Amen

Betschwester Dorota macht mich darauf aufmerksam, dass das Abschiedsbildchen zum Katholikentag so nicht durchgeht. Zum einen ist Ordenstracht nicht auf Taille geschnitten, das könne auf keinen Fall so bleiben. Die Regenpfütze könne man auch sparen, was bliebe wären doch eher die Erinnerungen an die sonnigen Momente. Im Übrigen warne sie vorsorglich davor, sich thematisch mit dem nun wieder ins öffentliche Interesse gerückten Problembär, ja Schadbär, zu befassen. Sie erinnere sich noch gut an die unselige Debatte um den Problemsack: Das könne man sich gut, gerade auch aus Rücksicht auf die mitlesenden Kinder, sparen…

Na dann gut. Fiat lux:

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(und sie bewegt sich doch!)

Krimigedicht

Was ist eigentlich aus den Krimigedichten geworden?

Genugtuung

Der Tag so licht,
das Auge bricht.
Die Sonn‘ so strahl,
tief drang der Stahl.
Am hellen Tag,
wenn ich’s dir sag.

Ein breiter Weg
führt‘ ins Geheg.
So grün der Wald,
die Hand so kalt.
Wie tief der See,
scheu duckt das Reh!

Da ruht sie jetzt
zu guter Letzt.

Kourinska 6

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Sensationeller Fund beim Stöbern im Redaktionsarchiv: Historische Visitenkarte, die ein ganz neues Licht auf Kafkas berufliche Tätigkeit zu Beginn der Zwanziger wirft – und vielleicht auch erklärt, warum der nette und adrette, wenn auch sehr schüchterne junge Mann so viel herumgekommen ist.

Es ist vollbracht!

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Mit den Katholiken verließ gestern auch der Dauerregen unsere geliebte Hauptstadt. Gut gefallen hat mir der SR-Moderator zu Beginn der Radio-Übertragung des Abschlussgottesdienstes: „… und auch der Wettergott meint es heute gut mit den Gläubigen hier im Stadion…“ – sehr routiniert! Was noch nicht wieder aufgetaucht ist, ist die abgesägte Redaktionsschrotflinte und eines meiner großen Frottehandtücher (Motiv: Krimipapst) – zweckdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen.

Wunschbild 01

Auf vielfachen Wunsch hier die Titelzeichnung zu Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts, Ausgabe 2006. Zu Grunde liegt übrigens eine wahre Begebenheit, dpr’s Thüringen-Reise 2002: „…. kurz vor Eisenach bat ich den Kutscher anzuhalten – zuviel Käsekuchen mit Kirschen. Es regnete in Strömen und das Landgasthaus befand sich in einem beklagenswerten Zustand….“

raphael (stets ausgebrannt, stets offen für Anregungen)