
Milliardärsyacht beim Bunkern von Eiswürfeln für die Karibiktour.
Der Journalist (Sounds) und Labelbetreiber (ZickZack, What´s So Funny About) ist tot. Er wurde wahrscheinlich 77 Jahre alt – über sein Alter ist man sich in den zahlreichen Nachrufen ebenso uneins wie über die Frage, ob Hilsberg den Begriff „Neue Deutsche Welle“ erfunden hat. Unsere 5ct: Hat er nicht, aber er hat ihn 1979 mit seinem Artikel „Neue Deutsche Welle – Aus grauer Städte Mauern“ in der Sounds bekannt gemacht.
==> Die Verhältnisse zum Platzen bringen (taz)
==> Alfred Hilsberg: Eine etwas andere Musik (nd)
==> Lieber zu viel als zu wenig (Zeit)
==> Aus dem Paradies der Ungeliebten (Tagesspiegel)
==> Der neue deutsche Wellenbrecher (FAZ)
Jung, frech und laut. Das sind Attribute, die einem bei Panic Shack durch den Kopf schießen. Das Quartett aus Cardiff passt perfekt in die zeitgenössischen punkigen Rockbands mit Frauen in der Führungsrolle. Seien es Amyl And The Sniffers, Wet Leg, Sprints oder Lambrini Girls. Es gibt sie zuhauf, und dennoch wird man nicht müde, neue zu entdecken. Panic Shack etwa, die Mitte Juli über Brace Yourself Records ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht haben.
Weiterlesen232. Tag des Jahres
Das Leben ist eine Schmierenaufführung; vorher nicht geprobt und elend ausgestattet.
Alexander Roda Roda
Vor 50 Jahren: Albumveröffentlichung „Deluxe„. Das zweite Studioalbum von Harmonia – der Band bestehend aus Michael Rother, Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius – erscheint. Produziert von der Band und Conny Planck. Auf einigen Stücken trommelt Mani Neumeier von Guru Guru.
Weiterlesen10 Alben für die einsame Insel, Ausgabe 2025
„ Ach, es fehlen viele.“
Lokalpatriotismus hin oder her: Was ist das zweite Album der saarländischen Krachmacher Trainer für ein Knaller. Max Ludwig von Tausend Augen hat es aufgenommen, was die beste Wahl in der Region für solche Musik ist. Die wurde übrigens ausdrücklich nicht von Bundesgeldern querfinanziert, sondern aus eigener Tasche bezahlt. Darauf legen Trainer Wert, die in vielerlei Hinsicht ihr eigenes Ding machen. Trends sind ihnen Schnuppe. Sie machen lieber guten, abgehangenen Noiserock, der mit seiner Wucht und seiner technischen Raffinesse überzeugt. Lieber ein Break mehr als eins zu wenig, aber keinesfalls eins zu viel. Die Hörbarkeit hat oberstes Gebot. Über dem Sound der beiden Gitarristen Christoph Duymel und Martin Schad sowie Steaknife-Schlagzeuger Stephan Philipp erhebt Dietmar Bottler (Ex-Karcher, Ex-Zesura) seine leicht heisere Stimme, die phasenweise an Scott McCloud (Girls Against Boys) erinnert. 13 Songs plus Pro- und Epilog, an denen es rein gar nichts zu mäkeln gibt.
Trainer
Oh, Mandy!
Broken Silence
231. Tag des Jahres
I sang ‚Nessun Dorma‘ twice with Pavarotti, and he told me he’d heard ‚Smoke‘ about five or six times, and every time was different. He was so jealous because if he deviated one jot from the traditional interpretation of the famous arias, he’d be crucified. We have the freedom.
Ian Gillan
Vor 55 Jahren: Albumveröffentlichung „Close to You„. Die Carpenters veröffentlichen ihr zweites Album, darauf u.a. die bereits als Single veröffentlichten „(They Long to Be) Close to You“ und „We’ve Only Just Begun“.
