Pål Angelskår ist der Mann der Stunde, wenn es darum geht, das Elend dieser Welt zu beweinen. Der Wein nimmt im gleichen Maße ab, wie das Selbstmitleid zunimmt und trotzdem verströmen die Songs von Minor Majority die angenehme Hoffnung, dass mit dem Sonnenaufgang alles wieder gut wird.
WeiterlesenKategorie: Musik
Nina Nastasia: On Leaving
Nina Nastasia ist zurück. In einer besseren Welt würde dieser Satz Staudämme einreißen und Radios zum Verstummen bringen. Ihr Alternative-Folk ist kein sommerliches Blümchenkleid, hier regiert Reduktion. Mit dem angestammten Partner Steve Albini hat sie jemand hinter den Reglern, der anerkanntermaßen weiß, wie eine trockene Platte klingt.
WeiterlesenPete Yorn: Nightcrawler
Mit seinem ersten Album „Music For The Morning After“ wippte Pete Yorn schwungvoll auf dem Fünf-Meter-Brett um zum großen Sprung als Singer/Songwriter auszuholen. Für den Nachfolger „Day I Forgot“ kletterte er schon auf den Dreier und jetzt mit „Nightcrawler“ gibt er sich mit dem Einer zufrieden.
WeiterlesenNow It’s Overhead: Dark Light Daybreak
Mit zwei Alben haben Now It’s Overhead bickelfest zementiert, dass sie zu den ganz Großen bei Saddle Creek gehören. Vertrackte Popmusik mit kleinen Tentakeln und hypnotischen Sounds. Mastermind Andy LeMaster hat für das neue Werk die vertrauten Pfade zwar nicht verlassen, setzt aber alles dran nicht in Lethargie zu verfallen.
WeiterlesenNapalm Death: Smear Campaign
Napalm Death sind nunmehr bei dem Dortmunder Metal-Label Century Media untergekommen. Nicht schlecht. Rechtzeitig zum 25-jährigen Bandjubiläum haben Mark „Barney“ Greenway, Mitch Harris, Shane Embury und Danny Herrera ein neues Album eingehämmert: ‚Smear Campaign‘. Das beginnt mit dem extrem düsteren und lebensverneinden Intro „Weltschmerz“ (kein Scherz!), ehe die Band in gewohnt gnadenloser wie grandioser Art und Weise alles mit dem Song „Sink Fast, Let Go“ niedermetzelt.
WeiterlesenAni DiFranco: Reprieve
Es lag scheinbar doch nicht nur an Joe Henry. Hatte man dem genialen Songwriter nach der Mitwirkung bei →„Knuckle Down“ (2005) ein goldenes Händchen attestiert, liefert Ani DiFranco – jetzt wieder im Alleingang – ein mindestens so starkes Album ab.
WeiterlesenKelis: Kelis Was Here
Selbstbewusst war Kelis ja schon immer. Man erinnert sich nur zu gerne an ihren ersten Hit „Caught Out There“ aus dem Jahr 2000. Der lief nicht nur im im Radio rauf und runter. Seitdem lief estimal für die junge Dame aus Harlem. Aber spulen wir lieber ins Jahr 2006 vor und konzentrieren uns auf ‚Kelis Was Here‘.
WeiterlesenMaria McKee: Live-Acoustic Tour 2006
Nina Persson von The Cardigans hat neulich in einem Interview gesagt, dass sie durch Maria McKee entdeckt habe, lauter und expressiver zu singen. Es soll auch Menschen geben, die behaupten, Maria McKee klinge wie ein Hund, der liebeskrank den Mond anheult. Beide Einschätzungen beschreiben nur sehr unzureichend den genialen Gesangsstil dieser Frau.
WeiterlesenTy Tabor: Rock Garden
Der gute Ty ist wieder aus der besinnlichen Phase zurückgehrt und rockt wieder das Haus, bzw. den Garten.
WeiterlesenMadeleine Peyroux: Half The Perfect World
Bei vollendeter Perfektion muss man manchmal aufpassen, dass man den hohen Standard nicht als Normalität abtut. Die ersten beiden Songs von „Half The Perfect World“ haben mich fast ein bisschen enttäuscht. Mit ihren gleichermaßen routinierten wie versierten Musikern wirken „I’m All Right“ und „The Summer Wind“ beim ersten Hören nur wie eine Erfüllung der Vorgaben. Perfekt in Szene gesetzt, aber der Funke springt noch nicht über.
