Manfred Wieninger oder Miert-Bla

Wer verstehen will, warum Wien Wien heißt und als Hauptstadt Österreichs und des Weltmorbiden fungiert, der muss die Krimis der Alpenrepublik lesen. Denn die Wiener Autoren, auch wenn sie keine sind, sondern vielleicht Burgenländer oder Tiroler, sind immer auch Wie’ner: „Meine bisherigen Ermittlungsergebnisse waren so viel wert wie ein angebissener Kinderkeks.“ So wienern sie über die Stringenz der Sprache, bis die vor lauter Vergleichen zwischen den Diametralitäten mäandert. Fast alle machen das, und wenn sie’s mal nicht tun, dann muss ein „als wenn“ her, jedenfalls ein schräges Bild,und das gibt dann schräge Kriminalliteratur. Oder etwa nicht?

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Pieke leistet Dienst

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Eine neue Kriminalreportage von Pieke Biermann – und zugleich ein Blick zurück auf ihren ersten Fall. Dabei lernte sie Carmen Ihlenfeld kennen, die sie jetzt porträtiert. Wie immer in der Reihe „Menschen – Orte – Kriminalität“ beim RBB-Inforadio 93,1 am 23. Mai 2008 um 10:27 und 13:27 Uhr (oder im Netz hören: aufs Bildchen klicken).

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Schluss mit Donnerstag

Ein bissel haben wir noch. In- wie Ausländisches, für Krimiwettbewerbs-Teilnehmer und Leonisten, Freunde der Serienkillerei und des Pornothrillers.
Bevor wir zum nichtdeutschsprachigen Ausland kommen, hier noch zwei wichtige inländische Meldungen. Die erste speziell für Fräulein Anobella, notorische Gewinnerin des 2. Preises bei Krimischreibwettbewerben:

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Donnerstag mit „Freitag“

Aufmerksame LeserInnen haben es natürlich längst gemerkt: Unserem ersten Blick durch die mediale deutsche Krimilandschaft ist Thomas Wörtches Artikel über Amstetten und seine kulturschickimickrigen Folgen entgangen. Hat denn diese „kleine Attacke gegen ein paar allzu abgedrehte Schleifen der Kultursemiotik“ des geschätzten Kollegen im →„Freitag“ etwas mit Kriminalliteratur zu tun? Eine ganze Menge.

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Am Donnerstagmorgen wird Deutsch gesprochen

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Beginnen wir den Donnerstag mit einem Blick in die deutschsprachigen Gazetten, wo uns sensationelle Geheimnisse über den Regionalkrimi, Korschenbroich und Donna Leon im Händelsound.
„Der sogenannte Regionalkrimi boomt…“: mit diesen Worten beginnt der →„Rhein-Mainer“ seine Besprechung von Stefan Peters’ „Ritual in den Tod“. Das ist sehr originell, und hoffentlich ist Peters’ Krimi zum Thema Studentenbünde nicht ganz so voller neuartiger Erkenntnisse.

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Laura Lippman: Das dritte Mädchen

Vielleicht ist das eine schnöde ökonomische Überlegung: Ich möchte einen „Gesellschaftsroman“ schreiben, weiß aber aus Erfahrung, dass sich so etwas nicht gut verkaufen lässt. Also verpacke ich das Ganze in einer Krimihandlung – und es verkauft sich prächtig. Laura Lippman, deren „Das dritte Mädchen“ zu solchen Spekulationen Anlass geben könnte, ist hingegen eine bewährte Schöpferin von Spannungsliteratur und somit eigentlich über diese Zweifel erhaben. Dennoch: Ein wenig missbraucht sie das Genre schon. Schlimm ist das nicht.

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Volksbloggen -30-

So. Ran an die Kommentarfunktion. Mal nach Herzenslust Dampf ablassen. Oder sonst was. Und zwei Fragen hätte ich auch noch. Erstens: Nutzt ihr eigentlich die Dienste der Ersatzalligatoren? Interessiert euch das? Auch die englischsprachigen Hinweise? Würd mich schon interessieren. Zweitens: Wie wärs mit einem neuen Krimistammtisch? Wer würde mitmachen? Irgendwelche Titelvorschläge? Ich hätte einen: Rainer Gross bringt im Juli seinen „Grafeneck“-Nachfolger „Weiße Nächte“ auf den Markt. Erscheint bei „Pendragon“. Na?

Dienstäglicher Nachtrag

Ups, jetzt hat Herr Luju beim Aufräumen doch noch zwei Links unter seiner Kaffeetasse gefunden. Und die sind so essentiell, dass wir es nicht versäumen wollen, sie sofort unters Volk zu streuen. Es geht um äußerst dumme Wiesbadener und eine nette Umschreibung für das, was wir früher „etwas für die Bevölkerungspyramide tun“ genannt haben.

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Eine Anthologistin

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Schon die mit Jugendstilvillen prunkvoll bestandene Straße in einem Mainzer Nobelviertel flößt Respekt ein. Hier, das merkt man sofort, wohnt das Geld. Und gegenüber dem Seniorenstift „Mit den Dritten beißt man besser“, einem idealen Versuchsfeld für die aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenkenden ZDF-Redakteure, da wohnt SIE: Christiane G., Herausgeberin, The Queen of Kurzkrimi, seit Neuestem auch Anthologistin und diplomierte Suspenseexpertin.

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