In vier Jahren sechs Soloalben zu veröffentlichen, das ist beachtlich. Erst recht, wenn man weiß, dass J. Tillman nebenbei noch in einer halbwegs bekannten Band aktiv ist, die 2008 eine viel beachtete EP und kurz darauf ein von den Kritikern in höchsten Tönen gelobtes Album rausgebracht hat. Die Rede ist von den grandiosen Fleet Foxes, bei denen Tillman trommelt und singt.
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Presseschau 24. September 2009
The Quietus interviewt Yoko: ↑Ms Ono Speaks About Peace, Pop And Computer Games
Seasick Steve und der Blues waren immer da. Die Welt klärt, ↑warum es in der Pop-Musik keine Revivals mehr gibt
Thomas Winkler in der FR über Jochen Distelmeyer und Ja, Panik: ↑Genau zur richtigen Zeit
The Telegraph: ↑Mika and his precarious ego
Liebe gewinnen
Morgen ist es endlich so weit: „Heavy“, das Solo-Debüt von Jochen Diestelmeyer erscheint. Zur Feier des Tages gibt es ein „Machen von“, das ein bisschen über die ersten beiden Videos („Wohin mit dem Hass“ und „Lass uns Liebe sein“) erzählt:
Und als ob das nicht schon grandios genug wäre gibt es bei uns auch zum ersten Mal seit Monaten wieder etwas zu gewinnen. Und zwar:
Jetzt wirds so langsam positiv
Mit den Besprechungen der „Armen Leute“ jedenfalls. Sogar im Saarland, man glaubts nicht. Dort residiert die „Saarbrücker Online Zeitung“ SOZ, und die hat gerade →Ärger mit der „Saarbrücker Zeitung“, dem seit Jahrhunderten röhrenden Platzhirsch. Und irgendwie links scheint sie auch zu sein, das kommt im saarländischen Establishment momentan gar nicht gut.
WeiterlesenPresseschau 23. September 2009
Galore-Interview mit Chris Isaak: ↑Jeder, der seinen Hund nicht küsst, muss dumm sein. (NB: Und natürlich hat Dick Cheney keinen 78jährigen erschossen, sondern nur angeschossen. Kleine Feinheiten der englischen Sprache)
Die taz über das einzige Deutschlankonzert der Dirty Projectors: ↑Konzentration gegensätzlicher Kräfte
Die Frankfurter Rundschau über die Kultur-Flatrate: ↑Der Anti-Kapitalismus der Bürgerlichen
Gerhard Loibelsberger: Die Naschmarkt-Morde
Wie läppisch hätten wir sie denn gern, die Kriminalliteratur? Man hat sich ja mit vielem schon abgefunden: mit unbeholfen in die hohle Hand formulierter Regiofremdenwerblerei, dummbeuteliger special-interest-Spannung für Freunde des Kulinarischen, der Spirituosen oder einer bestimmten Tierart, mit zusammengegoogelten und besinnungsaufsatzmäßig verfassten „historischen Krimis“… sogar, wenn alles zusammenfällt, das Bieder-Regionale, das schlichtweg Präpotente, das Nichtschreibenkönnen als Attitüde – selbst dann also haut uns das nicht mehr wirklich um. Bei Gerhard Loibelsbergers „Die Naschmarkt-Morde“ allerdings kommen wir ein wenig ins Wanken.
WeiterlesenA Perfect Circle: Thirteenth Step
A Perfect Circle sind subtile Verführer. Während Tool jedem Innovationsfass den Boden ausschlagen, ist Maynard James Keenan’s Zweitband verhältnismäßig zugänglich. Waren auf dem Vorgänger „Mer De Noms“ noch einige Hits am Start, ist das zweite Werk introvertierter, aber auch intensiver ausgefallen.
