Wie wird man eigentlich „Professor für Neuere deutsche Literatur“ und Autor beim „Tagesspiegel“? Indem man so gar keine Ahnung von dem hat, was man in die Tastatur haut? Nicht einmal, wenn das Thema →„Über den Ursprung der Kriminalliteratur – worin sich deutsche und britische Geschichten unterscheiden“ heißt, in der Lage ist, Googles kleines Suchmaschinchen anzuwerfen? – Muss wohl so sein. Anders sind Sätze wie diese nicht zu erklären:
WeiterlesenAllerlei am Samstag
Im Titel-Magazin ist es wieder soweit: Es darf krimirezensiert werden. Aber zunächst ein Gespräch: Ulrich Noller hat es mit →Zoran Drvenkar geführt, dessen Thriller „Sorry“ als Höhepunkt des Jahres beworben wird (und den dpr nächste Woche Samstag besprechen darf).
WeiterlesenAlligator on Ice – 6.2.09
Heute ist der Tag der Kurzrezis. Thomas Klingenmaier hat seine Lieben in der →„Stuttgarter Zeitung“ versammelt, watscht aber – entgegen sonstiger Gewohnheit – auch den einen oder die andere ab. Lieblingszitat: „Thiesler, die bereits mit „Der Kindersammler“ und „Hexenkind“ erfolgreich war (zusammen 750 000 verkaufte Exemplare), weiß, was Krimileserinnen mittlerweile schätzen: den möglichst langen Aufenthalt in einem Buch.“ Well said. (Mit Dank an unseren offiziellen Klingenmaier-Beobachter Georg).
WeiterlesenEine kurze Studie zur Perspektive, erster Teil
Bevor man sich ans Schreiben eines Kriminalromans macht, müssen grundsätzliche Dinge geklärt werden. Das wohl wichtigste, weil folgenreichste: die Erzählperspektive. Wähle ich die auktoriale, also dritte Person Singular, oder wird die Geschichte aus dem Protagonisten heraus erzählt, erste Person Singular?
WeiterlesenDie Leibrenten des Alligators
Wenn sonst nichts ist, dann immerhin das: Dietmar Jacobsen hat bei →„Text und Web“ eine sehr schöne Besprechung von Emilie Heinrichs‘ „Leibrenten“ geschrieben, dem ersten Band der „Criminalbibliothek 1850 – 1933“ aus der Edition Köln. Mehr davon ist immer willkommen, denkt der Herausgeber still in sich hinein.
Unter Dach und Fach
So, es ist vollbracht. Der Vertrag für den nächsten Kriminalroman, „Arme Leute“, ist unterschrieben. Erscheinen wird das Werk im August / September bei Conte, einem aufstrebenden, wachen und sehr netten Saarbrücker Verlag, der aber noch etwas an der Qualität seines Kaffees arbeiten muss.
WeiterlesenKurzer Lesetipp
Weiterlesen„Dann kam es zum Falkland-Krieg. Niemals zuvor (oder zumindest nicht seit dem Trojanischen Krieg) waren viele so weit gegangen, um für ein albernes Weibsbild so viel zu opfern“.
Alligator on Ice – 4.2.09
Da ich gleich zu wichtigen Verhandlungen eilen muss, hier die Ergebnisse der Alligator-Vertretung. Äh, DAS Ergebnis. Eine Besprechung von Silvia Kaffkes →„Das rote Licht des Mondes“ auf dem Blog von Ralf Koss. Mehr wird gerne genommen und kommt, wenn ich wieder da bin.
Kerstin Rech: Hotel Excelsior
Kerstin Rech schreibt ihre Kriminalromane, müsste man es nüchtern formulieren, unter Einbeziehung der Mythologie des ländlichen saarländischen Raums. Das kann sie. Für ihr neuestes Werk, „Hotel Excelsior“, hat sie sich einem historisch handfesteren Sujet zugewandt, der Saarabstimmung von 1935.
WeiterlesenAlligator on Ice – 3.2.09
Während der Alligator seine Kringel auf dem Urlaubseis dreht, hat Herr Georg auf eine wahre Bonanza krimikritischen Schrifttums verwiesen: literaturkritik. de. In der dortigen Februarausgabe äußert sich Walter Delabar zu Michael Collins‘ →„Der Bestseller-Mord“, Bernhard Jaumanns →„Die Augen der Medusa“, John Harveys →„Schlaf nicht zu lange“ und Heinrich Steinfests →„Mariaschwarz“.
WeiterlesenAlligators Urlaub
Ach ja: Der alte Alligator fährt zwei Wochen Ski (Hals- und Schwanzbruch!). Bis dahin bleiben seine Papiere blütenweiß. Wer also etwas findet, kann das ruhigen Gewissens diesem Blog hier zukommen lassen. Links bitte →an diese Adresse. Wir werden es – vielleicht nicht ganz so hurtig wie die alte Echse, aber genauso zuverlässig – der Welt mitteilen.
Prachtband!
