Nach dem Ende der Apartheid hat Südafrika viele Geschichten zu erzählen. Und es sind naturgemäß kriminelle Geschichten, die das Bild einer aberwitzigen Ideologie zeichnen. Malla Nunn zieht uns mit „Ein schöner Ort zu sterben“ tief in die Vergangenheit und erzählt, wie es gute Literatur immer tut, dabei viel über die Gegenwart.
WeiterlesenDas Rezensieren auf der Couch
Leser von wtd werden heute gleich auf die Krimicouch gesetzt. Dort hat der Blogger eine →längere Kolumne zum Rezensieren geschrieben.
Presseschau 6. Oktober 2009
Galore-Interview mit (den Song-Oscar-Gewinnern) Markéta Irglová und Glen Hansard: ↑Veränderung ist gut, man muss sie willkommen heißen. Wenn du das nicht kannst, bist du am Arsch.
Das SZ-Musikblog über eine neue Woody Guthrie-Box: ↑Der Schatz im Keller
PopMatters: ↑Fame, Fortune, and a Fat Queer Icon: An Interview with the Gossip
Über das harte Leben von kritischen Punkbands in eine lupenreinen Demokratie: ↑Banned in the USSR: How Russian rock bands are being censored
Ein Feigling sein
Es gibt Sachverhalte, bei denen wir uns einig sind. Zensur ist etwas Böses, als vorauseilender Gehorsam veranstaltete Selbstzensur eine Feigheit vor dem Feind. Wenn also der Droste Verlag einen Krimi („Wem Ehre gebührt“) seiner Autorin W.W. Domsky (das Pseudonym von Gabriele Brinkmann) noch vor Drucklegung zurückzieht, weil eine „Expertin“ davor warnte, einige Textpassagen könnten den Zorn von Islamisten erregen, dann nennen wir so etwas eine Beschränkung nicht nur der künstlerischen, sondern der in demokratischen Gesellschaften ausgeübten allgemeinen Rede- und Meinungsfreiheit.
Der Sprecher der Krimiautoren-Vereinigung Syndikat, Andreas Izquierdo, fasst es in einer →Stellungnahme zusammen:
Fräulein Detektiv

Nein, wtd ist nicht halb so frauenverachtend wie sein Ruf. Gerne verkünden wir, dass auf unserer Krimilieblingsseite jetzt endlich Miss Dora Myrl, eine der ersten Ermittlerinnen der Kriminalliteraturgeschichte, vertreten ist. In der deutschen Übersetzung von 1902 des 1900 von M. McDonnell Bodkin gebundenen Straußes sehr unterhaltsamer Geschichten. Lesen Sie die Abenteuer von „Fräulein Detektiv“, natürlich in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“. So gings los mit den Mädels.
Pieke Biermann in Hamburger Luxushotel gesichtet!
Okay, das wäre jetzt eigentlich keine Meldung. Dass Pieke Biermann einen Preis gewonnen hat, müsste man auch nicht eigens verkünden, denn sie müsste jeden Tag einen gewinnen. Zum Beispiel den Journalistenpreis des Weißen Rings. Aber den hat sie gar nicht gewonnen, sondern den Sonderpreis des Weißen Rings oder den Sonderpreis des Journalistenpreises des Deutschen Rings.
WeiterlesenPresseschau 5. Oktober 2009
Die Frankfurter Rundschau über die Kings Of Convenience: ↑Pssst!
Brain surgery is not for sissies. Die New York Times interviewt Rosanne Cash: ↑Daddy Sang Bass
Guardians Paul Morley spricht mit Johnny Marr ↑über Folkmusik
PopMatters über Ska gestern, heute und morgen: ↑The Ska will go on
Octavio Escobar Giraldo: Saide
Einhundertzweiundvierzig Seiten Text: Für einen Krimi bedeutet das Reduktion, mehr andeuten als ausführen, das vage Skizzenhafte als Grundlage einer erzählerischen Präzision, die auf das Vorstellungs- und Ausbauvermögen des Lesers hoffen muss. Eigentlich keine schlechten Voraussetzungen für Kriminalliteratur. Denn je mehr sie ausleuchtet, desto mehr verdunkelt sie.
WeiterlesenPresseschau 2. Oktober 2009
Die taz über die schwedische Sängerin Sally Shapiro und das Italo-Disco-Revival: ↑O-Saft mit Blue Curaçao
Die taz interviewt Altrocker Achim Mentzel: ↑Ich bin eine Speckbulette – na und?!
The Independent: ↑The return of concept album
Die ↑Welt und die ↑Frankfurter Rundschau über das neue Tokio Hotel-Album
Arctic Monkeys: Humbug
Unsinnig oder töricht klingt das dritte Album der Arctic Monkeys nicht. Dennoch trägt es den Titel „Humbug“. Anfang 2008 nahm das Quartett aus Sheffield die Arbeiten an diesem Album auf. Statt wie zuvor ein Studio in England aufzusuchen, jetteten sie über den großen Teich und quartierten sich in der kalifornischen Wüste ein. Genauer gesagt in dem Studio Rancho De La Luna in Joshua Tree. Das ist seit Jahren Spielwiese und zweite Heimat von Josh Homme, der früher bei den Stonerrock-Urgesteinen Kyuss Gitarre spielte und heute mit Queens Of The Stone Age und den Eagles Of Death Metal rockt.
