Ich bekenne: Ich bin ein Lexikon-Fan. Mit einem Lexikon (ob ↑eher unterhaltsam oder ↑seriös
) kann man mir fast so viel Freude machen wie mit einer Flasche Single Malt.
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Was ist Krimi? Ein Aktualitätenzettel
Zettel 123: Im offiziösen Krimideutschland hängt seit geschätzten 100 Jahren eine Kuckucksuhr an der Wand. Nach Altvätersitte schleppt sie unter monotonem Ticktack ihre beiden Zeiger der Zeit nach.
WeiterlesenZwei Rezensionen
… und zwar für Krimicouch-Potatoes. Einmal zu Patrick Pécherots →„Boulevard der Irren“, einmal zu →„Die Farbe der Leere“ von Cynthia Webb. Beide Bücher empfehlenswert.
Tag 15
Es geht mal wieder um Erinnerungen an analoge Zeiten. Und um ein Gerät, das heute eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Was nicht heißt, dass jeder richtig damit umgehen kann. Fragt nur im Schloß Bellevue nach.
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Tag 14
Heute erwischt es ein Reisesteckschach. Dabei sieht es von aussen noch ganz proper aus:
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Auf Wiederlesen, Reginald Hill
Manche verabschieden sich klamm und heimlich, andere bläst das Posaunenheer dröhnend ins Jenseits. Bei Reginald Hill, am 12. Januar 2012 75jährig verstorben, dürfte das Ohropax nicht reichen, bei all dem nachredenden und elogierenden Schall und Schwall. Also machen wir’s kurz.
WeiterlesenTag 13
Read the fucking manual! Wie oft habe ich diesen Satz schon benutzt, wenn Bekannte – von tiefschürfenden Problemen geplagt – anrufen. „Weißt Du, wo bei meinem Drucker das Papier reinkommt?“, „Und wo kommt es wieder raus?“ oder „Wie berechne ich in Excel die Wurzel von -1?“
Also wirklich. RTFM!
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Richter Di und die Serie
Meine monatliche Kolumne auf der Krimicouch ist eine Serie. Und in dieser Serie geht es diesmal um – die Serie. Warum lebt der Krimi von Serien, was sind ihre Gesetze? Das alles am Beispiel von Robert van Guliks Richter-Di-Romanen. Kann man →hier lesen.
Tag 12
Heute kann ich ein ganzes Kilo Altpapier entsorgen. Formulare, Hinweise zum Ausfüllen der Formulare, Berechnungen, Quittungen, Nachweise. Kurz: heute treten meine Steuerunterlagen der 90er Jahre ihren letzten Gang zur Altpapiertonne an.
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Tag 11
Heute geht es um einen Klassiker der Bahnhofsbuchhandlungsliteratur: den Falkplan („patentgefaltet“). Genauer um einen Stadtplan von Köln aus dem Jahr 1980.
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Tag 10
Heute ein weiteres Kapitel in der Reihe „Billige Promogeschenke der Musikindustrie“. Etwa in der gleichen Preisklasse wie der →Würfelzucker der Sugarcubes bewegt sich auch das Werbematerial mit dem Rough Trade 2000 das dritte Album von Laika, „Good Looking Blues“ bewarb.
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Tag 9
Halbwegs umweltbewußt einzukaufen ist gar nicht so einfach. Da war meinereiner im Baumarkt meines minderen Mißtrauens auf der Suche nach nichts als einem neuen Duschkopf. Der für akzeptabel befundene sollte €16,95 kosten. Etwas weiter fand ich ein – mit gewaltig viel Plastik verpacktes – Bundle aus einem identischen Duschkopf, einem Duschschlauch und einem „Duschradio“ – alles zusammen für €10. Wie hättet Ihr Euch entschieden? ich bin jetzt jedenfalls im Besitz eines Ersatzduschschlauchs. Und eines Duschradios.
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Exposé für einen sehr deutschen Thriller
Liebe Gesine!
