
Der Sonntag ist KEIN Krimitag. Jedenfalls nicht für die deutschsprachige Krimikritik. Bleiben die Angelsachsen und ihre nächsten Anverwandten jenseits des großen Wassers. Aber auch da wiederholt sich so manches…
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Der Sonntag ist KEIN Krimitag. Jedenfalls nicht für die deutschsprachige Krimikritik. Bleiben die Angelsachsen und ihre nächsten Anverwandten jenseits des großen Wassers. Aber auch da wiederholt sich so manches…
WeiterlesenLuju, unser Koordinator in der Alligatornachrichtenzentrale, schlürft erschöpft von seinem (längst erkalteten) Kaffee. Die Drähte glühen! Immer neue Meldungen erreichen uns! Die Krimiwelt steht kopf! – Hier ein paar interessante Links aus der großen weiten Welt…
Über die kriminellen Qualitäten des John Burnside kann man sich streiten. Sein neuestes Werk, „Glister“, hat aber, meldet der →„Guardian“, „a stunning and dramatic“ end. Ist doch schon mal was.
… und dann seh ich da gerade noch, dass Kollege TW meine Deaver-Rezension beim →„Titelmagazin“ freigeschaltet hat. Schauen Sie halt mal rein, kost‘ nix.

Noch leicht benommen von unserem gestrigen Betriebsausflug, wollen wir heute die liegengebliebenen Nachrichten und die neu eintreffenden im Laufe des Tages aufarbeiten. Da die KollegInnen schon wieder mächtig vorsortiert haben, beschränken wir uns auf das, was noch nicht gesagt wurde oder wiederholen nur das, was uns besonders Essentiell erscheint. Nach diversen Tiefpunkten des gestrigen Tages (Sülze aus der Tube, Gartenmobiliar mit nicht allerbester Bausubstanz) möge uns dies wieder aufbauen. Und am Montag gibt es dann ein großes Exklusivinterview mit der bekannten Anthologistin Frau G. im Rahmen unserer beliebten Reihe „Zu Gast bei deutschen Krimischaffenden“. Ja, wir haben während unseres Betriebsausflugs auch gearbeitet! So sind wir nunmal!
WeiterlesenMorgen muss das Wetter einfach strahlen, denn wtd unternimmt seinen jährlichen Betriebsausflug. Wiesbaden! Stadt der Kriminalschriftstellerinnen! Nach einem Empfang beim hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (Stammleser von wtd!) geht es zum zünftigen Mittagessen. „Christianes Kartoffelpalast“ offeriert leckeres Gebratenes und schließt mit einer Privatlesung aus „Hell’s Bells“, der bezaubernden Krimianthologie (Poetenladen Verlag, 13 €) der bezauberndsten Herausgeberin.
Weiterlesen„Hydra“, unser weltweites Korrespondentennetz schüttelt seine Köpfe. Nicht viel los heute in der globalen Krimiszene. Vier Meldungen haben wir dennoch gefunden. Tja, und morgen ist hier Ruhetag, wtd macht seinen alljährlichen Betriebsausflug.
Weiterlesen… versprechen die neuesten Alligator-Urlaubsnachrichten aus dem In- und Ausland. Halten Sie die Luft an, seien Sie auf das Spannendste gefasst! Phantasie und Wirklichkeit in innigstem Verschlungensein!
Manche Wörter wirken wie ein rotes Tuch. „Mordsspannung“ etwa. Auf die darf sich, laut →„pr-inside“, freuen, wer Wilfried Bremermanns „Die Hoffmann-Affaire“ liest. Das Buch ist, wir zitieren, „gewalttätig, erotisch und faszinierend. Eine Geschichte, die unter die Haut geht und den Leser fesselt.“
Was für seltsame Tiere sind wir eigentlich, dass wir den Nektar unserer Feierabende aus dem Elend der Welt saugen? – Das ist eine Feststellung, kein Einstieg in eine moralische Betrachtung. Wir SIND seltsame Tiere. Und Kriminalliteratur zieht ihre Süße aus den großen und kleinen Tragödien, den privaten und den globalen, den staatserhaltenden Verbrechen. Darf sie das? Sie MUSS es! Der ganze Dreck in spannende Unterhaltung eingewickelt – wir sind halt nicht nur seltsame Tiere, wir sind auch ziemlich bequeme, die selbst bei der Zurkenntnisnahme unangenehmer Wahrheiten nicht auf die Vorzüge des Entertainments verzichten wollen.
WeiterlesenSo. Bevor wir uns die große weite Welt krimimäßig reinziehen wollen, erst einmal der Hinweis auf (mehr oder weniger) befreundete Blogs, die heute auch den Alligator vertreten haben. Women first: →Frau Krimi aus Österreich, heut a bisserl faul, mit einem einzigen Hinweis (und dann auch noch mit einem deutschen „Tatort“!); →Bernd warnt vor der Klischeefalle und →Ludger hungert nach Detektiven und dem Paradies. Und dem Herrn Linder sein →Ticker tickert und tickert und tickert.
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Beginnen wir heute mit vier Hinweisen zum deutschsprachigen Krimiwesen. Der Weltenrest meldet sich dann am Nachmittag. Viel Bockmist, schlechter Wein, schlechter Fußball – und Gutes aus Finnland.
Was ist nur mit dem →„Wiesbadener Kurier“ los? Jetzt rezensieren die schon Krimis, die „Bockmist“ heißen und von Hugh Laurie stammen, dem „Dr House“-Darsteller. Keine Ahnung, wie die sich aufführen werden, wenn endlich das Debüt der Anobella-Darstellerin auf ihre Häupter niederkommt.