WeiterlesenEs gibt sie bereits seit 2011, drangen aber bis dato nie bewusst an mein Ohr. Umso erfreulicher, dass sich das jetzt mit ihrem Album „V: Lamentations“ änderte. Wer auf einen waschechten NWOBHM-Sound steht, sollte mit dem Quartett aus dem nordwest-englischen Lancashire seine Freude haben. Die konnten mit Schlagzeuger Aaron Hay einen Rückkehrer aus ihren Anfangstagen in ihren Reihen begrüßen. Und mit diesem haben sie diese stilechte, mit vielen starken Riffs und Melodien geschmückte Songs aufgenommen. Dabei half ihnen wieder ihr langjähriger Produzent Ed Turner. Der habe „seinen Anteil an dem, was wir machen“, bekräftigt Wytch Hazels Kopf Colin Hendra. „Er hat so viele Details hinzugefügt, dass man bei mehrmaligem Hören immer Neues heraushören kann. Ed war der Schlüssel dazu, diese Songs zum Leben zu erwecken“. Und dafür, dass sie, die immer wieder an die ersten beiden Iron Maiden-Alben erinnern, so rund und gleichzeitig auch nach den früheren Achtzigern klingen.
Wytch Hazel
V: Lamentations
Metal Blade/Sony Music
10 Alben für die einsame Insel, Ausgabe 2025
1.) The Beatles, White Album:
Die erste Frage ist: Ist das eine Liste meiner Lieblingsalben, oder eine Liste der Alben, die ich mir wünschen würde, wenn ich wirklich allein auf einer Insel wäre? Nehmen wir die zweite Option an, denn sie ist interessanter. Damit würde das White Album ganz oben auf meiner Liste stehen. Es ist keineswegs mein Lieblingsalbum – es ist nicht einmal mein Lieblingsalbum von den Beatles; das wäre wahrscheinlich A Hard Day’s Night – aber es ist das Album, das mich davon abhalten würde, wahnsinnig zu werden, wenn ich es jeden zweiten Tag hören müsste. Während Exile an der Main Street ein Gefühl (Entfremdung, die Suche nach Erlösung, so etwas) so tief wie möglich erforscht, springt das Doppelalbum der Beatles immer wieder von einem Stil zum anderen und dann wieder zurück. Wenn ich jetzt überlege, vielleicht würde mich das ziemlich schnell wahnsinnig machen. Aber wahrscheinlicher – hoffentlich werde ich es nie herausfinden – würde es immer ein oder zwei Lieder geben, auf die ich zurückkommen könnte, egal wie ich gelaunt bin. Außerdem könnte ich Ringo jede Nacht „Good Night“ zu mir singen hören!
230. Tag des Jahres
When childhood dies, its corpses are called adults.
Brian Aldiss
Vor 105 Jahren: In den USA wird der 19. Verfassungszusatz ratifiziert, der den Frauen das Stimmrecht gibt.
Vor 65 Jahren: In den USA kommt mit „Enovid“ die erste Antibabypille auf den Markt.
WeiterlesenDer Auftritt auf dem diesjährigen Glastonbury Festival war beeindruckend. Jetzt legt Kae Tempest das fünfte Album vor, das nicht von ungefähr „Self Titled“ heißt. Es geht um Tempest selbst. Bekannt wurde Tempest als Kate Tempest, outete sich dann im August 2020 als non-binär und änderte den Namen in Kae Tempest.
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Zehn sind natürlich zu wenig, aber diese hier haben mich sehr geprägt, die müssen mit.
Pretenders: Pretenders (1980)
Sound, Songs, Band, Stimme, Aussehen – ein tolles Debütalbum.
229. Tag des Jahres
Anger can be a problem, but it has tremendous potential, too. It’s just figuring out what to do with it.
Sean Penn
Vor 210 Jahren: Reif für die Insel. Napoleon tritt seinen Exildienst auf St. Helena an.
Vor 80 Jahren: Buchveröffentlichung: „Animal Farm„. George Orwells Dystopie erscheint erstmals beim Verlag Secker & Warburg in London.
Weiterlesen228. Tag des Jahres
A set should be like a family, except that you all actually like each other.
Taika Waititi
Vor 60 Jahren: Albumveröffentlichung „All I Really Want to Do„. Das Solodebüt von Cher erscheint, nur wenige Wochen nach „Look at Us“, dem Debüt von Sonny & Cher.
Vor 40 Jahren: Madonna heiratet den Schauspieler Sean Penn. 1989 wird die Ehe wieder geschieden.
