Wir beide sind Gegenstand des letzten „Krimigesprächs“, das Ulrich Noller mit der Moderatorin der →„Bücherwelt“ auf der Deutschen Welle geführt hat. TW, weil er nach fünfzig Jahren Beschäftigung mit dem Genre immer noch nicht weiß, was ein Krimi ist, meine Wenigkeit, weil ich „hyperaktiv“ bin. Meint Herr Noller. Kennt den jemand?
Die Kritikasterei – Weg zum Glück?
Wie ging es früher in Kreisen deutscher Krimischaffender zu? Überlebende erinnern sich schaudernd. Grausig wars, so der Tenor. Es herrschte Sengen, Morden und Brandschatzen, üble Nachrede war noch das Geringste, schwere Körperverletzung an der Tagesordnung. Doch dann hatten einige wenige Vernunftbegabte unter den Krimischaffenden die geniale Idee: Wir müssen einen Verband gründen!
WeiterlesenGrenzöffnung
Vielleicht sollten wir reinen Tisch machen, was die qualitative Vermessung von Kriminalliteratur angeht. Und, einfach mal so zu Erkenntniszwecken, davon ausgehen, es spiele letztlich keine Rolle, ob ein Hoch- oder ein Asphaltliterat das Genre mit seinen Kreationen beehre.
WeiterlesenObama und nachwachsende Rohstoffe
Der Geschenktipp für Obama-Fans:
→ hier zu erwerben. In den Geschmacksrichtungen „Happy“ und „Determined“.
Update November 2012: Inzwischen gibt es auch die Modelle Mitt Romney, Newt Gingrich und Ron Paul zu kaufen.
Übergepäck
Wenn Jörg Pilawa in Urlaub fährt, dann wahrscheinlich nur im Laster, weil sonst sein Ego zuhause bleiben müsste. Das ist inzwischen so groß, das passt unmöglich noch in den Kofferraum.
Peer Schader im FAZ-Fernsehblog: → Was soll das Pilawa?
Denkverbot im Titel-Magazin!
Knallige Überschrift, was? Sorry; aber man will ja möglichst im Gespräch bleiben und viele „Klicks“ einheimsen. Die heutige Sammlung kluger Worte kluger Menschen des Krimi-Samstags hätte beides verdient. Uta-Maria Heim beschäftigt sich in ihrer →„Kopfschuss“-Kolumne (die manchmal auch eine Kopfnuss-Kolumne ist) mit „Denkverboten“.
WeiterlesenSuhrkamp: Talent zum Unterhalter?
Eine persönliche Anekdote vorweg: Ende der siebziger Jahre schickte ich, „blutjunger Autor“, eine schmale Novelle zur Begutachtung an das Lektorat des Suhrkamp Verlags. Kein Krimi, aber eine leicht ins Mysteriöse driftende Geschichte. Sie kam nach zirka zwei Monaten zurück und enthielt den mir seither ins Gedächtnis gebrannten Satz: „Sie haben unbezweifelbar Talent zum Unterhalter“. Das war, aus der Feder eines Suhrkamp-Lektors, natürlich das Todesurteil.
WeiterlesenNeue Alibis

Die 29. Ausgabe von „Alibis – Polar, Noir & Mystère“ bietet willkommene Gelegenheit, wieder einmal auf →diese frankokanadische Krimizeitschrift hinzuweisen.
WeiterlesenEh ich es vergesse…
Im Magazin →„Moment“ lobt Dietmar Jacobsen noch einmal die „Menschenfreunde“. Und anderes. Hoffentlich tut er das auch mit dem nächsten Werk, das wahrscheinlich im Herbst erscheint. Und aller Voraussicht nach NICHT als book on demand…
Stewart O’Nan: Alle, alle lieben dich
Die junge Kim ist verschwunden. In einer US-amerikanischen Kleinstadt nahe der Großen Seen, aus einem auf den ersten Blick doch so intakten Mittelstandsmilieu. – Das Setting kennen wir, es ist einer der Archetypen der Kriminalliteratur. Ein Verbrechen geschieht und gräbt die vorgebliche Harmonie so lange um, bis wir in gähnende Abgründe blicken. Nichts Neues, man denke nur an Laura Lippman, die so etwas prima hinkriegt. Und was macht Stewart O’Nan daraus?
WeiterlesenDreams, dreams, dreams
Als Mitglied der Wahrheitsfindungskommission in Sachen „guter Krimi“ (auch als →„Gohlis-Projekt“ bekannt), erlaube ich mir, den Damen und Herren Krimischaffenden das hier ins Gebetbuch zu schreiben: KEINE TRÄUME MEHR! NIEMALS! NIRGENDS! NIE! – Ich streiche mir jeden Tag, an dem ich KEINEN Traum in einem Krimi lesen muss, rot im Kalender an. Es sind nicht viele Anstreichungen.
