Die Albumtitel von Sophia klingen immer ein wenig wie Statements: Erst mussten wir feststellen, dass Menschen den Jahreszeiten nicht unähnlich sind, jetzt wissen wir, dass uns die Technologie nicht retten wird. Robin Proper-Sheppard ist einfach nicht der Richtige, wenn es darum geht, der Meute ordentlich einzuheizen.
WeiterlesenKategorie: Musik
Depeche Mode: Touring The Angel
Sondererwähnung für Martin L. Gore: Nicht nur, dass er bei dem zur Pianoballade umgestrickten „Shake The Disease“ die Leadvocals übernimmt, er schafft es auch, mehr als eine halbe Stunde sein Hühnermützchen aufzubehalten. Ich komme kaum bis zur S-Bahn und da fängt mein Kopf schon zu jucken an, während sich Martin Gore von der Lightshow und der Hitze des Konzerts völlig unbeeindruckt zeigt.
WeiterlesenSolomon Burke: Nashville
Wahrscheinlich ist Soul-König Solomon Burke eines Morgens aufgewacht, hat sich wohlig gestreckt, mit den Fingerknöcheln geknackt und entschieden: „Ich mach jetzt mal ein Country-Album“.
WeiterlesenBen Folds: Supersunnyspeedgraphic, The LP
Ben Folds Junkies dürfen sich jetzt ausgiebig ärgern, dass sie in den vergangenen Jahren seine EPs aus dem Netz gezogen haben. „Supersunnyspeedgraphic, The LP“ fasst einen Teil der Songs der drei (fast) gleichnamigen Only-Internet-EPs zusammen und ergänzt sie mit launigen Coverversionen wie „Bitches Ain’t Shit“ von Dr. Dre (wir verzichten an dieser Stelle auf Pieptöne oder züchtige Platzhalter).
WeiterlesenGus Black: Autumn Days – Official Bootleg
Ist das schön! Gus Black hat fünf Songs seines vergangenen Albums „Autumn Days“ (2005) mit fünf Coverversionen gemischt und präsentiert einen gänzlich reduzierten Ausflug in seine musikalische Welt.
Lag auf der Studioversion von „Autumn Days“ meterdick die Watte drauf, konzentrieren sich die zehn Tracks von „Autumn Days Official Bootleg“ im wesentlichen auf Gitarre, Klavier und Streicher.
Sophie Auster: Sophie Auster
Singende Models oder Schauspielerinnen sind bei Kritikern ungefähr so beliebt, wie Partyluder oder Kinder berühmter Eltern. Manchmal (aber nur manchmal) würde man gerne einige kritische Anmerkungen platzieren, die über objektive Kritik ein bisschen hinausgehen. Hat bei Julie Delpy nicht geklappt, bei Carla Bruni sowieso nicht und bei Sophie Auster wird das auch nicht funktionieren.
WeiterlesenOST: Over The Hedge
Jetzt muss man sich schon Soundtracks von Kinderfilmen kaufen, um an Songs von Ben Folds zu kommen. Neben einer neuen Version von „Rockin‘ The Suburbs“, mit William Shatner, gibt es ein Clash-Cover („Lost In The Supermarket“) und drei neue Titel des australischen Songwriters.
WeiterlesenKeb‘ Mo‘: Suitcase
Keb‘ Mo‘ hat mal wieder eine Platte gemacht. Wer den unaufgeregten, souligen Blues-Pop seines größten Hits „That’s Not Love“ mag, wird auch mit „Suitcase“ bestens bedient.
WeiterlesenBellowhead: Burlesque
Vorhang auf, die alte Tante keltische Musik bekommt eine Frischzelleninjektion in den Bobbes. Die behandelnden Ärzte, bzw. Scharlatane sind eine elfköpfige Truppe, die mit Blechbläsern der gewöhnlichen Irish-Folk-Besetzung ordentlich Dampf macht.
Weiterlesenthe psychedelic avengers present: Raumschiffkommandant remixed
„The PSYCHEDELIC AVENGERS are an intergalactic, universal and transdimensional wide operating organisation whose aim or reason of existence has yet not been revealed to mankind. They work in public and undercover (..) some (…) of them don’t even know that they are members of the PSYCHEDELIC AVENGERS. Amongst other secret projects, the PSYCHEDELIC AVENGERS earth department is always working on mind expanding interstellar musical projects beyond any scene or genre boundaries.“
Mit dieser Agenda haben die psychedelischen Rächer einen frischen großartigen Sampler zusammengestellt. Die Vorlage liefert die Stoner-Rock-Band Colur Haze mit ihrem Song „Raumschiffkommandant“. Der wurde nun von diversen Leuten durch’s Laptop gepresst, bis ein grooviges Album entstand.
