Das ist Krimi: Ich mach dir deine schöne Welt kaputt, kitte sie wieder – und am Ende steht sie schöner da denn zuvor. Schicken wir eine alte, exzentrische Lady auf Mördersuche, das wird spannend und lustig. Aber wenn es nicht spannend und lustig wird? Wenn die Welt am Ende keineswegs schöner, nein, hässlicher und kaputter ist als am Anfang? Dann nennt man’s Noir. Also nennen wir Gerald Kershs „Ouvertüre um Mitternacht“ einen Noir.
WeiterlesenThe Lemonheads: Varshons
Zwei Dinge muss man nicht mehr diskutieren: Zum einen, dass The Lemonheads eine der legendären Bands der Alternative Rock/Post Punk-Szene sind. Zum anderen, dass deren Kopf Evan Dando verrückt ist. Die Idee eines anderen Verrückten, namentlich Gibby Haynes von den Butthole Surfers, war es, die The Lemonheads dazu veranlasste, ein Album mit Coverversionen aufzunehmen. So ging Dando mit Vess Ruthenberg und Devon Ashley ins Studio, um unter der Aufsicht von Haynes und Anthony Saffrey (Ex-Cornershop) elf Songs umzudichten.
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Im Gespräch mit Norbert Horst
Aufschlussreiche Gespräche mit interessanten Menschen. Nach der Ariadne-Verlegerin Else Laudan und dem Noir-Pionier Martin Compart steht nun der famose Autor Norbert Horst Rede und Antwort. Im →Archiv der Krimikultur, wo auch sonst.
Presseschau 15. September 2009
Die Welt bespricht ↑„Das Album zum Herbst“, Element Of Crimes neue CD „Immer da wo du bist bin ich nie“.
Reissues und eine bevorstehende Reuniontour: ↑Sunny Day Real Estate Reconsidered
↑Nackt im Krach – die junge welt über The Jesus Lizard
The Temper Trap: Conditions
Infectious Records, das Label, das uns in der Vergangenheit solch großartige Bands wie Muse und Ash beschert hatte, wurde just wieder zu neuem Leben erweckt. Dort steht mittlerweile die australische Band The Temper Trap unter Vertrag. Wer sich ihr Debüt, das in Australien übrigens in den Top Ten landete und auf der Insel immerhin auf Rang 32 kletterte, anhört, wird ob der Reife der Songs überrascht sein.
The Black Eyed Peas: The E.N.D.
The Black Eyed Peas gehörten mal in eine Reihe mit klassischen HipHop-Bands, die der alten HipHop-Schule folgend intelligente Songs mit lyrischem Tiefgang schrieben: siehe Jurassic 5 oder A Tribe Called Quest. Diese Zeiten sind leider vorbei. Der Titel ihres fünften Albums, „The E.N.D.“ (Abkürzung für: „The Energy Never Dies“), scheint den geistigen und damit kreativen Zustand der Band zu beschreiben. Sie sind mit ihrem Latein am Ende und produzieren nunmehr flachste Dance-Pop-Lieder mit HipHop-Beats, wie man sie von jeder x-beliebigen Pop-Band um die Ohren gehauen bekommt.
Presseschau 14. September 2009
Die taz über die am Dienstag startende Konferenz „all2gethernow“: ↑Ware mit Aura
Spiegel-Interview mit Dr. Dre und Jimmy Iovine: ↑HipHop hat keine Ideen mehr
Todd Rundgren-Interview: ↑Talking With The Wizard & True Star
The Quietus spricht mit Johnny Marr & The Jarmans über: ↑The Cribs, The Smiths And The Trouble With Indie
Über das Mitklatschen in Konzerten: ↑Deconstructing the Clap
WeiterlesenDaniel Chavarría: Viagra à la cubana
Krimi? Nun, wie das meiste, was uns an kubanischer Literatur erreicht, kann auch „Viagra à la cubana“ die allgegenwärtigen Strukturen des Verbrechens nicht verleugnen. Und ein Roman, der mit einer Penisamputation beginnt und dem Abfaulen des besten Stückes eines Gangsters endet, kann so schlecht nicht sein…
WeiterlesenZwischenruf
Lieblingskommentar beim heutigen „TV-Duell“:
Herr Limbourg hat einen grotesk schlecht sitzenden Anzug an.