Ich darf Sie doch so nennen, meine hochverehrte Lektorin? Jedenfalls hat es mich sehr gefreut, dass Sie meine IDEE, ach was: meinen HAUCH von einer Idee für einen wirklich realitätshaltigen Thriller gewissermaßen auf Südafrika-Wirklichkeitsniveau nicht sogleich in Bausch und Bogen verworfen haben, wie es leider Ihre Kolleginnen und Kollegen anderer großer Verlagshäuser getan haben. Sie haben noch Mut zum Neuen! Sie sind noch innovativ! Aber genug des Lobes. Ich erdreiste mich, Ihnen anbei ein kleines Exposé zu übersenden, das heißt, ich möchte Ihnen zunächst einmal ganz zwanglos den PLOT meines Romanes umreißen. Es wird ein dicker Roman. Hardcover? 500 Seiten mindestens, also 19,90 €!
Tag 8
Das bislang kleinste künftige Ex-Exponat führt ins Jahr 1988. Ich war damals frisch beim Radio und die Plattenfirmen hatten noch Geld für allerlei Promomaterial, Gimmicks und Firlefanz. Gängige Giveaways waren T-Shirts, Tassen, Feuerzeuge, Mützen, Tragetaschen oder Badges. (Wirklich wichtige Menschen bekamen auch kostbarere Präsente. Ich nicht.) Denkbar preiswert dürfte der Werbeartikel zur „Life’s Too Good“-LP von den Sugarcubes gewesen sein:
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Tag 7
Bevor ich auch nur überlegen kann, was heute ausgemistet werden soll, kommt Frl. Katja vorbei und sagt: „Kann weg“. Vor meiner Nase wedelt ein rotes Herz hin und her. Ich entsorge heute also sozusagen auf Kommission.
Kommentarlos
Dass es hier Probleme mit den Kommentaren gibt, ich nach wie vor mit Spam zugemüllt werde – es dürfte euch nicht entgangen sein. Und jetzt komm ich dahinter, dass RICHTIGE Kommentare ganz rigoros gar nicht erst diesen Blog zu erreichen scheinen. Oder irgendwohin verschwinden, wo ich sie niemals vermuten würde. Dachte schon, ihr mögt mich nicht mehr… Würdet ihr mal ein paar Kommentare schreiben und mitteilen, wie toll oder beknackt wtd ist oder ob es bei euch gerade regnet, stürmt und schneit? Ich versuche dann mal, die unerforschlichen Wege der Kommentare zu verfolgen. Es ist ein Jammer…
Tag 6
Mit einem Kind im Haus lässt er sich kaum vermeiden: der jahreszeitbedingte Tannenbaum. Ich persönlich hab´s ja nicht so mit der Natur im Haus. Und ich hab´s nicht so mit Weihnachten. Und so werden der Weihnachtsbaum und ich auch keine Freunde. Erst muss man sich von ihm – beim Nachhausetransport – immer wieder aufs Neue pieksen lassen, dann wehrt er zuverlässig die ersten Versuche ab, ihn halbwegs gerade aufzustellen und schränkt danach die Bewegungsfreiheit im Raum nachhaltig ein. Und allerspätestens ab Silvester heißt es nur noch: ↑Erna, der Baum nadelt!
Tag 5
Die heutigen Objekte meiner Aussortierungswut sind auch schon 20 Jahre alt. Musikkassetten aus der guten, alten Zeit als ich noch Musikprogramme fürs Radio machte.
That’s What Friends Are For
Der O-Ton:
„Wenn man als Ministerpräsident keine Freunde mehr haben darf und wenn alle Politikerinnen und Politiker in Deutschland ab sofort nicht mehr bei Freunden übernachten dürfen, sondern, wenn Sie bei den Freunden im Gästezimmer übernachten, nach einer Rechnung verlangen müssen, dann verändert sich die Republik zum Negativen.“
[Quelle: ↑Spiegel]
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