Amplifier: Insider
Man kann Amplifier wirklich nicht vorwerfen, dass sie ihre Fans mit Neuerungen erschrecken. Nach dem kurzen akustischen Ausflug mit dem Hidden Track der EP „The Astronaut Dismantles HAL“ (2005) hat Bandleader Sel Balamir schnell wieder auf die E-Gitarre umgesattelt und bläst ein Album unters Volk, für das man nur so dämliche Begriffe wie ‚Dampframme‘ finden kann.
WeiterlesenDer Hund Marie: Hooligans & Tiny Hands
Jetzt hatte man sich gerade daran gewöhnt, dass der Hund Marie eigentlich Max Martin Schröder heißt und dann veröffentlicht die Grand-Hotel-van-Cleef-Geheimwaffe doch unter dem Tiernamen sein Solodebüt. Lyrisch geht es dann auch erstaunlich oft um Bezüge zu Vierbeinern und dem ‚Wau Wau‘.
WeiterlesenSamiam: Whatever’s Got You Down
Als Samiam-Fan hat man keinen Spaß. Die Abstände zwischen den Alben sind einfach zu lang und so sind seit „Astray“ sechs Jahre ins Land gegangen. In dieser Zeit haben sich Samiam aufgelöst, waren trotzdem auf Tour, aber letztlich immer auf Eis gelegt.
WeiterlesenFotos: Fotos
Fotos sind so eine Sache. Bei vier Leuten macht normalerweise immer einer ein Ochsengesicht und wenn mal alle stillhalten, dann sollte man sich im Endergebnis auf rote Augen gefasst machen. Nicht so die Band Fotos und ihr gleichnamiges Debüt. Die vier Jungs haben es geschafft ihre zehn Songs wie einen Schnappschuss wirken zu lassen und trotzdem sitzt alles perfekt.
WeiterlesenJuliette And The Licks: Four On The Floor
Dass Juliette Lewis nicht die sanfte Squaw geben will, die sich bei weiblicher Unpässlichkeit ins Frauenzelt zurückzieht, macht sie mit dem Albumcover schon eindeutig klar. Derb gesagt ist auch ihr zweites Werk das weibliche Pendant zu ‚Schwanzrock‘ und eine knackige Hommage an alles, was simpel gestrickt ist und trotzdem knallt.
WeiterlesenThe Black Maria: A Shared History Of Tragedy
Für gut 40 Minuten erinnern The Black Maria an die Zeit in der man das Gefühl hatte, dass in Sachen Emo-Core noch nicht alles gesagt ist. An eine Zeit, bevor das Genre von zu vielen Copycats zu Tode geritten wurde. „A Shared History Of Tragedy“ ist elf Songs lang ein wahrer Glücksfall aus Melodie, Härte und Engagement.
WeiterlesenZox: The Wait
Man kann mit Sicherheit sagen, dass Zox in jedem alphabetisch sortierten CD-Regal einen der letzten Plätze einnehmen. Praktische Nebenerscheinung, denn so lässt sich „The Wait“ schnell finden. Die pfiffige Indietruppe betreibt Heldenverehrung ohne zu klauen und schafft es aus dem Stand, einen erkennbar eigenen Sound zu kreieren.
WeiterlesenSolillaquists Of Sound: As If We Existed
Wer vom HipHop-Einheitsbrei genug hat und lieber Bands wie The Roots, die frühen Black Eyed Peas oder Künstler wie Sage Francis oder Mos Def (zumindest noch den von vor ein paar Jahren) bevorzugt, der sollte sich die Solillaquists Of Sound ganz oben auf den Wunschzettel für den nächsten Plattenladenbesuch schreiben.
WeiterlesenSierra Leone’s Refugee All Stars: Living Like A Refugee
Man könnte an dieser Stelle all die Musiker mit vollem Namen aufzählen, die an diesem Album beteiligt waren, und der Platz für diese Rezension wäre gesprengt. Aber Scherz beiseite. Da wo All Stars drauf steht, da ist auch All Stars drin. Und das mit Sierra Leone ist auch kein Scherz. Die Bandmitglieder lebten nämlich früher in der Hauptstadt Sierra Leones, in Freetown, ehe sie in einem Flüchtlingscamp in dem westafrikanischen Staat Guinea landeten und aus Verzweiflung die Sierra Leone’s Refugee All Stars gründeten.
WeiterlesenIndigo Jones: 40 Miles
Skinny Dog ist das Label von Pete Jobson (I Am Kloot), Guy Garvey und Mike Potter (beide Elbow) und nach den Veröffentlichungen von eher schrägen Bands wie Jackie O. und Cranebuilders überrascht es jetzt mit einer Truppe, die auch bei Glitterhouse oder Blue Rose zu Hause sein könnte.
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