Lydia Lunch: Champagne, Cocaine& Nicotaine Stains

Der Titel sagt schon alles: eine 5-Track-EP für den Tag nach einer langen Nacht. Auflegen, entspannen, rekapitulieren, Kaffe aufstellen, Zigarette an und die Zeitung lesen. Verspielter TripHop mit Indie- und Big Band-Anleihen, der den Raum mit Wärme erfüllt und den Kopf mit vielen Bildern sexueller Stimulanz. Lydia Lunch sei dank.

(8 Fritten)

Lydia Lunch With The Anubian Lights: 
Champagne, Cocaine& Nicotaine Stains
Crippled Dick Hot Wax/EFA

Rage Against The Machine: Renegades

Im Grunde ist es zu schade, dass es Rage Against The Machine in der über Jahre bekannten Form, sprich mit dem Charismatischen Sänger Zack De La Rocha in ihren Reihen, nicht mehr gibt. Auf der anderen Seite soll man aufhören bevor es mit dem Fahrstuhl im Sturzflug zurück auf den Boden geht. Was nicht heißen soll, RATM hätten je den Boden unter den Füssen verloren. Ganz im Gegenteil: Je länger sie dabei und je erfolgreicher sie waren, desto mehr haben sie sich gegen Ungerechtigkeit und Rassismus eingesetzt.

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Szenen einer Ehe (7)

Upps, wie konnte das nur passieren? Ich bin aber auch enttäuscht von Ihnen, meine werten Leser und Leserinnen. Warum haben Sie nicht sofort nachgehakt und sich beschwert? Dann hätte ich nie und nimmer vergessen, von meiner Flitterwoche auf Djerba zu berichten. Von diesem schicken, mit Marmor ausstaffierten Luxushotel, der dazugehörigen überdimensionalen Poolanlage, dem bezaubernden Wetter mit seinen Mittzwanziger-Temperaturen, dem Sandstrand, dem Büffet, das mir morgens und abends das Füllen meines Magens erleichterte, dem fast schon penetrant netten Dienstpersonal, das einem jeden Wunsch von den Lippen abzulesen imstande war, dem türkischen Bad, dem Ausritt meiner Frau, dem idyllischen Golfplatz, den wir nur betraten, um uns vom übernetten Hotelfotograf ein paar „kitschige Fotos“ (O-Ton meiner Schwiegereltern) schießen zu lassen…

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Godspeed You Black Emperor! – Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven

Man sollte sich von gängigen Modellen der Gitarrenmusik lösen, tastet man sich an Godspeed You Black Emperor! heran. Sie haben eine ungewöhnliche Auffassung von melodischer Rockmusik. Ihr neues Album „Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven“ wird einen auf eine Reise in ein entferntes und unbekanntes Terrain entführen. Es sei denn, man ist bereits mit „Kid A“ von Radiohead oder den Veröffentlichungen von Sigur Ros oder Mogwai vertraut. Dann ist zu erahnen, was einem gutes widerfahren könnte. Egal ob Post-Rock, epischer Rock, orchestrale Instrumental- oder sphärische Filmmusik, eine adäquate Schublade muss für GYBE! erst noch gezimmert werden.

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a.c. acoustics: Understanding Music

Sie gehören zum festen Bestandteil der schottischen Musikszene, die derzeit auf den Eckpfeilern Arab Strap, Mogwai, The Degados, Belle & Sebastian und Looper aufgebaut ist. Fast alle genannten entstammen der kulturellen Metropole Schottlands: Glasgow. So auch a.c. acoustics, die sich 1990 gegründet haben und dank John Peel in Großbritannien schnell einen Namen hatten. Der Kult-DJ spielte ihre Peel Session gleich dreimal. Das können nur wenige Bands von sich behaupten.

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Fatboy Slim: Halfway Between The Gutter And The Stars

Jegliche Skepsis ist unangebracht. Norman Cook alias Fatboy Slim, DJ und Ehegatte der Radio 1-Moderatorin Zoë Ball, hat es wieder einmal geschafft, ein erstklassiges Album zu produzieren. Allerdings eines, dem man mehr Zeit widmen sollte als braucht, um einen Apfel zu schälen oder eine 5 Minuten-Terrine aufzukochen. Unter drei Gängen sollte man nicht vom Tisch gehen dürfen.

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Blur: The Best Of Blur

Irgendwie seltsam, dass die Oasis-Live-Platte fast zeitgleich mit der Retrospektive ihrer ewigen Konkurrenten Blur auf den Markt kommt. Nun, zumindest Blur haben einen triftigen Grund, diese Best Of-Scheibe auf den Markt zu werfen. Nein, es ist nicht wegen des Weihnachtsgeschäfts, aber wohl wegen der Ankündigung, auf alte Tracks in Zukunft zu verzichten und sich auf der Bühne ausschließlich auf neues Material zu konzentrieren. Ob Damon Albarn da nicht den Mund zu voll nahm, wird sich zeigen.

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V.A.: Looking Back

‚Looking Good‘, Sublabel von ‚Good Looking‘, verwöhnen uns derzeit mit hochklassigen Samplern. Da macht „Looking Back“ keine Ausnahme. Ob der Opener „Streams“ von Nu-Moon, „In The Area“ von Ils & Solo (erinnert verdammt an die Remix-Scheibe „The Spirit Of Vampyros Lesbos“ auf ‚Crippled Dick Hot Wax‘), „Waveforms“ von Seba & Lotek oder „Too High“ von Rantoul, alle Tracks reißen mit und faszinieren durch ihre einzigartig aufgebaute Atmosphäre bestehend aus typischen LTJ Bukem-Beats, flächigen, sphärischen Sounds und anderen elektronischen Spielereien.

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Gebhardt: Plays With Himself

„Welcome to my little playground.“ So begrüßt uns Herr Gebhardt, seines Zeichens Mitglied der faszinierenden Skandinavier Motorpsycho, die sich seit Jahren weiterentwickeln und ihren ausgezeichneten Ruf als erstklassige Liveband und begnadete Songschreiber festigen. Was Gebhardt allerdings im Februar dieses Jahres im norwegischen Trondheim zu Band gebracht hat, geht über den Motorpsycho-Kosmos weit hinaus.

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Shaft (Music From And Inspired By)

Blaxploitation-Filme gehören zu meinen Favoriten. Natürlich auch die „Shaft“-Reihe. Das Remake, das in diesem Jahr mit Samuel Jackson in der Hauptrolle in die Kinos kam, möchte natürlich in Sachen musikalischer Untermalung dem von Isaac Hayes komponierten Soundtrack in nicht vielem nachstehen und offeriert eine moderne Variante, die dem R&B, Soul und HipHop verschrieben ist. Demnach der aktuell angesagten schwarzen Musik.

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Ché: Sounds Of Liberation

Hätte es Kyuss nie gegeben, die zeitgenössische Rockmusik würde heute ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Was würden wir ohne Slo-Burn, Queens Of The Stone Age oder Ché machen? Letztgenannte sind das neueste Kind, das als Nachfahre von eben jener anfangs erwähnten Wüstenrock-Legende gehandelt werden darf. Dave Dinsmore (Bass), Brant Bjork (Gitarre, Gesang) und Alfredo Hernández (Schlagzeug) zusammen mit ihren Instrumenten in einen Raum zu stecken ist eine vortreffliche Idee.

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