masse.
WeiterlesenGebhardt: Plays With Himself
„Welcome to my little playground.“ So begrüßt uns Herr Gebhardt, seines Zeichens Mitglied der faszinierenden Skandinavier Motorpsycho, die sich seit Jahren weiterentwickeln und ihren ausgezeichneten Ruf als erstklassige Liveband und begnadete Songschreiber festigen. Was Gebhardt allerdings im Februar dieses Jahres im norwegischen Trondheim zu Band gebracht hat, geht über den Motorpsycho-Kosmos weit hinaus.
WeiterlesenShaft (Music From And Inspired By)
Blaxploitation-Filme gehören zu meinen Favoriten. Natürlich auch die „Shaft“-Reihe. Das Remake, das in diesem Jahr mit Samuel Jackson in der Hauptrolle in die Kinos kam, möchte natürlich in Sachen musikalischer Untermalung dem von Isaac Hayes komponierten Soundtrack in nicht vielem nachstehen und offeriert eine moderne Variante, die dem R&B, Soul und HipHop verschrieben ist. Demnach der aktuell angesagten schwarzen Musik.
WeiterlesenChé: Sounds Of Liberation

Hätte es Kyuss nie gegeben, die zeitgenössische Rockmusik würde heute ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Was würden wir ohne Slo-Burn, Queens Of The Stone Age oder Ché machen? Letztgenannte sind das neueste Kind, das als Nachfahre von eben jener anfangs erwähnten Wüstenrock-Legende gehandelt werden darf. Dave Dinsmore (Bass), Brant Bjork (Gitarre, Gesang) und Alfredo Hernández (Schlagzeug) zusammen mit ihren Instrumenten in einen Raum zu stecken ist eine vortreffliche Idee.
WeiterlesenThou: Put Us In Tune
In den Portishead-Studios zu Bristol entstand dieses Werk, das unter der Federführung von John Parish, Mitglied der Band PJ Harveys, aufgenommen wurde. Thou sind – ich hätte es gleich wissen müssen – ein Quintett aus Belgien und verzaubern wie viele ihrer Landsmänner mittels zeitgenössischer Popmusik, die zwischen den Polen Elektro und Rockmusik angesiedelt ist.
WeiterlesenOasis: Familiar To Millions

Die Ära ‚Creation Records‘ beenden Oasis mit der Doppel-Live-CD „Familiar To Millions“, die im Sommer 2000 im Wembley Stadion mitgeschnitten wurde. 18 Tracks, 70.000 Kehlen, ein Sound wie geleckt, viel Bombast, mächtig Druck und klasse Songs.
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