Den wähl ich nicht!

Die Krimifabrik
Wer als Autor mit dem Schreiben von Kriminalromanen nach materiellem Reichtum strebt, braucht Glück und eine durchschlagende Strategie, also am besten beides. Am wichtigsten: Verabschiede dich von der Vorstellung des irgendwie authentischen „Kunstwerks“, der individuellen Maßanfertigung, gar der literarischen Tradition des Genres, in die du deinen geistigen Erguss platzierst. Wir leben in einer Welt der rationalisierten Massenfertigung, des kostenoptimierten Fließbandes und der globalen Diversifizierung von Arbeitsabläufen. Nicht wer einen Krimi SCHREIBT, wird reich, sondern der, der ihn designt und schreiben lässt. Wie James Patterson.
WeiterlesenPresseschau 11. September 2009
Der Freitag setzt eine Literaturwissenschaftlerin auf die Texte der neuen Element Of Crime an: ↑Sven Regener macht depressiv
Sean Paul im Süddeutschebloginterview:↑Meine Mutter hat gekifft. Mein Vater auch
Galore-Interview mit Jochen Distelmeyer: ↑Einer ist eine Antwort. Einer kann auch mehrere Antworten sein. Das macht die Sache komplizierter.
Presseschau 10. September 2009
No Homer: ↑10 Hip-Hop Icons Simpsonized (Kanye West, Lil Wayne, Notorious B.I.G., 2Pac, Snoop Dogg, Flava Flav, Eazy E, Andre 3000, Eminem, Fat Joe)
The Quietus interviewt Tori Amos: ↑Song, Slayer & Staying True To Her Vision
Pitchfork befragt diverse Musiker (Yo La Tengo, Spoon, J. Mascis, Moby, The XX, Booka Sahe, Calexico, Phoenix uvm) nach ihrer Lieblingsmusik der Nuller-Jahre – ↑Guest List: 2000s Edition
Die taz entdeckt mit dem Debüt von Kid Cudi ↑das Hiphop-Album der Stunde
Kein Urlaub!
Das Kreuz tut weh, die Bandscheiben ächzen. Schwere Hautabschürfungen, eingerissene Fingernägel, dazu eine Art Platzwunde am Kopf, der Wandschräge sei Dank. Was heißt das? Klar: Der Blogger renoviert. Verrückt Möbel, streicht an, bringt Rolllädenkästen wieder auf den neuesten Stand. Und kommt diese Woche nicht mehr zum Bloggen ob all des Häuslich-Kriminellen. Falls nicht Unvorhergesehenes (Blogger wird unter dem Kleiderschrank begraben) passiert, melde ich mich nächste Woche wieder. Bis dahin: Betet für meine Gesundheit!
Presseschau 9. September 2009
Die Welt über ↑die Kunstrocker Muse
SZ-Musikblog: ↑Interview mit Elija Wald, dem Autor von „How The Beatles Destroyed Rock’n’Roll“
Noch lebt sie, aber der Guardian begutachtet schon mal das Vermächtnis der Cindy Lauper: ↑All hail Cyndi Lauper, queen of Queens
WeiterlesenPresseschau 8. September 2009
Speech Debelle ↑gewinnt den Mercury nachdem sie vorher noch Dinge sagt wie „I don’t have a favourite Hugh Grant movie. ] I think he’s a very over-rated actor. In fact, I think he’s shit.“
Galore-Interview mit Irmin Schmidt (CAN): ↑Man muss auch mal in die Scheiße treten dürfen.