WeiterlesenMein erster Verriss
Ulkig. Da sitzt man gerade an einem Verriss – und wird derweil selber verrissen. In der „Saarbrücker Zeitung“, was denn aber tröstlich ist, wenn man weiß, was sie ansonsten NICHT verreißen. →Hier also. Fazit: Bitte diesen Krimi NICHT lesen!
Parallel
In den letzten Wochen hatte ich aus Zeitgründen darauf verzichten müssen, Bücher parallel lesen. Jetzt setze ich wieder an und auch gleich in der idealen Konstellation, ein gelungenes neben einem misslungenen Werk. Das schärft allgemein die Sinne, lässt die Hochachtung vor der literarischen Leistung steigen und die Verachtung des schlichtweg langweiligen Runterschreibens wachsen.
WeiterlesenPresseschau 22. September 2009
Michael Pilz in der Welt über neues altes von Prefab Sprout: ↑Göttliche Musik
Die taz über „Manafon“, das neue Album von David Sylvian: ↑Der furchtlose Wanderer
Die Frankfurter Rundschau über Dinosaur Jr. in Frankfurt: ↑Junge Alte
Literatur an historischen Stätten
Einen kurzweiligen literarischen Abend verbrachten 120 zumeist ältere MitbürgerInnen aus Schwäbisch-Gmünd in der historischen Orangerie des saarländischen Barockstädtchens Blieskastel. Auf Einladung der renommierten Firma CONTE – LITERATUR UND GEBRAUCHSGEGENSTÄNDE GmbH & Co. KG waren sie per Bus angereist, um die im Werbeprospekt versprochenen Leistungen des Unternehmens gegen einen Unkostenbeitrag von Euro 9,95 in Anspruch zu nehmen: „Große Stadtführung mit anschließender Vesper – Riesensteak und Riesenpommes – in einem ortsüblichen Lokal. Danach großer Unterhaltungsabend mit Peter König und Dieter Paul Rudolph in der Orangerie (Verkaufsveranstaltung, Teilnahme freiwillig). Jeder Gast erhält garantiert ein Paket mit Saarländischen Schlachtspezialitäten – Blutwurst, Leberwurst, Currywurst, Bauchfleisch – sowie ein vom Autor handsigniertes Exemplar des Regionalkrimikrachers ARME LEUTE.“
WeiterlesenPresseschau 21. September 2009
Wenn gar nichts mehr geht, können wir immer noch ein Lied im Bo-Diddley-Rhythmus machen. Das SZ-Musikblog interviewt Element Of Crime: ↑Wir sind deutsch wie Sauerkraut
Endlich eine sinnvolle Konferenz: Die taz über „all2gethernow“: ↑Leben und leben lassen
Freitag: In Berlin trafen sich Software-Tüftler zum Music Hack Day. 24 Stunden bastelten sie an neuen Musik-Anwendungen fürs Netz: ↑Der Sound des Netzes
The band’s first album combined the epic rock of Aerosmith with the gentle melodies of the Beatles to create a slow, stoned groove absent in later records: ↑How Nirvana’s Bleach brightened up grunge
Tortuga Bar: Narcotic Junkfood Revolution
In den Neunzigern war Mark Kowarsch Mitglied der deutschen Indieband Sharon Stoned, die dafür bekannt war, regelmäßig mit Gastmusikern zu arbeiten. Dieses Konzept hat Kowarsch jetzt auf sein aktuelles Musikprojekt Tortuga Bar übertragen. Mit zahlreichen Gästen hat er zwölf Songs eingespielt, die dank der von Gast zu Gast variierenden Einflüsse ganz unterschiedlich klingen:
Black Moth Super Rainbow: Eating Us
Der Schriftzug sieht eher wie der einer Metal- denn der einer Pop-Band aus. Aber statt Grindcore schicken Black Moth Super Rainbow faszinierenden Pop in unsere Gehörgänge. Die experimtierfreudige und verspielte Band aus Pittsburgh, deren Mitglieder allesamt sehr seltsame Pseudonyme tragen, wandeln auf ihrem vierten Album mal auf den Spuren von Air zu ‚The Virgin Suicides‘-Zeiten („Gold Splatter“), mal verbeugen sie sich vor The Flaming Lips. Apropos, deren Produzent Dave Fridmann war auch hier zugange.
