Krimiblog im Skandalsumpf

Skandale, Skandale und kein Ende in Sicht. Nach diversen Leserbeleidigungen, notorischem Falschlinken und Hofberichterstattung von Provinztagungen jetzt das: Der designmäßig ach so niveauvolle →Krimiblog des geschätzten Kollegen Menke kann nicht einmal mehr ein paar simple Kästchen in die ordnungsgemäße Senkrechte setzen, wie dieses schockierende Foto zeigt:

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Dicke Mädchen

Darauf hat Doktor Zapp lang gewartet: „Germanys next Topmodel“ mit Heidi Klum. Eine Art „DSDS“, nur eben für den Laufsteg. Und wenn eines voraussehbar war, dann dieser Satz: „Du bist zu dick“. Der musste einfach fallen. Und hoffentlich haben viele junge Mädchen beim Zuschauen mit einer Tüte Kartoffelchips auf dem Sofa gesessen und sich gesagt: „Genau deshalb mach ich da nicht mit“.

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Schorlaus Welt

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(Manchmal hilft ein genauer Blick, wo die große Rundumschau einer Rezension nicht weiterhilft. Eine Szene, ein Dialog, eine Kleinigkeit eben. In unregelmäßiger Folge seien ab sofort bestimmten Kritiken Betrachtungen vorgeschaltet, die ein charakteristisches Merkmal des Textes unter die Lupe nehmen, erklären und seine Auswirkungen auf das Ganze prognostizieren. Beginnen wir mit Wolfgang Schorlaus „Das dunkle Schweigen“, immerhin 3. Rang des Deutschen Krimipreises 2006 sowie der aktuellen KrimiWelt-Bestenliste.)

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Fiebergedanken

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Schnupfen, Husten, ein Kratzen im Hals: Schreiber dieses geht’s nichts so gut. Und: Nächtliches Verhandlungsmarathon mit einem Verleger, der von den Jahrbuchgewinnen unbedingt eine „Finca in Bad Liebenzell – mein Jugendtraum!“ anschaffen möchte. „Nein, Alfred“, sage ich süßlich, von mächtigen Virenarmeen schon längst in die Enge getrieben, „wir dürfen nicht mehr als 20 € verlangen. Zur Not dampfe ich das Layout ein bisschen ein. Dann kriegen wir vielleicht nicht den großen rheinland-pfälzischen Layoutorden am Band, aber die Krimigeschichtsschreibung wird es uns ewig danken!“

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Rest der Welt

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Deutschsprachige Krimis – und der Rest der Welt. Das geht unseren hiesigen AutorInnen doch runter wie Butter, oder? Einige der Highlights des Krimiimportjahres 2005 – aber eben nicht nur. Auch noch nicht übersetzte Werke werden vorgestellt, Autoren porträtiert und befragt. Und David Peace, frisch gekürter Krimipreisträger, schreibt selbst. Hier die Einzelheiten.

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Für die Jugend der Welt

Über all dem konzeptuellen Brimborium, das er um seinen Output herum veranstaltet – die hochgradig albernen Videoclips, in denen ein weißer Kubus auf einem weißen Tisch herumrollert und sich verformt, während Hawtin vergeistigt unter seiner Frisur hervorschaut – und über der ganzen Ich-will-an-die-Grenzen-des-Machbaren-gehen-Rhetorik: Man vergisst immer wieder leicht, wie großartig und wegweisend diese Musik dann doch ist.

Der Techno-DJ Richie Hawtin komponiert für die Eröffnung der Turiner Winterspiele: → Minimal große Gesten

Live: Posies

Saarbrücken, Kleine Garage, 17. Januar 2006.

Warum zum Teufel läuft beim Soundcheck des Haupt-Acts immer so ausgelutsche Musik? Das drückt eh schon die Stimmung. So geschehen auch beim Gig der reformierten „power pop band“  Posies aus Seattle. Bevor sich die ins Zeug legten, durfte noch das andere Quartett,  The Amber Light aus Wiesbaden, ran und sollte mit vier Stücken musikalisch mehr Vielfalt (zwischen Alternative Pop und ProgRock) bieten, als seine Nachfolger.

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Smarf schreibt einen Krimi

Ich mag Smarf, weil er offensichtlich Anobella nicht mag. Soll nicht heißen, dass ICH Anobella nicht mag. Aber offensichtlich Leute, die Anobella nicht mögen. Hm. Jedenfalls: Seit kurzem schreibt Smarf auch einen →Krimi . Peu à peu. Soll nicht heißen, dass ich den jetzt gelesen hätte. Aber man kann natürlich. Sogar →Anobella liest ihn, obwohl sie Smarf, der sie ja nicht mag, wahrscheinlich auch nicht mag.

Arctic Monkeys: Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not

Irgendwie haben die Briten einen Ehrgeiz entwickelt, dass die Hypes, die sie über den Kanal blasen, auch einer langfristigen Prüfung standhalten. Da man vor ein paar Jahren bereits nach der zweiten Kopie abwinken konnte, wartet man jetzt auch auf ‚the next big thing‘, das vielleicht doch nicht so großartig ist. Die Arctic Monkeys fallen diesem Urteil mit Sicherheit noch nicht zum Opfer — die vier Bübelchen stehen chronologisch zwar in der langen Reihe hinter Franz Ferdinand, Bloc Party, Maxïmo Park und Co., punkten aber mit jugendlichem Drang nach vorne.

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