Eine Big Star-Box, „Keep an Eye on The Sky“, wird bei uns am 25. September auf Rhino erscheinen: ↑Big Star Surprised to Hear Their Own Rarities und NPR ↑streamt die komplette erste CD.
Die taz über Nouvelle Vague auf Tour: ↑Zuckersüße Entschleunigung
Presseschau 7. September 2009
Nick Hornby schreibt im Observer über die Vorzüge von MP3-Blogs: ↑The Thrill of it all
All I know is that if you love music, and you have a curious mind, there has never been a better time to be alive.
↑FAZ-CD der Woche: Noisettes – Wild Young Hearts
Die Süddeutsche spricht mit Nelly Furtado über Ruhm: ↑„Natürlich steckt Ehrgeiz in mir“
Die Süddeutsche über staatlich geförderte Popmusik: ↑Rock around the Gießkanne
Auf der September-Couch
Und wieder sitzt das verlegerische Großkapital feist und zigarrenpaffend auf der irgendwie notorischen →Krimi-Couch: Der Buchgigant Edition Phantasia mit Rex Miller, der globale Literaturkonzern Ariadne mit Monika Geier und Nora Miedler, der Schweizer Megaverlag Kein & Aber mit Joaquín Guerrero Casasola… Da freut es mich schon, neben diesen Krösussen ein kleines Plätzchen ergattert zu haben. Für die kleine →Kolumne über Polizeiromane, einen herzhaften →John-Hart-Verriss und einen netten →William-Boyd-Krimi. Setzen Sie sich einfach dazu…
Auf der Fährte

eines großen und vergessenen Kriminalromans? Einiges spricht dafür. Etwa die Aussage eines Herausgebers, bei H.F. Woods „The Passenger from Scotland Yard“ handele es sich um „den besten Kriminalroman zwischen The Moonstone und The Hound of the Baskervilles“. Ob das stimmt, kann man jetzt anhand der deutschen Übersetzung von 1889 nachprüfen. Wo? Natürlich in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“…
Geoffrey Household: Einzelgänger, männlich
Ein Mann mit einem Gewehr schleicht sich auf das Grundstück eines Diktators und bekommt ihn ins Fadenkreuz. Bevor er schießen kann (will er das überhaupt?), wird der Mann entdeckt, gefoltert, von einem Felsen geworfen. Er überlebt und flüchtet aus dem Land des Diktators in seine Heimat, England. Gerettet ist er nicht. Die Agenten des Diktators sind ihm auf den Fersen, als er einen von ihnen tötet, jagt ihn auch die englische Polizei. Der Mann gräbt sich einen Bau, lebt dort wie ein Tier. Es nützt ihm wenig. Die Agenten scheuchen ihn auf, es kommt zum großen Showdown…
Weiterlesengemein 015
Selbst wenn ich geschickt durch die Radiosender zappe, werde ich seit Monaten auf allen Kanälen verfolgt von einem jaulenden Mädchen, dass nach nichts als „einem kleinen bisschen Sicherheit“ verlangt. Sie klingt, als habe der Arzt ihr das Singen zur Schluckaufbekämpfung verordnet. Was ist das? Die Bewerbung für die Allianz-Werbepartnerschaft 2009?
Pop war mal anders. Im Jahre 40 n. W. (nach Woodstock) verbietet sich eine solche klangteppichunterlegte Schleimbeutelentzündung eigentlich von selbst. Aber nicht, wenn man sich Silbermumpitz nennt, aus Bautzen stammt und sich selbst attestiert, eine Bande von „Vollblutmusikern“ zu sein. Dafür habe ich vor 20 Jahren die DDR nicht von ihrem Terrorregime befreit, um mir jetzt diesen korrupten Müll anhören zu müssen.
Susanne Fischer hört zuviel Radio: ↑Die Matschmusik von Silbermond