Presseschau 4. November 2009

Neue Reihe bei PopMatters: Torch & Twang: The Music That Matters. Erster Teil:↑Bill Monroe and Ralph Rinzler

Der Tagesspiegel spricht mit Markus Kavka über dies und das: ↑Busta Rhymes wollte 100 Kondome

„Often seen as the poor third in the Berlin Trilogy, Ben Graham argues that it only shines when examined in isolation.“ The Quietus würdigt ausgiebig David Bowies „Lodger“-Album – ↑30-Years On: David Bowie’s Lodger Comes In From The Cold

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Presseschau 3. November 2009

The Quietus spricht mit Michael Rother über dessen Vergangenheit (und da kommt ja einiges zusammen): ↑Dr Rock on Deutsche music from the 70s – heavenly!

Dietmar Dath in der FAZ über das neue Album von Slayer: Ich hab‘ meinen Hass, der hält mich warm

Was gefällt ihr eigentlich an diesem schweren Schlagbrettschaben; an tieffrequenten Bauchfellmassagen mit der Basswalze; an einer Perkussionsarbeit, die sämtliche Spannreifen aller Knüppelbecken bis kurz vorm Zerspringen bedrischt; an Texten schließlich, die von nichts als Zorn, Verstümmelung, Wahn, Seuchen und Christdemokratie handeln?

König Midas? Der Tagesspiegel über ein Konzert von The Dead Weather: ↑Mehr als die Summe der einzelnen Teile

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Süddeutsche Musikblog: ↑Letzter Tanz am Zydeco Highway

Der Spiegel über den „Rap-Newcomer“ Kid Cudi: ↑Auch HipHopper dürfen heulen

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Broadcast And The Focus Group: Investigate Witch Cults Of The Radio Age

Im Radiozeitalter Hexenkult zu untersuchen – das klingt im doppelten Sinne merkwürdig und verrückt: auf dem Papier wie auch im Ohr. Broadcast, also Trish Keenan und James Cargill, haben sich für dieses Unternehmen mit The Focus Group zusammen geschlossen. Dahinter steckt wiederum Julian House, Grafikdesigner und zugleich Mitinhaber des Ghost Box Labels.

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2059: ein Blick in die Zukunft

Das „Syndikat“ als Vereinigung deutschsprachiger Kriminalautorinnen und –autoren sowie die Jurorenschaft der „KrimiWelt-Bestenliste“, federführend in Sachen Krimikritik, baten mich, meine anerkannten spirituellen Fähigkeiten zu bemühen, um einen Blick auf die Krimikultur 2059 zu werfen. Meine unbestreitbaren Erfolge der jüngeren Vergangenheit (eine Frau im Kanzleramt, Wolfsburg deutscher Fußballmeister und das Auftauchen autistischer Floristinnen als Ermittler in Kriminalromanen – alles exakt vorhergesagt!) lassen uns in guter Hoffnung, dass sich auch die folgenden Prognosen in fünfzig Jahren als schnöde Wirklichkeit besichtigen lassen.

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Harri Nykänen: Ariel. Mord vor Jom Kippur

Harri Nykänen hat die Seiten gewechselt. Wanderten wir bisher mit seinem Serienhelden Raid, einem ausgewiesenen Gangster, durch die finnische Normal- und Unterwelt, tun wir dies nun mit dem Polizisten Ariel Kafka. Die sofort fällige Namensassoziation spielt keine Rolle; wohl aber das, was dahintersteht. Denn Ariel Kafka ist Mitglied der kleinen jüdischen Gemeinde von Helsinki und die wird in „Mord vor Jom Kippur“ kräftig durcheinander gewirbelt.

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Die Couch liest

– und wer „Arme Leute“ noch nicht gelesen, ja, nicht einmal im Bücherregal stehen hat, der verkneife es sich bitte, an der →Leserunde zu partizipieren (statt dessen: kaufen, lesen, weiterempfehlen. Nur so kommt Deutschland aus der Krimikrise). Aber erfahren, wie es den Teilnehmern bisher gefällt, sollt ihr dennoch…

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Weezer: Raditude

Der erste Song des neuen Weezer-Albums, namentlich „(If You’re Wondering If I Want You To) I Want You To“, klingt überraschend frisch und unbekümmert und man glaubt, Weezer hätten tatsächlich ihr kreatives Tief endlich überwunden und würden wieder annähernd so gut wie zu „Buddy Holly“-Zeiten loslegen.

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Athlete: Black Swan

Bis dato haben es Athlete hierzulande nicht über einen Insiderstatus hinaus geschafft. Mit „Black Swan“, ihrem vierten Album, versuchen sie es dennoch wieder, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dabei steht ihnen nach der Trennung von Parlophone/EMI mit Fiction ein neues Label zur Seite, das immerhin schon mal erreicht hat, dass die Band in den letzten Wochen der deutschen Presse einige Interviews gab.

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Herbstalibis

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Die 32. Nummer von „Alibis“, dem frankokanadischen Krimimagazin, ist soeben erschienen. Wie immer mit Kriminalerzählungen, Neuheiten und Rezensionen, dazu eine längere Abhandlung von Norbert Spehner über Nikola Tesla und sein Auftreten in diversen Thrillern. Nikola Tesla? Genau, →der berühmte Erfinder. Ein idealer Kandidat für Verschwörungstheorien, wie es scheint. Mehr zur Herbstausgabe der „Alibis“ und Bonusmaterial gibt es →hier.

SKI -2-

SKI – Serie Krimi International: Eine Reihe von Story- und Figurenvorgaben und fünf Versuche, sie in jeweils einstündigen Kriminalhörspielen weiterzuentwickeln. Über das tragfähige Konzept und die Arbeiten von Merle Kröger und Norbert Horst wurde →im ersten Teil unserer kleinen Studie berichtet. Fehlen noch die Hörspiele von Sabina Altermatt, Nathan Markov und Pieke Biermann sowie das abschließende Resümee.

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Seid doch endlich nett zueinander!

Die Welt der Spannungsliteratur schlägt Alarm. In Großbritannien verweigert →eine Kritikerin das Besprechen von Kriminalromanen mit der Begründung, diese seien frauenfeindlich (via →Menkes Twitter-Kriminaldauerdienst). Aus Deutschland erreichen uns Gerüchte, ein sensibler Großkritiker ziehe sich mit dem Argument, Krimis seien männerfeindlich, aus dem Geschäft zurück. Da dem Genre auch eine generelle Mörderfeindlichkeit nicht abgesprochen werden kann, dürfte hier ebenfalls noch einiges an Konfliktpotential vor der Eruption stehen. Der Krimi am Ende? Wir müssen handeln…

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A.A. Milne: Das Geheimnis des roten Hauses

Es gibt gleich drei gute Gründe, dieses Buch zu lesen. Einmal, weil es der einzige Krimi von A.A. Milne geblieben ist, dessen ewiger Ruhm sich seiner Schöpfung Winnie-the-Pooh verdankt. Und wer immer noch nicht weiß, was einen „Landhauskrimi“ charakterisiert, findet hier ein ideales Beispiel dafür. Drittens: Gerade weil „Das Geheimnis des roten Hauses“ alle Versatzstücke dieser Variante des Rätselkrimis verarbeitet, dient der Text in Raymonds Chandlers berühmtem Essay „The simple art of murder“ als Belegstück für die letztliche Belanglosigkeit dieser Sorte Spannungsliteratur.

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