Zudem tourten BMSR bereits mit den Lips ebenso wie mit MGMT und Aesop Rock. Vielleicht mögen diese Querverweise eine Erklärung für die komplexen, schrägen und oft auch psychedelisch angehauchten Kompositionen sein, die BMSR auf ihre Hörer loslassen. Wie sie es dabei noch hinbekommen haben, Hits wie „Born On A Day The Sun Didn’t Rise“ zu schreiben, bleibt ihr Erfolgsgeheimnis.
(kfb)
Krimileseleben -8-
So, eine Nachzüglerin, die uns freimütig aus ihrem Krimileseleben erzählt, haben wir noch. Wer es auch einmal probieren möchte – kein Problem. →Kurze Mail genügt.
WeiterlesenPresseschau 18. September 2009
Thomas Winkler in der Frankfurter Rundschau über Pearl Jams „Backspacer“: ↑Einkehr in die eigene Marktlücke. Und Paste fragt sich: ↑Is Pearl Jam a Modern Grateful Dead?
Detlef Diederichsen über Countrylegende George Jones: ↑Schuld und Sühne
Die Welt über die Ersatzmesse „all2gethernow„: ↑Endlich wieder Geld verdienen
Presseschau 17. September 2009
The Quietus-Interview mit George Pringle: ↑New Adventures In Lo-Fi
Die Beastie Boys ↑streamen das komplette „Hello Nasty“-Album. Remastered und mit Bonus-Teil voller B-Seiten und Raritäten.
WeiterlesenEine Stadt sucht ihren Mord
Man muss das verstehen. Jahrhundertelang lag die Stadt im Halbschlaf, nichts geschah. Ein Reichsgrafengeschlecht verschwand in den Wirren der Französischen Revolution (und tauchte – von der Leyen – irgendwann in Gestalt einer angeheirateten Familienministerin wieder auf), das Schloss brannte, an den Straßenrändern Myriaden von Reissäcken, die einfach nicht umfallen wollten. Irgendwann, Gebietsreform, kamen umliegende Gemeinden (zumeist gegen ihren Willen) zur Stadt hinzu und brachten mit: einen Grillweltmeister, einen Mann, der das verbrach, was heute seinen Namen wie einen Rufmord trägt: Hartz IV. Und jetzt das:
Weiterlesen.Klein: Outside In
Eigentlich gibt es heutzutage kein Album mehr, dessen Songs nicht aus mehreren Stilen zusammengesetzt wurden. So genannter Eklektizismus ist in der Popmusik längst keine Seltenheit mehr, sondern fester Bestandteil dieser – wenn nicht sogar Grundvoraussetzung für deren Erfolg. Lutz Nikolaus Kratzer wagt es auf ‚Outside In‘, Underground-HipHop, Electronica, Pop und Indie/Singer-Songwriter-Musik in einen Topf zu werfen. Herausgekommen sind eigentlich verschrobene und verspielte Songs, die sich aber partout nicht dem Mainstream verschließen wollen. Weiterlesen
Presseschau 16. September 2009
R.I.P. Bobby Graham. „You Really Got Me“, „Tired of Waiting for You“, „‚Downtown“, „‚Gloria“,… Ca. 15000 Alben, 107 Top 50 Hits, 13mal #1: ↑Acclaimed Session Drummer Bobby Graham Dies at 69
Songwriter Bart Davenport war in Darmstadt. Die Frankfurter Rundschau war auch da und sah das ↑Glück im Wohnzimmer
Die FAZ über die neue von Element Of Crime: ↑Zur Not bin ich auch noch da
Geschichtsaufarbeitung: ↑The 10 myths of Riot Grrrl