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1) Watermelon Men – Past, Present and Future (1985)
Eine Platte aus dem Jahr 1985, die nicht nach 80er klingt – aber irgendwie doch: Die Underground-Musik dieser Zeit bestand oft aus Jingle-Jangle-Gitarren und Garagen-Sound, wie in den 60ern. Ganz wunderbar hat das die schwedische Band Watermelon Men zelebriert, mit tollen Songs und herrlichen Melodien. Einer der beiden Gitarristen hat später Karriere als Diplomat gemacht – und unter dem Namen Distant Days auch weiterhin Musik aufgenommen. Der andere Gitarrist starb 2004 durch den Tsunami auf Thailand.
10 Alben für die einsame Insel, Ausgabe 2025
Platten für die Insel ist so eine Sache. Eine ganz besondere Sache. Lieblingsplatten sind schnell aufgelistet. Das wäre keine Herausforderung. Epochale Werke auch nicht: Jeff Buckley, Towns van Zandt… Wer aber den Rest seines Lebens auf einer Insel verbringen will oder muss – ich gehe hier nicht von England mit Plattenläden, Online-Shopping und Streaming, sondern von einer einsamen Insel ohne Zugriff auf weitere Musik aus – der braucht sowas wie ein musikalisches Survival-Pack für alle erdenklichen Situationen: Good Vibes, Melancholie, Trost, Energie, Leidenschaft und Zuversicht. Das ist nicht ganz trivial, das auf eine Essenz von 10 Platten zu reduzieren, die auch nach dem fünfzigsten Auflegen nicht nerven:
Ideal – Ideal (1980):
Aufgewachsen mit käsigem 70er Radio-Rock und Disco war der Auftritt von Ideal vor dem Reichstag eine Offenbarung – eine unfassbare Frische und Ausdruck einer neuen Haltung, die den alten Muff links liegen lässt.
227. Tag des Jahres
Läßt man einen Deutschen zur Geschichte sprechen, wird meistens ein Besinnungsaufsatz draus.
Roger Willemsen
Vor 50 Jahren: Albumveröffentlichung „Atlantic Crossing„. Das sechste Soloalbum von Rod Stewart – produziert von Tom Dows – erscheint. Es wird Stewarts viertes Album, das es in Großbritannien an die Spitze der Albumcharts schafft. In den USA reicht es immerhin noch zu Platz 9. Auf „Atlantic Crossing“ finden sich mit „Sailing“ und „I Don’t Want to Talk About It” zwei von Stewarts populärsten Songs.
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Bohren & Der Club Of Gore „Midnight Radio“
Mülheim hat nicht nur Helge S. zu bieten.
Billy Bragg „Victim Of Geography“
Der Kampf für eine bessere Welt endet nie.
226. Tag des Jahres
Ohne die Songs von Bob Dylan hätte ich nie die Courage aufgebracht, oder den Größenwahn, Filme zu machen.
Wim Wenders
Vor 80 Jahren: Todesurteil gegen Pétain. Ein Kriegsgericht verurteilt Marschall Philippe Pétain, den Kopf des Vichy-Regimes wegen Kollobaration mit Deutschland zum Tode. Später wird das Urteil in lebenslänglich verwandelt.
Vor 60 Jahren: Roger Vadim heiratet Jane Fonda.
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1997. Das ist lange her. 2050 liegt näher. Aber die 1990er waren wohl eines der besseren Jahrzehnte der Musikgeschichte. Das zeigt sich daran, dass ich bei der Aktualisierung meiner Inselplatten gar nicht soooo viel ändere.
Passend auch: ALCOR gibt es immer noch, man kann sich immer noch einfrieren lassen, aber es wurde noch niemand wieder aufgetaut. Im Jahr 2025 ist mir immer noch nicht nach Insel. Die Platten, die ich alleine auf langen Autofahrten höre, kommen dem wohl am nächsten. Oder auf einem isländischen Hochplateau. Oder auf einer vierjährigen Kreuzfahrt mit der Club Med 2.
David Munyon – Stories from the Curve
Krame ich tatsächlich immer wieder mal raus und bei der Erinnerung an Davids Konzerte schaudert es noch wie vor knapp 30 Jahren.