WeiterlesenKriegsgewinnler
Da sage noch einer, in deutschen Verlagen säßen nur Schlafmützen:
WeiterlesenAbsteiger 2009
Sie wissen nicht, was 2009 auf Sie zu kommt? An schlechten Nachrichten, schlechtem Cannabis und schlechten Krimis? Nun, was die letzteren betrifft, hat wtd wie immer seine Fühler weit in die Zukunft gestreckt und ist in der Lage, Ihnen die drei Absteiger des Jahres 2009 zu präsentieren. Machen Sie sich auf gruselige Momente deutschen Krimischaffens gefasst…
WeiterlesenEdgar, 3
Edgar Poe weilt am 19. Januar 2009 200 Jahre unter uns. Anlass für eine Serie von Aufsätzen, die dieses labile Wunderwerk der Literatur in loser Folge aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten sollen. Mit Anknüpfungen an die Kriminalliteratur, das Leben an sich, die Geschichte und die Gegenwart, das Politische und das Private, das Erhabene und das Niedere. Heute mit Teil 3 (Teil 1 →hier, Teil 2 →dort)
WeiterlesenDeutscher Krimipreis 2009
Die spannende Wahl zum Deutschen Krimipreis 2009 ist gelaufen! Live in ARD und ZDF! Mit sensationellen Ergebnissen! Hier die deutschsprachigen Preisträger:
WeiterlesenDas gnadenlose Geschlecht.
Am heutigen Krimisamstag im Titel-Magazin wird mit einer Sensation aufgewartet: Edgar Poe ist vor 200 Jahren auf die Welt gekommen! →Tobias Allan Gohlis hat aus diesem Anlass den Klassiker gecheckt – und weitere Besichtigungen des unsterblichen Edgar werden folgen. Derweil sich der Rest von Wörtches Crew durch den Tag schmökert. →Anna Veronika Wutschel findet Arnaldur Indridasons neuestes Opus reichlich misslungen. →Beate Mainka hält Denis Lépées „Cartago-Code“ für einen „netten Versuch“. Einzig →Menschenfreund Dieter Paul Rudolph tätschelt sein Objekt, Daniel Twardowskis „Tod auf der Northumberland“. Nehmt euch ein Beispiel, ihr grausamen Damen! Zu denen sich auch →Christine Lehmann gesellt, die einen Fön in die mit Mann besetzte Badewanne wirft. Bei soviel Grausamkeit kann man sich nur noch mit einem ellenlangen Gedicht von →Hilaire Belloc trösten.
Herzlich lachen
… musste ich schon, als mir gestern Frank Goykes neuen Krimi „Altweibersommer“ ins Haus kam. Trägt doch das gute Stück den Untertitel „Theodor Fontanes erster Fall“. Au weh! Bloß weil das arme Luder mit „Unterm Birnbaum“ mal eine klassische Kriminalnovelle geschrieben hat, muss es jetzt ein posthumes Leben als Seriendetektiv fristen!
WeiterlesenPieke hasst Vorurteile

„Synergieeffekte“: Hau einem, der anders ist als du, kräftig auf die Schnauze. Und wenn du schon mal dabei bist: beklau ihn auch noch. Über „hate crimes“, die leider oft als „normale Raubdelikte“ abgetan werden, berichtet Pieke Biermann in ihrer neuen Kriminalreportage „3 Unbekannte“. Am Freitag, 16. Januar 2009 im RBB-Inforadio 93,1um 10:27 und 13:27 Uhr und am Sonnabend, 17. Januar 2009 in DER TAGESSPIEGEL. Oder wie gehabt im Internet, in das man merkwürdigerweise nur übers Radio kommt.
WeiterlesenRudolf Lorenzen: Bad Walden oder El sueño de la razón produce monstruos
Über den bleichen Gebeinen dieser seit einem vollen Vierteljahrhundert vergessen schlummernden Geschichte wölbt sich eine prächtige Bedeutungskathedrale. Goya! Der Rationalismus! Die Inquisition! Und bevor wir uns vergewissern können, ob diese Gebeine zu einer bedeutenden oder einfach nur überschätzten Geschichte gehören, müssen wir uns ein wenig der Architektur ihres Verwahrortes widmen.
WeiterlesenRezensionswelle
Na bitte. Wer spät kommt, kommt besonders gut. Etwa der Kollege Noller (nie gehört den Namen), der sich der „Menschenfreunde“ bei der →Deutschen Welle angenommen hat.
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