Stapel gelesener Bücher

Das neue Jahr hat begonnen, wem sag ich das. Das alte ist Geschichte, aber die Geschichten, die 2006 geschrieben und gelesen wurden, sind noch nicht alle besprochen. Merkwürdig. Eigentlich liest man heute ein Buch fertig und morgen steht im Blog, was man davon hält. Aber jetzt stapeln sich die gelesenen, noch nicht besprochenen Bücher, die neuen, noch ungelesenen, treffen peu à peu ein. Also die Altlasten abarbeiten.

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Prost dann!

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Eben kommt das Neue Jahr zur Redaktionstür herein. Antrittsbesuch bei Hinter-Net!. Wie es denn wird, das Jahr 2007? Ist schon was bekannt? Nein, steht zwar alles hier im Script, aber sorry, noch keine Zeit gehabt, mich einzuarbeiten. Kam alles ganz plötzlich, aber sind ja noch ein paar Stunden bis Mitternacht. Muss auch gleich weiter. Wir sehn uns auf jeden Fall. Tschüssi.

John Katzenbach: The Madman’s Tale

Ob jetzt „The Madman´s Tale“ die Geschichte eines Wahnsinnigen, eines Verrückten oder doch die von Macbeths Idioten erzählt, soll dahingestellt bleiben. Auf jeden Fall aber entführt John Katzenbach den Leser in die Abgründe einer Welt, wie sie sich Dante kaum anders hätte ausdenken können. Das „Great Western Hospital“ ist eine Verwahranstalt für seelisch Kranke. Wer hier landet, ist den Angestellten ausgeliefert und kann sich, im Gegensatz zu einem Strafgefangenen im Gefängnis, nie sicher sein, ob und wann er wieder ’raus, zurück in die Welt kommt.

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Reginald Hill: Welch langen Weg die Toten gehen

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(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)

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An der Tür

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Sie können mir ruhig glauben, sagte das geheimnisvolle Männlein, wir Weihnachtsmänner gehen natürlich mit der Zeit. Rauschebart war mal, auch die Geschenke können sie sich abschminken. Was ich ihnen anbieten kann sind Gestimmtheiten. Soll es etwas Aufgeregteres sein oder eher etwas Stilles? – Glücklicherweise kam in diesem Augenblick mein Nachbar nach Hause. Wer weiß, wie die Geschichte sonst noch weitergegangen wäre.

Piekschnass

„Zu Wasser und zu Lande“ lobpreist man sie, die Schwerpünktin des Krimijahrbuchs 2007, die einzige Frau, die einen Handstand machen kann, ohne die Hände dabei zu benutzen: la Biermann. Sie kann auch schwimmen. Aber nicht im Landwehrkanal, wie sie uns am Sonnabend, dem 23. Dezember 2006 im TAGESSPIEGEL und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr verrät (wer den Termin verpasst, muss halt um 19:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 Uhr und 5:45 Uhr ins kalte Wasser springen). Die Wasserschutzpolizei wird sich freuen.

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Cindy Dyson: Unalaska

Schon wieder ein Buch, bei dem einem, mephistophelisch lächelnd, Gretchen über die Schulter guckt und ihre gemeine Frage stellt: Wie hältst du’s mit dem Genre, Rezensent? Das Genre, liebes Gretchen (antwortet der Rezensent), nimmt auch dieses Buch noch auf, Cindy Dysons „Unalaska“, es wird (irgendwie) gemordet und (irgendwie) aufgeklärt. Das Wichtigste aber: ein wirklich gutes Buch.

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Bestenliste-Diskussion: eine kommentierte Zusammenfassung

Elf kommentierende, debattierende, sich streitende, behauptende und widerlegende Menschen: das ist für Krimiblogverhältnisse fast ein Massenauflauf. Der Anlass war vergleichsweise harmlos. In Ermangelung geeigneter polemischer Bereitschaft habe ich die Krimiwelt-Bestenliste wohlwollend betrachtet und mir erlaubt, →einen kleinen Vorschlag zu unterbreiten. KEINE Polemik also. Aber ein Versuch, polemisches Potential freizulegen. Ist das gelungen? Fassen wir kurz zusammen.

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