WeiterlesenRise Against: The Sufferer & The Witness
Manchmal muss es ein dicker Hals sein. Da hilft es nicht, depressiv das Elend der Welt zu beklagen, da ist es einfach nötig, den gerechten Zorn in adäquate Musik umzusetzen. Dafür haben Rise Against mit Tim McIlrath einen Sänger hinterm Mikro, dem man die geschwollenen Halsadern deutlich anhört.
WeiterlesenLambchop: Damaged
‚Damaged‘ klangen die Alben von Lambchop eigentlich schon immer. Vom Leben demoliert oder, wie es Kurt Wagner neulich der Visions erzählte, ‚…ein Titel, der dich gar nicht erst in Versuchung bringt, das Album aus dem Regal zu ziehen, wenn du die Party ans Laufen kriegen willst.‘
WeiterlesenIan Kearey: Woodlouse
Dass der umtriebige Gitarrist (einst auch bei der OYSTERBAND aktiv) ein „Meister seines Faches“ ist, wissen nicht nur die Experten bei der BBC. Sein jüngstes Soloalbum ist ein instrumentales geworden. Hierfür griff er in seine exquisite Sammlung an Gitarren und Mandolinen.
WeiterlesenSport: Aufstieg und Fall der Gruppe ‚Sport‘
In Sachen deutschem Rock sollten viele Sportsfreunde jetzt ein wenig stiller werden. Wir haben schon vor fünf Jahren prophezeit, dass die Zeit von Sport kommen würde und das Sideproject von Kante-Gitarrist Felix Müller löst die kühne Behauptung jetzt ein. Mit einem Fall ist nicht zu rechnen, auch wenn die Höhe beträchtlich wäre.
WeiterlesenEmirsian: A Gentle Kind Of Disaster
Genau genommen ist die Entstehungsgeschichte des Albums „A Gentle Kind Of Disaster“ bewegender als die meisten seiner Songs. Emirsian aka Harmful-Sänger Aren Emirze verarbeitet in seinem ersten Soloalbum den Tod seines Vaters. Seine persönlichen Texte werden untermalt von akustischen Rohminiaturen, die im Wesentlichen von der Gitarre getragen werden.
WeiterlesenJan Delay: Mercedes-Dance
„Ein neuer Jan, ein neuer Anfang. Reggae ist tot, jetzt ist Funk dran“, so beginnt ‚Mercedes-Dance‘, das zweite und längst, längst überfällige Soloalbum von Jan Delay, dem allseits bekannten absoluten Beginner mit der Näselstimme. Er gibt also selbst zu, das Fähnchen in den Wind gehangen zu haben? Ist natürlich Quatsch, denn das hat der gute Mann nicht nötig.
WeiterlesenDar Williams: Out There Live
„Out There Live“ hat schon einige Jahre auf dem Buckel und zeichnete sich bisher durch einen üppigen Anschaffungspreis aus. Über Zoë im Vertrieb von In-Akustik wird das Album jetzt zum dritten Mal in Deutschland veröffentlicht und überzeugt neben dem neuen Schnäppchenpreis nach wie vor mit Qualität.
WeiterlesenFrankie Miller: Long Way Home
Endlich ein adäquates Medium, das das fast schon in Vergessenheit geratene schottische Urgestein wieder ins Gedächtnis ruft! Rund 15 Jahre lang hatte man von dem einzigartigen Shouter nichts (Positives) mehr gehört.
WeiterlesenFlogging Molly: Whiskey On A Sunday
Flogging Molly sind ein wahres Fest für Musiktraditionalisten. Ohne große Plattenfirma im Rücken sind sie die Ochsentour gegangen und haben sich über die Jahre ein anständiges Renommee erspielt. Nicht zu groß, kein Hype, aber bekannt genug, um für ausverkaufte Hallen und überkochende Stimmung zu sorgen.
WeiterlesenGuillemots: From The Cliffs
Die Lauflänge á la Ramones, die Qualität auf poplexikalischem Niveau. Das einzig ärgerliche an „From The Cliffs“ ist die Laufzeit.
Weiterlesen