Kaum geschrieben, schon veröffentlicht. Etwas zu →Deutschkrimis auf der Couch, in Verlängerung des vorangegangenen Eintrags.
Problem gelöst
Grummeln bei FACEBOOK. Steht doch auf der neuen Krimiwelt-Bestenliste mal wieder nur ein deutscher Titel, noch dazu auf hinteren Plätzen. Ein unhaltbarer Zustand, finden die AutorInnen, man erfährt erstaunt, selbst die Verlage hätten sich schon darüber „beschwert“, ohne Erfolg allerdings. Wer ist dran schuld? Die Kritiker. Und überhaupt.
WeiterlesenTired Pony: The Place We Ran From
Ihr Album trägt den Titel „The Place We Ran From“. Aber von Flucht kann keine Rede sein. Tired Pony schlurfen. Hektik oder Panik sind partout nicht auszumachen. Melancholie, Romantik, innere Einkehr – das sind Attribute, die man mit diesem Debütalbum in Verbindung bringen könnte. Weiterlesen
Rückständige Zeitgenossen
Es ist unglaublich. Jetzt, wo es quasi amtlich ist, dass man sich für Arthur Conan Doyle und sein mediokres Geschöpf Sherlock Holmes nicht mehr zu interessieren braucht, →protestieren gestandene Autoren wie Julian Barnes oder Ian Rankin oder Stephen Fry gegen den Zerfall des Landhauses des alten und überschätzten Meisters. Ja sakra, wo leben die eigentlich? Warum nehmen diese Ignoranten einfach keine Notiz von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen? Es ist manchmal wirklich traurig, in welch rückständigen Zeiten man leben muss.
Eifel in der taz
Eine ganze Seite Eifelkrimi in der →taz? Na ja, nicht wirklich. Jacques Berndorf hat seinen neuen Roman „Die Nürburg-Papiere“ in der Mainzer Staatskanzlei vom Ministerpräsidenten persönlich vorstellen lassen, der wiederum ächzt unter der tatsächlichen „Nürburg-Affäre“, die das Buch thematisiert, Krimiautoren schreiben häufig unter Pseudonym, weil sie früher mal Pornos geschrieben haben, in den meisten Krimis kommt der Ausdruck „nicht wirklich“ vor, so der Autor Helmut Höge, und eigentlich verfehlt Berndorf sein Thema, aber wieso eigentlich, das erfahren wir nicht, über das ganze Buch erfahren wir eigentlich nichts und so könnte man behaupten, Höge habe irgendwie sein Thema verfehlt oder auch nicht, wenn das Thema die „Nürburg-Affäre“ war und nicht die „Nürburg-Papiere“, genaueres weiß man nicht wirklich, das aber ganz bestimmt.
Wulff
Nach den Siegen über England und Argentinien:
Christian Wulff denkt über neues Images nach…
Suite Noire
Mit vier Bändchen startet der Distel Literaturverlag seine Übersetzungen der französischen Buchreihe „Suite Noire“. Herausgegeben wird sie seit 2006 vom einschlägig bekannten Jean-Bernard Pouy, 36 Titel sind es bisher, acht davon 2008/2009 vom französischen Sender France 2 für das Fernsehen adaptiert.
WeiterlesenSommerzeit – Zeugniszeit…
oder: Was wir jetzt gar nicht so gerne sehen würden.

Verbrechensbekämpfung
Und wieder redet jeder vom absoluten Beweis. Von der elektronischen Hochrüstung, der lückenlosen Videoüberwachung, der totalen Kontrolle. Ein Ball kracht gegen die Unterkante der Latte, springt zurück und kommt hinter der Torlinie auf. Kein Tor. Also Fehlentscheidung. Ein Verbrechen, das nicht geahndet wird.
Weiterlesengemein 019
Geht Ihnen das auch auf den Geist? Dieses zuckersüße Lächeln? Dieses unendlich Sanftmütige? Dieser unschuldige Blick? Diese leise, wahnsinnig freundliche Stimme? Dieses Pastorale? So kann man alten Damen Kapitallebensversicherungen oder Lehman-Zertifikate verkaufen, aber wollen wir so einen Bundespräsidenten? (…) Christian Wulffs Wahlkampf ist eine Beleidigung für den Geist.
Michael Spreng (2002 Stoibers Wahlkampfleiter): ↑Der Zuckerwatte-Präsident
Peinlich plappernde Päpste
Man kennt das ja mit den Päpsten. Eine Zeitlang schaut man zu ihnen auf, wenn sie sich in vollem Wichs mit dem Papamobil durch die Gemeinde kutschieren lassen. Irgend wann aber erkennt selbst der Gutgläubigste, dass diese Päpste in Wirklichkeit doch nur Vorsitzende obskurer Organisationen mit bisweilen ekligem Personal sind.
WeiterlesenRezi andernorts
Okay, im Fussball klappts grad nicht so gut in Spanien, aber anständige Kriminalromane schreiben sie schon. Domingo Villar etwa, lässt sich →hier nachlesen.
Endlose Geschichten
Manche Bücher sind wie manche Menschen. Man hört ihnen gerne zu, sie erzählen nicht brillant, aber durchaus flüssig, was sie erzählen hat Unterhaltungswert und man weiss, wenn sie aufhören zu erzählen, dann ist das Erzählte auch schon längst im großen Häcksler von Erinnern und Vergessen verschwunden.
WeiterlesenHistorisches und Historisches
…habe ich die Ehre anzuzeigen dawelche von mir gemachte Gedanken, historische Krimis betreffend. Und zwar auf der hochwürdigen →Krimicouch. Zur besonderen Beachtung empfohlen und empfehle mich jetzt selber, habe die Ehre.
Krimilexikon -A-
Eines der ehrgeizigsten Projekte der deutschen Krimikultur legt endlich erste Ergebnisse vor. Das von der Arbeitsgruppe „lexikalische Erfassung“ geplante „historisch-kritische Lexikon der deutschsprachigen Kriminalliteratur“ unter Leitung von Wolfram Dietz („Dinkelsbühler Neue Presse“) und Prof. Dr. Egon Schlenndorf (Fernuni Hagen) wird in den nächsten Jahren alles Wissenswerte zum Genre unter Mithilfe zahlreicher Fachgelehrter aus dem In- und Ausland zusammentragen und nach dem Stand der neuesten Forschung präsentieren. Als erstes Massenmedium veröffentlicht wtd vorläufige Auszüge aus den bisherigen Arbeiten der Gruppe.
Weiterlesengemein 018
Ist Wulff nicht dieser ewig junge Mann, von dem man den Eindruck hat, er sei schon als JU-Mitglied auf die Welt gekommen und habe in Niedersachsen den prägenden Teil seiner frühen Karriere damit verbracht, Wahlen gegen Gerhard Schröder zu verlieren?
Kurt Kister porträtiert in der Süddeutschen den Präsidentschaftskandidaten der Regierungskoalition: ↑Christian Wulff – Merkels Jüngling
Lena, Krimi, Pop und der Rest
Wenn drei Leute eine CD, einen Film, ein Buch mögen, ist das noch lange kein Pop. Pop bedeutet Masse, Dynamik, Hype und Täuschung, bedeutet, sich auf einen Nenner zu einigen, ungeachtet der Struktur und der möglichen Komplexität eines Gegenstandes. Lena ist Pop, weil sie Lena ist und sonst nichts. Ein trotz des medialen Irrsinns auf zwei, drei Begriffe reduzierbares Wesen: natürlich, hübsch, eigensinnig.
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