Einmal die Woche interessiert sich wtd für seine Leser. Dann sind sie nicht nur Klickvieh oder das Objekt diverser Hass- und Verachtungstiraden, nein, dann sind sie Menschen mit demokratischen Rechten – und Pflichten. Eine dieser Pflichten: kommentieren! What ever! Gerade packe ich die Bände 3 und 4 der „Kriminellen Sittengeschichte Deutschlands“ aus, Friedhelm Werremeiers „Taxi nach Leipzig“ und -kys „Einer von uns beiden“. Krimis, die man aus unterschiedlichen Gründen klassisch nennen kann oder, besser: folgenreich. „Taxi nach Leipzig“, Vorlage des ersten „Tatort“-Krimis, sogar im Wortsinn. Interessieren euch diese mittelalten Schinken überhaupt?
So, der Rest für heute. Wissenswertes über Frank Schätzung, Donna Leon, einen Werwolf und – na, lesen Sie selbst.
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Pfingsten ist vorbei – und das Krimileben geht weiter. Sogar für die „Frankfurter Rundschau“, die aber in Deutschland ja keiner liest, die lesen nur die Österreicher, weil sie keine eigenen Qualitätsmedien haben. Folglich stammt der Hinweis auf die Besprechung von Karin Fossums →„Wer anders liebt“ auch von der in Sachen kriminelles Österreich weiterhin sehr aktiven →Frau Krimi aus Innschbruck. Danke für die Entwicklungshilfe! Schön auch der Titel der Kurzrezension „Die Autorin, die die Täter versteht“. Klingt mit seiner die-Häufung wie ein Mantra und ist so fragwürdig wie ein solches.
Weiterlesen„End Games“ ist das letzte Buch des im letzten Jahr verstorbenen Michael Dibdin, es ist ein würdiger, trauriger Abschluss einer (einschliesslich dieses Abschlusses) engagierten Serie.
Weiterlesen„Gestehen Sie endlich! Die Beweiskette ist lückenlos, die hält wie eine Eins! Sie sind in die Enge getrieben, da hilft Ihnen auch die psychiatrische Ausbildung kein bisschen mehr weiter!“
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Wie die Pfingstochsen schuften wir, damit euch die Feuerzungen der kriminalliterarischen Meldungen nur so auf die Häupter prasseln. Und bekommt dann aus Österreich auch noch zugerufen, man arbeite ja Sonntags nicht… Gegenbeweise folgen zuhauf.
WeiterlesenSamstag ist Krimitag beim Titel-Magazin, aber vom Alligator erfährt man immer erst Montags, was da Samstags los war. Bei uns funktioniert das zeitnah, wie es so schön heißt. Unter anderem, weil der Blogger dort den ersten Band der neuen →Maigret-Edition bespricht, „Pietr der Lette“, mit dem Text zufrieden ist, aber nicht mit der Edition selbst.
WeiterlesenSo. Der fleißige Johannes hat kurz vorm Wochenende noch einmal ausgiebig gesurft und ist fündig geworden. Stilvolles, Blut und Nutten, jüdische Polizisten in Alaska und viele, viele Mai-Neuigkeiten.
Guter Beginn – „Doch dann ist die Luft einigermassen raus.“: Urteilt Thomas Hermann von der →„Neuen Zürcher Zeitung“ über Gilbert Adairs nicht mehr ganz druckfrischen Roman „Ein stilvoller Mord in Elstree“.

Ein erster Blick auf die Krimimeldungen des Tages. Viel Zynismus und am Ende eine geradezu konsternierte Konsterniertheit sowie ein medizinisches Wunder: Eine Frau erhängt sich auf Usedom und liest später in Darmstadt. Well, that’s crime fiction as it should be.
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Der Kurz-Rate-Krimi erlebt eine bemerkenswerte Renaissance. Mit jenem suspense gesegnet, den Patricia Highsmith einst als „fucking thrilly“ literarisch adelte, ist er längst zum unterhaltsamen Kuckucksei geworden, das uns in gebündelter Form den politisch-sozialen Status Quo abbildet, über die Abgründe der Seele informiert und – als von Medizinern empfohlenes Training gegen die Alzheimer-Erkrankung – zugleich unser Deduktionsvermögen herausfordert. Der Kurz-Rate-Krimi hat hinsichtlich seines volksaufklärerischen Gehalts längst die „Sendung mit der Maus“ als wichtigstes Informationsmedium des deutschen Durchschnittsbürgers distanziert. Auch in unserem heutigen Kurz-Rate-Krimi, wie immer von Kurz-Rate-Krimi-Papst Dale Patrick Rutherford verfasst, geht es um Wissenswertes und Essentielles, um das Grauen des Alltags und die Alltäglichkeit des Unfassbaren.
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