Ein Text bleibt ein Text, ganz gleich, wie er daherkommt. Und bibliophil bin ich auch nicht. Dennoch: Als heute morgen Edgar Poes „Arthur Gordon Pym“ in der prächtigen Ausgabe des →Mare Buchverlags ins Haus kam, musste ich erst einmal duchschnaufen.
WeiterlesenTraum?
Ich hatte einen bösen Traum. Mir träumte, die Kriminalliteratur sei von mitleidigen AutorInnen zu dem einzigen Zweck erfunden worden, auch die geistig weniger flexible Bevölkerung unseres Kulturlandes beim Lesen von Büchern mit intellektuellen Erfolgserlebnissen zu beglücken. Die Grundüberlegung: Ist der Leser zu doof, die Geheimnisse eines Textes selbstständig ans Tageslicht seines Verstandes zu bringen, spendiert man ihm via Krimi ermittelndes Personal, das diesen Job für ihn erledigt.
WeiterlesenRockterrine: So schmeckt Rock’n’Roll!
Katrin Lauter, auch Kaddi genannt, Simone Voigt alias Uschi und Samaneh Parvin Zamir sind die Protagonistinnen hinter der Rockterrine. Die Drei kochen seit 2003 im Großraum Trier für Musiker bzw. Bands. Was seinerzeit im Exhaus in Trier anfing (genauer gesagt 1995 in Person von Kaddi) passiert mittlerweile auch schon mal in der Rockhal im luxemburgischen Esch-sur-Alzette oder bei Open Airs am Losheimer Stausee. Was genau die Rockterrine den Musikern auftischt, das ist in dem Buch „Rockterrine: So schmeckt Rock’n’Roll“ nachzulesen.
WeiterlesenEndlich! Krimisamstag! Sukzessive!
Kaum tritt man dem Redakteur mal auf die Füße (siehe Voreintrag), schon erhebt er sich vom Laken und schlurft fluchend zum Rechner. Die Früchte des kriminellen Samstags beim Titel-Magazin liegen endlich vor! Beginnen wir ganz hinten. Wer dichtet uns heut einen? →Cole Porter! Miss Otis bedauert, heute nicht mitlanchen zu können. –
WeiterlesenEs spricht: der Große Vorsitzende
Also Gohlis persönlich. Und was sagt er in der heutigen →„Welt“?
WeiterlesenDie Blogrezension der Zukunft (Herbst 2009)
„… man fragt sich tatsächlich, was sich der Autor dabei gedacht hat! Dieter Paul Rudolphs „Arme Leute“ ist einfach nur eklig! Das Schlimmste jedoch: Der Autor schreibt „literarisch“! Man kann es nicht einfach so im Bus runterlesen, man wird zum Denken gezwungen! Mit Krimi hat das nichts mehr zu tun, das ist ja fast Literatur…“
dpr
WeiterlesenAugen auf!
Dass wer eine Bude auf dem Markt hat, kräftig schreien, trompeten und krakeelen muss, wusste man schon immer. Verkauf ist alles, und auch auf dem Krimimarkt stehen die Büdchen nun einmal dicht an dicht. Noch niemals ist ein schlechter, ja, nur durchschnittlicher Kriminalroman in Deutschland veröffentlicht worden – behaupten die Verlage. Also wird gelobhudelt, bis sich der kaltblütigste Klappentexter morgens nicht mehr im Spiegel betrachten kann, hübsche Flashfilmchen werden als „Trailer“ produziert und geistige Dünnpfifferei erreicht dank Beimischung starken Vokabulars die solide Konsistenz unverzichtbaren Schrifttums.
WeiterlesenFrank Goyke: Altweibersommer
Theodor Fontane ermittelt. So, so. Nicht mehr ganz jung, die großen Romane noch ungeschrieben, mit journalistischen Brotarbeiten hält er sich und seine Familie über Wasser. Auf einer Recherchereise durch die Mark Brandenburg wird er plötzlich mit dem Tod eines alten Bekannten konfrontiert. Der, einst Arbeitskollege Fontanes, hat es zum Immobilienking und eingeheirateten Adligen gebracht und liegt jetzt mit zerfetztem Kopf in einer Wildschweinkuhle. Selbstmord? Sieht so aus, denn die Geschäfte des Herrn standen vor dem Bankrott. Und Fontane? Der zweifelt an der Selbstmordthese, wie auch anders in einem Kriminalroman, und, siehe oben, ermittelt.
WeiterlesenKrimijahrbuch 2009 – Erinnerung
Ich möchte nur ganz zaghaft daran erinnern, dass das Krimijahrbuch 2009 Anfang März erscheinen wird. Kann →hier bestellt werden oder →beim Verlag oder in der Buchhandlung. Wie immer lesenswert – das sage ich jetzt mal als Unbeteiligter. Wir halten euch auf dem Laufenden. Ihr dürft auch gerne Anregungen geben, was man 2010 mal so alles machen könnte: Themen, Personen, Länder, Kontinente… Wir sind ja strikt basisdemokratisch. Ob wir es dann allerdings auch so umsetzen können, kann nicht garantiert werden…
