Presseschau 18. Januar 2010

Die taz spricht mit Tocotronic über ihre neue Platte: ↑„Wir sind früh vergreist“

Der Tagesspiegel interviewt Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow: ↑„Ich muss mich vom Internet fernhalten – aus Selbstschutz“

Max Dax, Chefredakteur der SPAX SPEX antwortet im Freitag auf einen Artikel von Johnny Häusler: ↑Das popliterarische Zwölfeck.

Der Guardian spricht mit Brian EnoOn gospel, Abba and the death of the record

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Protectors: Auf Leben Und Tod

Im Herbst 2009 lief im ZDF auf dem angestammten sonntäglichen Krimiplatz (nach 22 Uhr) die neue skandinavische Serie „Protectors – Auf Leben Und Tod“ an. In fünf Folgen wurde einem eine dänische Spezialeinheit vorgestellt, in deren Mittelpunkt die drei Geheimdienst-Frischlinge Jasmina El Murad (Cecilie Stenspil), Rasmus Poulsen (Søren Vejby) und Jonas Michaelsen (André Babikian) stehen. Sie haben die Aufgabe, Personen zu schützen und Verbrechen aufzuklären. Damit hebt sich diese Serie von anderen ab: Wo sonst nur ermittelt wird, sind hier der Personenschutz und damit verbunden diverse präventive Maßnahmen wie Verwanzen einer Wohnung oder Beschattung eines Verdächtigen unumgängliches Mittel zum Zweck.

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Saboteur

Es hat durchaus seinen Reiz, den Nazis eins auf die Mütze zu geben (und gar noch mehr als das). Dabei ist die Idee hinter „Saboteur“ aus dem Entwicklerhause Pandemic keineswegs neu. Während in „Uncharted 2: Among Thieves“ Diebe, Söldner und Schatzsucher bekämpft werden und in „GTA“ meist Gangster und Polizisten auf der Gegenseite stehen, sind es in „Saboteur“ die Nazis, die gerade in Frankreich einmarschiert sind und die dortige Hauptstadt eingenommen haben.

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Presseschau 15. Januar 2010

presseschau6aR.I.P.: Bobby Charles (1938-2010): Abschied eines Eigenbrötlers

Deutschlands einziger Crooner. Der Tagesspiegel über Max Raabe: Mein Herz, dein Nerz

Noch ein kleiner Nachklapp zur SPEX-Diskussion: Johnny Häusler schreibt im Freitag über Das Ende der Plattenkritik, wie wir sie kennen.

Der Spiegel interviewt Simon Frith zum Boom-Geschäft Popkonzerte: „Viele Bands spielen immer noch fast für umsonst“

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Presseschau 11. Januar 2010

Grober Stadionrock. Der Tagesspiegel über Depeche Mode in Berlin: ↑Ohohoho!

Die New York Times über Spoon (neues Album in knapp zwei Woche!): ↑Still Independent, Still Cool

Die taz über Vampire Weekend und deren neues Album „Contra“: ↑Raus aus der Uni, rein in die Tropen. Das Süddeutsche-Musikblog: ↑Erhöhung der Schichtzulage. Und das Musikblog des Wall Street Journals ↑interviewt die Vier.

Druckvolle Sensitivität. Edo Reents in der FAZ über Big Star und die Rhino-Box „Keep An Eye On The Sky“: ↑Das Erbe der glücklichen Verlierer

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Jim Nisbet: Dunkler Gefährte

Nein, keine literaturtheoretischen Einlassungen an dieser Stelle. Nur das: Durch viele Texte ziehen sich mehr oder weniger offene Bedeutungsstränge, die, richtig miteinander verknüpft, so etwas wie einen Subtext, ein zusätzliches Zeichen- und Bedeutungssystem ergeben. Fast immer wird dabei mit Synekdochen gearbeitet. Ganz allgemein: Das was der Text auf seiner Oberfläche aussagt, ist auf seiner Subebene entweder eine Spezifierung oder eine Verallgemeinerung – oder beides. Wenn wir z.B. Gregor Samsa als Käfer wiederfinden, geht es nicht um die Person Gregor Samsa, es geht um den Menschen an sich in seiner Entfremdung. Habe ich das erkannt, kann ich von dieser höheren Warte des Allgemeinen wieder auf das Spezielle, vielleicht auf meine eigene Situation schließen.

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PES 2010 – Pro Evolution Soccer

„PES 2020“ (Pro Evolution Soccer), das Konsolenfußballspiel für Taktiker und Techniker, geht in eine neue Runde: mit fulminanter HD-Grafik (PS3) und einem Sound, dass man erschrickt, wenn man das Leder Vollspann an den Torpfosten donnert. Realistischer war das Kicken an der Konsole noch nie. Man kann Länderspiele bestreiten oder Clubmannschaften gegeneinander antreten lassen. Oder einen Spieler formen, den man von klein auf durch seine Karriere steuert.

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Tornado Outbreak

Wer wollte nicht mal klein und blau sein, sich aber so dolle um die eigene Achse drehen können, dass ein erst harmloser, mit der Zeit aber an zerstörerischer Kraft gewinnender Tornado entsteht? Genau dieser sehnsuchtsvolle Wunsch liegt dem Spiel „Tornado Outbreak“ zugrunde. Die Tücke des Spiels: Dem kleinen blauen Männchen wird nur vorgegaukelt, mit seiner Wirbelei Gutes zu tun. Eigentlich wurde es vom Bösen instrumentalisiert.

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Synekdoche

Wieder was gelernt. Oder besser: wieder dran erinnert, was man einmal gelernt hat. In Jim Nisbets „Dunkler Gefährte“ kommt der Ausdruck „Synekdoche“ vor. Von „Synekdoche“ spricht man, wenn ein bestimmtes Wort durch einen Unter- oder Oberbegriff ersetzt wird. „“Man versteht unter einem kleinen Teil das Ganze oder unter dem Ganzen einen Teil“, soll Cicero gesagt haben, lese ich gerade. Also „Wenn du umziehst, leihe ich dir meine Hand“. „Hand“ wäre dann der Unterbegriff des konkreten Ausdrucks „Arbeitskraft“. „Ich lege dir die Welt zu Füßen“ der Oberbegriff von, sagen wir, „nächstes Mal bringe ich den Müll runter“.

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