Presseschau 1.Oktober 2009
The return of the Umhängekeyboard: ↑Das Klavier muss vor die Brust
FAZ-CD der Woche mit ↑Nutzholzgewinnercharme: Kings Of Convenience
Dieter Meier im Interview: ↑“Die Popmusik ist angestaubt”
Galore-Interview mit Boris Blank: „Ich will Maschinen eine Seele geben.“
The Stone Roses (Legacy Edition)
Die Wiederveröffentlichung dieser exquisiten Box kommt rechtzeitig zum 20-jährigen Jubiläum dieses britischen Madchester-Meilensteins auf den Markt. Neben dem neu abgemischten Debütalbum (plus dem Bonustrack „Fools Gold“) liegen auf einer zweiten CD zahlreiche Demoaufnahmen („The Lost Demos“) bei. Auf einer DVD befinden sich diverse Videoclips sowie ein Konzertmitschnitt von damals.
Presseschau 30. September 2009
Die New York Times über Record Stores: ↑Out of Sight, Not Obsolete
Metal Hammer:↑Top 10 Metal Things That Shouldn’t Be
Paste: ↑Getting to Know… HEALTH
OP!
So ein verstopfter Talkkanal ist ja harmlos. Wenn du allerdings morgens aufwachst und das Ding auf deiner linken Brust ist plötzlich sieben Zentimeter im Durchmesser, prall, entzündet und fest, dann weiß auch ein Ärzteverächter wie ich, wo er hin muss: schleunigst unters Messer. Genau das hab ich heute morgen gemacht. Und die nächsten Tage, sagt der Doktor, soll ich mich ausruhen. Und zum Verbandswechsel kommen usw. Also: Für den Rest der Woche nehme ich mir Genesungsurlaub. Am Montag gehts dann in alter Frische und talklos / taktlos weiter.
dpr
*hört gerade Talking Heads
Presseschau 29. September 2009
Alan McGee (und da kann ich mich nur anschliesen): ↑Why I can’t wait for a new Gillian Welch album
Jay-Z: ↑The Journey of an Icon
Über die Bedeutung des technischen Fortschritts für die Rockmusik: ↑Tech’s awesome contributions to rock ‘n’ roll
Presseschau 28. September 2009
Die taz über „Heavy“, das Jochen Distelmeyer Solodebüt: ↑Kunst ist zu wenig fürs Leben
„Heavy“ ist die FAZ-CD der Woche: ↑Einsamkeit ist keine Kunst
Die junge welt interviewt Jochen Distelmeyer: ↑Kein Fortschritt mit Gewalt
Die FAZ über die schwedischen The Sounds: ↑Im Bannkreis der Sounds
Geschäfte ankurbeln
… weil die Rezensionsexemplare der „Armen Leute“ nun doch etwas verzögert auf die Welt danieder kommen (aber keine Angst, Welt, sie kommen!), hier kurz der Hinweis, dass heute noch eine verspätete Rezension der „Menschenfreunde“ bei der →Krimi-Couch eingelaufen ist. Doch! Man kann auch dieses Werk noch käuflich erwerben, und wenn ich dem Rezensenten glauben darf (ich glaube ihm), lohnt es sich sogar! Also. Und dann habe ich noch eine peinliche Mitteilung zu machen (Cliffhanger, bitte weiterlesen)…
WeiterlesenDer Kriminalroman muss neu geschrieben werden
Der vorgestrige Wahlsonntag war eine Sternstunde für die deutsche Kriminalliteratur. Hat das allvierjährliche Stimmenevent doch dem Genre, das ja von sich behauptet, es produziere „Gesellschaftsromane“, ein auf den neuesten Stand gebrachtes Regelwerk beschert, ein perfektes How-to-do-it, ein selbst für die Minderbegabteren locker in Hochspannungsliteratur umzusetzendes Vademekum dessen, was unsere Gesellschaft definiert.
WeiterlesenDie Glorreichen im Herbst
Drei Viertel des Jahres sind jetzt auch schon wieder vorbei. Langsam muss man sich Gedanken über die Krimihöhepunkte machen, aber ich hab ja meine Glorreichen Sieben. Tja… aber da gibt es ein Problem.
Neu auf die Liste haben es Rex Miller mit →„Im Blutrausch“ sowie Vamba Sherif mit →„Geheimauftrag in Wologizi“ geschafft. Einen Ehrenplatz dort hätten natürlich auch Geoffrey Household („Einzelgänger, männlich“) und Gerald Kersh („Ouvertüre um Mitternacht“) verdient – nur: Dann müsste ich ja gleich VIER altbewährte Kräfte von der Liste kicken!
Presseschau 25. September 2009
Die Neue Zürcher Zeitung über einen David Sylvian, der mit seinen inneren Dämonen ringt: ↑Die Anti-Karriere
Die Welt über die neue Distelmeyer: ↑Rosige Aussichten
Der Spiegel interviewt Sven Regener: ↑Hat euch Rudi Dutschke nicht gereicht?